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9/11 - Der Kampf der Bösen

Erstellt von Yunan, 08.09.2011, 13:42 Uhr · 12 Antworten · 1.403 Aufrufe

  1. #1
    Yunan

    Daumen hoch 9/11 - Der Kampf der Bösen

    08.09.2011

    Folgen von 9/11

    Der Kampf der Bösen

    Von Jakob Augstein

    Zehn Jahre nach dem 11. September 2001 gibt es nur Verlierer: Der Islam wurde von verblendeten Ideologen als Geisel genommen. Der Westen hat im Kampf gegen den Terror seine Werte verraten. Und jetzt haben wir auch noch die Islamophoben an der Backe.


    Was bleibt, zehn Jahre danach? Zwei Bilder, in denen die ganze Geschichte erzählt ist: Hier die brennenden Türme. Dort der Gefolterte von Abu Ghuraib. Das ist die Ikonografie des menschlichen Irrsinns. Das schreckliche Verbrechen von New York und das schreckliche Verbrechen des Kriegs gegen den Terror.

    Gewalt wurde mit Gewalt bekämpft und hat nur noch mehr Gewalt gezeugt.
    Wer geglaubt haben sollte, dass die Menschen aus den Kriegen des 20. Jahrhunderts etwas gelernt hätten, der wurde gleich zu Beginn des neuen Jahrtausends eines Besseren belehrt. Nein, wir haben nichts gelernt. Wir sind immer noch allzeit bereit uns gegenseitig auszulöschen, notfalls mit den bloßen Händen. Und wir haben dafür immer einen guten Grund. Wir sind immer im Recht.

    Was bleibt, zehn Jahre danach? Die Erkenntnis, dass sich selbst verurteilt, wer dem Gesetz der Rache folgt. Und dass eine Bilanz des Schreckens am Ende niemals aufgehen kann. Die Politik der USA nach dem 11. September war nicht nur unmoralisch. Sie hat sich selbst geschadet.

    Den knapp 3000 Toten des 11. Septembers folgten mehr als 6000 getötete US-Soldaten in Afghanistan und im Irak, ungezählte Opfer in der Zivilbevölkerung, fünf Millionen Flüchtlinge und Kosten, die zur Zeit auf über drei Billionen Dollar geschätzt werden.

    Was der Westen hätte tun sollen, nach den Angriffen auf Amerika? Mit der Vertreibung al-Qaidas aus Afghanistan hätte der "Krieg gegen den Terror" beendet werden müssen. Statt dessen haben die USA daraus einen ideologischen Weltkrieg werden lassen.

    Aber sie haben sich in diesem Kampf so über jedes vernünftige Maß hinaus erschöpft, dass es zu Verschiebungen in der globalen Macht-Tektonik gekommen ist. Der Aufstieg Chinas, vielleicht ohnehin unaufhaltbar, wurde beschleunigt. Und die USA haben sich überschätzt, die Allmachtsphantasien der Neocons sind gescheitert. Demokratie, wenn es darum jemals ging, lässt sich nicht von außen herbeibomben. Sie muss von innen wachsen.

    Lebensgefährliche und unsinnige Spaltung der Welt

    Was bleibt, zehn Jahre danach? Es bleibt, dass viele Muslime und Westler sich gegenseitig für fanatisch und gefährlich halten (die Muslime halten die Menschen im Westen überdies noch für korrupt und gierig). Es bleibt eine zugleich lebensgefährliche und unsinnige Spaltung der Welt in Muslime und Westler, die tiefer geht und irreparabler erscheint, als man sich das vor der Erfindung des Begriffs vom Kampf der Kulturen vorstellen konnte. Eine Spaltung, die Staaten und Kontinente trennt, die aber auch die westlichen Gesellschaften im Inneren zerreißt: Die pathologische Islamophobie, die sich in weiten Teilen Europas ausbreitet und rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen Zulauf verschafft, ist ohne 9/11 nicht denkbar. Die Taten des Massenmörders Anders Behring Breivik sind ohne 9/11 nicht denkbar.

