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40.000 demonstrieren vor US Botschaft in Belgrad

Erstellt von Viva_La_Pita, 06.06.2007, 21:52 Uhr · 23 Antworten · 1.111 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Schiptar

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    @ Zirih

    1.) Ändern wird sich so ein Verhalten bestimmt nicht, solange sich immer wieder Leute finden, die es tolerieren, ignorieren, oder zu verharmlosen oder rechtfertigen versuchen. Dazu gehört auch, wenn man es als "natürliches Phänomen" darstellt, an dessen Aufkommen wohl wieder mal die anderen schuld sind, aber nicht die eigene Gesellschaft.

    3.) "Zerhacken" klingt nach einer willkürlichen Bestrafung wie es z.B. der Verlust der deutschen Ostgebiete nach 1945 war. (Über den ich mich allerdings nicht beklage und den ich auch ganz sicher nicht rückgängig machen möchte.) Im Falle Serbiens sieht das doch ganz anders aus... Was hat Serbien denn bisher verloren? Nicht Montenegro, denn das war eine eigenständige Republik. Dito die anderen ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken. Bleibt das Kosovo. Ein höchst komplexes Problem, bei dem man immer wieder auf den Willen der absoluten Mehrheit der Bevölkerung hinweisen muss, nicht nur auf vergangenes Unrecht, wo wiederum dein Bestrafungsargument ins Spiel käme. Außerdem verbiegt sich die westliche Gemeinschaft doch ziemlich, um Serbien nicht vollkommen zu vergraulen... (Daher dieses Buhlen um die DSS, die nach Meinung vieler fortschrittlich denkender Serben, die sich insgesamt so ähnlich wie Du äußern, am besten aus der serbischen Politik verschwinden sollte; daher die Wiederaufnahme der SAA-Verhandlungen seitens der EU, obwohl Mladic und Karadzic immer noch nicht ausgeliefert worden sind; daher der strenge Umgang mit Kroatien in punkto EU-Beitrittsverhandlungen...)

    4.) Doch, tun sie, und daran ändert es auch nichts, wenn du dieses Kriegsargument an den Haaren herbeiziehst.

    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Und andauernd mit dem Finger auf die anderen Zeiten und eigene Taten oder Auslöser zu verschweigen oder nicht über das wissen zu wollen finde ich feige und nationalistisch. Und das machen eben die jeweiligen nationalistischen Gruppen dort (oder auch hier in der Diaspora). Egal ob Serben, Kroaten oder sonst wer.
    Absolut richtig. Auf jeder Seite gab es Verbrecher und Opfer, jede Seite hat ihren Teil zur Eskalation beigetragen, das sind alles Sachen, die jeder selbstkritisch anerkennen muss. Darauf können sich unter den jeweiligen früheren Gegnern immerhin einige Leute verständigen. Worauf sie sich aber nicht einigen können, sind grundsätzliche Beurteilungen über das Vorgefallene...
    Natürlich waren die Konflikte, die sich um den Zerfall Jugoslawiens herum abspielten bzw. diesen herbeiführten äußerst komplexer Natur und sind nicht mit einfachen Schuldzuweisungen erklärbar.
    Trotzdem ändern weder das Vorhandensein von Schuld auf beiden Seiten noch die Komplexität der Situation etwas an meiner Grundeinschätzung, dass man relativ klar sagen kann, wer in den Kriegen 1991-95 der größte alleinige Aggressor war. Solange das nicht anerkannt wird, sehe ich schwarz für den politischen Fortschritt und wahre Versöhnung in diesem Teil des Balkans...

  2. #12

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    Vielleicht findest du mehr Verständnis für unsere serbischen Freunde, wenn du dir klar machst, dass die Serben heute in einer ähnlichen Situation stecken (zumindest psychologisch) wie die Deutschen in der Weimarer Republik. Aber ich ahne schon das Gegenargument: Der erste Weltkrieg geht nicht allein auf die Kappe des Deuschen Reiches, die Jugo-Tragödie hingegen in erster Linie auf die Serbiens.

    Was aber den Vergleich trotzdem sinnvoll macht, ist vielleicht folgende Einsicht: Wenn man den Weimarer Demokraten die Zugeständnisse gemacht hätte, die man später Hitler zu machen bereit war, hätte man sich wahrscheinlich einen Weltkrieg erspart. Es wäre doch zumindest angebracht, die Serben nicht ständig als hauptverantwortlicher Übeltäter zu brandmarken. Du bist doch klug genug, um zu erkennen, dass das nichts als Trotz hervorruft.

