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[Sammelthread] Welcome to Kurdistan

Erstellt von _KRG_, 25.01.2013, 19:47 Uhr · 1.460 Antworten · 87.793 Aufrufe

  1. #931
    Avatar von Dr. Gonzo

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    YPG-Kämpfer befreien 5 Dörfer in der Region Serê Kanî

    in Eilmeldung, News Kurdistan, Westkurdistan – Syrien 1 Tag ago 1,020 Views
    Serê Kanî, Westkurdistan - Die Operationen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) gegen die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) in der Region Serê Kanî dauern an. Angaben der YPG zufolge sollen die kurdischen Einheiten südwestlich von Serê Kanî fünf Dörfer aus den Händen der IS-Milizen befreit haben.
    In einem Bericht über die andauernden Operationen der YPG gegen den IS in der Region Serê Kanî erklärte das YPG-Pressezentrum, ihre Kämpfer hätten innerhalb der letzten zwei Tage südlich und südwestlich von Serê Kanî die Dörfer Omeyir, Nofeliyê, Tolan, Nûh und Girê Ebû Bekîr von der Gewalt der IS-Milizen befreit. Dabei seien sieben IS-Milizen getötet worden.
    YPG-Kämpfer befreien 5 Dörfer in der Region Serê Kanî | Kurdische Nachrichten

    - - - Aktualisiert - - -

    Kurden und Christen vereint gegen den IS

    in News Kurdistan, Westkurdistan – Syrien 2 Tagen ago 2,337 Views
    Ein Kommentar von Rodi Khalil (@Rodi_Khalil)

    Christen in Syrien

    Inmitten von all dem, was noch von Syrien übrig geblieben ist, sind wir Augenzeugen schrecklicher Ereignisse, wo ethnische und religiöse Säuberungen insbesondere von bewaffneten Gruppen des IS (Islamischer Staat) und anderer Al-Qaida-naher Gruppen ausgetragen werden. Diese Gruppen verüben abscheuliche Massaker an alle nicht sunnitischen Muslimen oder an alle und jene, die ihre radikale Ideologie ablehnen.

    Berichte bestätigen, mehr als 200.000 Christen wurden von syrischen Binnenprovinzen wie Homs und Aleppo vertrieben. In diesem gesetzlosen Krieg konnte niemand sie beschützen. Ein Grossteil dieser Christen flüchtete vor dschihadistischen Gruppen wie dem IS oder der Al-Nusra Front. So sind die meisten Christen aus Raqqa in die Region Cizîr geflohen, nachdem der IS die
    Kontrolle über die Stadt Raqqa erlangte.

    In Syrien besteht etwa 8 – 10 Prozent der Bevölkerung aus Christen, welche ethnisch hauptsächlich zu den Armeniern oder den Assyrern zählen. Viele von ihnen leben oder lebten bis vor Kurzem in Provinzen wie Homs, Cizîr, Damaskus und Aleppo.

    Während den anhaltenden Kämpfen im syrischen Bürgerkrieg haben Christen versucht neutral zu bleiben. Es gab zwar Versuche, mit den dominierenden bewaffneten Gruppen in ihren Heimatregionen zurechtzukommen, aber sie scheiterten. Der Krieg brach über das ganze Land herein und Christen wurden gezielt vom IS und von der Al-Nusra Front angegriffen. Die religiöse Minderheit wurde dazu gezwungen, Teil des syrischen Konflikts zu werden und sich selber sowie ihre Existenz zu verteidigen.

    Die christliche Minderheit im Kanton Cizîr

    Der kurdische Kanton Cizîr besteht aus zahlreichen grossen und kleinen Städten wie z.B.
    Qamishlo, Dêrika Hemko, Tall Tamer, Amude, Hassaka, Til Koçer, Tirbespi und Rimelan. Hinzu kommen zahlreiche Dörfer.

    Der Kanton Cizîr ist Teil von Rojava (syrisch Kurdistan), eine de facto autonome Region im Norden und Nordosten Syriens. Die Autonome Region Rojava wurde im November 2013 von kurdischen, arabischen und assyrischen Parteien sowie Organisationen ausgerufen. Sie besteht aus den drei Kantonen Cizîr, Efrîn und Kobanê.

