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Deutschlandfeindlichkeit: "Schweinefresser"

Erstellt von Amphion, 10.12.2015, 01:46 Uhr · 105 Antworten · 10.709 Aufrufe

  1. #91

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von GLOBAL-NETWORK Beitrag anzeigen
    Habe ich das richtig verstanden, du erklärst dich hier zu einem Deutschen und parallel dazu sprichst du anderen diesen Status ab und sprichst dich für deren Abschiebung aus ?

    Folgende Anmerkung sei mir doch bitte gestattet:

    "Deutsch sein" erfodert ua , dass DU die Deutsche Rechtsprechung akzeptierst. Leider sieht man immer wieder , wie dir gleichgesonne "Mitbürger" bzw Migranten bei Veranstaltungen die Poster von Mördern Hochhalten oder Sicherheitskräfte attackieren.

    In den Gefängnissen selbst wird mittlerweile hauptsächlich Kurdisch gesprochen (
    Heroinhandel ,Ehrenmorde, Schutzgelderpressung).So trug man es uns jedenfalls vor (Freund Arbeitet in der JVA).

    Du glaubst dich also mittlerweile in der position zu bestimmen, wer Ausgewiesen gehört und wer nicht?

    Hast du dieses Land mitgestaltet oder am Aufbau mitgewirkt oder woher nimmst du dir das recht als ein einst Zugewanderter über anderer Menschen Schicksal zu Urteilen? Denk doch mal nach , ihr wäret doch vermutlich die ersten die man des Landes verweisen würde? Woher kommt plötzlich diese radikale Haltung?

    Mein Rat an dich:

    Überdenke deine Einstellung und tue nicht vergessen wo du selbst einst hergekommen bist.
    Ein Land zu beleidigen ist die eine Sache, Schwere Straftaten zu begehen jedoch eine andere.

    Die an zweiter Stelle genannte Gruppe soll Toleriert werden während die erstere aus dem Land geschmissen wird? Ist das dein Verständnis von Funktionierender Demokratie und Rechtsstaatlichkeit?

    Wir meinen das jeder eine zweite Chance verdient hat.
    Unabhängig Herkunft oder Religion.


    So redest du also über deine kurdischen Freunde, soso. Und das ausgerechnet du von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit dummschwätzen musst is ja süß.^^

  2. #92
    Avatar von GLOBAL-NETWORK

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    2.242

    Beitrag

    Dieses Problem ist der Kriminalwissenschaft bekannt also nahm ich mir das Recht darauf aufmerksam zu machen. Das könnt ihr natürlich nicht wissen, wie denn auch wenn man sein Halbes Leben vor dem Computer verbracht hat. Ob Ghettos oder Justizvollzugsanstalten, ihr habt von nicht's eine Ahnung denkt jedoch den Dreh raus zu haben.

    Eiskalte Ostblockmentalität eben, null Temperament aber dafür 100% Stumpfsinn und Saustallbenehmen. Sich zu Schade um die eigenen Hirnzellen anzustrengen. Geschrieben wurde über Kriminelle Mitbürger Kurdischer Abstammung. Daraus wurden dann plötzlich "Die Kurden." Für die Verfälschte Darstellung die aus der Fehlinterpretation hervorging gab's dann sogar noch ein Dankeschön der Genossin.

    Habt ihr eigentlich jemals versucht ein Ehrliches Leben zu bestreiten?
    So schwer kann das doch nicht sein.

  3. #93
    Avatar von Holzmichl

    Registriert seit
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    So kam ich unter die Deutschen. Ich foderte nicht viel und war gefaßt, noch weniger zu finden. Demütig kam ich, wie der heimatlose blinde Oedipus zum Tore von Athen, wo ihn der Götterhain empfing; und schöne Seelen ihm begegneten –Wie anders ging es mir!

    Barbaren von alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion barbarischer geworden, tiefunfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark zum Glück der heiligen Grazien, in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gutgeartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes – das, mein Bellarmin! waren meine Tröster.

    Es ist ein hartes Wort und dennoch sag ichs, weil es Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen – ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt?

