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Ergebnis 2.551 bis 2.560 von 7588

USA planen Intervention in Syrien

Erstellt von Leo, 26.08.2013, 10:47 Uhr · 7.587 Antworten · 360.282 Aufrufe

  1. #2551

    Registriert seit
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    2.654
    Zitat Zitat von Vollkornbrot Beitrag anzeigen
    Ist ja nicht nur die SAA da mischt auch die Hezbullah und die Iranische Armee kräftig mit hast du vllt Aktuelle Infos zur Unterwanderung der Nusra/FSA? Da soll es ja auch ziemlich gut voran gehen hatte mal ein Bild von einem Offizier der SAA gesehen der unter 10-15 FSA/Nusra Terroristen war wenige Tage später wurden sie alle in die Hölle geschickt und der Offizier war zuletzt dann an der Seite Assad zusehen die leisten da wirklich gute Arbeit die Nusra besteht sowieso nur aus schreienden Affen da ist es nicht schwer Rekrutiert zu werden.

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    Leere Häuser werden Bombardiert wow gute Arbeit Sazan bitte die Logik einschalten.
    Ich sag ja Fisch

  2. #2552
    Avatar von Sazan

    Registriert seit
    27.05.2009
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    13.046
    Zitat Zitat von Vollkornbrot Beitrag anzeigen
    Leere Häuser werden Bombardiert wow gute Arbeit Sazan bitte die Logik einschalten.
    wie blöd bist du eigentlich?

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    selbst wenn er nur leere häuser bombardiert, er hat nicht das recht fremdes eigentum zu zerstören

  3. #2553

    Registriert seit
    24.07.2013
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    2.252
    Zitat Zitat von Sazan Beitrag anzeigen
    wie blöd bist du eigentlich?

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    selbst wenn er nur leere häuser bombardiert, er hat nicht das recht fremdes eigentum zu zerstören

  4. #2554
    Avatar von Zeus

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    9.924
    Zitat Zitat von Elma2 Beitrag anzeigen
    An alle: Ich will aus ganz guten Grunden nicht meine echte Volksgruppe hier im BF kenntlich machen, es könnte durchaus möglich sein das ich ein Jesidischer Kurde sein könnte jedoch habe ich es abgestritten und werde es nicht bestätigen. Es gibt viele die sich "Elma" im Internet nennen dabei bilde ich keine ausnahme, besonders bei Kurden und Türken ist der Nachname "Elma" sehr häufig wo es auch nicht verwunderllich ist in häufig bei Jesidischen Kurden findet.

    Ihr könnt es mir unterstellen das ich ein Jesidischer Kurde sein könnte, ich werde es nicht bestäätigen und dieser "Elma2" von dem Blog des nicht hellen "Tangsir" bin ich auch.

    Zu dem Youtube Kanal "Elma2100" sage ich nicht ob es meiner ist aber ihr könnt nicht durch eines Kanals bezeugen das ich es sein könnte, der hier nennt sich auch "Elma" Dennis elma - YouTube es könnte möglich sein das ich der jennige sein könnte.

    Hier im Forum möchte ich keiner Volksgruppe angehören und das soll auch so bleiben.

    Ich bitte euch freundlichs wegen diesen Thema mich in ruhe zu lassen.

    Vielen Dank.
    Ich wollte nur etwas dazu schreiben...

  5. #2555
    Avatar von Ademus Papa

    Registriert seit
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    Beiträge
    985
    Zitat Zitat von Sazan Beitrag anzeigen
    selbst wenn er nur leere häuser bombardiert, er hat nicht das recht fremdes eigentum zu zerstören
    Also entweder ist das Sarkasmus oder du machst dich über uns lustig.:

  6. #2556
    Avatar von Arbeiter

    Registriert seit
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    4.142
    Zitat Zitat von Zeus Beitrag anzeigen
    Ich wollte nur etwas dazu schreiben...
    USA planen Intervention in Syrien - Seite 255

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    Eingesperrt in Aleppo

    Von ARMIN WERTZ
    Armin Wertz geriet bei einer Recherchereise im syrischen Aleppo in Gefangenschaft. Foto: picture-alliance


    Ein deutscher Journalist, ein fehlendes Visum, eine drastische Reaktion: Unser Autor saß fünf Monate lang in syrischer Isolationshaft. Ein Erfahrungsbericht.


