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Syrien

Erstellt von MaxMNE, 29.10.2011, 22:49 Uhr · 2.957 Antworten · 170.994 Aufrufe

  1. #2761
    Avatar von Damien

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    Zitat Zitat von Ts61 Beitrag anzeigen
    Ich bin mir sicher,dass die Russen mehr Ehre gehabt haben als sie in Tschetschenien den Erdboden gleich gemacht haben.
    Es ist nicht ehrenvoll auf unbewaffnete menschen zu feuern die dazu noch verletzt auf den boden liegen! Ob Russe oder nicht ist da scheiß egal!

  2. #2762

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    2.582
    Syria asks UN to immediately investigate three new ‘chemical attacks’ by rebels

    The Syrian government is demanding that the United Nations immediately investigate three alleged chemical attacks carried out by rebel groups on the outskirts of Damascus last week, Syria’s envoy to the UN said.
    The attacks took place on August 22, 24 and 25, Bashar Jaafari told journalists Wednesday. The “militants” used toxic chemical gas against the Syrian army, the ambassador said.

    "We are asking UN to incorporate 3 more locations where the Syrian soldiers inhaled the nerve gas also in the suburbs of Damascus. So the spectrum of investigation is increasing compared to the initial phase of investigation," Jaafari said.

  3. #2763
    Avatar von Ts61

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    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Es ist nicht ehrenvoll auf unbewaffnete menschen zu feuern die dazu noch verletzt auf den boden liegen! Ob Russe oder nicht ist da scheiß egal!

    Unbewaffnet haha der Typ hatte noch davor einen Panzer unter seinem Arsch und als dieser abgeschossen wurde war er dran.Im Krieg gibt es kein fairplay mein Freund! Außer es werdem Gefangene gemacht und diese sollte man gut behandeln.

  4. #2764
    Avatar von med1

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    661
    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Es ist nicht ehrenvoll auf unbewaffnete menschen zu feuern die dazu noch verletzt auf den boden liegen! Ob Russe oder nicht ist da scheiß egal!
    Ob man die Frage stellen kann?
    Wieviel Menschen und Häuser hat der Mann zerstört?

    Hier sehr ehrenvoll, eine Frau peinigen, später wird er selber gepeinigt.

  5. #2765
    Avatar von Damien

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    6.953
    Zitat Zitat von med1 Beitrag anzeigen
    Ob man die Frage stellen kann?
    Wieviel Menschen und Häuser hat der Mann zerstört?

    Hier sehr ehrenvoll, eine Frau peinigen, später wird er selber gepeinigt.
    Wenn ein Kampfjet Pilot im Krieg abgeschossen wird! Und man auf ihn feuert wenn er am Falschierm dranhängt zur erde runter kommt! Dann ist das ein kriegsverbrechen! Und mann kann vor ein Militärgericht gestellt werden!
    Wenn ein unterseeboot ein Schiff z.b einen Zerstörer versenkt das Schiff sinkt und überlebende im Wasser schwimmen! Das unterseeboot auftaucht und die überlebenden im wasser dann mit maschinengewehren angreift ist das auch ein Kriegsverbrechen! (das hat es schon gegeben und der Kapitän des unterseebootes wurde auch verurteilt!)

    Wenn sich ein feindlicher Soldat ergibt er seine waffen ablegt und mann ihn trotzdem dafür erschießt dann ist das auch ein kriegsverbrechen!
    Wenn ich als Soldat in einem Land bin und meine Kameraden werden getötet und ich dafür als rache in das nächste dorf gehe und dort die leute erschieße weil es die Familienangehörige der Täter sein könnten! Ist das ebenfalls ein Kriegsverbrechen!

    Für soetwas gibt es die Genfer Konvention! Zu sagen ja der hat bestimmt auch heuser kaputt gemacht und leute getötet rechtfertigt nicht ihn dann unbewaffnet und verletzt zu töten! Ein kriegsverbrechen rechtvertigt niemals ein anderes kriegsverbrechen!
    Denn dann ist man nicht besser als der täter selbst! Die Polizei erschießt ja auch keine Mörder die unbewaffnet sind! Nur weil sie Mörder sind!

    Man solte sich im Krieg seine eigene Menschlichkeit bewahren sonst unterscheidet uns menschen nichts von den Tieren die nur ihrem instinkt folgen! Man solte versuchen immer noch Mensch zu bleiben!

