BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 11 von 17 ErsteErste ... 789101112131415 ... LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 110 von 163

23.März 1989 in Pristina

Erstellt von Befehl223, 06.02.2008, 18:06 Uhr · 162 Antworten · 5.784 Aufrufe

  1. #101

    Registriert seit
    31.12.2007
    Beiträge
    479
    Zitat Zitat von Befehl223 Beitrag anzeigen
    ...wird man Dir wohl oft genug gesagt haben.

    was willst du serbe eigetlich...

    Bist in Deutschland geboren, hatt jezt zum ersten mal ei Buch gelese und meinst du weist aus deinem bekakten pscho zimmer...was mit meiner Familie geschehen ist...was mit meinem Land geschehen ist...wa smit meinem Volk geschehen ist?


    Geh kacken du arme kreatur...

    du bis ein kleiner hirngestörter ationalist, der es nicht ertragen kann dass sein LAnd nur Genozids verüt hatt...

    und jetzt verkrampft versucht alles als Lüge darzustellen...

    kleine primitive nationalisten.... kei deut besser als ein GLAZI....

  2. #102

    Registriert seit
    09.09.2005
    Beiträge
    1.620
    Zitat Zitat von kapsamun Beitrag anzeigen
    was willst du serbe eigetlich...

    Bist in Deutschland geboren, hatt jezt zum ersten mal ei Buch gelese und meinst du weist aus deinem bekakten pscho zimmer...was mit meiner Familie geschehen ist...was mit meinem Land geschehen ist...wa smit meinem Volk geschehen ist?


    Geh kacken du arme kreatur...

    du bis ein kleiner hirngestörter ationalist, der es nicht ertragen kann dass sein LAnd nur Genozids verüt hatt...

    und jetzt verkrampft versucht alles als Lüge darzustellen...

    kleine primitive nationalisten.... kei deut besser als ein GLAZI....
    Geh Deinen Esel ficken und nerv mich nicht weiter, Du Kind.

    P.S. Lern Deutsch, bevor Du abgeschoben wirst...

  3. #103

    Registriert seit
    31.12.2007
    Beiträge
    479
    Serbe halt...


    Geh und schieb dir Slobos Statue in den Arsch...du nazi!!!

  4. #104
    Avatar von illyrian_eagle

    Registriert seit
    05.10.2005
    Beiträge
    6.793
    Zitat Zitat von Befehl223 Beitrag anzeigen
    Tja, dann les' Dir noch mal die Kopfzeile durch. Du scheinst ja sehr lernresisten zu sein, Dumbo.

    Junge du hast keine Ahnung...............

    Du bist peinlich..............

  5. #105

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    Freiheit für Slobodan Milosevic! Hände weg von Jugoslawien!

    unabhängige Beobachter wollen gegen Nato und Co. klagen....