    Im Hotel Pullman Al Shahba in Aleppo (oder Halab, wie der arabische Name lautet) begann mein Abstieg in die finsteren Kerker Syriens. Dort, wo Baschar Assad seine Opponenten einzuquartieren pflegt, sollte ich schlussendlich fünf Monate inhaftiert sein – offiziell wegen eines Verstoßes gegen die Visumsbestimmungen Syriens. Zunächst stand ich aber lediglich wegen des fehlenden Visums in dem Hotel unter Hausarrest. Dort konnte ich immerhin noch in einem weichen Bett mit – für meinen Geschmack viel zu vielen Kissen – schlafen. Zudem wurde mir versichert, dass mein Verstoß gegen die syrischen Einreisevorschriften keine gravierenden Folgen haben würde.
    Zur Person
    Armin Wertz, geboren 1945, ist ein deutscher Journalist, der in Indonesien lebt.
    Wertz schreibt von dort vorwiegend für den Berliner Tagesspiegel sowie für verschiedene asiatische Zeitungen.
    Der Journalist geriet bei einer Recherchereise im syrischen Aleppo in Gefangenschaft.
    In den 1980er und 1990er Jahren berichtete er als Korrespondent für die Frankfurter Rundschau aus dem Nahen Osten und war wiederholt in Krisengebieten im Einsatz.
    Neben seiner journalistischen Arbeit veröffentlichte Wertz zahlreiche Bücher, unter anderem über militärische und geheimdienstliche Operationen der USA im Ausland. jhi


    Dann wurde ich aber gegen den Willen der Beamten vom Innenministerium, die mich im Hotel sozusagen betreut und bewacht hatten, in eine Polizeistation gebracht. Dort schlief ich auf einer Schaumstoffmatratze in einer sehr geräumigen Gefängniszelle, die sicherlich für 20 bis 30 Häftlinge angelegt, aber nur von einem harmlosen türkisch-kurdischen Zigarettenschmuggler belegt war. Mehmet, der Schmuggler, legte laufend Patiencen und kochte Tee.
    Graffiti an den Wänden zeugten von der internationalen Belegschaft, die der Zelle in der Vergangenheit einen Besuch abgestattet hatte: Ein Alex aus der Ukraine hatte sich hier verewigt, ebenso der Repräsentant einer Patani-Befreiungsfront aus Thailand und sogar ein Mugabe, der aber vermutlich weder verwandt noch verschwägert mit Simbabwes Mugabe war. Ein Berliner hatte seine Meinung über die syrischen Behörden offen kundgetan: „Hurensöhne, Arschlöcher.“
    Dabei waren die Polizisten und Aufsichtsbeamten hier eigentlich ganz nett. Sie versicherten mir wiederholte Male: „Little“, womit sie andeuten wollten, dass ich nach kurzem Aufenthalt wieder entlassen würde. Tatsächlich begannen sie schon einen Tag nach meiner Ankunft, die bürokratischen Hürden auf dem Weg zur Haftentlassung aus dem Weg zu räumen. Nach fünf oder sechs Tagen stand meine Entlassung kurz bevor. Doch plötzlich bewegte sich nichts mehr. Eine Woche verstrich, zwei Wochen verstrichen. Selbst die Polizisten wunderten sich über die Verzögerungen.
    Also legte ich mit Mehmet Patiencen, trank seinen Tee, aß sein Brot und rauchte seine Zigaretten. Die populärsten unter den importierten Zigaretten waren die französischen Gauloises und Gitanes, die ich – aus der einstigen französischen Besatzungszone stammend – schon seit meiner Kindheit rauche. Im Gegenzug dafür machte ich ein paar Fotos von ihm und unserer Unterkunft, die ich inzwischen mit ein paar beruhigenden Worten nach Kilis, zu seiner Frau in der Türkei, geschickt habe.
    Abstieg in die Hölle