    Ein jeder treibt das Seine, wirst du sagen, und ich sag es auch. Nur muß er es mit ganzer Seele treiben, muß nicht jede Kraft in sich ersticken, wenn sie nicht gerade sich zu seinem Titel paßt, muß nicht mit dieser kargen Angst, buchstäblich heuchlerisch das, was er heißt, nur sein, mit Ernst, mit Liebe muß er das sein, was er ist, so lebt ein Geist in seinem Tun, und ist er in ein Fach gedrückt, wo gar der Geist nicht leben darf, so stoß ers mit Verachtung weg und lerne pflügen! Deine Deutschen aber bleiben gerne beim Notwendigsten, und darum ist bei ihnen auch so viele Stümperarbeit und so wenig Freies, Echterfreuliches. Doch das wäre zu verschmerzen, müßten solche Menschen nur nicht fühllos sein für alles schöne Leben, ruhte nur nicht überall der Fluch der gottverlaßnen Unnatur auf solchem Volke. –

    Die Tugenden der Alten sei'n nur glänzende Fehler, sagt' einmal, ich weiß nicht, welche böse Zunge; und es sind doch selber ihre Fehler Tugenden, denn da noch lebt' ein kindlicher, ein schöner Geist, und ohne Seele war von allem, was sie taten, nichts getan. Die Tugenden der Deutschen aber sind ein glänzend Übel und nichts weiter; denn Notwerk sind sie nur, aus feiger Angst, mit Sklavenmühe, dem wüsten Herzen abgedrungen, und lassen trostlos jede reine Seele, die von Schönem gern sich nährt, ach! die verwöhnt vom heiligen Zusammenklang in edleren Naturen, den Mißlaut nicht erträgt, der schreiend ist in all der toten Ordnung dieser Menschen.

    Ich sage dir: es ist nichts Heiliges, was nicht entheiligt, nicht zum ärmlichen Behelf herabgewürdigt ist bei diesem Volk, und was selbst unter Wilden göttlichrein sich meist erhält, das treiben diese allberechnenden Barbaren, wie man so ein Handwerk treibt, und können es nicht anders, denn wo einmal ein menschlich Wesen abgerichtet ist, da dient es seinem Zweck, da sucht es seinen Nutzen, es schwärmt nicht mehr, bewahre Gott! es bleibt gesetzt, und wenn es feiert und wenn es liebt und wenn es betet und selber, wenn des Frühlings holdes Fest, wenn die Versöhnungszeit der Welt die Sorgen alle löst, und Unschuld zaubert in ein schuldig Herz, wenn von der Sonne warmem Strahle berauscht, der Sklave seine Ketten froh vergißt und von der gottbeseelten Luft besänftiget, die Menschenfeinde friedlich, wie die Kinder, sind – wenn selbst die Raupe sich beflügelt und die Biene schwärmt, so bleibt der Deutsche doch in seinem Fach und kümmert sich nicht viel ums Wetter!

    Aber du wirst richten, heilige Natur! Denn, wenn sie nur bescheiden wären, diese Menschen, zum Gesetze nicht sich machten für die Bessern unter ihnen! wenn sie nur nicht lästerten, was sie nicht sind, und möchten sie doch lästern, wenn sie nur das Göttliche nicht höhnten! –

    Oder ist nicht göttlich, was ihr höhnt und seellos nennt? Ist besser, denn euer Geschwätz, die Luft nicht, die ihr trinkt? der Sonne Strahlen, sind sie edler nicht, denn all ihr Klugen? der Erde Quellen und der Morgentau erfrischen euern Hain; könnt ihr auch das? ach! töten könnt ihr, aber nicht lebendig machen, wenn es die Liebe nicht tut, die nicht von euch ist, die ihr nicht erfunden. Ihr sorgt und sinnt, dem Schicksal zu entlaufen und begreift es nicht, wenn eure Kinderkunst nichts hilft; indessen wandelt harmlos droben das Gestirn. Ihr entwürdiget, ihr zerreißt, wo sie euch duldet, die geduldige Natur, doch lebt sie fort, in unendlicher Jugend, und ihren Herbst und ihren Frühling könnt ihr nicht vertreiben, ihren Aether, den verderbt ihr nicht.