    er hat sich schon eingetragen

  6. #106
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086
    Im Jahre 1974 erhielt die Provinz des Kosovo ebenso wie die Voj-
    vodina zum ersten Mal in seiner Geschichte eine weitreichende Autonomie
    innerhalb der Republik Serbien.
    Das Selbstbestimmungsrecht ist indessen ein zweischneidiges Schwert. Der
    Anspruch der Serben und der anderen Nationen, für sich selbst einen eigenen
    Nationalstaat zu haben, darf füglich dann keiner anderen Nation verwehrt
    werden. Problematisch wird dies zumeist erst, wenn die Siedlungsgebiete und
    Wohngebiete vermischt sind und somit jede Trennung, Aufspaltung zu Min-
    derheiten führt. Solange der Nationalstaat als das summum der kollektiven
    Entwicklung gilt, wird diese Problematik fortbestehen.
    Die Tragik der Albaner im Allgemeinen und des Kosovo im Besonderen
    ist, dass es sich hierbei um noch verspätetere Nationen als die serbische han-
    delt. Der Kosovo-Konflikt konnte paradoxerweise nur diesen Verlauf neh-
    men, da die Mehrheit der Kosovaren lange, vielleicht gar zu lange friedlich
    ihre Rechte eingefordert hatte.33 Erst als sämtliche friedlichen Versuche der
    Selbstbestimmung zur Autonomie und Unabhängigkeit gescheitert waren und
    die serbische Repression immer schlimmer wurde, entstand die U„K. Es gab
    – obwohl die Konflikte in ganz Jugoslawien bereits tobten – keinerlei Beach-
    tung und Anerkennung dieser Bemühungen seitens des Westens, geschweige
    denn anderer Nationen. Strategisch wäre es für die Albaner erfolgreicher
    gewesen, ihren Unabhängigkeitskampf gleichzeitig mit dem Konflikt in Bos-
    nien-Herzegowina zu beginnen, da zu diesem Zeitpunkt ein Großteil der
    serbischen Militärs und Paramilitärs dort gebunden war und die Weltöffent-
    lichkeit dann sofort ihrer Angelegenheit mehr Aufmerksamkeit geschenkt
    hätte. Konsequenterweise ist das Kosovo-Problem dann auch nicht im Day-
    ton-Abkommen 1995 berücksichtigt, geschweige denn zufriedenstellend
    geregelt worden.34
    Wie konnte es aber zu einer derartigen Zuspitzung des Problems im Koso-
    vo kommen, das in der europäischen Nachkriegsgeschichte nichts Vergleich-
    bares kennt? Der Schlüssel scheint in dem erwähnten Memorandum der
    Serbischen Akademie der Wissenschaften von 1986 zu liegen. Die Kosovaren
    haben eine erheblich höhere Geburtenrate als die Serben. Daraus schloss die
    Akademie, dass spätestens im Jahre 2015 die Kosovaren die Bevölkerungs-
    mehrheit in Serbien stellen würden.35 Wenn also Assimilation nicht funktio-
    niert, Gebietsansprüche fortbestehen, Zwangssterilisierungen kein Mittel zu
    sein scheinen, bleibt offenbar nur die systematische Vertreibung dieser Jetzt-
    noch-Minderheit, um Herr im eigenen Haus zu bleiben.
    Zusammenfassend kann man die Situation in Jugoslawien wie folgt cha-
    rakterisieren:
    G eine verspätete Nation auf der Suche nach Identität, die sich als Opfer
    geopolitischer und historischer Ungerechtigkeiten sieht;
    G eine ökonomische Struktur, die durch das Erbe eines schlecht gemanagten
    und zu viel erfordernden Selbstverwaltungssozialismus noch immer von
    staatlichem Einfluss geprägt ist, der wiederum Vetternwirtschaft und Kor-
    ruption Tür und Tor öffnet;
    G ein starkes Militär, das sich auf einen eigenen militärischen Komplex
    stützen kann;
    G eine starke Gewaltbereitschaft zur Regelung von sozialen und politischen
    Konflikten.
    Als Strategie ergibt sich daraus:
    ein regionales Hegemoniestreben
    G
    G die Unterdrückung und anschließende Vertreibung der Mehrheit der Ko-
    sovaren, von langer Hand gezielt vorbereitet, um einen ›modernen‹ Natio-
    nalstaat zu schaffen.
    den unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten. Die Auflösung des War-
    schauer Pakts und die Integration ehemaliger Mitgliedstaaten in die NATO
    trotz Widerstands Russlands war jedoch Zeichen einer fortdauernden Spal-
    tung Europas mit einer nach Osten verschobenen Grenze. So ist der Traum
    Willy Brandts von einer ›Friedensdividende‹ nach Ende des Ost-West-
    Konflikts mit dem von Gewalt begleiteten Zerfall Jugoslawiens – aber auch in
    den ehemaligen Sowjetrepubliken sowie in Afrika – schnell zerstoben.
    Im Kosovo-Konflikt hat die EU bisher die Position vertreten, dass den Ko-
    sovaren nur jene Autonomie, die schon bis 1989 bestand, zugestanden wer-
    den sollte. Diese Einschränkung des Selbstbestimmungsrecht der Kosovaren
    im Vergleich zu den nach Anzahl vergleichbaren Slowenen oder Kroaten ist
    nur auf dem Hintergrund der existierenden Konflikte mancher EU-Staaten in
    Bezug auf Unabhängigkeits- bzw. Vereinigungsbewegungen im eigenen Land
    nachvollziehbar – sei es im Baskenland, in Korsika oder Nordirland. Dies
    erklärt auch die zögerliche Haltung Frankreichs und Großbritanniens bei der
    Anerkennung Sloweniens und Kroatiens.46
    Handlungsdruck entstand für die Europäer ähnlich wie im Fall Bosnien-
    Herzegowina, aber eben anders als im Falle der Kurden oder Tschetschenen,
    durch die Flüchtlingsmassen, die sowohl das regionale Gleichgewicht zu
    destabilisieren drohten, als auch zu erheblichen Belastungen innerhalb der
    Aufnahmeländer und hier insbesondere der Bundesrepublik Deutschland
    führten. Das mag auch erklären, warum Deutschland noch eine Woche vor
    den Luftangriffen Kosovo-Albaner abgeschoben hat.
    Die Kosovo-bilanz: Scheitert die ... - Google Book Search