  3. #13
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Vielleicht findest du mehr Verständnis für unsere serbischen Freunde, wenn du dir klar machst, dass die Serben heute in einer ähnlichen Situation stecken (zumindest psychologisch) wie die Deutschen in der Weimarer Republik. Aber ich ahne schon das Gegenargument: Der erste Weltkrieg geht nicht allein auf die Kappe des Deuschen Reiches, die Jugo-Tragödie hingegen in erster Linie auf die Serbiens.
    Den Vergleich zwischen Deutschland damals und Serbien heute finde ich nicht schlecht und mache ichs elbst auch gerne. Gemeinsamkeiten: Gebietsverluste und schlechter Ruf im Ausland nach einem verlorenen Krieg, den man selbst vom Zaun gebrochen hat; Gefühl nationaler Demütigung; wirtschaftliche/soziale Probleme; Aufstieg aggressiver rechtspopulistischer Parteien...
    So weit, so gut, aber im weiteren Verlauf gehe ich nicht mehr mit dir konform:

    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Was aber den Vergleich trotzdem sinnvoll macht, ist vielleicht folgende Einsicht: Wenn man den Weimarer Demokraten die Zugeständnisse gemacht hätte, die man später Hitler zu machen bereit war, hätte man sich wahrscheinlich einen Weltkrieg erspart. Es wäre doch zumindest angebracht, die Serben nicht ständig als hauptverantwortlicher Übeltäter zu brandmarken. Du bist doch klug genug, um zu erkennen, dass das nichts als Trotz hervorruft.
    Ich ziehe daraus andere Schlüsse, muss dazu aber dein Schema Weimarer Repubik = Serbien nach Sloba (NS = ???) verlassen. Deutschland ist jetzt mit sich selbst und seinen Nachbarn und früheren Opfern einigermaßen im Reinen, weil es die richtigen Schlüsse aus dem Geschehenen gezogen und sich entschuldigt hat. Dadurch hat es ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit und moralischer Größe zurückgewonnen; wegen all der selbstkritischen Aufarbeitung der Geschichte... Da sollte es m.E. kein Appeasement geben, wie es vom Westen 1989 bis 1995 bzw. 1999 betrieben wurde.

    [kann das jetzt alles nicht näher ausführen, da ich was erledigen muss..]

  4. #14

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    Westdeutschland wurde aber zuerst in das westliche Bündnis integriert (und zwar wirtschaftlich und militärisch) und hat dann die von dir beschriebene Entwicklung genommen. Auch die westdeutschen Nationalkonservativen durften einen wichtigen Teil ihrer Identiät behalten, nämlich den Antikommunismus. Das war sozusagen die Brücke zwischen NS und Demokratie für sie. Und die Massen bekamen das Wirtschaftswunder. Und dann, später, kam 1968. Glaubst du, dass das alles funktioniert hätte, wenn man weniger "großzügig" vorgegangen wäre? Ohne das Wirtschaftswunder hätte man auch die Vertriebenen nicht so gut integrieren können, was letztlich dazu geführt hat, dass sich deren Nachkommen (vielleicht bist du ja auch einer davon?) damit abgefunden haben, dass die Gebiete verloren sind. So ein reumütiger Gesinnungswandel braucht immer eine materielle Basis.

    Das gleiche ist auch bei uns passiert. Es waren einfach zu viele Österreicher Nationalsozialisten, also musste man, nachdem die Russen weg waren, denen Zugeständnisse machen und die KPÖ zum Teufel jagen. Nachdem Gras über die Sache gewachsen war, gabs ein demokratisches und friedfertiges kleines Ländchen, das für niemanden eine Bedrohung ist.

    Oder wie stellst du dir einen serbischen Gesinnungswandel vor, der über ein paar wenige Serben hinausgeht, die noch dazu von der Mehrheit als Verräter und Büttel fremder Mächte abgestempelt werden? Bist du gar nicht bereit, der Masse ein Zuckerl zu geben?