    Mindestens 50 Dörfer vom Kanton Cizîr werden von Christen bewohnt, in zwei weiteren Dörfern besteht die Bevölkerung sowohl aus Christen als auch aus Kurden. Weiter leben Christen in grossen Städten wie Qamishlo und Hassaka. In Tall Tamer, eine Ortschaft mit einer Einwohnerzahl von 7.200 (Stand 2004), bilden Christen einen grossen Teil der Bevölkerung.

    Genaue Angaben zur Zahl der Christen im kurdischen Kanton Cizîr gibt es nicht, aber sie machen mindestens 5 % der Gesamtbevölkerung aus.

    Im Kanton Cizîr haben die Christen einen anerkannten Status, der vergleichsweise in all anderen Region Syriens nicht anzutreffen ist. Sie geniessen eine Sicherheit, die es für sie im Mittleren Osten sonst nirgendwo gibt. Es ist ihnen erlaubt eigene Flaggen zu hissen und eigentümliche sowie religiöse Symbole zu zeigen. Als Christen oder Assyrer können sie ihre Rechte ausleben, ohne Repressalien fürchten zu müssen. Der Militärrat der Suryoye (MFS, aramäisch/assyrische militärische Organisation in Rojava) leistet in ihren Regionen gemeinsam mit den Volksverteidigungseinheiten (YGP), die offizielle Armee von Rojava , gegen den IS Widerstand.

    Christen treten in Rojava dem Kampf bei

    Nachdem Christen sowohl im Irak als auch in Syrien gezielt angegriffen und vertrieben wurden, sahen sie sich gezwungen, zu den Waffen zu greifen. Um sich selber zu verteidigen, haben sie eine militärische Organisation mit dem Namen „Sutoro“ (Schutz) gegründet. Die militärische Ausbildung erhielt die aramäisch-assyrische Miliz in Ausbildungslagern der YPG.

    Die Einheiten der Sutoro haben in Rojava vier Hauptquartiere. Diese befinden sich in Qamishlo, Hassaka, Dêrika Hemko und Tirbespi. Ziel ist, die Sicherheit christlicher Stadtteile und Dörfer mit anderen Sicherheitskräften Rojavas, wie die Asayish, zu gewährleisten. Unter dem Dach des Innenministeriums Rojavas führen sie ihre Tätigkeiten aus und unterstützen auch die YPG an der Front. Aktuell bestärken Einheiten der Sutoro die YPG an der Front rund um die Stadt Tall Hamis, welche die YPG vom IS zu befreien versucht.

    Schützt die Zivilisten in Tall Tamer

    Die Stadt Tall Tamer, die eine christliche Bevölkerungsmehrheit aufweist, liegt 40 km nördlich von Hassaka. An dieser Stelle sei erwähnt, dass nachdem bewaffnete Gruppen des IS Raqqa erobert haben, viele christliche Assyrer aus Raqqa nach Tall Tamer und in die umliegenden Provinzen geflohen sind.

    Tall Tamer wurde oftmals von radikal-islamischen Gruppen angegriffen. Die Angriffe wurden jedoch von den YPG abgewehrt. Die YPG wurden dabei von Sicherheitseinheiten der Asayish und Sutoro unterstützt.

    Die bewaffneten Gruppen des IS sind rund 13 km westlich von Tall Tamer entfernt. Sie könnten in einem unerwarteten Moment die bedrohte Stadt erneut angreifen. Während der IS alle Arten von Waffen wie Panzer oder schwerer Artillerie besitzen, sind die YPG, Asayish sowie die Sutoro mit leichten Waffen ausgerüstet. Eine vergleichbare Situation mit Kobanê. Dennoch wehren die YPG die Angriffe der IS-Kämpfer ab und lassen sie nicht in die Nähe der Stadt kommen.

    Sollte der IS Tall Tamer stürmen und die Stadt einnehmen, werden tausende Kurden und christliche Assyrer vertrieben, gefoltert und geköpft und ihre Frauen und Töchter als Sexsklaven verkauft. Eine sich wiederholende Verfahrensweise, die der IS praktiziert, wenn er eine neue Region einnimmt. Die Bewohner von Tall Tamer fürchten sich um ihre ungewisse Zukunft. Eine Zukunft, die jeden Tag und jede Nacht vom IS bedroht ist.