    O göttlich muß sie sein, weil ihr zerstören dürft, und dennoch sie nicht altert und trotz euch schön das Schöne bleibt! –

    Es ist auch herzzerreißend, wenn man eure Dichter, eure Künstler sieht, und alle, die den Genius noch achten, die das Schöne lieben und es pflegen. Die Guten! Sie leben in der Welt, wie Fremdlinge im eigenen Hause, sie sind so recht, wie der Dulder Ulyß, da er in Bettlersgestalt an seiner Türe saß, indes die unverschämten Freier im Saale lärmten und fragten, wer hat uns den Landläufer gebracht? Voll Lieb und Geist und Hoffnung wachsen seine Musenjünglinge dem deutschen Volk heran; du siehst sie sieben Jahre später, und sie wandeln, wie die Schatten, still und kalt, sind, wie ein Boden, den der Feind mit Salz besäete, daß er nimmer einen Grashalm treibt; und wenn sie sprechen, wehe dem! der sie versteht, der in der stürmenden Titanenkraft, wie in ihren Proteuskünsten den Verzweiflungskampf nur sieht, den ihr gestörter schöner Geist mit den Barbaren kämpft, mit denen er zu tun hat.

    Es ist auf Erden alles unvollkommen, ist das alte Lied der Deutschen. Wenn doch einmal diesen Gottverlaßnen einer sagte, daß bei ihnen nur so unvollkommen alles ist, weil sie nichts Reines unverdorben, nichts Heiliges unbetastet lassen mit den plumpen Händen, daß bei ihnen nichts gedeiht, weil sie die Wurzel des Gedeihns, die göttliche Natur nicht achten, daß bei ihnen eigentlich das Leben schal und sorgenschwer und übervoll von kalter stummer Zwietracht ist, weil sie den Genius verschmähn, der Kraft und Adel in ein menschlich Tun, und Heiterkeit ins Leiden und Lieb und Brüderschaft den Städten und den Häusern bringt.

    Und darum fürchten sie auch den Tod so sehr, und leiden, um des Austernlebens willen, alle Schmach, weil Höhers sie nicht kennen, als ihr Machwerk, das sie sich gestoppelt. O Bellarmin! wo ein Volk das Schöne liebt, wo es den Genius in seinen Künstlern ehrt, da weht, wie Lebensluft, ein allgemeiner Geist, da öffnet sich der scheue Sinn, der Eigendünkel schmilzt, und fromm und groß sind alle Herzen und Helden gebiert die Begeisterung. Die Heimat aller Menschen ist bei solchem Volk und gerne mag der Fremde sich verweilen. Wo aber so beleidigt wird die göttliche Natur und ihre Künstler, ach! da ist des Lebens beste Lust hinweg, und jeder andre Stern ist besser, denn die Erde. Wüster immer, öder werden da die Menschen, die doch alle schöngeboren sind; der Knechtsinn wächst, mit ihm der grobe Mut, der Rausch wächst mit den Sorgen, und mit der Üppigkeit der Hunger und die Nahrungsangst; zum Fluche wird der Segen jedes Jahrs und alle Götter fliehn.

    Und wehe dem Fremdling, der aus Liebe wandert, und zu solchem Volke kömmt, und dreifach wehe dem, der, so wie ich, von großem Schmerz getrieben, ein Bettler meiner Art, zu solchem Volke kömmt! –
    Genug! du kennst mich, wirst es gut aufnehmen, Bellarmin! Ich sprach in deinem Namen auch, ich sprach für alle, die in diesem Lande sind und leiden, wie ich dort gelitten.

  4. #94
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    So redest du also über deine kurdischen Freunde, soso. Und das ausgerechnet du von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit dummschwätzen musst is ja süß.^^
    Global ist doch die personifizierte Dummheit und Zeitverschwendung.
    Wenn ich mal fremdschämen möchte, lese ich mir seinen Mist durch.
    Aber meistens eher nicht

  5. #95
    Avatar von GLOBAL-NETWORK

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    Ruhig Blut kleiner. Das Schämen will gelernt sein.
    Es bräuchte einen langen Prozess der Erziehung, ein gewisses Maß an Gerechtigkeitssinn und Werteverständnis. Nennen wir es doch Kultur..

    Du siehst, es kann sich nicht jeder Schämen.

    Davon abgesehen habe ich eine Antwort auf deine frage welche sich derweilen im Virtuellen Abfalleimer befindet (Wo sonst). Ich weiß zwar nicht wo sich Amphion herumtreibt doch du scheinst dich in seinem Arsch relativ wohl zu fühlen.

    Wie war das noch mal mit "Mist" und "Fremdschämen."