    - - - Aktualisiert - - -

    Zum Video! Solange er nicht noch getötet wird habe ich persöhnlich wenn er die tat begangen hat auch so nichts daran einzuwenden!
    Auch wenn man es als Folter bezeichnen kann! Was natürlich an sich nicht richtig ist!
    Aber ehrenvoll ist es sicher nicht! Gerecht trifft es schon eher!
    Aber noch gerechter wehre es wenn die Frau die er geschlagen hat! Es selber machen würde!

  6. #2766
    Yunan
    Syrisches Chaos mit griechischen Untertönen?

    Wassilis Aswestopoulos 28.08.2013
    Im Mittelmeerraum herrscht Alarmbereitschaft, Verwirrung herrscht, inwieweit Griechenland und Zypern an dem geplanten Angriff auf Syrien beteiligt sind

    Etwas chaotisch dürfte es auch in Berlin zugehen, wo sich die Kanzlerin inmitten des Wahlkampfs sicherlich nicht darüber freut, dass ausgerechnet jetzt ein Krieg im Nahen Osten und ein Schuldenschnitt für Griechenland im Gespräch sind. Physiker belieben bei der Erklärung der Chaostheorie gern den Schmetterlingseffekt zu zitieren. Notwendige, aber nicht ausrechende Bedingung für ein physikalisches Chaos sind nichtlineare Differentialgleichungen. Ein "Schmetterlingsschlag" kann dann zahlreiche gewaltige Dominoeffekte auslösen.



    Der Australier Dr. Leslie Brown bringt es auf den Punkt, "Nichts ist wirklich zufällig, jedes Ereignis ist zumindest chaotisch. Die Menschen haben das Wort Zufall erfunden, um Sachverhalte, die sie schlicht nicht verstehen können zu beschreiben." An den Rand des Verständnisses stößt jedoch zwangsläufig jeder, der sich mit der aktuellen Situation in Syrien und Ägypten befasst.
    Demonstation von Syrern in Athen. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Es wird, das verkündete das Weiße Haus in Washington, "eine Antwort auf die syrische Giftgasattacke geben". Ein entsprechender Geheimdienstbericht, der die Schuld Assads belegen soll, würde, wie das Weiße Haus ankündigte, in den nächsten Tagen folgen. Im gesamten östlichen Mittelmeerraum herrscht deshalb Alarmbereitschaft. Die syrische Regierung ihrerseits bittet darum, keine Vorverurteilung vorzunehmen.

    Fakt ist, dass es offensichtlich einen Giftgaseinsatz im Bürgerkriegsland gab. Wessen Urheberschaft dahinter steckt, ist bislang zumindest unklar. Wer wem die Chemiewaffen verkauft hat ebenso. Dennoch sehen sich die USA bereits jetzt genötigt, Partei zu ergreifen. Außenminister Kerry bezeichnet zu Recht den Gaseinsatz als "obszön". Die Reden der offiziellen US-Vertreter sprechen jedoch bereits jetzt davon, dass Syrien, sprich die Regierung Assad, zu weit gegangen sei. Dass Assad zahlreiche Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung zuzuschreiben sind, bleibt unbestritten. Doch auch die Gegenseite, die syrischen Rebellen - sofern es sie als einheitliche Organisation gibt - geht nicht gerade zimperlich mit Menschenrechten um.
    Griechenland und Zypern sind Teil der Kriegsvorbereitungen
    Inmitten dieses Chaos, einen ziemlich unüberschaubaren Bürgerkrieg, möchten die USA nun ob mit oder ohne UNO-Resolution militärisch eingreifen. Bereits jetzt melden die Griechen erhöhte Bewegungen der im Land stationierten amerikanischen Streitkräfte. Um die Basen bei Souda nahe Chania auf Kreta und in Kalamata laufen die Vorbereitungen für einen Luftschlag auf vollen Touren.
    Syrische Kinder stellen den Giftgasangriff nach. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Nachdem gestern bekannt wurde, dass die griechische Regierung den Luftraum frei gibt, sah sich heute das Verteidigungsministerium gemüßigt, ein laues Dementi zu veröffentlichen. Demnach hätten die USA zu keinem Zeitpunkt einen offiziellen Antrag gestellt. Eine ähnliche Situation gibt es auf Zypern, wo die Militärbasis Akrotiri den Briten und somit indirekt der Nato als Stützpunkt dient.
    Als weitere Angriffspositionen bleiben den USA die Nato-Stützpunkte in der Türkei und andere , die unter anderem auch in der Bundesrepublik sind. Voice of America hat in einem ausführlichen Artikel diese Orte benannt. Für einen militärischen Luftangriff als Erstschlag mag dies ausreichen. Aber selbst dann wäre der griechische und zypriotische Luftraum involviert. Zudem möchte in Athen kaum jemand glauben, dass die Amerikaner ihre Angriffspläne offen ins Internet stellen.
    Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Trotz der noch undurchsichtigen Lage sickert von Kreta aus durch, dass die US-Basis vollkommen kampfbereit sei. Auch ernsthafte Beobachter sinnieren über einen Zusammenhang des Besuchs von Verteidigungsminister Dimitris Avramopoulos in Washington und den unmittelbar bevorstehenden Kampfhandlungen.
    Im Land selbst sorgt das Thema für erhebliche Aufregung und Verwirrung. Die Opposition läuft Sturm gegen eine mögliche Kriegsbeteiligung, zumal die direkte Nachbarschaft zu Syrien Griechenland und Zypern in die Reichweite eines Gegenschlags versetzt. Premierminister Antonis Samaras informierte am Dienstagnachmittag Staatspräsident Karolos Papoulias, dass Griechenland "inmitten einer Region, die in Flammen steht, eine Macht der Stabilität" sei.