    Eines Abends, nach drei Wochen, holten mich drei Polizisten in grünen Kampfanzügen ab. Sie waren mit Pistolen und Kalaschnikows bewaffnet und brachten mich mit einem Jeep in ein Gefängnis der Sicherheitspolizei. Es war ein Abstieg in die Hölle, wie mir schien. Hier lagen die Häftlinge dicht gedrängt in überbelegten Gefängniszellen. Das Bild erinnerte mich an die alten Darstellungen von Sklavenschiffen, wo die Afrikaner wie Ölsardinen dicht an dicht aneinander gekettet waren. Ich wurde zunächst in eine Vier-Mann-Zelle gesperrt, die schon von fünf Mann belegt war. Nach wenigen Tagen aber wurde ich in eine Zelle ohne Beleuchtung und Lüftung verlegt, wo ich die nächsten fünf Monate in weitgehender Isolation verbringen sollte.
    In diesem Gefängnis dominierten ganz eindeutig Adidasanzüge oder die gefälschten Trainingshosen und -jacken von Adibas und Abidas die Gefängniskleidung. Andere Marken konnten sich auf diesem Markt offenbar nicht durchsetzen und tauchten nur gelegentlich in sehr geringem Umfang auf. Nur der stimmgewaltige Abu Hassan, einer unserer Wärter, kam jeden Tag mit einem anderen Blouson von Nike. Alle, auch die Häftlinge, trugen überwiegend Sportkleidung aus dem weltbekannten Modehaus in Herzogenaurach.
    Alle 14 Tage bis drei Wochen wurde solche Sportkleidung von der Gefängnisverwaltung verteilt und anschließend stolzierten die Häftlinge in ihren neuen T-Shirts, Hosen oder Jacken wie auf einer Modenschau durch die Korridore. Nur ich erhielt auch in Bezug auf die Bekleidung eine Sonderbehandlung: Ich bekam keine schicke Hose, kein schickes T-Shirt mit den drei Streifen. Mir gaben die Gefängnisaufseher überhaupt keine Kleidung. So lag ich beinahe fünf Monate lang nur mit einer Unterhose bekleidet in meiner dunklen Zelle, was allerdings auch nur von geringer Bedeutung war, da ja eh niemand präsent war, um meinen teuren Geschmack bewundern zu können. Erst gegen Ende meiner Haftzeit schenkte mir ein Mithäftling eine seiner Hosen, allerdings nicht der Marke Adidas, sondern „New Look“, wovon ich noch nie gehört hatte. Die Hitze in meiner Zelle wurde unerträglich. Bei einer der wenigen Gelegenheiten, in denen ich sie verlassen durfte, hatte ich in einer zuvor geräumten, leeren Zelle einen Eimer gefunden und beschlagnahmt. So überschüttete ich mich laufend mit Leitungswasser. Mein Wasserverbrauch war immens, weshalb ich tatsächlich ein schlechtes Gewissen hatte. In einem trockenen Land wie Syrien mit seinen Wüsten war Wasser sicherlich ein wertvolles Gut. Die Strafe für mein frevelhaftes Handeln folgte dann auch schon bald: Meine Hände waren knallrot und brannten wie Feuer.
    Dem Anstaltsarzt traute ich nicht

    „Wasserallergie“, diagnostizierte der Anstaltsarzt, dem stets drei Sanitäter assistierten, mit knappen Worten. Ich traute „Viktor“, wie er gerufen wurde, nie. Er schien nur die häufig im Gefängnis vorkommenden Krankheiten zu kennen. Folgerichtig standen ihm auch nur ein Dutzend Medikamente zur Behandlung der Insassen zur Verfügung. Besonders berüchtigt war eine Spritze, die er allen Gefangenen regelmäßig ins Gesäß stieß. Die Spritze hätte ein Pferd umgeworfen, und so rieben sich die Gespritzten mit schmerzverzerrten Gesichtern den Hintern und rannten die Korridore auf und ab. Angeblich sollte sie Erkrankungen der Atemwege verhindern. Als ich einmal einen Hautausschlag hatte und ihn rief, gab er freimütig zu, nicht zu wissen, wie er die rötlichen Pickel behandeln sollte. Also verzichtete er einfach auf jede Art von Behandlung.
    Immerhin brachte mir die „Wasserallergie“ Zellenurlaub ein: Ich durfte zwei Wochen außerhalb der Zelle auf dem Korridor sitzen und schlafen. Das brachte weitere Vorteile: Bei der Essensverteilung konnte ich gelegentlich ein Extra-Brot oder in seltenen Fällen sogar ein paar Oliven für mich oder meine nächsten Zellennachbarn organisieren. Das wiederum steigerte meine Popularität unter den Mithäftlingen. „Almani“, riefen sie mich und boten mir Zigaretten an. Die Putzkolonnen im Korridor dienten als Kuriere. Seife, Brot, gelegentlich sogar ein Keks oder ein Stückchen Schokolade wurden mir fortan durch das Gitterfenster zugeschoben.






