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Ài Wèiwèi

Erstellt von ooops, 13.04.2011, 15:51 Uhr · 11 Antworten · 1.760 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Ài Wèiwèi




    Chinesischer Künstler und Regierungskritiker der auch vor Kurzem wie schon so viele, verhaftet wurde.


    er wurde früher auch von der Polizei misshandelt und heftig verprügelt, doch das schreckte ihn nicht ab weiter zu machen für das woran er glaubt

    in seinen Ausstellungen fand ich "heftig" das mit den Rucksäcken, sollte eine Kritik an die Regierung sein die die Zahl der umgekommenen Kinder nach dem Erdbeben in China heruntergespült wurde und forschte selber nach.





    wie lang hält noch diese Verbrecherregierung noch aus? Kommunistisch kann man China schon lang nimmer bezeichnen....





    Ai Weiwei

  2. #2

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    der typ ist eine gefahr für das kommunistische system chinas, deswegen muss er in den knast.

    PUNKT!

  3. #3
    Theodisk
    Zitat Zitat von veliki turcin Beitrag anzeigen
    der typ ist eine gefahr für das kommunistische system chinas, deswegen muss er in den knast.

    PUNKT!
    Oh Wei Wei

  4. #4
    Avatar von Lilith

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    wie lang hält noch diese Verbrecherregierung noch aus? Kommunistisch kann man China schon lang nimmer bezeichnen....
    Solange Geld in den sozialen Bereich, in Infrastrukturprojekte gesteckt wird und die Masse das Gefühl bekommt, besser zu leben. Ist so und im gewissen Sinn verständlich, das es nunmal als erstes interessiert, ob ich was zu beißen habe usw.

    Das ist ja das, was mich so stört. Bei Staatsbesuchen so wie letztens Guido Westerwelle bei der Austellungseröffnung wird mal ein wenig empört getan, aber danach läuft business as usual. Und zwar glänzend.

    Wünsche und Mut zu Veränderungen haben 1989 zwar einen herben Rückschlag erfahren bei der "chinesischen Lösung" auf dem Tiananmen-Platz. Egal ob es um Kampf gegen Behördenwillkür und auch verkrustetete Behördenstrukturen, Umweltbewusstsein und Bewusstsein für politische Rechte und Freiheiten geht. Aber trotzdem, er muss von den Chinesen selbst kommen. Was vielleicht dabei hilft sind auch entsprechende internationale Kontakte, Auslandserfahrung etwa von Gaststudenten usw. Vielleicht.

  5. #5

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    Zitat Zitat von veliki turcin Beitrag anzeigen
    der typ ist eine gefahr für das kommunistische system chinas, deswegen muss er in den knast.

    PUNKT!
    wie schon gesagt, Kommunistisch kann man das System in China schon lang nicht mehr bezeichnen


    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Solange Geld in den sozialen Bereich, in Infrastrukturprojekte gesteckt wird und die Masse das Gefühl bekommt, besser zu leben. Ist so und im gewissen Sinn verständlich, das es nunmal als erstes interessiert, ob ich was zu beißen habe usw.

    Das ist ja das, was mich so stört. Bei Staatsbesuchen so wie letztens Guido Westerwelle bei der Austellungseröffnung wird mal ein wenig empört getan, aber danach läuft business as usual. Und zwar glänzend.

    Wünsche und Mut zu Veränderungen haben 1989 zwar einen herben Rückschlag erfahren bei der "chinesischen Lösung" auf dem Tiananmen-Platz. Egal ob es um Kampf gegen Behördenwillkür und auch verkrustetete Behördenstrukturen, Umweltbewusstsein und Bewusstsein für politische Rechte und Freiheiten geht. Aber trotzdem, er muss von den Chinesen selbst kommen. Was vielleicht dabei hilft sind auch entsprechende internationale Kontakte, Auslandserfahrung etwa von Gaststudenten usw. Vielleicht.
    Lilith auch wenn ich viel Respekt für deine relativ objektiven und durchdachten Beiträge habe, kann mich mit der Äußerung "Solange Geld in den sozialen Bereich, in Infrastrukturprojekte gesteckt" schlecht abfinden. das mit der "Maße" ich weiß nicht wo du dieses Empfinden her hast? Wenn du keine Meinungsfreiheit hast, kann das nicht stimmen.