    Die Medien sind es dann auch, die Milosevic schließlich die uneingeschränkte Macht über den Parteiapparat und den fast ungeteilten Rückhalt unter der serbischen Bevölkerung erlangen lassen:
    Am 23. September ´89 wird erstmals eine Plenumssitzung des Zentralkomitees der Serbischen Kommunistischen Partei live im Fernsehen übertragen. Es ist die Sitzung, in der sich Milosevic gegen seinen politischen Ziehvater Stambulic durchsetzten sollte und die vollständige Kontrolle über den Parteiapparat erlangt.
    Die Fernsehübertragung als scheinbarer Akt der Demokratisierung folgt genauem Kalkül: Milosevic hatte zuvor einen zu ihm linientreuen neuen Fernsehchef installiert, während der zwei Tage dauernden Sitzung wurden die Reden der Milosevicanhänger lang und breit gezeigt, während die Sympathisanten Stambolics kaum zu Wort kamen.
    Dieses Zusammenspiel von Medien und Masse sollten auch später die bevorzugten Propagandainstrumente Milosevics bleiben.38
    Im Folgenden garantiert ihm sein immer öfter zur Schau getragener offener Nationalismus in Kombination mit den Medien immer mehr die Unterstützung der serbischen Bevölkerung.
    1989 beginnt Milocevic mit der Weiterführung seiner Kosovo-Politik, auf der sich sein Machtapparat aufbaut und seine Legitimation findet: Das Kosovo soll wieder serbisch werden.
    Bis Ende März ´89 erfolgt dann schließlich die Gleichschaltung der zuvor autonomen Provinzen Vojvodina und Kosovo. Vorangegangen waren massive Proteste der Albaner, die durch Milosevics installierte Propagandamaschinerie als neuerliche Konterrevolution (im Bezug auf die Unruhen nach dem Tode Titos) diffamiert werden. Zu diesem Zeitpunkt zeigt sich dann auch die breite Unterstützung Milosevics Kosovopolitik in der Masse: Bei einer serbischen Gegendemonstration in Belgrad im November ´89 nehmen rund 1 Million Menschen teil. Dabei ruft Milosevic der Menge zu: ,,Wir fürchten uns nicht, wir gehen in jeden Kampf mit der Absicht, zu siegen. Jede Nation hat eine Liebe, die ihr Herz erwärmt. Für Serbien ist es Kosovo. Deshalb wird Kosovo bei Serbien bleiben."39
    Den wichtigsten Wegpunkt des immer höher aufbrandenden Nationalismus im ,,Serbischen Sommer" 1989 und Milosevics finaler Aufschwung zum nationalen Führer Serbiens markiert aber mit Sicherheit seine Rede zur 600- Jahrfeier der Schlacht auf dem Amselfeld am Vivodan, dem 28. Juni, an der Gedenkstätte Gazimestan auf dem Kosovo Polje.
    Um den Anspruch auf das schon fast verlorene ,,Serbische Jerusalem" zu bekräftigen und ein Symbol für die Unterstützung der serbischen Diaspora im Kosovo zu setzen , finden sich, durch massive Medienkampagnen mobilisiert, rund 1 Million Menschen an der Gedenkstätte ein.40
    Ihre Wichtigkeit verdankt die Rede Milosevics vor allem dem ,,Genius loci" am mutmaßlichen historischen Ort der Schlacht, und durch sie ist der Höhepunkt der einsetzenden ,,Großserbischen Renaissance" erreicht.
    In dieser historischen Ansprache instrumentalisiert Milosevic, mittlerweile gewählter Präsident Serbiens, die Legende von der Schlacht und den im Laufe der Jahrhunderte daraus entstandenen ,,Kosovo-Mythos"41, in dem er ihn auf die aktuelle Situation Jugoslawiens projiziert und Einigkeit unter den im ganzen Gebiet Jugoslawiens verstreuten Serben fordert: ,, (wir haben die Schlacht) auch wegen der tragischen Zwietracht, die damals an der Spitze des serbischen Staates herrschte, verloren."
    Milosevic fordert somit die Integrität der serbischen Nation und die Notwendigkeit der Eintracht und der Zusammenarbeit unter allen Serben. Im Hinblick auf die serbischen Minderheiten in Bosnien, Kroatien, in anderen Teilrepubliken sowie natürlich die des Kosovos wird erst die Brisanz dieser Forderungen klar, was die folgenden Sätze seiner Rede nur noch unterstreichen: ,,Heute, sechs Jahrhunderte später, befinden wir uns wieder in Kriegen und werden mit neuen Schlachten konfrontiert. Dies sind keine bewaffneten Schlachten, obwohl diese nicht ausgeschlossen werden können."42