    Ein junger Mann, der „orientalische Architektur“ studiert hatte, wegen Teilnahme an einer Demonstration gegen den Alawiten im Präsidentenpalast einsaß und im Gefängnis bei der Essensverteilung eingesetzt war, ließ mir im muslimischen Fastenmonat Ramadan eine köstlich süße Dattel zukommen. Es war die größte Delikatesse, die ich in den fünfeinhalb Monaten meiner Haftzeit genoss. Abud, wie er hieß, träumte davon, einmal einige Zeit in einem deutschen Architekturbüro arbeiten und etwas über westliche Architektur lernen zu können.
    Für Prügelorgien gab es spezielle Vorrichtungen

    Auf dem Korridor erfuhr ich auch endlich, warum Mithäftlinge so viel schrien und ständig vor dem Gitterfenster meiner schweren Zellentüre auf und ab rannten. Ich hatte schon lange den Verdacht gehegt, dass sie gefoltert wurden. Tatsächlich wurde hier viel geprügelt und geschrien. Die Aufseher waren offenbar außerstande, in normaler Lautstärke zu reden, sondern brüllten nur. Die Geprügelten schrien. Für die Prügelorgien gab es eine spezielle Vorrichtung, auf denen sie beinahe regelmäßig mit in die Höhe gereckten Füßen festgeschnallt wurden. Und dann gab’s mächtig was auf die Sohlen. Anschließend wurden sie von den Aufsehern mit Stockhieben die Korridore auf und ab gejagt, so dass die Füße nicht zu dick anschwollen. Trotzdem sah ich gelegentlich Häftlinge, die auf Knien und Händen durch den Korridor rutschten. Ihre Füße waren auf das Doppelte ihrer Größe angeschwollen.
    Manche Gefängnisinsassen freuten sich auf diese Stockhiebe, weil sie oft die Entlassungsrituale einleiteten. Gegen Ende meiner Haftzeit schoben die Aufseher diese Häftlinge beinahe regelmäßig in meine Zelle. Dann saßen oder lagen sie neben mir, zeigten mir ihre gepeinigten Füße und warteten gut gelaunt auf die nächste Runde. Sie standen wirklich kurz vor ihrer Entlassung, wie ich feststellte.
    Es waren nicht nur Aufseher, die ihre sadistischen Triebe an den Gefangenen auslebten, sondern auch die reichlich mittelalterlich operierenden Ermittler, die Häftlinge quälten. Anders als in zivilisierteren Ländern gibt es in Syrien offenbar kein Aussageverweigerungsrecht. Also wird der Angeklagte so lange geprügelt, bis er alle seine Sünden, Verbrechen und Vergehen zugibt. Viele der Angeklagten wurden nur geringfügiger Vergehen beschuldigt, sie kamen dann meist schon nach einer dieser Fußsohlenbehandlungen wieder auf freien Fuß.
    „Die Vereinten Nationen gibt es hier nicht“