  6. #96
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von GLOBAL-NETWORK Beitrag anzeigen
    Ruhig Blut kleiner. Das Schämen will gelernt sein.
    Es bräuchte einen langen Prozess der Erziehung, ein gewisses Maß an Gerechtigkeitssinn und Werteverständnis. Nennen wir es doch Kultur..

    Du siehst, es kann sich nicht jeder Schämen.

    Davon abgesehen habe ich eine Antwort auf deine frage welche sich derweilen im Virtuellen Abfalleimer befindet (Wo sonst). Ich weiß zwar nicht wo sich Amphion herumtreibt doch du scheinst dich in seinem Arsch relativ wohl zu fühlen.

    Wie war das noch mal mit "Mist" und "Fremdschämen."
    Wackel ab Dummkopp.
    Was du findest oder denkst, ist mir relativ gleich. Du willst nur deine Beleidigungen, mit belanglosem Text drumherum getarnt, an den Mann/Frau bringen.
    Da hab ich kein Bedarf.
    Mir geht Jizzy schon auf die Nerven.

  7. #97
    Avatar von papodidi

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    @Novi Auto: Sehr schön, Hölderlins "Hyperion" mag ja für das18. Jahrhundert seine Gültigkeit gehabt haben, aber stimmen diese Einschätzungen noch heute???

  8. #98
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    @Novi Auto: Sehr schön, Hölderlins "Hyperion" mag ja für das18. Jahrhundert seine Gültigkeit gehabt haben, aber stimmen diese Einschätzungen noch heute???
    Die Abneigung des Deutschen gegen das Deutsche ist wohl ein Teil der Identität. Goethe, Nietzsche, Fichte, Hölderlin usw. Das waren alles vermeintlich undeutsche Deutsche. Auch Heidegger oder Thomas Bernhard, wenn er auch Ösi war Letztlich war die deutsche Sprache für sie ein Geschenk aus der sie eine Eigenart formten. Alle schauten immer auf andere, Hölderlin spricht ja vom Genius. Goethe hat auch gut abgezogen über das Deutsche. Und letztlich war wohl der Nationalsozialismus die Krönung dieses Denkens auf die perverseste Art. Gottfried Benn und Stefan George, was für Gestalten, wenn man das mal genau betrachtet. Aber dieses Übermenschendeutschtum ist eben nur etwas für eine Minderheit und führt in der Masse ins Verderben.

    Als ich den Text vor Jahren das erste mal laß, dachte ich, dass ich mich darin wieder finde, weil ich eben kein Deutscher bin, zumindest kein anerkannter. Letztlich bin ich dann doch einer, weil ich ihn genießen kann. Ein Deutscher ist eigentlich ein idealer Weltbürger, weil die eigene Heimat einem so unvollkommen vorkommt.

    Die Tugenden der Deutschen aber sind ein glänzend Übel und nichts weiter; denn Notwerk sind sie nur, aus feiger Angst, mit Sklavenmühe, dem wüsten Herzen abgedrungen, und lassen trostlos jede reine Seele, die von Schönem gern sich nährt, ach! die verwöhnt vom heiligen Zusammenklang in edleren Naturen, den Mißlaut nicht erträgt, der schreiend ist in all der toten Ordnung dieser Menschen.
    Hier finde ich das wunderbar beschrieben. Vor allem die letzten Sätze.

    und doch...

    wo ein Volk das Schöne liebt, wo es den Genius in seinen Künstlern ehrt, da weht, wie Lebensluft, ein allgemeiner Geist, da öffnet sich der scheue Sinn, der Eigendünkel schmilzt, und fromm und groß sind alle Herzen und Helden gebiert die Begeisterung. Die Heimat aller Menschen ist bei solchem Volk und gerne mag der Fremde sich verweilen.
    Es gibt kaum ein Land, in dem Kultur diesen Stellenwert hat und gleichzeitig eine gewisse Intellektfeindlichkeit herrscht. Aber irgendwoher nimmt das Deutsche immer wieder die Kraft. Siehe das dritte Reich. Da hat man über Jahre alles Kreative und Geistreiche gemordet, vertrieben und unterdrückt aber kaum, dass es vorüber war erscheint so etwas, wie die Gruppe 47, später die 68er. Oder die Zeit nach dem ersten Weltkrieg, die 20er Jahre, deutsche Musik, deutsches Kino.