    Wie stabil ist der Mittelmeerraum?
    Vorige Seite
    Doch ist Griechenland das wirklich? Wirtschaftlich steht das Land weiterhin am Abgrund. Trotz des Schuldenschnitts von 2012 und zahlreicher Steuererhöhungen für die Bürger bei Aussparung von Reedern und Industriellen stieg der Schuldenstand auf mehr als 321 Milliarden Euro. Im vierten Jahr des "Rettungsprogramms" steht das Land somit auch rein mathematisch schlechter da als noch 2010. Damals waren 309 Milliarden Euro bei einem erheblich höheren BIP und einem Schuldenquotienten von knapp 120 Prozent. Heute sind es mehr als 180 Prozent.
    Anhänger der Moslembruderschaft Ägyptens protestieren für Morsi in Athen. Bild: Wassilios Aswestopoulos. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Staatliche Krankenhäuser werden ebenso geschlossen, diskutiert wird über die aus Spargründen zu erfolgende Abschaffung "unnötiger" Schulfächer wie der Biologie. Die Arbeitslosigkeit steigt munter weiter über die 27 Prozent Marke. Finanzminister Yannis Stournaras bezweifelt dies. Für ihn sind nur 14 Prozent Arbeitslose real existent. Den übrigen 13 Prozent wirft er vor, sie würden sich schlicht mit unversicherter Schwarzarbeit über Wasser halten. Kurz, im Land selbst brennt es - um beim von Premier Samaras verwandten Bild zu bleiben.
    Dennoch ergibt sich für die Regierung Samaras aus der Krise um Syrien eine Chance. Dem Anfang August nach Amerikagereisten Premier erscheint eine Unterstützung aus Washington im Ringen mit Berlin als Rettungsoption. Dem strategisch wichtigen Partner würde, scheint die Regierung zu hoffen, der große amerikanische Bruder sicherlich den Rücken frei halten.
    Für die Zyprioten sieht es ähnlich aus. Auch hier ächzt die Wirtschaft unter der Eurorettung. Zudem stehen Verhandlungen an mit der UNO und den USA über eine Lösung des seit 1974 schwelenden Konflikts zwischen dem türkisch besetzten Teil der Insel und dem freien Teil..
    Es bleibt seitens der Nato die Türkei als Partner in der Region. Außer den innenpolitischen Problemen, die das Land in den letzten Monaten beschäftigten, zeigte die Diplomatie Erdogans eine Bereitschaft zur Annäherung an islamistische Staaten. Nicht zuletzt deshalb fand der bislang ungeliebte Nachbar Israel in Griechenland einen neuen strategischen Partner (Freundestausch unter Feinden).
    Die Ausgangslage für die USA ist somit alles andere als stabil. Was würde geschehen, wenn sich der Iran tatkräftig an die Seite Syriens schlägt? Welche Bündnissituation käme zum Tragen, wenn die Iraner tatsächlich, wie angekündigt, als Gegenantwort die Israelis angreifen würden?
    Innenpolitisch wird es vollkommen surreal
    Neben diesen außenpolitischen Fragen ergeben sich auch zahlreiche Probleme für die Innenpolitik der beteiligten Länder. Es ist nicht allzu lang her, dass die Chrysi Avgi für den Irak durch Athener Straßen zog. Damals bekundeten die Anhänger der extrem rechten Ideologie ihre Solidarität für Saddam Hussein, dessen Landsleute sie heute in den Straßen Athens jagen.
    Auch heute ist die Stoßrichtung der Partei eindeutig, sie verurteilt einen möglichen Angriff auf Syrien. Gleichzeitig möchte sie gern die Hisbollah Griechenlands sein, akzeptiert also durchaus die Methoden der Rebellen Syriens, die sie nun verurteilt. Andererseits wird mit Hafez al Assad ein weiterer Vertreter der sozialistischen Baath-Partei favorisiert.
    Mit der Ablehnung des Krieges befindet sich die extrem Rechte in einer ungewohnten Einigkeit mit SYRIZA. Jedoch beschützten die Linken des SYRIZA in Athen die Flüchtlinge, die ihrerseits gegen Assad und das Regime protestieren und dabei mit zahlreichen "Allahu akbar"-Rufen eindeutig Farbe bekennen.
    Nikos Michaloliakos - Chrysi Avgi. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Wie es mit der Toleranz gegenüber dem Islam steht, das demonstrierten eindeutig die Unabhängigen Griechen, die sich im Parlament über die in anderen Parteien befindlichen Vertreter der moslemischen Minderheit äußerten. Sie störten sich daran, dass PASOK- und SYRIZA-Abgeordnete moslemischen Glaubens zu einer Feier in die Türkei gefahren waren. Hier waren die Unabhängigen Griechen mit der Chrysi Avgi vereint.
    Ganz andere Probleme hat dagegen die griechische Minderheit in Ägypten. Von diesen ist zu erfahren, dass sie dort von Ägyptern gejagt werden. Als Rache für die Übergriffe der Chrysi Avgi heißt es. Nicht zuletzt wegen dieser Minderheit ist Außenminister Evangelos Venizelos besorgt. Er wird am 5. September nach Ägypten reisen. Es geht ihm auch um den Schutz des Katharinenklosters in Sinai: Dort bewahren die griechisch orthodoxen Mönche Ikonen und liturgische Kunst von unschätzbarem Wert auf.
    Es bedarf wirklich nicht mehr als eines unbedachten Luftschlags, um die gesamte, fragile Region ins Chaos zu stürzen.