    Meine energisch vorgetragenen Hinweise auf internationale Gesetze und UN-Menschenrechtskonventionen beeindruckten weder die Aufseher noch deren Opfer. „Die Vereinten Nationen gibt es hier nicht“, erklärten sie mir jedes Mal. Mein Einwand, als Mitglied der UNO müsste Syrien diese Menschenrechtskonventionen automatisch unterschrieben haben, stieß nur auf verwundertes Lächeln. Der Almani hatte einfach keine Ahnung von nahöstlichen Gepflogenheiten: „Hier gibt es keine Vereinten Nationen.“
    Auch bei den Mithäftlingen stieß ich mit meinem Vorschlag, gemeinsam den Chor der Gefangenen aus Verdis Oper Nabucco „Va, pensiero, sull’ali dorate“ zu singen, nur auf Unverständnis. Umsonst bemühte ich mich, ihnen wenigstens die Melodie beizubringen, so dass sie meinen Gesang summend hätten begleiten können. Erst als ich sie aufforderte, mir Lieder der legendären Oum Kalsoum oder der phantastischen Fairuz vorzusingen, begannen sie, meinem Beispiel zu folgen und zu singen. Ich blieb aber der größte Sänger in Aleppo. Ich sang alles, was mir einfiel, und mir fielen sogar die Texte von Liedern ein, die zu kennen ich vorher gar nicht gewusst hatte: vom „Heidenröslein“ über „Lili Marleen“ oder „Hang Down Your Head, Tom Dooley“ bis zum „Wolgalied“ oder „Scharnhorstlied“, das ich einst als Rekrut bei der Bundeswehr gesungen habe: „Ein mächtiger Schatten jagt über die See/ des nachtdunklen Nordmeers in eisiger Bö./ Dumpf rauschen die Brecher um Brücke und Turm/ Vorüber, verschwunden in Dunkel und Sturm.“
    Eines Morgens – ich hatte mich an drei oder vier Stellen bereits wundgelegen, wogegen auch kein Wenden half – wurde ich unsanft geweckt. „Almani, anziehen“, rief einer der Aufseher durch das Gitterfenster meiner Zellentür. Kurz darauf öffnete ein weiterer Aufseher tatsächlich die Tür zu meinem Verlies – und schloss sie auch nicht mehr ab.
    Nach stundenlangem Warten wurde ich in einer mehrere Stunden dauernden Autofahrt zum Flughafen von Aleppo gebracht, wo ich gemeinsam mit vier Begleitern bis spät in die Nacht auf eine Maschine nach Damaskus wartete.
    Dort wurde ich in das Haftzentrum der Einwanderungsbehörde gebracht, wo mir die Aufseher schon bei meiner Ankunft versicherten, hier sei es gemütlicher. Es war tatsächlich gemütlicher. Zwar nahm man mir wieder Laptop, Kamera, Mobiltelefon und alles Bargeld ab, doch ich konnte nun in einem Saal mit einem Dutzend weiterer Häftlinge den Schlaf auf einer weichen Schaumstoffmatratze genießen. Es wurde auch nicht geprügelt und nicht gebrüllt.
    Als ich endlich wieder Deutsch hörte, ging es mir wie Heine

    Hier beklauten die Aufseher von der Polizei ihre Gefangenen. Hier konnten die Häftlinge, die über syrische Lira verfügten, Tomaten, Zwiebeln, Pommes frites, Nescafé, Teebeutel, Schokolade, Zigaretten, Obstsäfte, Limonaden und andere Delikatessen einkaufen, liefen aber beständig Gefahr, einen Teil der erworbenen Köstlichkeiten den Aufsehern geben zu müssen. Einer mit Namen Muhsin fiel dabei besonders auf. Ich weigerte mich, ihm ein Geschenk zu machen, wie er gefordert hatte. Dafür wandte er sich an einen andern Häftling, von dem er verlangte, ihm die Dose Humus, die dieser gerade gekauft hatte, zu geben. Zufrieden trollte sich Muhsin mit der köstlichen Sesampaste.
    Meine Mitgefangenen versicherten mir, dass ich nun ganz sicher bald nach Hause käme. „Eine Woche, zehn Tage“, dann würde ich bestimmt nach Hause geschickt. Und tatsächlich, nach zehn – im Vergleich zu meiner Zeit in Aleppo beinahe gemütlichen – Tagen riefen mich die Aufseher und schickten mich auf eine mehrstündige Autofahrt durch Damaskus. Als ich gerade begann, mir Sorgen zu machen, weil ich befürchtete, es ginge erneut in ein Gefängnis, hielt der Wagen. Man nahm mir die Handschellen ab und führte mich in einem Raum, auf dessen Tisch Tee, Kaffee und Joghurt standen. „Bedienen Sie sich“, wurde ich aufgefordert. „Wir warten hier auf ein paar Freunde.“
    „Deutsche Freunde?“, fragte ich hoffnungsvoll.
    „Hm, Sie werden sehen.“ Schließlich brachten sie mich in einen Saal, wo ich endlich wieder Deutsch hörte. Es ging mir wie Heinrich Heine bei seiner Rückkehr aus dem Pariser Exil: „Und als ich die deutsche Sprache vernahm,/ Da ward mir seltsam zumute;/Ich meinte nicht anders, als ob mir das Herz/ Recht angenehm verblute.“