    5. Das serbische Vorgehen im Kosovo seit der Aufhebung der Autonomie

    Das Ende der Autonomie des Kosovo wird am 28. März 1989 besiegelt, als im serbischen Parlament in Belgrad feierlich eine dem entsprechende Verfassungsänderung verkündet wird und Serbien somit seine ,,staatliche und verfassungsrechtliche Souveränität wiedererlangt"5152
    Vorab hatte das Provinzparlament des Kosovo, in der eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten Albaner waren, mit 126 von insgesamt 190 Stimmen der Verfassungsänderung zugestimmt, was nicht der für Änderungen der Verfassung notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit entsprach, von Belgrad aber geflissentlich ignoriert wurde. Im Vorfeld dessen waren die Abgeordneten massiv unter Druck gesetzt worden, sogar während der Abstimmung waren Panzer vor dem Parlament aufgefahren und serbische Geheimpolizisten im Versammlungsgebäude anwesend.
    In der Praxis kontrolliert fortan Belgrad die massiv aufgestockte ausschließlich serbische Polizei, die Gerichte sowie die Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Die Amtssprache wird wieder serbisch.
    Gezielt geht das Belgrader Regime nun auch gegen die Kosovo-albanische Intelligenz vor: Führende Wirtschaftsleute, Wissenschaftler, Künstler und Publizisten werden ohne Haftbefehl festgenommen, und auch auf der bis dato noch bestehenden Bundesebene werden kosovoalbanische Funktionäre systematisch ausgeschaltet.
    Durch Gesetze und Durchführungsverordnungen des serbischen wie des jugoslawischen Parlamentes, das wie oben bereits erwähnt durch die Aufhebung der Autonomien Vojvodinas und des Kosovos deutlich von Serbien geprägt war, werden 1990 neue Gemeindebezirke für die Serben im Kosovo geschaffen, zeitgleich wird durch staatlich geförderte Hausbau- und Förderungsprogramme die Rückkehr serbischer Auswanderer unterstützt. Im Sommer werden fast alle albanischen Ärzte sowie medizinisches Personal aus den staatlichen Krankenhäusern unter offenkundigen Vorwänden (z.B. fachliche Mängel) entlassen und durch Serben ersetzt. Der albanischsprachige Fernsehsender Prishtinas wird von der Polizei besetzt und ebenfalls gleichgeschaltet, und im August wird schließlich beschlossen, in den Schulen nur noch nach den offiziellen serbischen Lehrplänen in serbischer Sprache zu unterrichten. Die Albaner werden nicht nur aus dem öffentlichen Leben verdrängt, sondern haben auch unter Massenentlassungen aus fast allen staatlichen Betrieben zu kämpfen, ihnen werden hingegen Arbeitsplätze außerhalb des Kosovos angeboten. Das serbische Parlament verabschiedet 1990 ein Gesetz über Arbeitsverhältnisse unter besonderen Umständen. Daraufhin werden mindestens 80 Prozent aller albanischen Arbeitnehmer insbesondere großer Betriebe und öffentlicher Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser entlassen, allein im
    Schulwesen waren dies seit 1990 26 000 Lehrer und Lehrerinnen.53
    Albanern werden im weiteren die Vorzüge moderner Familienplanung vermittelt, um im weiteren gezielter gegen die ,,demagogische Waffe"54 der Kosovaren vorzugehen.


    All diese Vorgänge werden stets von massiven albanischen Protesten begleitet, auf die von serbischer Seite mit brutaler Polizeigewalt geantwortet wird, durch die es im Laufe der Jahre zu vielen Toten kommt. Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung, Albaner können grundlos verhaftet und verhört werden, es kommt laut Menschenrechtsorganisationen zu zahlreichen Folterungen und Mißhandlungen.
    Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß der serbischen Minderheit durch den Einsatz von Militär und Sonderpolizei innerhalb weniger Jahre die totale Kontrolle über das Kosovo gewinnt. Eine regelrechte ,,Apartheidpolitik" ist entstanden, ethnische Albaner sind nur noch Bürger zweiter Klasse.
    Jahrelang ertragen die Albaner die serbischen Repressalien unter ihrer von Serbien nicht anerkannten Regierung Rugovas und bilden einen ,,Schattenstaat"55, bis sich Mitte der neunziger Jahre schließlich die UCK formiert und einen bewaffneten Kampf gegen die Serben beginnt, und von nun an Terror mit Terror vergeltet.
    Das plötzliche Aufkommen der UCK liefert Milosevic dann schließlich auch den idealen Vorwand für eine weitere Eskalation.56 Nach dem für Serbien ungünstigen Vertrag von Dayton, infolge dessen fast 200.000 Serben von den Kroaten aus der Krajina vertrieben werden, gerät Milosevic unter starken innenpolitischen Druck, auch von nationalistischer Seite.57 Nach dem schon weiter oben erwähnten System des ,,Krisenkarussells" läßt Belgrad am Anfang vorsätzlich die albanischen Freischärler fast ungestört über die albanische Grenze einsickern und bringt über einen Parallelschwung immer mehr eigenes Militär ins Kosovo.58 Die Bekämpfung der UCK wird zur ,,Camouflage der Vertreibung"59. Nach der Apartheidpolitik, die die Kosovoalbaner in die freiwillige Abwanderung drängen sollte, versucht Milosevic nun vollendete Tatsachen zu schaffen. Die Menschenrechtsverletzungen und Repressionen häufen sich massiv, ganze albanische Dörfer werden gebrandschatzt und ihre Bewohner vertrieben. Die serbische Sonderpolizei wird zunehmend von marodierenden Paramilitärs unterstützt. Schon bevor die erste Natobombe fällt, sind auf diese Weise rund 300.000 ethnische Albaner aus dem Kosovo vertrieben worden.60


    Hausarbeiten.de: Der Kosovo-Konflikt - Ursachen und Hintergründe - Seminararbeit. Seminararbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Referate - Hausarbeit, Referat, Diplomarbeit oder Magisterarbeit veröffentlichen!



    ich werde jetzt nicht daraufeingehen ...

    sollen die leute selbst lesen und beurteilen....

    thanx

  7. #107
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086

    Ausrufezeichen

    nochmals für die die es vergessen haben;

    Diese "Meetings", wie die serbischen Massenaufmärsche genannt werden, halten den Vielvölkerstaat nun schon seit zwei Monaten in Atem, und die Parolen werden immer militanter. "Albaner raus aus Jugoslawien" und "Gebt uns Waffen - Verteidigen wir die altserbische Heimat", skandierten kürzlich in der mehrheitlich von Ungarn bewohnten Stadt Apatin in der autonomen Provinz Wojwodina die serbischen Demonstranten. "Kosovo und die Wojwodina sind serbisch" hieß eine andere Parole, die zugleich aufdeckt, worum es den serbischen Nationalisten wirklich geht.