    Wenn man sich ansieht, was bleibt, zehn Jahre danach, dann spielt es schon keine Rolle mehr, dass Osama bin Laden, dieser Revolutionär des Bösen, sein eigentliches Ziel nicht erreicht hat. Das große, alle Muslime einigende Kalifat ist nicht errichtet worden. Im Gegenteil: Den einzigen Staat, in dem seine Heilsideen bereits weitgehend verwirklicht waren - vom Tonbandverbot über die Säureattacken bis zum Bildersturm - stürzte der Qaida-Chef durch seinen Angriff auf die Amerikaner ins Verderben: Afghanistan. Als Revolutionär ist bin Laden gescheitert. Als Terrorist war er über jedes Maß hinaus erfolgreich.
    Zehn Jahre danach also nur Grund zur Verzweiflung? Nein. Es ist richtig, dass nicht einmal die Sintflut das Böse von der Erde waschen konnte. Gott hat am Ende resigniert: "Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf", heißt es im 1. Buch Moses. Aber, das was Franz Kafka im Prozess als das vollkommen Entsetzliche beschreibt: "Die Lüge wird zur Weltordnung gemacht", setzt sich auf Dauer nicht durch.

    Osama bin Laden liegt tot auf dem Meeresgrund, George W. Bush sitzt als Rentner auf irgendeiner Farm in Texas, und in Nordafrika hat der arabische Frühling begonnen. Ein Aufbruch.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...785049,00.html

  2. #2
    Kingovic
    Heute darf man nicht über das Thema reden. Ein Pips und schon Verschwörungstheorie (da muss net mal was dazu im Text stehen sondern nur die drei Zahlen)

  3. #3
    Ego
    Zitat Zitat von Kingovic Beitrag anzeigen
    Heute darf man nicht über das Thema reden. Ein Pips und schon Verschwörungstheorie (da muss net mal was dazu im Text stehen sondern nur die drei Zahlen)
    Ich würde eher sagen, dass man heutzutage zu den Verschwörungstheorethikern gehört, wenn man die Al-Qaida-Version glaubt.

  4. #4

    Registriert seit
    31.12.2009
    Beiträge
    9.979
    meine freunde, das ist doch genau das, was der westen, also politik und wirtschaft erreichen wollte:

    einen neuen feind aufbauen!

    vor 20 jahren war es der kommunismus, dadurch hat man jede scheiße legitimiert, auf den der mensch kommen konnte. in den nächsten jahrzehnten wird es der islamische terrorismus sein. was danach kommt weiß nur die CIA/USA....

  5. #5

    Registriert seit
    18.07.2011
    Beiträge
    123
    Mir ist egal was andere sagen aber ich glaube an den 9/11 nicht.
    R.I.P an alle die wegen einer Lüge sterben mussten.
    Die Leute weinen wegen 3000 verstorben Menschen aber niemand erwähnt auch nur ansatzweise, dass seit dem weit mehr als 500.000 UNSCHULDIGE Menschen durch die Amerikaner umgekommen sind. Die Bevölkerung kann natürlich nichts dafür aber so langsam sollten sie die Lügen der Politiker durchschauen.
    Aber jeder sollte selber wissen wem er glaubt.

  6. #6
    Ya-Smell
    Du Verschwörungstheoretiker du..

  7. #7

    Registriert seit
    04.05.2009
    Beiträge
    13.681
    9/11: Das Al-Qaida-Protokoll - NTV - 11.09.2011 - Fernsehprogramm - TV-Programm - Fotos - TV Movie.de

    Diesen Sonntag kommt die Wiederholung um 17:05.
    Es lohnt sich die Sendung anzuschauen,dann werden welche hoffentlich etwas klarer denken.

  8. #8
    Avatar von AlbaJews

    Registriert seit
    02.06.2011
    Beiträge
    7.744
    schaut mal zdf da läuft grad ne doku drüber

  9. #9
    Avatar von Epirote

    Registriert seit
    08.09.2008
    Beiträge
    2.528
    Demokratie, wenn es darum jemals ging, lässt sich nicht von außen herbeibomben. Sie muss von innen wachsen.
    Wie Helmut Schmidt schon sagte: "Die USA hat 1 Jahrhundert gebraucht bis sie demokratisch wurden. Den Muslimen versuchen sie innherhalb 10 Jahre Demokratie zu bringen. Wie soll das gehen ?"

  10. #10

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    2.536
    Zitat Zitat von Axha Paqarriz Beitrag anzeigen
    schaut mal zdf da läuft grad ne doku drüber
    Hier die Doku in der ZDF Mediathek


    Gestern Abend lief auf Vox die Doku 911Mysteries, die auch schon auf ORF und DMX ausgestrahlt wurde. Werden Verschwöhrungstheorien jetzt Mehrheitsfähig?

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