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2.381 Ungarn wollen als Hunnen-Nachfahren gelten

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 05.01.2005, 18:10 Uhr · 7 Antworten · 1.600 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    2.381 Ungarn wollen als Hunnen-Nachfahren gelten

    Ungarns Parlament muss nun über Existenz des asiatischen Reitervolks entscheiden - Zahl der "Hunnen" seit 2001 gestiegen
    Budapest - Das ungarische Parlament muss demnächst entscheiden, ob es Nachfahren der Hunnen in Europa gibt. Nachdem 2.381 Ungarn in einer Unterschriftensammlung verlangt haben, dass die hunnische Minderheit mit entsprechenden Rechten anerkannt wird, ist das Parlament nach Angaben des Zentralen Wahlbüros in Budapest nun zu einer Entscheidung verpflichtet. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Mittwoch.


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    Sprache
    Weltsprache Englisch
    bezahlte EinschaltungInitiator der Unterschriftensammlung ist Josua Imre Novak, der sich selbst als "Boten" und Pfarrer der "Heiligen Hunnischen Kirche" bezeichnet. Novak sagte, es stehe Ungarn als EU-Mitglied schlecht zu Gesicht, eine Minderheit zu unterdrücken. Sollte das Parlament die Hunnen nicht anerkennen, wolle er sich an EU-Gremien wenden. Dazu "haben die Hunnen die nötige Bravour", sagte er. Bei der letzten Volkszählung 2001 hatten sich 620 Ungarn als Hunnen bezeichnet.

    In Ungarn werden Völker gesetzlich als ethnische Minderheiten anerkannt, wenn sie sich durch eigene Kultur und Sprache von der Mehrheitsbevölkerung unterscheiden und mindestens 1000 Mitglieder haben. Politische Vertreter der slowakischen und der Roma- Minderheiten erklärten, es gebe keine hunnische Kultur in Ungarn.

    Historiker: Unklare Abstammung der Hunnen

    Die Abstammung des ungarischen Volkes ist Historikern bisher unklar. Die Hunnen stießen während der Völkerwanderung ab dem vierten Jahrhundert n. Chr. aus Asien nach Westen vor und errichteten unter ihrem König Attila in Europa ein mächtiges Reich vom Kaukasus bis zur Loire. Attila, dessen Namen heute viele Ungarn tragen, starb im Jahr 453 im heutigen Ungarn in der Hochzeitsnacht mit Ildiko, die ein Vorbild für die Kriemhild-Gestalt aus der Nibelungensage gewesen sein soll. (APA/dpa)



    www.derstandard.at

  2. #2

    Registriert seit
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    9.182
    Zum 10000000000000000000000000000000000000000000000000 00000 Millionesten mal

    Die Vorfahren der Magyaren waren ursprünglich ein asiatisches Hirtenvolk, das am südöstlichen Rand des Ural-Gebirges beheimatet war. Später zogen sie in die Steppen der südlichen Ukraine (magyar. Etelköz, das Land zwischen den Flüssen), wo sie unter chasarischer Oberherrschaft standen und zeitweise die Kontrolle über das Gebiet um Kiew und einige ostslawische Stämme ausübten.

    Nach jahrzehntelangen Plünderungszügen gegen das Ostfrankenreich und Großmähren, überquerten schließlich 896 die Vorfahren der Magyaren als Reitervolk mit großen Viehherden (siehe Ungarisches Steppenrind) die Ostkarpaten, wo sie sich vorläufig im oberen Theiß-Gebiet niederließen und auf eine slawische Vorbevölkerung trafen. Von hier aus brachen die altmagyarischen Reiter wieder zu langen Plünderungszügen durch ganz Europa auf, so überfielen sie Gebiete u.a. in Bayern, Italien, Frankreich und Spanien. 901 kehrten sie dann nicht mehr an die obere Theiß zurück, sondern siedelten sich am Plattensee an und eroberten in den nachfolgenden Jahrzehnten auch Gebiete der Ostmark (Ostösterreich) und des Neutraer Fürstentums (südwestliche Slowakei).

    Nachdem die Magyaren 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld von den ostfränkischen und böhmischen Truppen geschlagen wurden, zogen sie sich aus Österreich (außer Burgenland) zurück, ließen sich definitiv im heutigen West-Ungarn nieder, passten sich langsam an die Lebensweise der sie umgebenden slawischen Vorbevölkerung an, nahmen die unmittelbar im heutigen Ungarn lebende slawische Vorbevölkerung (siehe zum Beispiel Plattensee-Fürstentum) langsam in sich auf und wurden sesshaft.

    Ab dem letzten Viertel des 10. Jahrhunderts wurden die Ungarn unter Fürst Géza und unter Stephan I. christianisiert.

    Mit der Eroberung des Balkans durch die Osmanen (Türken) im 16. Jahrhundert wurde insbesondere das heutige Ungarn teilweise entvölkert. Nach der Niederschlagung der Osmanen, wurden die entvölkerten Gebiete (v.a. im Rahmen der drei Hauptumsiedlungswellen 1690, 1711 und 1745) von Slowaken, Siedlern aus Österreich, sowie zum Teil Siedlern aus anderen Teilen Europas wiederbevölkert. Ein Großteil dieser Einwanderer ging später im ungarischen Volk auf.