    Syrisches Chaos mit griechischen Untertönen? | Telepolis


    - - - Aktualisiert - - -

    Syrisches Chaos mit griechischen Untertönen?

    Wassilis Aswestopoulos 28.08.2013
    Im Mittelmeerraum herrscht Alarmbereitschaft, Verwirrung herrscht, inwieweit Griechenland und Zypern an dem geplanten Angriff auf Syrien beteiligt sind

    Etwas chaotisch dürfte es auch in Berlin zugehen, wo sich die Kanzlerin inmitten des Wahlkampfs sicherlich nicht darüber freut, dass ausgerechnet jetzt ein Krieg im Nahen Osten und ein Schuldenschnitt für Griechenland im Gespräch sind. Physiker belieben bei der Erklärung der Chaostheorie gern den Schmetterlingseffekt zu zitieren. Notwendige, aber nicht ausrechende Bedingung für ein physikalisches Chaos sind nichtlineare Differentialgleichungen. Ein "Schmetterlingsschlag" kann dann zahlreiche gewaltige Dominoeffekte auslösen.



    Der Australier Dr. Leslie Brown bringt es auf den Punkt, "Nichts ist wirklich zufällig, jedes Ereignis ist zumindest chaotisch. Die Menschen haben das Wort Zufall erfunden, um Sachverhalte, die sie schlicht nicht verstehen können zu beschreiben." An den Rand des Verständnisses stößt jedoch zwangsläufig jeder, der sich mit der aktuellen Situation in Syrien und Ägypten befasst.
    Demonstation von Syrern in Athen. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Es wird, das verkündete das Weiße Haus in Washington, "eine Antwort auf die syrische Giftgasattacke geben". Ein entsprechender Geheimdienstbericht, der die Schuld Assads belegen soll, würde, wie das Weiße Haus ankündigte, in den nächsten Tagen folgen. Im gesamten östlichen Mittelmeerraum herrscht deshalb Alarmbereitschaft. Die syrische Regierung ihrerseits bittet darum, keine Vorverurteilung vorzunehmen.