    Die deutschen Eliten sitzen eben gern in französischen Restaurants und wollen mit ihrer Sprachkenntnis beeindrucken und sprechen mit ihren Kindern Deutsch und Englisch. Wahrscheinlich ist diese arrogante Selbstunterschätzung auch eine Art von Erfolgsgeheimnis.

    Naja und letztlich hat wohl jedes Volk seinen Hölder

    America I've given you all and now I'm nothing.
    America two dollars and twenty-seven cents January 17, 1956.
    I can't stand my own mind.
    America when will we end the human war?
    Go fuck yourself with your atom bomb
    I don't feel good don't bother me.
    I won't write my poem till I'm in my right mind.
    America when will you be angelic?
    When will you take off your clothes?
    When will you look at yourself through the grave?
    When will you be worthy of your million Trotskyites?
    America why are your libraries full of tears?
    America when will you send your eggs to India?
    I'm sick of your insane demands.
    When can I go into the supermarket and buy what I need with my good looks?
    America after all it is you and I who are perfect not the next world.
    Your machinery is too much for me.
    You made me want to be a saint.
    There must be some other way to settle this argument.
    Burroughs is in Tangiers I don't think he'll come back it's sinister.
    Are you being sinister or is this some form of practical joke?
    I'm trying to come to the point.
    I refuse to give up my obsession.
    America stop pushing I know what I'm doing.
    America the plum blossoms are falling.
    I haven't read the newspapers for months, everyday somebody goes on trial for
    murder.
    America I feel sentimental about the Wobblies.
    America I used to be a communist when I was a kid and I'm not sorry.
    I smoke marijuana every chance I get.
    I sit in my house for days on end and stare at the roses in the closet.
    When I go to Chinatown I get drunk and never get laid.
    My mind is made up there's going to be trouble.
    You should have seen me reading Marx.
    My psychoanalyst thinks I'm perfectly right.
    I won't say the Lord's Prayer.
    I have mystical visions and cosmic vibrations.
    America I still haven't told you what you did to Uncle Max after he came over
    from Russia.

    I'm addressing you.
    Are you going to let our emotional life be run by Time Magazine?
    I'm obsessed by Time Magazine.
    I read it every week.
    Its cover stares at me every time I slink past the corner candystore.
    I read it in the basement of the Berkeley Public Library.
    It's always telling me about responsibility. Businessmen are serious. Movie
    producers are serious. Everybody's serious but me.
    It occurs to me that I am America.
    I am talking to myself again.

    Asia is rising against me.
    I haven't got a chinaman's chance.
    I'd better consider my national resources.
    My national resources consist of two joints of marijuana millions of genitals
    an unpublishable private literature that goes 1400 miles and hour and
    twentyfivethousand mental institutions.
    I say nothing about my prisons nor the millions of underpriviliged who live in
    my flowerpots under the light of five hundred suns.
    I have abolished the whorehouses of France, Tangiers is the next to go.
    My ambition is to be President despite the fact that I'm a Catholic.

    America how can I write a holy litany in your silly mood?
    I will continue like Henry Ford my strophes are as individual as his
    automobiles more so they're all different sexes
    America I will sell you strophes $2500 apiece $500 down on your old strophe
    America free Tom Mooney
    America save the Spanish Loyalists
    America Sacco & Vanzetti must not die
    America I am the Scottsboro boys.
    America when I was seven momma took me to Communist Cell meetings they
    sold us garbanzos a handful per ticket a ticket costs a nickel and the
    speeches were free everybody was angelic and sentimental about the
    workers it was all so sincere you have no idea what a good thing the party
    was in 1835 Scott Nearing was a grand old man a real mensch Mother
    Bloor made me cry I once saw Israel Amter plain. Everybody must have
    been a spy.
    America you don're really want to go to war.
    America it's them bad Russians.
    Them Russians them Russians and them Chinamen. And them Russians.
    The Russia wants to eat us alive. The Russia's power mad. She wants to take
    our cars from out our garages.
    Her wants to grab Chicago. Her needs a Red Reader's Digest. her wants our
    auto plants in Siberia. Him big bureaucracy running our fillingstations.
    That no good. Ugh. Him makes Indians learn read. Him need big black niggers.
    Hah. Her make us all work sixteen hours a day. Help.
    America this is quite serious.
    America this is the impression I get from looking in the television set.
    America is this correct?
    I'd better get right down to the job.
    It's true I don't want to join the Army or turn lathes in precision parts
    factories, I'm nearsighted and psychopathic anyway.
    America I'm putting my queer shoulder to the wheel.

