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Abstimmung über Minarettverbot in der Schweiz

Erstellt von harris, 29.11.2009, 16:09 Uhr · 245 Antworten · 10.846 Aufrufe

  1. #221
    Fan Noli
    Was sich liebt, das neckt sich.^^

  2. #222
    Avatar von Clint

    Registriert seit
    21.09.2008
    Beiträge
    3.112

    Bevor wir uns dem eigentlichen Thema widmen, hier sind noch ein paar komentare zum ..

    Minarettverbot von einen bekannten Publizisten.

    Der jüdische Publizist Ralph Giordano (lange Jahre von den Nazis mit dem Tode bedroht) kommentiert die Schweizer Abstimmung folgendermaßen:


    Minarett-Verbot

    Giordano nimmt die Schweiz in Schutz

    Ralph Giordano kritisiert Gutmenschentum und Multikulti-Illusionismus

    Der jüdische Publizist Ralph Giordano fordert in einem Kommentar zur Minarettabstimmung in der Schweiz ein Ende der "Political-Correctness". Ein überhängender Schuldruck aus der Nazizeit habe dazu geführt, dass Kritik am Islam in Deutschland tabuisiert ist.

    Bei der islamischen Minderheit sieht er menschenrechtsferne Mentalitäten und Gebräuche als deutliche Integrationshemnisse. Dies seien Einstellungen, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar wären, wegen des Gutmenschentums und Umarmungstendenzen aber nicht mal angesprochen werden würden.

    Der CSU-Politiker Geis erwartet, dass in 30 bis 40 Jahren etwa 50 Prozent der Bevölkerung Moslems sind. Gleichzeitig sehen Unionspolitiker die Furcht vor einem zu starken Einfluss des Islams in der deutschen Bevölkerung wachsen.


    http://www.focus.de/politik/deutschl...id_460039.html

  3. #223
    Absent
    Zitat Zitat von Clint Beitrag anzeigen
    Minarettverbot von einen bekannten Publizisten.

    Der jüdische Publizist Ralph Giordano (lange Jahre von den Nazis mit dem Tode bedroht) kommentiert die Schweizer Abstimmung folgendermaßen:


    Minarett-Verbot

    Giordano nimmt die Schweiz in Schutz

    Ralph Giordano kritisiert Gutmenschentum und Multikulti-Illusionismus

    Der jüdische Publizist Ralph Giordano fordert in einem Kommentar zur Minarettabstimmung in der Schweiz ein Ende der "Political-Correctness". Ein überhängender Schuldruck aus der Nazizeit habe dazu geführt, dass Kritik am Islam in Deutschland tabuisiert ist.

    Bei der islamischen Minderheit sieht er menschenrechtsferne Mentalitäten und Gebräuche als deutliche Integrationshemnisse. Dies seien Einstellungen, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar wären, wegen des Gutmenschentums und Umarmungstendenzen aber nicht mal angesprochen werden würden.

    Der CSU-Politiker Geis erwartet, dass in 30 bis 40 Jahren etwa 50 Prozent der Bevölkerung Moslems sind. Gleichzeitig sehen Unionspolitiker die Furcht vor einem zu starken Einfluss des Islams in der deutschen Bevölkerung wachsen.


    http://www.focus.de/politik/deutschl...id_460039.html

    Der Mann hat echt Komplexe, ein Jude dessen Leute Verfolgt wurden weil verschiedene Menschen keinen Multikulti sondern eine Reine Germanische Kultur wollten und nun sowas.

  4. #224
    Avatar von Bambi

    Registriert seit
    16.06.2008
    Beiträge
    37.047
    Gerade Juden fordern doch immer wieder Toleranz für sich und wittern an jeder Ecke Antisemitismus, sind dann aber oftmals selber nicht besser gegenüber Moslems. Normalerweise bin ich absolut nicht so, aber mein Bild von Juden ist nicht gerade das Beste.

  5. #225
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Gerade Juden fordern doch immer wieder Toleranz für sich und wittern an jeder Ecke Antisemitismus, sind dann aber oftmals selber nicht besser gegenüber Moslems. Normalerweise bin ich absolut nicht so, aber mein Bild von Juden ist nicht gerade das Beste.
    Der Mann hat Recht und inwieweit das mit Jude sein zu tun hat ist mir schleierhaft!