    Fakt ist, dass es offensichtlich einen Giftgaseinsatz im Bürgerkriegsland gab. Wessen Urheberschaft dahinter steckt, ist bislang zumindest unklar. Wer wem die Chemiewaffen verkauft hat ebenso. Dennoch sehen sich die USA bereits jetzt genötigt, Partei zu ergreifen. Außenminister Kerry bezeichnet zu Recht den Gaseinsatz als "obszön". Die Reden der offiziellen US-Vertreter sprechen jedoch bereits jetzt davon, dass Syrien, sprich die Regierung Assad, zu weit gegangen sei. Dass Assad zahlreiche Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung zuzuschreiben sind, bleibt unbestritten. Doch auch die Gegenseite, die syrischen Rebellen - sofern es sie als einheitliche Organisation gibt - geht nicht gerade zimperlich mit Menschenrechten um.
    Griechenland und Zypern sind Teil der Kriegsvorbereitungen
    Inmitten dieses Chaos, einen ziemlich unüberschaubaren Bürgerkrieg, möchten die USA nun ob mit oder ohne UNO-Resolution militärisch eingreifen. Bereits jetzt melden die Griechen erhöhte Bewegungen der im Land stationierten amerikanischen Streitkräfte. Um die Basen bei Souda nahe Chania auf Kreta und in Kalamata laufen die Vorbereitungen für einen Luftschlag auf vollen Touren.
    Syrische Kinder stellen den Giftgasangriff nach. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Nachdem gestern bekannt wurde, dass die griechische Regierung den Luftraum frei gibt, sah sich heute das Verteidigungsministerium gemüßigt, ein laues Dementi zu veröffentlichen. Demnach hätten die USA zu keinem Zeitpunkt einen offiziellen Antrag gestellt. Eine ähnliche Situation gibt es auf Zypern, wo die Militärbasis Akrotiri den Briten und somit indirekt der Nato als Stützpunkt dient.
    Als weitere Angriffspositionen bleiben den USA die Nato-Stützpunkte in der Türkei und andere , die unter anderem auch in der Bundesrepublik sind. Voice of America hat in einem ausführlichen Artikel diese Orte benannt. Für einen militärischen Luftangriff als Erstschlag mag dies ausreichen. Aber selbst dann wäre der griechische und zypriotische Luftraum involviert. Zudem möchte in Athen kaum jemand glauben, dass die Amerikaner ihre Angriffspläne offen ins Internet stellen.
    Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Trotz der noch undurchsichtigen Lage sickert von Kreta aus durch, dass die US-Basis vollkommen kampfbereit sei. Auch ernsthafte Beobachter sinnieren über einen Zusammenhang des Besuchs von Verteidigungsminister Dimitris Avramopoulos in Washington und den unmittelbar bevorstehenden Kampfhandlungen.
    Im Land selbst sorgt das Thema für erhebliche Aufregung und Verwirrung. Die Opposition läuft Sturm gegen eine mögliche Kriegsbeteiligung, zumal die direkte Nachbarschaft zu Syrien Griechenland und Zypern in die Reichweite eines Gegenschlags versetzt. Premierminister Antonis Samaras informierte am Dienstagnachmittag Staatspräsident Karolos Papoulias, dass Griechenland "inmitten einer Region, die in Flammen steht, eine Macht der Stabilität" sei.