  5. #15
    Gast829627
    zürich hat vollkommen recht..shiptar ist alles andere als neutral ....seine einstellung serbien gegenüber scheint bestimmt aus ner kaputten beziehung mit nem serbischen zigeuner jungen vom bahnhof herzurühren ,die ihm den glauben an die wahre liebe nahm und den hass gegenüber serbien weil er da die schuld sieht ein leeres leben zu führen ohne zuneigung,das einzige was er jetzt nur noch hat ist käuflichen gleichgeschlechtlichen sex mit gefühlslosen bulgaren und madjaren die ihm den kroaten spielen wenn er extra zahlt

  6. #16

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    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    zürich hat vollkommen recht..shiptar ist alles andere als neutral ....seine einstellung serbien gegenüber scheint bestimmt aus ner kaputten beziehung mit nem serbischen zigeuner jungen vom bahnhof herzurühren ,die ihm den glauben an die wahre liebe nahm und den hass gegenüber serbien weil er da die schuld sieht ein leeres leben zu führen ohne zuneigung,das einzige was er jetzt nur noch hat ist käuflichen gleichgeschlechtlichen sex mit gefühlslosen bulgaren und madjaren die ihm den kroaten spielen wenn er extra zahlt
    kennst dich wohl aus wie das leben in der gosse aussieht...

  7. #17
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von sonnyliston22 Beitrag anzeigen
    kennst dich wohl aus wie das leben in der gosse aussieht...
    Was denkst du, wer der serbische Zigeunerjunge war, von dem Lügija da redet?

  8. #18
    jugo-jebe-dugo
    Schiptar ost eben ein Serbien Hasser und bringt nur negative Sachen.Dabei sieht er nicht das Serbien trotz grosser schwierigkeiten alle Probleme gemeistert hat und auf dem Weg nach Europa ist.

    Weiter sieht er nicht das Serbien trotz 28% SRS Stimmen das erste ml in der Geschichte eine rein demokratische Regierung hat DS-DSS-g17+ und die Milosevics (SPS) das erste mal seit ihrer Gruendung nicht in der Regierung sitzen.

    Die SRS hatte bei den Wahlen im Dez 2003 32% der Stimmen,2007 sank die Zahl auf 28% und ich wage es zu behaupten das die Zahl in 4 jahren nochmal runter gehen wird.

    Man lebt in Serbien besser als damals und es geht voran,allein wenn ich meine Stadt Kragujevac betrachte wird staendig was gemacht.Jedes Jahr werden neue Strassen und neue renoierungen der Haeuser und fassaden.

  9. #19
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von jugo-jebe-dugo Beitrag anzeigen
    Schiptar ost eben ein Serbien Hasser und bringt nur negative Sachen.
    Bullshit.

    Zitat Zitat von jugo-jebe-dugo Beitrag anzeigen
    Dabei sieht er nicht das Serbien trotz grosser schwierigkeiten alle Probleme gemeistert hat und auf dem Weg nach Europa ist.
    Bla, bla, bla... Leeres Geschwätz.

    Zitat Zitat von jugo-jebe-dugo Beitrag anzeigen
    Weiter sieht er nicht das Serbien trotz 28% SRS Stimmen das erste ml in der Geschichte eine rein demokratische Regierung hat DS-DSS-g17+ und die Milosevics (SPS) das erste mal seit ihrer Gruendung nicht in der Regierung sitzen.
    Eine demokratische Regierung, die einen Nationalisten wie Kostunica zum Chef hat, der mit der SRS und SPS gemeinsame Sache macht, wenn es ihm in den Kram passt, kann mich mal... Wie ein serbischer Bekannter von mir neulich über Kostunica gesagt hat: "Der Mann, der wie kein anderer dafür verantwortlich ist, dass die serbische Gesellschaft einen Schritt vor und zwei (oder mehr) Schritte zurück macht. Ein sehr konservativer Mann, besessen von Religion… Macht einen wirren Eindruck, aber ich halte ihn für sehr gefährlich. Wie sagte mein Kumpel? 'Hätte ich am 5. Oktober 2000 doch lieber einen Teller voll Scheiße gefressen; stattdessen hab ich dafür gekämpft, dass dieses Arschloch an die Macht kommt!'"

    Zitat Zitat von jugo-jebe-dugo Beitrag anzeigen
    Die SRS hatte bei den Wahlen im Dez 2003 32% der Stimmen,2007 sank die Zahl auf 28% und ich wage es zu behaupten das die Zahl in 4 jahren nochmal runter gehen wird.
    Ganz genau. Politisch isoliert sind diese Schweine aber nicht, da sie bei allen möglichen Aktionen auf die Unterstützung der SPS und DSS zählen können.

    Zitat Zitat von jugo-jebe-dugo Beitrag anzeigen
    Man lebt in Serbien besser als damals und es geht voran,allein wenn ich meine Stadt Kragujevac betrachte wird staendig was gemacht.Jedes Jahr werden neue Strassen und neue renoierungen der Haeuser und fassaden.
    Na da gratulier ich aber ganz herzlich. Und was willst du mir damit jetzt sagen?

  10. #20

    Registriert seit
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    Und was schlägst du in Sachen Serbien vor?

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