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Bengasi - Krieg hinter der Front

Erstellt von Boschwa, 23.03.2011, 02:50 Uhr · 80 Antworten · 5.200 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Boschwa

    Registriert seit
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    908

    Bengasi - Krieg hinter der Front

    Ein Lagebericht aus Bengasi!

    Bengasi gilt als Hochburg der Rebellen. Doch der Frust unter den Gegnern Gaddafis wird größer. Je länger der Triumph an der Front ausbleibt, desto aggressiver werden sie. In der Stadt wird nun ein anderer Krieg geführt - unkontrollierbar und mit offenem Ausgang.
    Bengasi: Der Krieg hinter der Front - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Interessant:
    1.

    Auf dem "Platz der Freiheit" am Alten Gericht wurde am Montag bekanntgegeben, dass die "Ligan Thauria", die alten Revolutionskomitees und Anhänger Gaddafis, 24 Stunden Zeit hätten, ihre Waffen abzugeben. Wenn sie es nicht tun, würden sie als die behandelt werden, die sie seien: als Mörder und Feinde der Revolution. Der Begriff "Feinde der Revolution" klingt vertraut. In der Französischen Revolution wurde er benutzt, um alte Gegner unter die Guillotine zu bringen. Und Gaddafi selbst gebrauchte ihn nach seiner eigenen Revolution.
    Das klingt aber nicht nach menschenrechtsachtender Regierung!

    2.
    300 von Gaddafis Leuten sollen in der Stadt sein, die "Blut an den Händen haben", sagt Abdul Hafiz Ghoga, der Sprecher des Nationalen Übergangsrats, der neuen Regierung der Rebellen. Sie seien diejenigen, die aus fahrenden Autos auf Passanten schießen, um Angst zu verbreiten. Andere in der Stadt sprechen von mehr als 7000. "Wir waren doch irgendwie alle Ligan Thauria", sagt der Nachbar eines verschleppten Gaddafi-Anhängers. Man sei eben Mitglied geworden, um Stipendien zu bekommen, um Karriere zu machen, aber ein Killer sei man nicht gewesen. Es klingt wie die Entschuldigung eines ehemaligen IM.
    Wie gesagt, es ist kein unerheblicher Teil Libyens der immernoch hinter Gaddafi steht! Viele sind auch unüberlegt oder einfach nur auf die gewinner seite wollend , übergetreten!

    3.
    Auch viele junge Akademiker, die kurz davor waren, einen Abschluss zu machen und einen guten Job zu bekommen, beginnen frustriert zu werden. Einer, dem man schwören muss, dass man seinen Namen nicht schreibt, hat Wirtschaft an der Gharyounis-Universität studiert. Ihm sei ein Job als Manager bei Bilfinger Berger angeboten wurde, 2000 Dinar hätte er verdient. Jetzt ist er arbeitslos. Über seine gleichaltrigen Rebellenkollegen sagt er: "Sie sind unter 30 und haben keine Frau. Sie sind stolz auf die Waffen, die sie aus den Kasernen erbeutet haben. Sie wissen nicht, wie sie sich kontrollieren können. Sie werden leicht aggressiv. Sie haben diese Waffen und verlieren sich."
    Die Revolution findet er aber trotzdem gut, versichert er noch.
    Anscheinend ging es wohl doch nicht so ganz bergab mit Libyen wie so gerne dargestellt wird! Gaddafi hat durch seine Auslandsgeschäfte auch ausländische Firmen nach Libyen gelockt!

  2. #2

    Registriert seit
    29.05.2010
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    1.193
    Gaddafi weiss ganz genau was er tut. Die Medien bezeichnen ihn als verwirrt, psychisch krank, verbrecherisch, dabei ist er längst im klaren ob er diesen Krieg gewinnen kann oder nicht. Er führt doch nicht einen Krieg wenn er weiss dass er verlieren wird. Das Geld hatte er, die Mittel und die Zeit auch. Also dann lieber Westen, auf in den endlosen Krieg. Ich hoffe nur auf Bodentruppen damit Gaddafi ein paar Leute fetzen kann. Tönt zwar krank Aber sorry wer denkt Gaddafi sei ein Terrorist, der ist selber krank. Die Rebellen sind Terroristen und der Westen unterstützt sie. Was soll die Scheisse eigentlich.

  3. #3
    Avatar von Boschwa

    Registriert seit
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    908
    Ich hab keine Ahnung. Man hätte doch wissen müssen, dass Gaddafi genug kohle besitzt und der Süden Afrikas ist eine einziger Waffenmarkt!
    Die Rüstungsfirmen müssen wohl ihre Umsätze steigern und den Westmächten ist wohl nur langweilig geworden.
    5 Länder haben kühlen Kopf bewahrt und halten sich aus der Sache raus, die Gründe jetzt mal außen vor gelassen.

