Was sich dieser Tage in Ägypten abspielt, ist mit Worten kaum zu fassen. Das Land steht kurz vor dem Bürgerkrieg. Statt eines demokratischen, sprich: friedlichen, Dialoges untereinander, hat das Schwert das Wort ersetzt.

Wer behauptet, auf beiden Seiten gäbe es Opfer, ist selber eines. Ein Medienopfer.

In Ägypten gibt es weit mehr als zwei Seiten. Nur für den politischen Laien kämpfen hier die Muslimbrüder gegen die Übergangsregierung. Nur für Menschen, deren politische Weltsicht ausschließlich auf Tagesnachrichten beruht, hat hier Seite A im Alleingang gegen Seite B, klassisch geputscht.

Fakt ist, niemand, der heute in der sogenannten Übergangsregierung sitzt, aber auch niemand, der unlängst noch unter Präsident Mohammed Mursi auf einem Chefposten saß, hätte diese Position ohne die Unterstützung von Dritten bekommen. Diese Dritten findet man außerhalb Ägyptens.

Wer die Situation in Ägypten heute verstehen will, muss sich daher die Frage stellen: Cui bono? Wer profitiert? Wer profitiert von Chaos?

(Quellen vom Monolog sind in der Videobeschreibung)