    http://www.fr-online.de/syrien/syrie...,24642468.html

  7. #2557
    Avatar von Exotic

    Registriert seit
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    Beiträge
    1.689
    Zitat Zitat von Elma2 Beitrag anzeigen
    Nicht. Das war ein Fehler von mir am ende.
    Tangsir wurde von einem Türken vergewaltigt, deswegen ist er so gegen Türken...... Sein Blog hab ich mir durchgelesen und einfach nur gelacht, wenn man seine Türkischen Geschichten seriös wiederlegt löscht er diese sofort in wenigen Sekunden..... Wenn es eine art Therapie für ihn ist soll er sich ruhig austoben. Das du in solchen Seiten rum hängst mag ich zu bezweifeln da du ja nicht Türken feindlich rüberkommst.
    (Wenn man bedenkt was für User sonst so in seinem Blog rum lungern.... )

  8. #2558
    Avatar von med1

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    600 tote Alewiten.

  9. #2559
    Avatar von TigerS

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    7.474
    Syrien Überleben im Krieg

    13.10.2013 · Der Bürgerkrieg in Syrien hat Fabriken, Schulen und Krankenhäuser zerstört. Der Gesamtschaden wird auf 60 bis 80 Milliarden Dollar geschätzt. Das Land zehrt noch von Rücklagen und überlebt dank der Solidarität seiner Bürger.



    Seine Fabrik hat der Unternehmer Nadschi Ali Adib seit Anfang des Jahres nicht mehr gesehen. Sie liegt, wie die meisten Fabriken im Großraum Damaskus, am Rande der Hauptstadt, also dort, wo sich die syrische Armee und die bewaffneten Rebellen bekämpfen. Bisher hat Ali Adib Glück gehabt. Die Rebellen haben die beiden Fabriken neben seinem pharmazeutischen Betrieb bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Denn sie hatten auch Alawiten beschäftigt, Angehörige der Religionsgemeinschaft von Machthaber Baschar al Assad. Ali Adib weiß, dass er sich mit beiden gut stellen muss - mit dem Regime und mit den Rebellen.
    Seither ist der Betrieb von Ali Adib, neben den vielen kleinen Farmen, der einzige Arbeitgeber in diesem ländlichen Außenbezirk von Damaskus. Einige wohnen nahe genug an dem Gelände, so dass sie ohne zu große Gefahren jeden Tag an ihre Arbeitsstätte kommen können. Sie haben nur wenige Straßenkontrollen zu passieren, müssen sich nicht lange auf den gefährlichen Straßen aufhalten. Im Betrieb selbst läuft die Produktion mit Hilfe der Fernbedienungen und Videokameras an, die Bilder in das Stadtbüro des Unternehmens übertragen. Von dort steuern die Fachleute die Produktion, hergestellt werden nur noch einfache Produkte.
    „So lasten wir die Produktionskapazität noch zu 10 Prozent aus“, sagt Ali Adib. Von den Unternehmen, die noch intakt seien, kenne er keines, das mit mehr als 30 Prozent ausgelastet sei. Selbst diese bescheidene Menge ist jeden Tag eine große Herausforderung. Zunächst hatten die Rebellen den gesamten Diesel für die Generatoren an sich gerissen. Nun gilt es, jeden Tag irgendwie zumindest kleine Mengen Diesel aufzutreiben. Die Verhandlungen mit den Rebellen sind eine Gratwanderung. Gibt man den einen von ihnen Geld, kommen auch andere. „Es gibt weder Recht noch Ordnung“, klagt der Unternehmer. Würde er die Arbeit ganz einstellen, würden die Rebellen das Gelände besetzen und die Armee würde sie bombardieren. „Die die Fabrik beschützen, sind Helden“, lobt Ali Adib seine Beschäftigten.

    © F.A.Z.