    Bald kommt noch der Bürgerkrieg in Cote d´Ivore oder wie man das schreibt. Jemen ist auch am wackeln!

  4. #4
    ökörtilos
    Es ist unglaublich wie schnell das ganze passiert ist.Es kommt mir vor das Prozesse die früher noch Monate oder gar Jahre gedauert hätten heute innerhalb weniger Wochen ablaufen.
    Interessant finde ich das es an jeglichen Hintergrundinformationen mangelt.Anstelle des Versuchs zentrale Fragen zu klären werfen die Medien mit Begriffen wie "Völkermord" "Flugverbotszone" "Bodentruppen" "Irrer Diktator" und "Flüchtlingskrise" um sich.Der Niedergang des Journalismus in Perfektion.Politisch neutrale Betrachtungen und Analysen beispielsweise vom Kaliber eines Peter-Scholl-Latour vermisse ich schmerzlich.

    Was soll das überhaupt sein, dieses "freie Libyen" ? Wer sind diese"Freiheitskämpfer"? Wo kommen sie her und vor allen Dingen was gedenkt der Westen wollen diese Leute da überhaupt auf die Beine stellen?

    Vermutlich ist es den angreifenden Ausländern auch egal.Sie haben nun die Gelegenheit bekommen ihre Waffentechnik etwas auszuprobieren.Endlich können sie mal wieder irgendwo ungezügelt rumballern und ihre Raketen testen.
    Sie werden dabei auch nicht wie es daheim auf dem Truppenübungspaltz so oft der Fall ist von lästigen Anwohnerprotesten gestört.

  5. #5
    Yunan
    Zitat Zitat von Slawe Beitrag anzeigen
    Gaddafi weiss ganz genau was er tut. Die Medien bezeichnen ihn als verwirrt, psychisch krank, verbrecherisch, dabei ist er längst im klaren ob er diesen Krieg gewinnen kann oder nicht. Er führt doch nicht einen Krieg wenn er weiss dass er verlieren wird. Das Geld hatte er, die Mittel und die Zeit auch. Also dann lieber Westen, auf in den endlosen Krieg. Ich hoffe nur auf Bodentruppen damit Gaddafi ein paar Leute fetzen kann. Tönt zwar krank Aber sorry wer denkt Gaddafi sei ein Terrorist, der ist selber krank. Die Rebellen sind Terroristen und der Westen unterstützt sie. Was soll die Scheisse eigentlich.
    So so, dann sind tunesische und ägyptische Demonstranten wohl auch Terroristen?
    Etwa weil sie das Recht eingefordert haben, dass du schon lange genießt während du so vor dich hintönst?

  6. #6
    Avatar von Boschwa

    Registriert seit
    17.09.2010
    Beiträge
    908
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    So so, dann sind tunesische und ägyptische Demonstranten wohl auch Terroristen?
    Etwa weil sie das Recht eingefordert haben, dass du schon lange genießt während du so vor dich hintönst?
    In Tunesien haben sie monatelang in der Haupstadt demonstiert, auch gegen die stark bewaffnete Armee.
    In Ägypten haben sie friedlich, aber in Masse demonstiert. Das war der beste Weg.
    In Libyen allerdings scheint es sich bei den Rebellen nicht wirklich um eine demokratische Bewegung. Sie haben Kasernen, Polizeistationen und Waffenlager gestürmt und sind als Armee nach Tripolis marschiert!
    Wenn Gaddafi so grausam ist, wieso hat er nicht direkt bei den ersten Angriffen Bombardements angesetzt! Wo sind die Massen an toten. 1000 sind in einem Krieg mit so einer bewaffnung eigentlich noch "gut". (Kein toter ist gut! , ruhen sie in frieden)
    "Srebrenica 1995 - Misurata 2011"


    Al Jazeera berichtet von solchen Plakaten auf der Seite der Rebellen/Demonstranten, nebenbei werden Gaddafitreue oder Leute die nicht auf Rebellenseite sind, massakriert und abgeschlachtet.
    Das ist eine beleidigung für alle Opfer von Srebrenica!

  7. #7
    ökörtilos
    Militär: Wer sind die Rebellen in Libyen eigentlich? - Politik - DerWesten


    Eine Rebellenarmee, die mit Waffen in den Händen Richtung Westen vorrückte, ehe sie wiederum gewaltsam zurück gedrängt wurde – das stand von vorneherein in scharfem Kontrast zu den beeindruckend friedlichen Demonstrationen von Tunis und Kairo
    „Viele Amerikaner töten“

    Gegen Gaddafi, aber offenbar auch gegen Amerika – das Terrorismus-Abwehrzentrum der Militärakademie West Point kam 2007 nach der Auswertung zahlreicher Dokumente, die Aufschluss über die Herkunftsländer von El Kaida-Terroristen im Irak gaben, zu folgendem Schluss: Die meisten stammten aus Saudi-Arabien, der Heimat bin Ladens, gefolgt von Libyen und dabei insbesondere aus dem Ostteil des Landes. Gemessen wiederum an der Bevölkerungszahl „wollten Libyer im Irak so viele Amerikaner wie möglich töten“, fasste der US-Terrorexperte Andrew Exum die Ergebnisse der Studie zusammen.