    Die Eroberer von Großmähren wurden von den damaligen Quellen als Ungari oder Ougri (nicht als Magyaren) bezeichnet. Die fränkischen Chronikschreiber verwendeten fast von Anfang an auch den lateinischen Begriff (H)ungarus. Viele damalige Texte bezeichnen sie auch als Türken (v.a. Konstantin Porphyrogennetos um 950) bzw. irrtümlicherweise als Hunnen oder Awaren, da ihre Lebensweise jener dieser zwei Völker ähnelte.


    ----------------------
    Dusane pocinjes da me nerviras!

  3. #3
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Zum 10000000000000000000000000000000000000000000000000 00000 Millionesten mal

    Die Vorfahren der Magyaren waren ursprünglich ein asiatisches Hirtenvolk, das am südöstlichen Rand des Ural-Gebirges beheimatet war. Später zogen sie in die Steppen der südlichen Ukraine (magyar. Etelköz, das Land zwischen den Flüssen), wo sie unter chasarischer Oberherrschaft standen und zeitweise die Kontrolle über das Gebiet um Kiew und einige ostslawische Stämme ausübten.

    Nach jahrzehntelangen Plünderungszügen gegen das Ostfrankenreich und Großmähren, überquerten schließlich 896 die Vorfahren der Magyaren als Reitervolk mit großen Viehherden (siehe Ungarisches Steppenrind) die Ostkarpaten, wo sie sich vorläufig im oberen Theiß-Gebiet niederließen und auf eine slawische Vorbevölkerung trafen. Von hier aus brachen die altmagyarischen Reiter wieder zu langen Plünderungszügen durch ganz Europa auf, so überfielen sie Gebiete u.a. in Bayern, Italien, Frankreich und Spanien. 901 kehrten sie dann nicht mehr an die obere Theiß zurück, sondern siedelten sich am Plattensee an und eroberten in den nachfolgenden Jahrzehnten auch Gebiete der Ostmark (Ostösterreich) und des Neutraer Fürstentums (südwestliche Slowakei).

    Nachdem die Magyaren 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld von den ostfränkischen und böhmischen Truppen geschlagen wurden, zogen sie sich aus Österreich (außer Burgenland) zurück, ließen sich definitiv im heutigen West-Ungarn nieder, passten sich langsam an die Lebensweise der sie umgebenden slawischen Vorbevölkerung an, nahmen die unmittelbar im heutigen Ungarn lebende slawische Vorbevölkerung (siehe zum Beispiel Plattensee-Fürstentum) langsam in sich auf und wurden sesshaft.

    Ab dem letzten Viertel des 10. Jahrhunderts wurden die Ungarn unter Fürst Géza und unter Stephan I. christianisiert.

    Mit der Eroberung des Balkans durch die Osmanen (Türken) im 16. Jahrhundert wurde insbesondere das heutige Ungarn teilweise entvölkert. Nach der Niederschlagung der Osmanen, wurden die entvölkerten Gebiete (v.a. im Rahmen der drei Hauptumsiedlungswellen 1690, 1711 und 1745) von Slowaken, Siedlern aus Österreich, sowie zum Teil Siedlern aus anderen Teilen Europas wiederbevölkert. Ein Großteil dieser Einwanderer ging später im ungarischen Volk auf.

    Die Eroberer von Großmähren wurden von den damaligen Quellen als Ungari oder Ougri (nicht als Magyaren) bezeichnet. Die fränkischen Chronikschreiber verwendeten fast von Anfang an auch den lateinischen Begriff (H)ungarus. Viele damalige Texte bezeichnen sie auch als Türken (v.a. Konstantin Porphyrogennetos um 950) bzw. irrtümlicherweise als Hunnen oder Awaren, da ihre Lebensweise jener dieser zwei Völker ähnelte.


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    Dusane pocinjes da me nerviras!


    Ej du assi.Dieser Beitrag stammt nicht von mir sondern vom standard.at. Ich habe was über die Ungarn gefunden und wollte es mal hir posten weil sie auch viel mit dem Balkan zu tun haben.

  4. #4

    Registriert seit
    18.07.2004
    Beiträge
    9.182
    Eh, brate nemoj da psujes.... nisam ni mislijo za to!
    Zaboravi!

  5. #5
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Eh, brate nemoj da psujes.... nisam ni mislijo za to!
    Zaboravi!

    pa sto pocinjem onda da te nerviram?????

  6. #6

    Registriert seit
    03.09.2009
    Beiträge
    71
    wen interessieren eigentlich die Madaren?

  7. #7
    Avatar von Vasile

    Registriert seit
    14.07.2005
    Beiträge
    4.031
    Zitat Zitat von mc bula Beitrag anzeigen
    wen interessieren eigentlich die Madaren?
    Dich, natürlich. Seit 2005 hat hier sonst keiner mehr was gepostet.

  8. #8

    Registriert seit
    19.09.2008
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    16.600
    ich hab eine Sendung gesehen wo über dieser Hunnen ging. Anscheinend will der Staat die als Minderheit nicht anerkennen weil sonst müsste der Staat extra Gelder für diese Minderheit fließen lassen und das sei der Hauptgrund der Nichtanerkennung.

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