    Das Leiden ist präsent, die Angst real. Die Vertreibung der Menschen innerhalb Syriens dauert an. Der Widerstand der Kurden und Christen innerhalb der YPG geht unvermindert weiter, das Schweigen der Welt hingegen ist ohrenbetäubend.

    Wird die Welt eingreifen, um den Verteidigern dieses Kantons zu helfen? Oder wird sie warten, bis eine neue Katastrophe sich dieses Mal in Tall Tamer wiederholt?
    http://kurdischenachrichten.com/2014....xKWkU9Zl.dpbs

  2. #932
    Amarok
    Oh gott, ich sehe es vor mir. Die Kurden der beste Freund des Christen.....

    Oh gott, wie ich diese "Ich leck dein Arsch Sauber" Nachrichten schon sehe, mein kopf er tut weh.

  3. #933
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Oh gott, ich sehe es vor mir. Die Kurden der beste Freund des Christen.....

    Oh gott, wie ich diese "Ich leck dein Arsch Sauber" Nachrichten schon sehe, mein kopf er tut weh.
    Allerbeste Freund.
    Die Türken wollen ja nicht. Da kann man nichts machen.
    Du solltest ehrlich gesagt froh sein, dass die Menschen dort nicht gänzlich schutzlos sind.
    Aber das kannst du anscheinend nicht so recht einordnen in deinem Verstand.

  4. #934
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Sie haben sich gehasst und bekämpft. Die anderen waren Verräter und Ungläubige, denen man auch den Kopf abschneiden durfte. Dass man aus dem gleichen Dschihad-Lager stammte, half nichts.
    Nach Hunderten von Toten sollen sie nun wieder beste Freunde sein: die beiden Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) und Dschabhat al-Nusra, der syrische Ableger von al-Qaida. In der Nähe von Aleppo sollen sie sich Anfang November getroffen und einen Pakt abgemacht haben: Die Kampfhandlungen zwischen den beiden verfeindeten Extremistengruppen würden eingestellt, und von sofort an wolle man gemeinsam die "Feinde des Islam" ausschalten. Als Allererstes müssten die Kurden daran glauben. Ihre Gebiete im Norden Syriens stünden ganz oben auf der Angriffsliste.
    So jedenfalls wurde es in internationalen Medien kolportiert. Große Aufmerksamkeit war den Berichten sicher. Denn eine Union zwischen diesen Terrorgruppen wäre der Albtraum für Syrien und die gesamte Region. Beide Terrororganisationen gehören zu den stärksten Milizen mit jeweils Zehntausenden von Kämpfern. Mit ihrem Zusammenschluss wäre eine Scharia-Diktatur kaum mehr abzuwenden. Das Bündnis hätte Sogwirkung auf andere islamistische Rebellenbrigaden, die sich bisher aus dem internen Machtkampf der Dschihadisten herausgehalten hatten – man wollte keine muslimischen Brüder und Mitstreiter im Namen Allahs töten.
    Für die moderaten Kräfte innerhalb der Freien Syrischen Armee (FSA) würde es das unausweichliche Ende bedeuten. Sie hatten in den letzten Wochen bereits schwere Niederlagen einstecken müssen. Sie waren von einer Großoffensive der Nusra-Front überrascht und aus ihren angestammten Gebieten von Idlib bis Hama in der Region Jebel al-Zawia vertrieben worden. Ihre Basen wurden überrannt, Waffenlager geplündert, und vielfach blieb nur der bedingungslose Rückzug, um nicht massakriert zu werden. Es ist schwer abzuschätzen, wann und ob sich die FSA davon noch erholen kann.
    Freie Syrische Armee kämpft für Demokratie