    „Ich bin kein Türken-Schreck, aber...“


    04.12.2009 - 11:41 UHR
    Von Ralph Giordano*
    57 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben gegen den Bau weiterer Minarette in der Schweiz gestimmt – es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen, zu welchem Ergebnis eine entsprechende Abstimmung in Deutschland führen würde.
    Wird nun die Mehrheit der Eidgenossen zu lauter verkappten Faschisten erklärt? Jede Kritik am Islam als Beleidigung denunziert? Und jeder Kritiker als Rassist enttarnt?



    Schluss, endlich Schluss mit den Totschlagargumenten einer „political correctness“, die mit der Autorität einer Staatsräson auftritt!

    Ein Gemisch aus Multikulti-Illusionismus, Sozialromantik, Gutmenschtum und Umarmungstendenzen. Kurz, eine Haltung, die sich von Grund auf scheut, anti-emanzipatorische und menschenrechtsferne Mentalitäten, Sitten, Gebräuche und Traditionen der muslimischen Minderheit auch nur anzusprechen, geschweige denn zu thematisieren.
    Dabei sind das größte Tabu die Integrationshemmnisse, die aus der Minderheit selbst kommen. Zustände, die mit Grundgesetz und Menschenrechten nicht vereinbar sind.

    Migration und Integration sind längst eines der großen Probleme der deutschen (und europäischen) Innenpolitik geworden, und werden es wahrscheinlich quer durch das 21. Jahrhundert auch bleiben.
    Auf keinem Gebiet aber ist die Kluft zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung, also zwischen politischer Klasse/Medien und „gewöhnlichen Bürgern“ größer als auf diesem. Die Reaktionen auf die Schweizer Volksabstimmung haben das nur noch einmal bestätigt

    Diagnosen tun weh.
    Durch eine total verfehlte Immigrationspolitik stoßen hier zwei Kulturkreise in jeweils sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien aufeinander:
    • Der abendländisch-christliche Kreis, der in den letzten fünfhundert Jahren mit Renaissance, Aufklärung, bürgerlichen Revolutionen und ihrer Fortschreibung durch die Jahrhunderte einen gewaltigen Sprung nach vorn getan hat.
    • Der islamische Kreis, eine Welt, die nach einem Kulturhoch am Ausgang des Mittelalters, von dem Europa nur beschämt werden konnte, auf eine verstörende Weise stagniert. Anpassungsversuche an die Moderne führen zu schweren Erschütterungen. Dabei zeigt gerade die Türkei auf mannigfache Weise, wie schwer es selbst eine teilsäkularisierte muslimische Gesellschaft mit Reformen hat.
    In dieser Auseinandersetzung ist mir unbeabsichtigt eine Schlüsselrolle zugefallen. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kölner DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.), Bekir Alboga, am 11. März 2007 habe ich vor laufender Kamera den Bau der Köln-Ehrenfelder Großmoschee und Pläne für fast zweihundert weitere Bauten dieser Art zu hinterfragen gewagt.

    Die Wirkung war explosiv, der lokale Rahmen sofort gesprengt. Ich bekam Hunderte und Aberhunderte von Briefen, die alle den gleichen Tenor hatten: „Wir sind wie Sie über Erscheinungen der Migrationsszene beunruhigt, wagen es aber nicht, uns öffentlich zu äußern, weil wir dann in die rechte Ecke gestellt werden – wo wir nicht hingehören.“ Unter diesen Briefen, ich habe eine Nase dafür, war kein einziger ausländer- oder fremdenfeindlicher. Ich hatte ausgesprochen, was viele gedacht, sich aber nicht zu sagen getraut hatten.