    Hinter dieser beispiellosen serbisch-nationalen Kampagne steht der serbische Parteichef Slobodan Milosevic, den seine Kritiker gern mit dem rumänischen Dikatator Ceausescu vergleichen. Milosevic, der erst im Herbst vorigen Jahres die alte, auf Ausgleich zwischen den Völkern bedachte serbische Parteiführung entmachtet hatte und seither die Schlüsselpositionen in Staat und Partei mit seinen Anhängern besetzt, hat sich als ein Demagoge erwiesen, dem es gelingt, die serbische Bevölkerung zu mobilisieren. Sein Ziel ist eine Verfassungsänderung, die der Republik [wiki=17785]Serbien[/wiki] größere Rechte in der mehrheitlich von Albanern bewohnten autonomen Provinz gewährt und auch Schluß macht mit Sonderrechten der auch von Ungarn bewohnten autonomen Provinz Wojwodina. Die serbische Großmacht soll wieder entstehen und die mühsam erkämpften Rechte für die nationalen Minderheiten eingeschränkt werden. Offenbar trifft Milosevic die Stimmung der Bevölkerung, weil sich die Serben als größtes Volk des Vielvölkerstaats benachteiligt oder in ihrer Führungsrolle eingeschränkt fühlen.

    Die nationalistische Welle in [wiki=17785]Serbien[/wiki] hat nun sogar die Intellektuellen erfaßt. Der 57jährige Dissident und Drehbuchautor Miodrag Milic, distanziert sich zwar wie manche andere Intellektuelle von Milosevic. Der Marxist hält den herrschenden Kommunisten, die ihn mehrmals ins Gefängnis steckten, weiterhin vor, die Ideale der Revolution verraten zu haben. Doch weigert er sich auch, dem Lügengewebe um die angeblichen Aktionen der Kosovoalbaner entgegenzutreten. Und er glaubt, die Meetings seien Ausdruck eines "demokratischen" Volksempfindens.


    Doch langsam formiert sich auch der Widerstand in anderen Teilen Jugoslawiens. Radio Novi Sad, die ungarischsprachige Sendeanstalt für die 450.000 Ungarn der autonomen Provinz Wojwodina, nahm scharf Stellung gegen die großserbischen Machtansprüche: "Wir werden nicht zulassen, daß unsere Provinz ein zweites Kosovo wird, wir fühlen uns als Minderheit in Jugoslawien bedroht." Milosevic, so auch ungarisch sprechende Pareiführer, sei persönlich verantwortlich für die nationalistischen Massenaufmärsche. 'Magar So', das Sprachrohr der ungarischen Jugoslawen, warnte, in [wiki=17785]Serbien[/wiki] herrsche eine "Massenhysterie" und meldete in der letzten Woche fassungslos, daß vor der Wohnung des Obersten Bundesrichters von Wojwodina, Marko Buljovicic, eine Schmierei auftauchte, die alle Ungarn erschrecken müßte: "Autonomistenführer nimm dich in acht, das ist nur der Anfang".

    Daß die serbischen Massendemonstrationen das Ende des Staates Jugoslawiens bedeuten könnten, davor warnt jetzt auch das kroatische Wochenblatt 'Dansa'. Die slowenische Wochenzeitung 'Mladina' spricht jetzt sogar von einer "Maoisierung [wiki=17785]Serbien[/wiki]s". Und selbst konservative Kreise erklären, in [wiki=17785]Serbien[/wiki] bastelten die Genossen an einer "Atombombe".

    Doch trotz dieser Proteste scheint die Machtverteilung in Jugoslawien auf eine Pattsituation hinzuweisen, die Milosevic genug Spielraum gewährt, mit seiner Politik fortzufahren. Als Indiz dafür kann der Rücktritt des Vorsitzenden des einflußreichen Partisanenverbandes, Matic, am 13.September gelten, der die Provinz Wojwodina vertritt und zuvor scharf gegen Milosevic Stellung bezogen hatte. Er begründete seinen Schritt mit "unbegründeten Angriffen gegen seine Person". Der lange Arm Milosevics, darin sind sich viele Nichtserben einig, habe ausgereicht, den "verdienten Kämpfer" aus dem Amt zu hebeln.