    Helden sind auch Unternehmer wie er, die ihre Fabriken nicht schließen und trotz hoher Verluste niemanden entlassen, sondern alle Beschäftigten weiterbezahlen. „Schließlich ist es meine Pflicht, den Menschen beizustehen“, sagt Ali Adib. Heute verstehe sich sowieso jeder Unternehmer als karitativer Wohltäter. Wenn in einer Familie nur eine Person ein Einkommen hat, wird es geteilt. „Diese Solidarität hält Syrien zusammen.“ Am Jahresende wird er aber seine Rücklagen aufgebraucht haben, und er weiß nicht, wie er seine Beschäftigten dann weiterbezahlen soll.
    Ein Jahr weiter rechnet Abdallah Dardari. Er war bis Anfang 2011 Mitglied im syrischen Kabinett. Als Planungsminister und zuletzt auch stellvertretender Ministerpräsident sollte er die stark regulierte syrische Wirtschaft öffnen, was ihm teilweise auch gelang. Die ideologischen Hardliner in der sozialistischen Baath-Partei machten ihn dann für den Ausbruch der Proteste verantwortlich. Dardari kehrte zu den Vereinten Nationen zurück, und seit einem Jahr steht er in Beirut einer Arbeitsgruppe vor, die den Wiederaufbau des Landes vorbereitet. Die „Nationale Agenda für die Zukunft Syriens“ heißt der Plan, den sie erarbeiten. Dieser geht davon aus, dass der Konflikt im Jahr 2015 endet.
    Der Bürgerkrieg hat Fabriken, Schulen und Krankenhäuser zerstört

    Die Arbeitsgruppe, die in der „Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien der UN“ (UNESCWA) angesiedelt ist, hat den Schaden des seit fast 30 Monaten dauernden Bürgerkriegs auf 60 Milliarden bis 80 Milliarden Dollar geschätzt; das ist mehr als das bisher höchste Bruttoinlandsprodukt Syriens von 60 Milliarden Dollar im Jahr 2010. Vieles wurde während der Kampfhandlungen systematisch zerstört: Fabriken und Ölleitungen, Schulen und Krankenhäuser, nicht zu sprechen von den nicht zu ersetzenden archäologischen Schätzen des Landes.
    Besonders stark vom Krieg betroffen ist Aleppo, das wirtschaftliche Zentrum Syriens. Wie in Damaskus liegen auch hier die meisten Industriebetriebe am Übergang von der Stadt in die Peripherie. In Aleppo sei jeder zweite Industriebetrieb geplündert worden, sagt Faris Shihabi, ein Unternehmer als Aleppo, der Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer zu Aleppo ist und der Vorsitzende des syrischen Kammerdachverbands. Eine Million Syrer hätten dadurch ihre Arbeit verloren. Nur noch eine seiner Fabriken funktioniert, und er fühlt sich heute in Damaskus sicherer als in seiner Heimatstadt. Mehr als tausend Unternehmer seien entführt worden, in der Regel von Rebellen, Hunderte wurden hingerichtet. Aleppos Wirtschaft, die vor allem Textilien und landwirtschaftliche Produkte verarbeitet, aber auch die meisten Produkte für den täglichen Bedarf erzeugt hat, steht damit still.
    Gegen die Rebellen und die türkische Regierung erhebt der Unternehmer Faris Shihabi den schweren Vorwurf, die Industrieanlagen von Aleppo zu plündern, über die Grenze in die Türkei zu bringen und dort auf Auktionen zu verhökern. Aus keinem anderen Land kamen 2013 in der Türkei mehr ausländische Investoren als aus Syrien. In den ersten sieben Monaten 2013 verdrängten syrische Investoren, meist Mittelständler, sogar Deutschland vom Spitzenplatz, das traditionell die meisten Firmengründungen mit ausländischem Kapital stellt. Der Raum nördlich von Aleppo, den die Rebellen und die Dschihadisten kontrollieren, hat damit einen intensiveren Wirtschaftsaustausch mit der Türkei als mit der Hauptstadt Damaskus, die kaum mehr erreichbar ist.
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    In Beirut rechnet Dardari vor, dass allein, um die in Syrien zerstörten 1,2 Millionen Häuser wieder aufzubauen, 22 Milliarden Dollar benötigt würden. Seine Arbeitsgruppe hat zudem Listen von 3000 zerstörten Schulen und 2000 zerstörten Fabriken erstellt. Auch die Hälfte des Gesundheitssystems soll zerstört sein. Für die Wiederherstellung der Versorgungsleistungen für Elektrizität, Wasser und Gas setzt Dardari 6 Milliarden Dollar an. Mit Priorität wird die Ölindustrie wiederaufgebaut werden müssen. Syrien hatte bis zum Ausbruch des Kriegs jeden Tag 380.000 Barrel Rohöl produziert und davon fast die Hälfte exportiert, vor allem nach Europa.
    Diese wichtige Säule und jährliche Einnahmen von 3 Milliarden Dollar brachen mit dem Ölembargo der EU gegen Syrien weg. Zudem kontrollieren die Rebellen die wichtigsten Ölfelder im Osten Syriens, während die Regierung die Raffinerien in Homs kontrolliert. Die Rebellen exportieren das Rohöl in kleinen Mengen und haben damit Einnahmen, die Raffinerien aber stehen still.
    Dardaris Plan geht, neben der Annahme, dass der Krieg 2015 enden wird, von einer zweiten Annahme aus: dass Syrien als Staat in seinen heutigen Grenzen intakt bleibt. Das ist unwahrscheinlicher, je länger der Krieg dauert. Ohne einen funktionierenden Staat und ohne Recht und Ordnung wird aber niemand in dieses Land investieren. Dardari gewinnt diesem Szenario etwas Gutes ab: „Dann denken die Akteure stärker über eine politische Lösung nach.“
    Es gibt Wasser und nicht so häufig Strom

