Die Rentnerin Karen Klein (68) wird von Schülern beleidigt und gedemütigt. Eine spontane Spendenaktion macht sie jetzt reich.



Ein zehnminütiges Video auf Youtube sorgt in der Internet-Community für Entrüstung. Der tragische Star: die 68-jährige Amerikanerin Karen Klein aus Greece, New York. Sie arbeitet als Begleiterin in einem Schulbus und wird seit einiger Zeit von zwölf- und dreizehnjährigen Schülern der Athena Middle School fertiggemacht.

Die gemeinen Halbwüchsigen beschimpfen und begrapschen die Rentnerin. Sie machen sich über ihr Gewicht lustig, beleidigen ihre Handtasche, bedrohen sie. Sie lachen Klein aus, weil sie schwitzt, nennen sie «fett» und «arm». «Du hast keine Familie, weil sich alle umgebracht haben. Sie wollen nicht in deiner Nähe sein!», schreit ein Junge. Tatsächlich hat sich ihr Sohn vor zehn Jahren das Leben genommen. Klein kann sich nicht wehren. Tränen kullern ihr über die Wangen.

Spendenaufruf von einem ehemaligen Mobbingopfer


Über drei Millionen User haben das Video auf Youtube gesehen und mitgelitten. Der ukrainische Ernährungswissenschaftler Max Sidorov, der selbst ein Mobbing-Opfer war, startete daraufhin eine Internet-Initiative: «Helft Karen, in Urlaub zu gehen!»

Das Spendenziel lag bei 5000 Franken. Doch nach zwei Tagen kamen bereits 430000 Franken zusammen – 30-mal mehr als Kleins Jahreslohn.

Die achtfache Oma ist sehr gerührt und überwältigt von der öffentlichen Unterstützung: «Es ist unglaublich. Ich habe die nettesten Briefe und E-Mails bekommen und Blumen von Fremden.»

Eine weitere Überraschung hält eine amerikanische Fluggesellschaft für sie bereit: Ein Besuch in Disneyland zu zehnt. (sue)