    Für die Syrien-Strategie der USA bedeutete diese Niederlage schon einen enormen Rückschlag. Mit einer neuen, gemeinsamen islamistischen Front wäre das Desaster komplett. Washington hatte gerade damit begonnen, die moderaten Kräfte im großen Stil mit Waffen zu versorgen und ihre Kämpfer militärisch auszubilden. Sie sollten das Gegengewicht zu den Islamisten werden. Die FSA wurde als Retter von Demokratie und Freiheit in Syrien angesehen.
    Mit der Terrorallianz von Nusra-Front und IS könnte dieser Traum ad acta gelegt werden. Das erklärte Ziel der radikalen Islamisten ist es, mit der FSA ganz aufräumen. So durchkreuzt man Pläne der USA und hält sich gleichzeitig den Rücken frei für den Kampf gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Al-Nusra und IS kontrollieren zusammengerechnet bereits die Hälfte Syriens.
    Aber, was ist an dem neuen Pakt zwischen den eigentlich verfeindeten Extremisten wirklich dran? Das Pentagon weiß darüber nichts, obwohl man sehr sorgfältig die Geschehnisse in Syrien verfolge, wie von offizieller Seite verlautbart wurde. Denn Geheimdienstberichte würden ein Bündnis nicht bestätigen. Man könne allerdings taktische Abmachungen am Boden nicht ausschließen.
    Weder US-Verteidigungsminister Chuck Hagel noch General Martin Dempsey verloren ein Wort darüber, als sie letzte Woche vor dem Kongress in Washington über ihre Strategie im Irak und in Syrien sprachen. Die Informationen über das Terroristentreffen am zweiten November in Atareb, einem Ort westlich der Industriemetropole Aleppo, stammen von Rebellenkommandeuren oder Vertretern der syrischen Opposition in Istanbul.
    "Rebellen der syrischen Opposition haben eine Agenda"

    Von Mitternacht bis vier Uhr morgens hätten dort sieben militärische Islamistenführer konferiert und sich am Ende auf den Zusammenschluss geeinigt. Aymenn Jawad al-Tamimi vom US-amerikanischen Middle East Forum sagt: "Ich glaube nicht daran, die Rebellen der syrischen Opposition haben eine Agenda und wissen genau, wie man mit den Betroffenheiten des Westens spielt."
    Wenn Dschihadisten eine gemeinsame Terrorfront bildeten, dann habe man die Aufmerksamkeit in den USA und in Europa sicher. "Für mich ergibt ein derartiges Bündnis keinen praktischen Sinn, weder für die eine noch die andere Seite", analysiert al-Tamimi, dessen Spezialgebiet radikal-islamistische Gruppierungen im syrischen und irakischen Bürgerkrieg sind.
    "Ich halte das Verhältnis von al-Nusra und dem Islamischen Staat für viel zu konträr, als dass es da eine gemeinsame Linie geben könnte." Die Nusra-Front wolle ein eigenes Emirat aufziehen. Wichtiger Baustein dabei sei ein eigenes, unabhängiges Justizsystem in den von ihr kontrollierten Gebieten. Eine Mitsprache von anderen Gruppe werde nicht geduldet. Das habe auch die letzte Audiobotschaft ihres Führers, Abu Mohammed al-Dscholani, gezeigt. Sie war am 4. November, also nur zwei Tage nach dem angeblichen Einigungstreffen, veröffentlicht worden.
    "Zur Erinnerung", betont al-Tamimi, "al-Dscholani bezeichnete die Konkurrenzorganisation IS als 'die Staatsgruppe'." In den Augen der Gotteskrieger der Terrormiliz ist das eine handfeste Beleidigung. Sie haben Leute mit Peitschenhieben bestraft, die 'Daisch' (die arabische Abkürzung für Islamischer Staat) benutzten.
    Für al-Tamimi ist klar, dass es bei den Presseberichten über den Zusammenschluss der beiden Terrorgruppen mehr um den Sensationseffekt als um Fakten geht. Das Selbstverständnis der Steinzeitislamisten vom IS werde völlig außer Acht gelassen. "Ja, Verhandlungen kann es durchaus geben", meint der Dschihad-Forscher. Aber die "Staatsgruppe" gehe keine Bündnisse ein. Sie wolle nur eins, nämlich Unterwerfung.
    Tschetschene will Treue zu al-Baghdadi