    Selbst Regierungschef Branco Mikolic kann sich eine Konfrontation mit dem starken Mann aus [wiki=17785]Serbien[/wiki] nicht mehr leisten. Nachdem sich Staatspräsident Stipe Suvar vorige Woche noch über die Großmannssucht Milosevics, der sich gern mit Tito auf eine Stufe hebt, lustig gemacht hatte, verfügte der Regierungschef am letzten Samstag "alle in der Verfassung erlaubten Mittel anzuwenden", um die Ruhe in Kosovo wiederherzustellen. "Dazu gehört auch die Entsendung weiterer paramilitärischer Polizeieinheiten", erklärte der jugoslawische Premier.

    Und die sollen nun nach den Wünschen von Milosevic nicht mehr kaserniert sein, sondern gruppenweise in die albanischen Dörfer verlegt werden. Die albanische Bevölkerungsmehrheit bekommt es mit der Angst zu tun und bleibt doch sprachlos: Die Provinz Kosovo ist von der Außenwelt abgeschnitten. Übergriffe und Gewaltakte werden nicht mehr lange auf sich warten lassen.


    Quelle:TAZ 22.09.1988

  8. #108
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086

    Ausrufezeichen

    Mit dem offenen Ausbruch der Krise des jugoslawischen Selbstverwaltungssozialismus nach Titos Tod 1980 machte die serbische Regierung unter Rückgriff auf den Amselfeld-Mythos den Autonomiestatus wieder rückgängig. Alle Kosovo-Albaner, die für öffentliche Institutionen oder staatliche Betriebe arbeiteten, wurden entlassen. Kosovo-albanische Schüler und Studenten wurden vom öffentlichen Bildungssystem ausgeschlossen. Als Antwort auf das "Apartheidsystem" bauten die Kosovo-Albaner parallele Strukturen auf. Das System wurde von der 1989 gegründeten Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) koordiniert und durch Abgaben finanziert, die vor allem von Kosovo-Albanern aus der Diaspora flossen. Im von der parallelen Regierung organisierten Referendum von 1991 stimmte eine Mehrheit der Kosovo-Albaner für die volle Unabhängigkeit.




    Kosovo - Konfliktporträts

    so ich will jetzt wirklich neutrale fakten wo bewiesen wird das der autonomie-status nicht aufgehoben.........

  9. #109
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086
    [h3]Die Kampagne gegen die Albaner[/h3]