  9. #99
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Novi Auto Beitrag anzeigen
    Die Abneigung des Deutschen gegen das Deutsche ist wohl ein Teil der Identität. Goethe, Nietzsche, Fichte, Hölderlin usw. Das waren alles vermeintlich undeutsche Deutsche.
    ...
    Es gibt kaum ein Land, in dem Kultur diesen Stellenwert hat und gleichzeitig eine gewisse Intellektfeindlichkeit herrscht.
    ...
    Die deutschen Eliten sitzen eben gern in französischen Restaurants und wollen mit ihrer Sprachkenntnis beeindrucken und sprechen mit ihren Kindern Deutsch und Englisch. Wahrscheinlich ist diese arrogante Selbstunterschätzung auch eine Art von Erfolgsgeheimnis.
    ...

    America I've given you all and now I'm nothing.
    ...
    Dabei darf man aber die politische Situation nicht außer Acht lassen, denn "Deutschland" gab es um 1800 nicht, sondern eine Vielzahl von "Staaten" mit absolutistisch regierenden Potentaten, von denen viele gerade mal über eine kleine Stadt mit etwas Umland herrschten:




    Nur die gemeinsame Sprache einte diesen Flickenteppich, politisch und wirtschaftlich aber hinkte man vielen anderen (National-)Staaten hoffnungslos hinterher. Wegen dieser rückständigen Verhältnisse flüchteten viele Intellektuelle in eine innere (Romantik) und/oder äußere Emigration, was sie für die Obrigkeit natürlich verdächtig machte. Deshalb konnten man die Intellektuellen auch immer als "vaterlandslose Gesellen" denunzieren, ein Zustand, der bis in die jüngste Vergangenheit anhielt.

    PS: Allen Ginsberg und die Beat Generation sind zeitlos gut...

  10. #100
    Avatar von babyblue

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Dabei darf man aber die politische Situation nicht außer Acht lassen, denn "Deutschland" gab es um 1800 nicht, sondern eine Vielzahl von "Staaten" mit absolutistisch regierenden Potentaten, von denen viele gerade mal über eine kleine Stadt mit etwas Umland herrschten:



    Nur die gemeinsame Sprache einte diesen Flickenteppich, politisch und wirtschaftlich aber hinkte man vielen anderen (National-)Staaten hoffnungslos hinterher. Wegen dieser rückständigen Verhältnisse flüchteten viele Intellektuelle in eine innere (Romantik) und/oder äußere Emigration, was sie für die Obrigkeit natürlich verdächtig machte. Deshalb konnten man die Intellektuellen auch immer als "vaterlandslose Gesellen" denunzieren, ein Zustand, der bis in die jüngste Vergangenheit anhielt.

    PS: Allen Ginsberg und die Beat Generation sind zeitlos gut...
    Auch nicht vergessen, dass Hölderlin als er Hyperion schrieb mit Hegel in Tübingen studierte. Sie träumten davon die französische Revolution ins Ländle zu bringen. Sie sahen sich als Revolutionäre und kamen dementsprechend auch in Schwierigkeiten mit der damaligen Elite. Diese vermeintliche Abneigung gegen das Deutsche wie du es @Auto meinst, ist alles andere als positiv aufgenommen worden.

    Hölderlin und Hegel verband eine sehr tiefe Freundschaft. Sie lasen griechische Tragödien und setzten sich auch mit der griechischen Philosophie auseinander und teilten die Vorstellung, dass es eine Einheit von Herz und Verstand gäbe (als Gegensatz zu Kants "frostigem" Rationalismus). Es ist bis heute nicht klar, ob es nicht Hölderlin war, der Hegel auf Heraklith und seine Idee der Einheit von den Gegensätzen brachte, die die Basis für Hegels Dialektik darstellte. Aber ohne Zweifel ist, dass Hölderlin einen großen Einfluss auf Hegels Philosophie ausgeübt hatte.

    Naja, iwann hat Hölderlin durchgedreht und da trennten sich ihre Wege...

    Eine sehr schöne Stelle aus Hyperion:


    Des Herzens Woge schäumte nicht so schön empor und würde Geist, wenn nicht der alte stumme Fels, das Schicksal, ihr entgegenstünde."

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