  6. #6
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    Lilith auch wenn ich viel Respekt für deine relativ objektiven und durchdachten Beiträge habe, kann mich mit der Äußerung "Solange Geld in den sozialen Bereich, in Infrastrukturprojekte gesteckt" schlecht abfinden. das mit der "Maße" ich weiß nicht wo du dieses Empfinden her hast? Wenn du keine Meinungsfreiheit hast, kann das nicht stimmen.
    Du kannst alle möglichen Statistiken nehmen. Das durchschnittliche Einkommen und alles ist gestiegen. Städte wurden modernisiert, auch in den "schwachen" Regionen wird in große Infrastrukturprojekte investiert usw. Und da muss man sich mal vorstellen, in welchen Verhältnissen die Menschen vor Guandong, den ganzen Sklavenfabriken, sorry, etc. gelebt haben. Konnten Menschen sogar Millionäre werden und hat sich im breiten allmählich so etwas wie eine Mittelschicht heraus gebildet.

    Was für den Menschen in erster Linie zählt ist Arbeit, dass ich meine Kinder ernähren kann usw. Ist so. Und ich bilde mir ein, da gewisse Vergleiche über russische Erfahrungen ziehen zu können. Die 90er galten als Demokratie bei uns. Du konntest als Journalist usw. über Jelzin vom Leder ziehen und was weiß ich. Aber was nutzt das, wenn man ansonsten bitter arm ist und nicht weiß, woher man das Essen für den nächsten Tag bekommt usw. Und da haben sich viele Leute gesagt, dann lieber eine "starke Hand" wie unter Putin, aber wirtschaftlicher Aufschwung, von dem wenigstens etwas der Otto Normalo was hat. Oder warum es auch etliche Sowjetnostalgiker gibt: "Vielleicht konnte niemand reich werden. Aber wenihstens ist auch niemand verhungert und haben alle gearbeitet". Ich sage nicht, dass man es verstehen muss. Oder dass ich das teile. Aber so sind gewisse Erfahrungswerte.

    Seit der Wirtschaftspolitik von Deng Xiaoping geht es in dem Land "aufwärts", und auch bitter armen Menschen scheinbar wenigstens etwas besser. Und zumindest wenn ich mich mit Chinesen unterhalte, steht das merklich in den Prioritäten oben an. Generell soll man bedenken, dass unsere Denkweisen, Prioritäten anders sind als die von Chinesen. Hoffe, dass das nicht falsch verstanden wird alles.

  7. #7

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    solche leute wie ai wei wei werden dazu benutzt, unruhe in china zu stiften, auf der ganzen welt werden leute inhaftiert, doch nur über russland und china wird berichtet.

    china schützt seine integrität und öffentliche ordnung, daran ist nichts zu kritisieren!

  8. #8

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Du kannst alle möglichen Statistiken nehmen. Das durchschnittliche Einkommen und alles ist gestiegen. Städte wurden modernisiert, auch in den "schwachen" Regionen wird in große Infrastrukturprojekte investiert usw. Und da muss man sich mal vorstellen, in welchen Verhältnissen die Menschen vor Guandong, den ganzen Sklavenfabriken, sorry, etc. gelebt haben. Konnten Menschen sogar Millionäre werden und hat sich im breiten allmählich so etwas wie eine Mittelschicht heraus gebildet.
    genau, es wird ein Wasserkraftwerk gebaut, Menschen zwansgumsiedelt, das versprochene Geld für ihre Gründe aber nicht angekommen nur als Denkanstoß.....