    Worüber wir hier reden, kann nicht länger Politik genannt werden – es ist eine Frage des Vaterlandes“, sagte der serbische Parteiführer Slobodan Milosevic 1987 vor einer Parteiversammlung. [51] Er kam gerade von einer Massendemonstration der Serben in Kosovo Polje, auf der er an die Kämpfe im Mittelalter gegen die Türken erinnerte haue, um die serbischen Arbeiter davon zu überzeugen, daß die größte Gefahr für sie die in dieser Region lebenden Albaner darstellten. In Kosovo Polje allerdings hatte 1389 eine Schlacht gegen die Osmanen stattgefunden, bei der die Albaner gemeinsam mit den Serben gekämpft hatten! Trotzdem wurde Milosevic begeistert empfangen – ein Resultat der Tatsache, daß die serbische Bevölkerung keine Perspektive sah, ihrer Unzufriedenheit anders Luft zu machen.
    Wenn es in Jugoslawien ein Volk gibt, daß seit dem Zweiten Weltkrieg unter nationaler Unterdrückung zu leiden hatte, dann die Albaner, die über 80 Prozent der im Kosovo lebenden Bevölkerung ausmachen. Das von den Großmächten 1913 geformte Albanien beinhaltete nur einen Teil der tatsächlich von Albanern bewohnten Gebiete. Das heutige Kosovo sowie Teile von Mazedonien wurden den Serben 1913 als Entschädigung für ihre Bemühungen in den Balkankriegen zugeschlagen.[52] Zwischen den Weltkriegen wurde Kosovo als besetztes Gebiet betrachtet, und Serben wurden mit finanzieller Unterstützung und Landgeschenken ermutigt, sich dort niederzulassen. In dieser Zeit zogen ca. 40.000 orthodoxe Slawen nach Kosovo und eine halbe Million Albaner wurden vertrieben.
    Auch wenn die Nachkriegsordnung einige Verbesserungen für die Albaner brachte, so waren sie noch immer benachteiligt. Während Kroaten, Serben, Slowenen und andere offiziell als „Nationen“ betrachtet wurden und deshalb ihre eigenen Republiken mit dem dazugehörigen Grad an Autonomie vom Zentrum erhielten, nannte man die Albaner eine „Nationalität“. Ihr Staat, so sagte man, sei auf der anderen Seite der Grenze, in Albanien – obwohl es damals in Jugoslawien kein schlimmeres politisches Verbrechen gab, als sich öffentlich mit Albanien zu identifizieren.
    Kosovo ist der ärmste Teil Europas. Oft wurde behauptete, daß auch hier ein Wirtschaftswunder stattfand, daß es „ein einmaliges Beispiel einer sozio-ökonomischen Entwicklung“ [53] darstelle. In Wirklichkeit jedoch blieb es stets hinter den anderen Gebieten Jugoslawiens zurück. 1954 betrug das Pro-Kopf-Einkommen 48 Prozent des jugoslawischen Durchschnitts, 1975 ganze 33 Prozent. Das grundlegende Problem bestand darin, daß die Unterstützung vom Zentrum die Zwänge des Marktes nicht ausgleichen konnten. Die industrielle Arbeitsproduktivität betrug nur 70 Prozent und die Kapitalakkumulationsrate weniger als 50 Prozent des nationalen Durchschnitts. [54] 1988 erhielten drei Viertel der Bevölkerung staatliche Hilfe. Die Arbeitslosigkeit betrug 50 Prozent und über 70 Prozent der Frauen waren Analphabeten. [55]
    Nach dem Sturz Rankovics 1966 folgte eine kurze Periode der Liberalisierung sowie mehr Autonomie durch die Verfassung von 1974. Als jedoch 1968 Studenten eine Bewegung für wirkliche Unabhängigkeit anführten, wurden sie niedergeschlagen. 1981 kam es erneut zu Protesten: Am 11. März zogen Studenten durch Pristina und forderten eine Verbesserung der Lebensverhältnisse, woraufhin sie von der Polizei angegriffen wurden. Zwei Wochen später, am 26. März, kam es erneut zu Demonstrationen. [56]
    Mitte und Ende der achtziger Jahre verschlechterte sich die Behandlung der Albaner von Seiten der Parteiführer noch, als diese nach Lösungen für ihre chronischen Probleme suchten. Andere Kräfte nahmen die anti-albanische Kampagne auf: Serbische Nationalisten innerhalb und außerhalb der Partei, Intellektuelle, die orthodoxe Kirche sowie ein buntes Gemisch um das Kosovo-Komitee herum entwarfen eine Petition, das sogenannte Memorandum, in dem sie die Partei- und Staatsführung beschuldigten, Hochverrat an der serbischen Sache begangen zu haben, und den Albanern vorwarfen, sie wollten eine „bürgerliche Gesellschaft regiert von einem pro-faschistischen Regime.“
    Die serbische Bürokratie sah sich zunehmend zwischen zwei verschiedenen Polen. Die eine Gruppe wollte, nach slowenischem Vorbild, mehr Offenheit und Liberalisierung einführen, in der Hoffnung, auf diese Weise die Unzufriedenheit zumindest teilweise in den Griff zu bekommen. Die andere Gruppe, unter der Führung von Slobodan Milosevic sowie einer Gruppe von Hardlinern, die in den frühen achtziger Jahren an die Spitze des Parteiapparats gelangt waren, bevorzugte eine andere Strategie. Sie wollten eine autoritäre Lösung: zum einen wollten sie die den Republiken und Provinzen zugestandene Autonomie rückgängig machen und zum anderen wollten sie durch das Schüren von Nationalismus die Arbeiterbewegung schwächen, um so die Basis für einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung des Landes zu schaffen.
    1987 hatten Milosevic und seine Anhänger die Kontrolle über die Partei in Belgrad erlangt. Sie beeilten sich, sich an die Spitze der serbischen nationalistischen Bewegung zu stellen und diese zu führen. Die offiziellen Medien führten eine lächerliche, aber effektive Verleumdungskampagne gegen die Kosovo-Albaner – von erfundenen Vergewaltigungen serbischer Frauen bis hin zur angeblichen Gefahr einer Übervölkerung durch die so kinderreichen Albaner. Es wurden neue Gesetze verabschiedet, die die serbische Bevölkerung als Kolonialherren wiedereinsetzten. Es erging ein Verbot, Land an Albaner zu verkaufen. Fabriken wurden ausschließlich für Serben gebaut und Albaner wurden von Serben aus ihren Dörfern vertrieben. Und die Medien hetzten: „Laßt uns gehen, Brüder und Schwestern, und Kosovo angreifen.“ [57] Die serbischen Führer behaupteten, daß in der „Wiege der Nation“ ein Völkermord stattfinde, was die Abnahme des serbischen Bevölkerungsanteils in Kosovo bewiese.
    Es stimmte, daß viele Menschen, soweit möglich, Kosovo verließen – schließlich war jeder Zweite arbeitslos. Aber während hunderte von jungen Albanern in den letzten Jahren von den Serben getötet wurden, hat bisher noch kein albanischer „Terrorist“ auch nur einen einzigen Serben umgebracht. [58]
    Milosevic organisierte in [wiki=17785]Serbien[/wiki], Kosovo und der Wojwodina Massenkundgebungen, um die Albaner zu terrorisieren und um mit der Macht von Massenveranstaltungen serbische Arbeiter an den Chauvinismus zu binden und andere Teile der Bürokratie zu disziplinieren. Auf diese Weise gelang es Milosevic, trotz seiner armseligen Bilanz in Bezug auf die Wirtschaft der Republik, eine große Anhängerschaft um sich zu scharen.
    Als deutlich wurde, daß es Milosevic darum ging, die Regierungen der Wojwodina, Montenegros sowie Kosovos zu stürzen, wurden sich die Führer der anderen Republiken plötzlich der von ihm ausgehenden Gefahr bewußt. Die Regierung der Wojwodina in Novi Sad wurde durch offiziellen Druck und Massenmobilisierungen zu Fall gebracht. Das gleiche versuchte Milosevic auch in Montenegro. Spätestens die Ereignisse dort hätten jedoch sogar ihm deutlich werden lassen müssen, daß er mit dem Feuer spielte. Zwar konnten die Nationalisten letztendlich die Führung Montenegros absetzen; aber auf dem Weg dorthin hätten sie mehrere Male beinahe die Initiative an die für ihren eigenen Interessen kämpfenden Arbeiter verloren.
    Die Ereignisse zeigten, daß in [wiki=17785]Serbien[/wiki] zwei Stränge der Verbitterung vorhanden waren: Der eine wurde von den Nationalisten hervorgerufen, und der andere durch das in der Arbeiterschaft entstandene Bewußtsein, daß die chauvinistischen Kundgebungen die katastrophale Lage der Wirtschaft nicht würden verbessern können. 58 Prozent der Arbeiter in Belgrad verdienten zu diesem Zeitpunkt nicht genug, um ihre Grundbedürfnisse befriedigen zu können.
    Durch das Spielen der nationalistischen Karte haue Milosevic überall die Einsätze erhöht, und so sehr die anderen Parteiführer sein Vorgehen auch bewunderten und zu kopieren versuchten, so wendeten sie sich schließlich doch gegen ihn. Den Kroaten und Serben war es zwar nicht um die Albaner gegangen, aber sie wußten, daß ein bedingungslos triumphierender Milosevic auch sie, die kroatische Bürokratie, in eine schwächere Position drängen würde.
    Im November 1988 hatten sich Serben und Bundesführung darauf geeignet, daß die Kosovo-Präsidentin Jashira sowie ihr Nachfolger Vllasi zurücktreten sollten. Dagegen gab es jedoch großen Widerstand. Bergarbeiter setzten sich in Bewegung, um 70 Kilometer nach Pristina zu marschieren, wo sie an einer Demonstration von einer halben Million Menschen teilnahmen (in Kosovo leben gerade 2 Millionen Menschen). Es gelang den Demonstranten zwar nicht, die Rücktritte zu verhindern, aber es wurde der Grundstein gelegt für einen Generalstreik, der Anfang 1989 gegen die serbischen Repressionen inszeniert wurde. 1.300 Bergarbeiter in den Blei- und Zinkminen von Trepca besetzten ihre Schächte und traten für acht Tage in den Hungerstreik.
    Die Bergarbeiter erreichten zwar die Entlassung von drei besonders verhaßten Bürokraten, die von den Serben eingesetzt worden waren. Aber nachdem es in [wiki=17785]Serbien[/wiki] zu Massendemonstrationen gegen die Entlassung kam, wurden diese wiedereingesetzt und führende Streikaktivisten verhaftet. Anfang 1990 verhaftete man Vllasi, Ende des Jahres wurde Kosovo der Direktherrschaft Belgrads unterstellt. Nun sahen sich die Führer der anderen Republiken gezwungen zu handeln. Kroatien und Slowenien zogen ihre Milizen aus dem Kosovo zurück.
    Inzwischen verschärfte sich die Krise der Wirtschaft weiter und Milosevic gelang es, die verzweifelte serbische Bevölkerung gegen die unterdrückten Albaner im Kosovo als Sündenböcke aufzubringen. Schließlich gelang es der zerfallenden Bürokratie sogar, nicht unterdrückte Nationen, wie die Kroaten, in den Krieg hineinzuziehen.






