Assad weist alle Schuld von sich

Die Eskalation der Gewalt auf einem beispiellosen Niveau, schwerste Menschenrechtsverletzungen - mitunter geradezu unter den Augen der UN-Beobachter-, ein Präsident, dem jedes Mittel recht zu sein scheint, um an der Macht zu bleiben: So berichten die meisten westlichen Medien seit Monaten über die Lage in Syrien. Gestützt werden diese Annahmen durch zahlreiche Augenzeugenberichte - auch von westlichen Journalisten, denen es gelungen ist, aus Syrien zu berichten.

Syriens Präsident Baschar al Assad dagegen zeichnet stets ein anderes Bild: Schuld an der Gewalt seien Terroristen, er sieht Syrien als Opfer einer Verschwörung des Auslands. Diesen Vorwurf wiederholt Assad auch jetzt, im Gespräch mit dem Publizisten Jürgen Todenhöfer: Die Mehrheit der Getöteten seien in Wahrheit Anhänger der Regierung, Täter seien Al Kaida oder andere Extremisten. Die seien unter anderem auch für das Massaker in Al Hula verantwortlich. Den USA gibt Assad - erneut - eine Mitschuld am Blutvergießen in seinem Land: "Sie sind Teil dieses Konflikts. Sie spannen einen Schirm auf und bieten diesen Banden politischen Schutz, um Syrien zu destabilisieren."

Die Sanktionen, die Kritik, die Drohungen aus der westlichen Welt scheinen an Assad abzuperlen: Auf die Frage, ob er zurücktreten würde, um das Blutvergießen zu beenden, antwortet er: "Ein Präsident sollte vor nationalen Herausforderungen nicht davonlaufen, und wir stehen hier im Augenblick vor einer nationalen Herausforderung in Syrien. Der Präsident kann sich einer solchen Situation nicht einfach entziehen."

Assad zeigt sich weiterhin überzeugt davon, dass er die Mehrheit der Syrer hinter sich hat. Und da dies so sei, könne er gar nicht zurücktreten. Zugleich verspricht der syrische Präsident den Dialog mit dem Ausland: "Wir haben nie irgendeinem Land oder irgendeinem Vertreter eines Landes die Tür versperrt, solange sie zur Lösung eines Problems beitragen wollen. Vorausgesetzt, sie sind ernsthaft und aufrichtig." Aber, so fährt Assad fort, der Westen habe die Tür zugeschlagen, sei zu keinem Dialog bereit


Dialogbereitschaft?

Zudem sei er zu Gesprächen mit der Opposition im Land selbst bereit, erklärt Assad. Als Beleg führt er die Parlamentswahlen Anfang Mai an, bei dem die Assad-treue Baath-Partei eine gewaltige Mehrheit erzielt hatte. Die Opposition hatte den Urnengang allerdings als Farce bezeichnet und von zahlreichen Unregelmäßigkeiten berichtet.

Quelle : Gespräch mit Syriens Präsident Assad | tagesschau.de



Video gibt es auch auf der verlinkten Seite, für die BF-Bequemlichkeit hab ich ein beliebiges aus Youtube genommen.

Wenn man viele Berichterstattungen zu dem Thema liest, merkt man, dass es unter den Lesern auch unterschiedliche Meinungen gibt. Dabei merkt man auch bei einigen eine leichte Tendenz in Richtung Pro- Assad. Hier einigen Punkte, die mir aufgefallen sind in ihrer Häufigkeit:



  1. Verteidigt sein Land gegen Teroristen
  2. Kooperation westlicher Geheimdienste mit Terroristen um ein legitimes Regime anzugreifen
  3. Nach der Absetzung Assad steht auf der Liste der anzugreifenden Staaten der Iran
  4. Beginn von Massaker an Christen und Kurden nach der Absetzung Assads