    Nach Recherchen der "Welt" gab es erst vor einer Woche in Rakka einen dieser Verhandlungsversuche. Die Stadt im Nordosten Syriens ist die Hauptbasis des IS. Die Nusra-Front hatte dorthin einen tschetschenischen Emissär geschickt, einen der Anführer der "Armee der Ausländer", die bekannt für ihren bedingungslosen Einsatz an der Front ist. Der Unterhändler traf sich in Rakka mit einem ehemaligen Kampfgenossen, der zum IS überlief.
    Bei der Zusammenkunft der beiden tschetschenischen Dschihadisten gab es nicht viel zu besprechen. Der IS-Unterhändler verlangte nur eins: den Treueeid von al-Nusra an den Kalifen Ibrahim. Damit ist der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi gemeint, der sich einen neuen Namen gab, als er sich im Juni selbst zum Kalifen aller Muslime ausrief. Mit diesem "Verhandlungsangebot" wurde der Unterhändler wieder nach Hause geschickt. Eine Antwort von al-Nusra steht noch aus. Man kann aber davon ausgehen, dass die Gruppe nicht den Treueeid schwört. Sie würden ihren Namen und ihre Unabhängigkeit verlieren. Die Befehle von al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim wären dann unumstößliches Gesetz.
    Sind die Berichte über das Bündnis beider Terrororganisationen also nur heiße Luft? Ein gelungener Medienbluff der syrischen Opposition? Nicht ganz, denn in der Region Kalamun, entlang der Grenze zum Libanon, kämpfen Nusra-Front und der IS gemeinsam gegen das syrische Regime. Es scheint jedoch der einzige Ort zu sein, an dem es eine Kooperation gibt. Denn jeder für sich alleine hätte gegen die Regierungstruppen keine Chance und würde untergehen. Im Rest von Syrien scheint eine derartige Allianz bisher schwer denkbar. "Kalamun ist ein Ausnahmefall", erklärt Experte al-Tamimi und versichert: "Eine Vereinigung beider Gruppen steht außer Frage."
    Syrien: Allianz zwischen IS und al-Nusra möglich - DIE WELT

  5. #935
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Ausbildungslager im Norden

    In einem Lager in Sichtweite der türkischen Grenze im Norden ist Hevidar Leylan für die Ausbildung von frischen Rekrutinnen verantwortlich. Sie sucht junge Frauen aus, die für Spezialeinsätze geeignet sind.
    Hevidar ist 31 Jahre alt. Auf die Frage, ob sie selbst auch schon an der Front war, sagt sie trotzig: "Ich habe bei vielen Gefechten mitgemacht und etliche Verletzungen erlitten." Jeweils zwei Monate hat sie Zeit, um aus einer jungen Frau, sie sollte nicht jünger als 18 sein, eine Soldatin zu machen.
    Dann geht es an die Front, "aber nicht gleich in die erste Reihe", sagt Hevidar. Ob der Krieg das richtige Leben für diese Frauen ist? "Weder für Frauen noch für Männer", antwortet die Kommandantin, "aber wir haben uns das nicht ausgesucht. Wir befinden uns im Kriegszustand, wir müssen uns verteidigen, und das tun wir gleichberechtigt." Ob es sie nicht traurig macht, dass einige dieser Mädchen bald nicht mehr leben werden? "Natürlich tut das weh. Es sind schon einige Freundinnen neben mir gefallen." Und dann kommt es wie aus dem Lehrbuch: "Wir halten die gefallenen Freundinnen immer in Erinnerung. Das gibt uns die Kraft und die Motivation weiterzumachen."
    "Angst habe ich keine", sagt Can Fida. "Wir haben die Angst überwunden." Die junge Frau in Uniform und mit der Kalaschnikow um die Schulter ist gerade 18 Jahre alt. In ihrer Familie habe sie bereits viele Gefallene, sie fürchte sich nicht vor dem Tod. Ihr größter Wunsch sei es, Rojava zu befreien, "damit die Völker hier in Frieden miteinander leben können". Das wirkt eingelernt.
    Die jungen Frauen werden nicht nur an der Waffe ausgebildet, sie erhalten auch eine theoretische Schulung, politische Bildung. Can Fida blickt ernst in die Kamera. Sie hat ihre Lektion gelernt.
    Algün Biyan ist ein Jahr älter, seit 40 Tagen ist sie hier im Camp. "Der Stolz und die Ehre unseres Volkes ist in Gefahr, ich bin hier, um für die Freiheit zu kämpfen." Beim anschließenden Training geht einiges schief, ein paar junge Frauen schaffen den Hechtsprung über die Sandsäcke nicht oder stürzen beim Weiterhanteln mit den Armen über dem Kopf ab. Eine junge Frau tut sich sichtlich schwer, läuft an den Hindernissen vorbei, anstatt darüberzuklettern. Die anderen Frauen kichern.
    Die Kommandantin holt die Rekrutin aus der Truppe. Ernsthaftigkeit ist angebracht. Nach dem Training ist Can Fida verschwitzt, sie steht atemlos bei uns. Und stößt hervor: "Wir haben viele Märtyrer. Ich habe keine Angst, zu ihnen zu gehören." Beim gemeinsamen Baden im Fluss, einem Seitenarm des Tigris, wird dann wieder gelacht.
    Kampf gegen IS in Syrien: Reise in den Krieg - Syrien - derStandard.at ? International