    Duncan Blackie u.a.: Der Zerfall Jugoslawiens und der Krieg auf dem Balkan (Teil 2)
    __________________

  10. #110

    Registriert seit
    09.09.2005
    Beiträge
    1.620
    Du armer, armer Skandalzwergi, jetzt hast Du die ganze Zeit damit vergeudet, nichts sagende Texte zu kopieren und hier einzustellen, dabei wurden diese Lügen schon längst bei der Gerichtsverhandlung in den Haag widerlegt, was auch unschwer aus den Gerichtsprotokollen zu entnehmen ist. Selbst wenn Du noch weitere 5 Kilometer Text hier verknüpfst – es würde nichts an den Tatsachen ändern!

Seite 11 von 17 ErsteErste ... 789101112131415 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Militär der DDR und der BRD vor 1989?
    Von Gregor im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 28.06.2011, 17:36
  2. Kosovo 1989
    Von MIC SOKOLI im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 24.12.2009, 01:26
  3. Srbija na 68 odsto BDP-a iz 1989.
    Von Mastakilla im Forum Wirtschaft
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 04.11.2009, 02:24
  4. Life in albania 1989
    Von Karim-Benzema im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 19.09.2009, 22:03
  5. Life in ALBANIA 1989
    Von Karim-Benzema im Forum Rakija
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 24.02.2009, 14:46