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Lovecraft und sein Cthulhu-Mythos

Erstellt von Gast28000, 28.12.2017, 20:36 Uhr · 9 Antworten · 923 Aufrufe

  1. #1
    Gast28000

    Lovecraft und sein Cthulhu-Mythos

    Die älteste und stärkste Emotion des Menschen ist Furcht, und die älteste und stärkste Form der Furcht ist die Angst vor dem Unbekannten. Diese Tatsachen wird kaum ein Psychologe bestreiten, und sie begründen ein für allemal Echtheit und Rang der übernatürlichen Horrorgeschichte als literarische Form.“

    – H. P. Lovecraft: Supernatural Horror in Literature, S. 12

    Ich möchte in diesem Thread einen, von mir hochgeschaetzten, Authoren und sein(e) bedeutenstes/n Werk(e) zur Diskussion stellen: H.P. Lovecraft

    Zu Lebzeiten weitestgehend verkannt hat er die anspruchsvolle Horror-Literatur, neben E.A. Poe, wie kaum ein zweiter geprägt, und ist bei zahllosen Gelegenheiten in der Popkultur verewigt worden. Neben Film, Musik, Videospiele, Literatur, hat seine Arbeit vor allem bedeutende Genre-Vertreter wie Stephen King geprägt.

    Sein belletristisches Werk, ueberwiegend aus Kurzgeschichten und Erzaehlungen bestehend, wird häufig als "Cthulhu-Mythos" zusammengefasst, benannt nach einem Wesen, dass in einer seiner bedeutensten Erzählungen vertreten war; "Call of Cthulhu" - "Der Ruf des Cthulhu".

    Dieser Mythos umfasst im weiteren Sinne auch die an Lovecrafts Werk anknüpfenden Texte anderer Authoren. Zusammen gehalten wird dieses fiktive Universum, dass bei Lovecraft zeitlich meist im Neu-England der 30er Jahre angesiedelt ist, durch textuebergreifende, aber nur sehr vage Versatzstücke seiner "Mythologie": Orte, Objekte, Entitaeten (wie eben Cthulhu) und sehr begrenzt auch Personen.
    Um gewisse dieser Versatzstücke haben sich längst selbstständige Mythen gebildet. Das Necronomicon, verfasst vom wahnsinnigen Araber Abdul Alhazred, gilt in gewissen Kreisen der Esoterik sowie unter Verschwörungstheoretikern als ein real existierendes Buch, dass entweder verloren, oder unter Verschluss sein soll.

    Sein Werk kann letztlich sicher als Blaupause eines komplexen fiktiven Universums gelten, dass eine allgemeine Gültigkeit vermittelt, da es vor einem universellen mythologischen Hintergrund spielt.

    Hat jemand unter Euch Erfahrungen mit diesem Schriftsteller gemacht?


  2. #2
    Avatar von hirndominanz

    Registriert seit
    16.12.2011
    Beiträge
    11.746
    Im Leben habe ich noch keine Sekunde für derartige Phantasien anderer verschwendet. Ich habe schon soviele Bücher gelesen, da braucht man mehrere Leben für, auch wenn ich die Quintessenz in diesem leben umsetze
    Aber meine Lebenszeit ist keinen Bruchteil durch sowas gemindert. Hätte ich Alk getrunken, wären die Hängepartien im Suff inhaltsvoller als sowas.


    Realität ist interessanter als Phantasie

  3. #3
    Nik
    Ktuhuluhulul

  4. #4
    Avatar von Tigerfish

    Registriert seit
    25.12.2013
    Beiträge
    14.183
    Zitat Zitat von Sohn des Segimer Beitrag anzeigen
    Hat jemand unter Euch Erfahrungen mit diesem Schriftsteller gemacht?

    Seine schaurigen Fantasy-Geschichten sind bis heute noch sehr beliebt. Ich bin vor Jahren zufällig auf einer seiner Werke gestoßen( Die Farbe aus dem All), das ich sehr gut fand. Wovon ich viel mehr begeistert bin, daß er seiner Zeit weit voraus war. Das merkt man nicht nur an wissenschaftlichen Elemente, die in seinen Werken enthalten sind. Er zielte dabei auf die Urängste der Menschen, die er perfekt hervorbringen konnte.