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Was für den Menschen in erster Linie zählt ist Arbeit, dass ich meine Kinder ernähren kann usw. Ist so.
    Tatsächlich? und damit soll man sagen "Leute wir sind zufrieden und wir brauchen nichts mehr" oder? auch ohne dieses Wasserkraftwerk (und andere Gebäude) könnten die Chinesen Essen und arbeiten wie schon seit mehrere tausenden Jahren, schwache (bzw keine) Argumentation.

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Und ich bilde mir ein, da gewisse Vergleiche über russische Erfahrungen ziehen zu können. Die 90er galten als Demokratie bei uns. Du konntest als Journalist usw. über Jelzin vom Leder ziehen und was weiß ich. Aber was nutzt das, wenn man ansonsten bitter arm ist und nicht weiß, woher man das Essen für den nächsten Tag bekommt usw.
    wie du es siehst, das eine ohne das andere gehts nicht, die linke Hand wäscht die rechte und umgekehrt, aber zu glauben "ich hab vollen Bauch und damit die Welt ist heil" ist Irrtum, ich kann das aus eigener Erfahrung sagen.

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Und da haben sich viele Leute gesagt, dann lieber eine "starke Hand" wie unter Putin, aber wirtschaftlicher Aufschwung, von dem wenigstens etwas der Otto Normalo was hat.
    auch wenn Russland bei weitem mit China nicht vergleichbar ist, kann ich teilweise zustimmen. Dennoch kannst du nicht sagen "so ist es alles ok" wenn Menschen sowohl wirtschaftlich (teils) als auch politisch, benachteiligt werden. Ich glaub sowohl du als auch ich sind "Opfer" dessen aber wir hatten auch eine andere Wahl.

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Oder warum es auch etliche Sowjetnostalgiker gibt: "Vielleicht konnte niemand reich werden. Aber wenihstens ist auch niemand verhungert und haben alle gearbeitet". Ich sage nicht, dass man es verstehen muss. Oder dass ich das teile. Aber so sind gewisse Erfahrungswerte.
    naja, Ansichtssache aber ich bin der Meinung dass das kommunistische System nicht funktionsfähig war, allein von der Tatsache selbst "unbestreitbar" zu sein.

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Seit der Wirtschaftspolitik von Deng Xiaoping geht es in dem Land "aufwärts", und auch bitter armen Menschen scheinbar wenigstens etwas besser. Und zumindest wenn ich mich mit Chinesen unterhalte, steht das merklich in den Prioritäten oben an. Generell soll man bedenken, dass unsere Denkweisen, Prioritäten anders sind als die von Chinesen. Hoffe, dass das nicht falsch verstanden wird alles.

    wie ich schon sage....Wirtschaft ist das eine, Menschlichkeit ist das andere.


    Unabhängig davon, kann ich mit 100% Sicherheit sagen dass die Regierung verbrecherisch angehaut ist, sowohl in Tibet-Frage, als auch in Menschenrechtsfrage, das sage nicht ich sondern auch Menscherechtsexperten. Ob man jetzt mit ein Stück Brot sich zufrieden geben soll und sagen, "die opfer dieser Regierung sollen einfach Klappe halten" das soll jedem selbst überlassen aber zu sagen "ja es geht in China vorwärts deswegen soll und darf man keine Kritik ausüben" ist meiner Meinung nach .....unmenschlich zu sagen ist vielleicht zu hart, aber sage ich mal so "schneller geschrieben als nachgedacht"

  9. #9
    Avatar von Lilith

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    Und P.S.
    Mal ganz ohne Quatsch. Die Chinesen haben ja gesehen, wie es in den 90ern in Russland ablief. Und ist gut möglich und sogar wahrscheinlich, dass sie unser Chaos dabei bestärkt hat, so zweigleisig zu fahren. Die Führungskaste sowieso und auch den normalen Büger. Wirtschaftliche Reformen, aber politisch die Zügel weiterhin straff. Meine, das auch irgendwo selbst bei Frank Sieren gelesen zu haben und ist ein klein wenig auch mein Eindruck aus manchen Privatgesprächen.