  8. #8
    Avatar von Hundz Gemajni

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    Beiträge
    13.015
    in der frankfurter allgemeine vom 22. stand auch ein interessanter artikel dazu.

  9. #9
    Yunan
    Zitat Zitat von Boschwa Beitrag anzeigen
    In Tunesien haben sie monatelang in der Haupstadt demonstiert, auch gegen die stark bewaffnete Armee.
    In Ägypten haben sie friedlich, aber in Masse demonstiert. Das war der beste Weg.
    In Libyen allerdings scheint es sich bei den Rebellen nicht wirklich um eine demokratische Bewegung. Sie haben Kasernen, Polizeistationen und Waffenlager gestürmt und sind als Armee nach Tripolis marschiert!
    Wenn Gaddafi so grausam ist, wieso hat er nicht direkt bei den ersten Angriffen Bombardements angesetzt! Wo sind die Massen an toten. 1000 sind in einem Krieg mit so einer bewaffnung eigentlich noch "gut". (Kein toter ist gut! , ruhen sie in frieden)
    "Srebrenica 1995 - Misurata 2011"


    Al Jazeera berichtet von solchen Plakaten auf der Seite der Rebellen/Demonstranten, nebenbei werden Gaddafitreue oder Leute die nicht auf Rebellenseite sind, massakriert und abgeschlachtet.
    Das ist eine beleidigung für alle Opfer von Srebrenica!
    Du hast die tunesische und ägyptische Revolution scheinbar gar nicht mitverfolgt, sonst wüsstest du, dass sich die Armeen beider Länder ziemlich kurz nach Beginn der Proteste entweder auf die Seite der Demonstranten geschlagen haben oder einfach neutral geblieben sind.

    Das Thema ist nicht so einfach wie du dir das vorstellst. Ich weiß genau, wieso du hier irgendwelche Threads eröffnest, es ist nichts als die Verbitterung über die Geschichte deines Landes und die Rolle des Westens dabei. Leider siehst du die Dinge nicht wie sie sind.

    Ghazafi beispielsweise hatte schon immer eine eigene Söldner-Armee und eine gut ausgerüstete, loyale Luftwaffe. Der regulären Armee hat er nicht getraut, wie man jetzt sieht zurecht.
    Weder Mubarak noch Ben Ali haben den Armeen direkt befohlen, die Demonstranten zu attackieren, das hat nur Ghazafi gemacht und dafür seine Rechnung bekommen. Denkst du, dass die Leute sich einfach abschlachten lassen?
    Laut inoffiziellen Angaben sollen es übrigens bisher schon 8.000 Tote auf den Seite der Rebellen sein, also den Menschen die für ihre Freiheit kämpfen. Unter diesen Rebellen sind ganz normale Freiwillige wie du und ich, die sich entschlossen haben, den Freiheitskampf ihres Volkes zu unterstützen.

    Ich verstehe die Welt nicht mehr, schon vor dem Krieg war bekannt, was für ein verrückter Kerl Ghazafi ist. Alle Araber die ich kenne befürworten einen Angriff auf Ghazafi, viele von ihnen aus Palästina. Trotzdem heißen sie es für gut, obwohl "der Westen" ein arabisches Land attackiert.
    Ich denke, dass viele Leute, die hier in den Themen schreiben eine "Hauptsache gegen die USA"-Einstellung haben. Kritik ist ja völlig in Ordnung, sie sollte nur auch irgendwo begründet und nicht einfach hirnlos runtergebrabbelt sein.

  10. #10
    Sonny Black
    Tippt mal bei Youtube Libya ein, und dann auf Today Hochgeladen, dann findet ihr so ein AmateurVideo, da steht was drauf über Libyen. Da sind irgendwelche gefangenen Soldaten auf den Knien und müssen totes Hundefleisch essen, am Ende müssen sie den toten Hundekopf küssen, mit Zunge Alta mich wiedert die Scheisse an, ich schüttel mich immernoch..

    Ich poste den Scheiss nicht hier rein..

    Aber eine Sache ist merkwürdig, so ganz Arabisch klingt mir die Sprache nicht.. Sind schwarze Typen--

    Degrading the enemy in Libya heisst das Video.

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