    In Damaskus weiß auch Ali Adib, dass es ohne Recht und Ordnung keine Wirtschaft geben kann. „Ich versuche zu überleben - der Regierung zum Trotz und den Sanktionen zum Trotz“, sagt er. Der Staatsapparat sei weiter ineffizient und korrupt. „Zumindest haben wir aber einen Staat, und nur den einen.“ Die wichtigsten staatlichen Dienste funktionieren: Es gibt Wasser und nicht so häufig Strom, Krankenhäuser sind geöffnet, und Kinder gehen in die Schule, wo dies möglich ist. Für irrelevant hält er die Diskussion, ob jemand für das Regime sei oder nicht. Entscheidend sei doch: „Ohne einen Staat, ohne Recht und Ordnung, kann man nicht leben.“ So wollten heute die meisten Syrer einfach nur ihr gewohntes Leben zurück.
    Noch mehr als der träge Staat machen dem Unternehmer die Sanktionen des Westens zu schaffen, die Ali Adib zynisch nennt. „Die Folge ist, dass nur noch die wenigsten internationalen Unternehmen mit einem syrischen zu tun haben wollen.“ Alles schreckt ab: Zu viel Papierkram, ein zu großes Risiko, und Syrien ist ja ohnehin kein großer Markt. Kaum mehr möglich ist der Import von Waren; und wenn er möglich ist, wird er teuer. Ein Syrer könne heute nicht einmal einen Dollar auf ein internationales Konto überweisen. Teuer ist aber der Transfer von Geld über Geldhändler, das gilt auch für den Abschluss von Versicherungen für Lieferungen. Als Folge ist die syrische Wirtschaft wieder auf dem Niveau einer primitiven Bargeldwirtschaft angekommen.
    Alle spüren, dass sich seit dem Beginn des Kriegs der Wechselkurs des syrischen Pfund gegenüber westlichen Währungen halbiert hat. Für viele Syrer werden Importwaren unerschwinglich, zusammengebrochen ist aber die einheimische Produktion. Wer noch produziert, greift auf Rohstofflager zurück, die er einmal gekauft hat. Ali Adib resigniert nicht, auch wenn er sagt: „Ein Händler kann aufhören zu handeln, ein Fabrikant aber nicht.“ Denn der habe Beschäftigte und Rohstoffe, Investitionen, für die er bereits bezahlt habe. „Selbst wenn ich Geld verliere, produziere ich weiter.“


    Syrien: Überleben im Krieg - Wirtschaftspolitik - FAZ


    gruß

  10. #2560
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von med1 Beitrag anzeigen
    600 tote Alewiten.
    Reale Explosionen haben keine solche "Hoolywood"-Flamen und Rauch. Diese "Effekte" bekommt man lediglich wenn Benzin explodiert, bzw. in den Filmen wird das hinter den Kulissen gemacht, damit man genau das erzeugen kann.

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