    Herzliche Grüße

    P.S. Was mit Ai Wei Wei womöglich gerade passiert, ich mag es mir nicht vorstellen. Natürlich ist das traurig und lehne ich das ab. Aber es muss mehr Menschen in China von seiner Sorte geben, die man nicht mehr mundtot machen kann. Noch sind es eben scheinbar zu wenige und ich hatte eigentlich nur etwas über die Gründe dafür sinniert.

  10. #10
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    genau, es wird ein Wasserkraftwerk gebaut, Menschen zwansgumsiedelt, das versprochene Geld für ihre Gründe aber nicht angekommen nur als Denkanstoß.....



    Tatsächlich? und damit soll man sagen "Leute wir sind zufrieden und wir brauchen nichts mehr" oder? auch ohne dieses Wasserkraftwerk (und andere Gebäude) könnten die Chinesen Essen und arbeiten wie schon seit mehrere tausenden Jahren, schwache (bzw keine) Argumentation.



    wie du es siehst, das eine ohne das andere gehts nicht, die linke Hand wäscht die rechte und umgekehrt, aber zu glauben "ich hab vollen Bauch und damit die Welt ist heil" ist Irrtum, ich kann das aus eigener Erfahrung sagen.



    auch wenn Russland bei weitem mit China nicht vergleichbar ist, kann ich teilweise zustimmen. Dennoch kannst du nicht sagen "so ist es alles ok" wenn Menschen sowohl wirtschaftlich (teils) als auch politisch, benachteiligt werden. Ich glaub sowohl du als auch ich sind "Opfer" dessen aber wir hatten auch eine andere Wahl.



    naja, Ansichtssache aber ich bin der Meinung dass das kommunistische System nicht funktionsfähig war, allein von der Tatsache selbst "unbestreitbar" zu sein.




    wie ich schon sage....Wirtschaft ist das eine, Menschlichkeit ist das andere.


    Unabhängig davon, kann ich mit 100% Sicherheit sagen dass die Regierung verbrecherisch angehaut ist, sowohl in Tibet-Frage, als auch in Menschenrechtsfrage, das sage nicht ich sondern auch Menscherechtsexperten. Ob man jetzt mit ein Stück Brot sich zufrieden geben soll und sagen, "die opfer dieser Regierung sollen einfach Klappe halten" das soll jedem selbst überlassen aber zu sagen "ja es geht in China vorwärts deswegen soll und darf man keine Kritik ausüben" ist meiner Meinung nach .....unmenschlich zu sagen ist vielleicht zu hart, aber sage ich mal so "schneller geschrieben als nachgedacht"
    ooops, ich glaube du legst mir da was in den Mund. So etwas habe ich nirgendwo gesagt. Oder dass dass ich das okay finde. Und auch bin ich alles andere als ein Sowjetnostalgiker oder Angänger eines kommunistischen Systems und solcher Zustände wie in China. Da herrscht, glaube ich, ein Missverständnis. Hätte mich besser ausdrücken sollen.

    Also noch einmal Klartext: Du hast gefragt, wie lange dieses Regime noch durchhalten wird. Ich habe gewantwortet, wohl solange die Menschen dort immer mehr zu beißen haben. Weil das meine Eindrücke und meine Meinung sind. Ich habe damit weder die Inhaftierung und erst recht zu befürchtende Folterung Andersdenkender gerechtfertigt. Oder gesagt, dass man keine Kritik üben soll usw. Habe mich ja nicht umsonst über diese deutsche und überhaupt verlogene westliche Politik aufgeregt. Menschenrechte werden mal angetippt, aber nicht zu sehr, die Geschäfte sind wichtiger. Bitte lies noch einmal meinen ersten Post genau.

    Ich hoffe, dass Ai Wei Wei wieder frei kommt. Ich hoffe, dass viel mehr Menschen seinen Mut und sein Denken aufbringen werden. Denn so wird sich etwas ändern, nicht anders. Habe ich auch geschrieben. Und hoffentlich deutlich genug.

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