  5. #5
    Gast28183
    Ich kenne Cthulhu nur aus South Park.
    Dass die Bücher von Lovecraft gut sein sollen hab ich gehört, kam aber nie dazu eins zu lesen.


  6. #6
    Avatar von Tigerfish

    Registriert seit
    25.12.2013
    Beiträge
    14.183
    Zitat Zitat von MissChaos Beitrag anzeigen
    Ich kenne Cthulhu nur aus South Park.
    Dass die Bücher von Lovecraft gut sein sollen hab ich gehört, kam aber nie dazu eins zu lesen.

    Ich würde dir wie vorhin erwähnt " Die Farbe aus dem All " empfehlen. Die meisten seiner Geschichten gibt es auch auf Hörbüchern. Da kannst du ein Einblick davon bekommen, inwieweit er seiner Zeit in voraus war.

    Seine Cthullu Reihe mit dem Schreckensbuch Necronomicon ist gepaart mit Dämonen und anderen Schreckensgestalten aus einer anderen Dimension, die die Menschen in seinen Lektüren immer wieder heimsuchen.

    Ich kenne keine andere Autoren, die Lovecraft das Wasser reichen könnten. Dagegen sind die Werke von Stephen King ziemlich harmlos, die ich auch gerne lese( Briefe aus Jerusalem, Manchmal kommen wieder- damit meine ich nicht die Verfilmung).

  7. #7
    Gast28000
    Zitat Zitat von hirndominanz Beitrag anzeigen
    Im Leben habe ich noch keine Sekunde für derartige Phantasien anderer verschwendet. Ich habe schon soviele Bücher gelesen, da braucht man mehrere Leben für, auch wenn ich die Quintessenz in diesem leben umsetze
    Aber meine Lebenszeit ist keinen Bruchteil durch sowas gemindert. Hätte ich Alk getrunken, wären die Hängepartien im Suff inhaltsvoller als sowas.
    Das ist bedauerlich. Dir entgeht mit dieser Einstellung großartige Literatur, und wenn wir ehrlich sind gibt sich fast jeder mehr oder weniger regelmäßig der Phantasie hin, und sei es nur ein Spielfilm.


    @Tigerfish "Die Farbe aus dem All" ist absolut zu empfehlen. Zu meinen Favoriten gehören "Die Musik des Erich Zann" und "Berge des Wahnsinns".

  8. #8
    Gast26505
    Ich liebe alles was mit Lovecraft zutun hat. Auch wenn der Autor selbst, der größte und peinlichste Typ der Welt war. Seine Geschichten begeistern dennoch! Darauß könnte man soviel machen.

  9. #9
    Avatar von Tigerfish

    Registriert seit
    25.12.2013
    Beiträge
    14.183
    Zitat Zitat von Sohn des Segimer Beitrag anzeigen
    Das ist bedauerlich. Dir entgeht mit dieser Einstellung großartige Literatur, und wenn wir ehrlich sind gibt sich fast jeder mehr oder weniger regelmäßig der Phantasie hin, und sei es nur ein Spielfilm.


    @Tigerfish "Die Farbe aus dem All" ist absolut zu empfehlen. Zu meinen Favoriten gehören "Die Musik des Erich Zann" und "Berge des Wahnsinns".
    Ich kenne fast alle Werke von ihm. " Berge des Wahnsinns " ist verdammt spannend und mitreißend. Gehört ebenfalls zu meinen Favoriten.

  10. #10
    Gast28000
    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Auch wenn der Autor selbst, der größte und peinlichste Typ der Welt war.
    Er war ein einmaliger Zeitgenosse. Klar, ein Rassist, Homophober und Antisemit. Dafür aber widersprüchlich genug, dass er den Orient verehrte, unter seinen Freunden Homosexuelle hatte (wobei nicht klar ist, ob ihm das bewusst war) und, dass seine Ehefrau Jüdin war.
    Der Mann war eben aus der Zeit gefallen und ein Epigone, der im 18. Jahundert wohl besser aufgehoben gewesen wäre.



    Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn!



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