    Wie stabil ist der Mittelmeerraum?
    Vorige Seite
    Doch ist Griechenland das wirklich? Wirtschaftlich steht das Land weiterhin am Abgrund. Trotz des Schuldenschnitts von 2012 und zahlreicher Steuererhöhungen für die Bürger bei Aussparung von Reedern und Industriellen stieg der Schuldenstand auf mehr als 321 Milliarden Euro. Im vierten Jahr des "Rettungsprogramms" steht das Land somit auch rein mathematisch schlechter da als noch 2010. Damals waren 309 Milliarden Euro bei einem erheblich höheren BIP und einem Schuldenquotienten von knapp 120 Prozent. Heute sind es mehr als 180 Prozent.
    Anhänger der Moslembruderschaft Ägyptens protestieren für Morsi in Athen. Bild: Wassilios Aswestopoulos. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Staatliche Krankenhäuser werden ebenso geschlossen, diskutiert wird über die aus Spargründen zu erfolgende Abschaffung "unnötiger" Schulfächer wie der Biologie. Die Arbeitslosigkeit steigt munter weiter über die 27 Prozent Marke. Finanzminister Yannis Stournaras bezweifelt dies. Für ihn sind nur 14 Prozent Arbeitslose real existent. Den übrigen 13 Prozent wirft er vor, sie würden sich schlicht mit unversicherter Schwarzarbeit über Wasser halten. Kurz, im Land selbst brennt es - um beim von Premier Samaras verwandten Bild zu bleiben.
    Dennoch ergibt sich für die Regierung Samaras aus der Krise um Syrien eine Chance. Dem Anfang August nach Amerikagereisten Premier erscheint eine Unterstützung aus Washington im Ringen mit Berlin als Rettungsoption. Dem strategisch wichtigen Partner würde, scheint die Regierung zu hoffen, der große amerikanische Bruder sicherlich den Rücken frei halten.
    Für die Zyprioten sieht es ähnlich aus. Auch hier ächzt die Wirtschaft unter der Eurorettung. Zudem stehen Verhandlungen an mit der UNO und den USA über eine Lösung des seit 1974 schwelenden Konflikts zwischen dem türkisch besetzten Teil der Insel und dem freien Teil..
    Es bleibt seitens der Nato die Türkei als Partner in der Region. Außer den innenpolitischen Problemen, die das Land in den letzten Monaten beschäftigten, zeigte die Diplomatie Erdogans eine Bereitschaft zur Annäherung an islamistische Staaten. Nicht zuletzt deshalb fand der bislang ungeliebte Nachbar Israel in Griechenland einen neuen strategischen Partner (Freundestausch unter Feinden).
    Die Ausgangslage für die USA ist somit alles andere als stabil. Was würde geschehen, wenn sich der Iran tatkräftig an die Seite Syriens schlägt? Welche Bündnissituation käme zum Tragen, wenn die Iraner tatsächlich, wie angekündigt, als Gegenantwort die Israelis angreifen würden?
    Innenpolitisch wird es vollkommen surreal
    Neben diesen außenpolitischen Fragen ergeben sich auch zahlreiche Probleme für die Innenpolitik der beteiligten Länder. Es ist nicht allzu lang her, dass die Chrysi Avgi für den Irak durch Athener Straßen zog. Damals bekundeten die Anhänger der extrem rechten Ideologie ihre Solidarität für Saddam Hussein, dessen Landsleute sie heute in den Straßen Athens jagen.
    Auch heute ist die Stoßrichtung der Partei eindeutig, sie verurteilt einen möglichen Angriff auf Syrien. Gleichzeitig möchte sie gern die Hisbollah Griechenlands sein, akzeptiert also durchaus die Methoden der Rebellen Syriens, die sie nun verurteilt. Andererseits wird mit Hafez al Assad ein weiterer Vertreter der sozialistischen Baath-Partei favorisiert.
    Mit der Ablehnung des Krieges befindet sich die extrem Rechte in einer ungewohnten Einigkeit mit SYRIZA. Jedoch beschützten die Linken des SYRIZA in Athen die Flüchtlinge, die ihrerseits gegen Assad und das Regime protestieren und dabei mit zahlreichen "Allahu akbar"-Rufen eindeutig Farbe bekennen.
    Nikos Michaloliakos - Chrysi Avgi. Bild: Wassilios Aswestopoulos
    Wie es mit der Toleranz gegenüber dem Islam steht, das demonstrierten eindeutig die Unabhängigen Griechen, die sich im Parlament über die in anderen Parteien befindlichen Vertreter der moslemischen Minderheit äußerten. Sie störten sich daran, dass PASOK- und SYRIZA-Abgeordnete moslemischen Glaubens zu einer Feier in die Türkei gefahren waren. Hier waren die Unabhängigen Griechen mit der Chrysi Avgi vereint.
    Ganz andere Probleme hat dagegen die griechische Minderheit in Ägypten. Von diesen ist zu erfahren, dass sie dort von Ägyptern gejagt werden. Als Rache für die Übergriffe der Chrysi Avgi heißt es. Nicht zuletzt wegen dieser Minderheit ist Außenminister Evangelos Venizelos besorgt. Er wird am 5. September nach Ägypten reisen. Es geht ihm auch um den Schutz des Katharinenklosters in Sinai: Dort bewahren die griechisch orthodoxen Mönche Ikonen und liturgische Kunst von unschätzbarem Wert auf.
    Es bedarf wirklich nicht mehr als eines unbedachten Luftschlags, um die gesamte, fragile Region ins Chaos zu stürzen.