  6. #936
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Kurden melden Erfolge im Kampf gegen Terrormiliz

    18.11.2014, 14:01 Uhr, aktualisiert heute, 14:22 Uhr
    Der Vormarsch der Terrormiliz IS schien unaufhaltsam. Doch nun haben kurdische Kämpfer bei der Verteidigung der nordsyrischen Stadt Kobane offenbar Boden gutgemacht. Auch Sicherheitskräfte im Irak melden Erfolge.
    BeirutDer Irak und die Verteidiger der nordsyrischen Stadt Kobane drängen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) offenbar zurück. Irakische Sicherheitskräfte brachen am Dienstag nach eigenen Angaben endgültig die Blockade der strategisch wichtigen Erdölraffinerie Baidschi nördlich von Bagdad. In Kobane eroberten kurdische Volksschutzeinheiten sechs Gebäude von IS-Kämpfern zurück, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete.
    Das irakische Staatsfernsehen zeigte am Dienstag Livebilder aus Baidschi, auf denen die Erdölraffinerie und jubelnde Soldaten zu sehen waren. Alle vom IS gelegten Minen und Sprengsätze im Umfeld der Anlage seien entfernt worden, teilte die irakische Polizei mit. IS-Kämpfer hatten die größte Erdölraffinerie des Landes rund 200 Kilometer nördlich von Bagdad über Wochen belagert. Am vergangenen Freitag meldete die irakische Armee, sie habe Baidschi von den Extremisten zurückerobert.
    Auch in Kobane an der türkischen Grenze erlitt die Terrormiliz Rückschläge. Mit Hilfe von Luftangriffen der USA und ihrer Verbündeten konnten die kurdischen Verteidiger den IS-Vormarsch zuletzt jedoch stoppen. Die syrischen Menschenrechtler erklärten, Kobanes Verteidiger hätten große Mengen Waffen und Munition von der IS-Terrormiliz erobert. Bei Kämpfen seien 13 IS-Kämpfer getötet wurden.
    Bei Angriffen der syrischen Luftwaffe nördlich der Stadt Aleppo kamen mindestens 27 Menschen ums Leben. In dem vom IS beherrschten Ort Al-Bab starben 14 Menschen, als Hubschrauber Fassbomben abwarfen, wie die Menschenrechtsbeobachter berichteten. Die Internetseite Zaman al-Wasl meldete, auch IS-Kämpfer seien getötet worden. Bei einem weiteren Angriff auf Al-Kabr al-Inglisi („Englisches Grab“) kamen den Menschenrechtsbeobachtern zufolge 13 Menschen ums Leben.
    IS-Vormarsch gestoppt: Kurden melden Erfolge im Kampf gegen Terrormiliz - International - Politik - Handelsblatt

  7. #937
    Avatar von _KRG_

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    Auf dem kürzlich befreiten Hügel südlich von Kobane wird die Kurdische Flagge gehisst.




  8. #938
    Amarok
    Auf einem Hügel.......

    Mein Respekt es muss sehr lange gedauert haben ich mein der Kampf um den Hügel natürlich.

  9. #939
    Avatar von Krompir

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    Haben die Kurden wieder eine neue Flagge?

  10. #940
    Avatar von _KRG_

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    Zitat Zitat von Krompir Beitrag anzeigen
    Haben die Kurden wieder eine neue Flagge?
    Diese Flagge im Video wird mehr von den Syrischen/Türkischen Kurden verwendet.

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