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39784/1.html

  7. #2767
    Avatar von TigerS

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    Vergeltungsschlag: UNO bremst Falken im Westen Der UN-Generalsekretär fordert mehr Zeit für die Inspektoren. Sie sollen klären, wer welchen Kampfstoff verwendet hat.


    Vergeltungsschlag: UNO bremst Falken im Westen - KURIER.at


    (Kein plan warum das so groß angezeigt wird)

    gruß

  8. #2768

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    Zitat Zitat von TigerS Beitrag anzeigen
    Vergeltungsschlag: UNO bremst Falken im Westen Der UN-Generalsekretär fordert mehr Zeit für die Inspektoren. Sie sollen klären, wer welchen Kampfstoff verwendet hat.


    Vergeltungsschlag: UNO bremst Falken im Westen - KURIER.at


    (Kein plan warum das so groß angezeigt wird)

    gruß
    Wenn wollen sie den bestrafen falls es die Rebellen waren? Die Türkei? Sich selbst? Der Krieg ist beschlossene Sache.

  9. #2769

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    Zitat Zitat von Vollkornbrot Beitrag anzeigen
    Wenn wollen sie den bestrafen falls es die Rebellen waren? Die Türkei? Sich selbst? Der Krieg ist beschlossene Sache.
    Mann könnte Waffenlieferungen an Rebellen stoppen wenn die das waren

  10. #2770
    Avatar von med1

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    Zitat Zitat von Damien Beitrag anzeigen
    Wenn ein Kampfjet Pilot im Krieg abgeschossen wird! Und man auf ihn feuert wenn er am Falschierm dranhängt zur erde runter kommt! Dann ist das ein kriegsverbrechen! Und mann kann vor ein Militärgericht gestellt werden!
    Wenn ein unterseeboot ein Schiff z.b einen Zerstörer versenkt das Schiff sinkt und überlebende im Wasser schwimmen! Das unterseeboot auftaucht und die überlebenden im wasser dann mit maschinengewehren angreift ist das auch ein Kriegsverbrechen! (das hat es schon gegeben und der Kapitän des unterseebootes wurde auch verurteilt!)

    Wenn sich ein feindlicher Soldat ergibt er seine waffen ablegt und mann ihn trotzdem dafür erschießt dann ist das auch ein kriegsverbrechen!
    Wenn ich als Soldat in einem Land bin und meine Kameraden werden getötet und ich dafür als rache in das nächste dorf gehe und dort die leute erschieße weil es die Familienangehörige der Täter sein könnten! Ist das ebenfalls ein Kriegsverbrechen!

    Für soetwas gibt es die Genfer Konvention! Zu sagen ja der hat bestimmt auch heuser kaputt gemacht und leute getötet rechtfertigt nicht ihn dann unbewaffnet und verletzt zu töten! Ein kriegsverbrechen rechtvertigt niemals ein anderes kriegsverbrechen!
    Denn dann ist man nicht besser als der täter selbst! Die Polizei erschießt ja auch keine Mörder die unbewaffnet sind! Nur weil sie Mörder sind!

    Man solte sich im Krieg seine eigene Menschlichkeit bewahren sonst unterscheidet uns menschen nichts von den Tieren die nur ihrem instinkt folgen! Man solte versuchen immer noch Mensch zu bleiben!

    - - - Aktualisiert - - -

    Zum Video! Solange er nicht noch getötet wird habe ich persöhnlich wenn er die tat begangen hat auch so nichts daran einzuwenden!
    Auch wenn man es als Folter bezeichnen kann! Was natürlich an sich nicht richtig ist!
    Aber ehrenvoll ist es sicher nicht! Gerecht trifft es schon eher!
    Aber noch gerechter wehre es wenn die Frau die er geschlagen hat! Es selber machen würde!
    Herr Lehrer zieh dich zurück, siehst du nicht, kurze Reaktion und ich habe dich gesprengt.
    Solange Assad Medikamente verbietet kann man seine gefangene Jahrhundertmörder nicht behandeln, also, einfach abschiessen, so machen die das.

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