    Was sich seither zeigte, ist erschreckend: In einer Atmosphäre weitverbreiteter Einschüchterung macht der aus der Nazizeit überhängende Schulddruck es auch den völlig schuldlosen Generationen unserer Gegenwart noch zusätzlich schwer, kritische Fragen zu stellen.
    Das aber tut niemand schärfer als Muslime selbst, darunter Muslima wie Necla Kelek oder Seyran Ates, denen niemand Islamophobie vorwerfen kann. Sie sind es, die im Interesse der Integration den Finger in die Wunde legen, wieder und wieder. Kronzeuginnen für Verhältnisse, deren Behebung nur im ureigensten Interesse der muslimischen Minderheit liegen können. Allen voran die inakzeptable Rolle der Frau in der islamischen Gesellschaft, Fokus aller Reformen überhaupt.

    Dass einem in dieser Auseinandersetzung die falschen „Bundesgenossen“ von rechts auf die Schulter zu klopfen versuchen, kann mich nicht mundtot machen. Ihretwegen werde ich weder der „kritischen Methode“ abschwören, noch mir eine Schere im Kopf verpassen.
    Es bleibt die Ehre der Nation, wie die meine, sich schützend vor jede Muslima, jeden Muslim zu stellen, die von der Pest deutscher Ausländer- und Fremdenfeinde attackiert werden – hier, heute und immer! Aber man braucht kein Überlebender des Holocaust zu sein, um seine kritische Stimme zu erheben, wenn man meint, sie erheben zu müssen.

    Das bedeutet nicht, die muslimische Minderheit unter Generalverdacht zu stellen. Es bedeutet, sich um die Integration zu sorgen. Meine Beteiligung, meine Reden, Schriften und Vorträge haben nie einen anderen Sinn gehabt – weil die Lösung nur eine friedliche sein kann. Es gibt aber Kräfte, muslimische und nichtmuslimische, die daran desinteressiert sind.

    Gegen sie richte ich mich, nicht gegen „die“ Muslime.

    Ich brauche mich hier nicht als Anwalt von Minderheiten auszuweisen, war ich doch lebenslang nichts anderes, nachdem ich einst selbst einer tödlich bedrohten Minderheit angehört habe.

    Ich bin kein Türkenschreck, kein Anti-Muslim-Guru, ich habe nicht zum Bürgerkrieg aufgerufen. Ich habe durch kritische Fragen dazu beigetragen, einem von feigen deutschen Politikern und integrationsunwilligen Migranten verdrängten und geschönten Problem zu verstärktem öffentlichen Diskurs zu verhelfen.
    Muss ich hier gebetsmühlenhaft abspulen, dass in dieser Auseinandersetzung Grundgesetz und Menschenrechte mein Kompass sind? So wie ich mein ganzes Leben gegen Nazismus, Faschismus und Stalinismus gekämpft habe, so werde ich überall da antreten, wo muslimischerseits die Gesellschaftsform angegriffen wird, in der ich mich nach bitteren biografischen Vergleichsmöglichkeiten einzig sicher fühle: in der demokratischen Republik.

    Dabei stößt jede pauschale Ächtung, jede generelle Dämonisierung von Muslimen auf meinen Widerstand. Aber wann immer ich mit Riten, Sitten und Gebräuchen konfrontiert werde, die gegen meine Wertewelt gerichtet sind, werde ich auf meiner kulturellen Selbstbehauptung bestehen – so wie es die Schweizer mit ihrer Initiative gegen den Neubau von Minaretten getan haben!

    In dieser erkämpften und erlittenen Position bin ich Rassist, Hetzer, Nazi und Judenschwein genannt worden. Neben Morddrohungen im Namen Allahs, die auch einen terrorgewohnten Mann wie mich schocken konnten, obwohl ich mein ganzes publizistisches Leben lang von rechts bedroht worden bin.

    Von meiner kritischen Methode als Grundformel wird mich das so wenig abbringen wie von dem Reflex, der mir noch jedes Mal kommt, wenn mir Kinder mit offensichtlichem „Migrationshintergrund“ begegnen: Es soll ihnen gut gehen, es soll ihnen, verdammt noch mal, gut gehen!
    Dazu will ich weiter das Meine beitragen – an der Seite kritischer Muslime.

    Minarett-Verbot: Islam-Kritiker Ralph Giordano rechnet mit Multi-Kulti ab - Politik - Bild.de

  6. #226
    Avatar von bekajan

    Registriert seit
    20.03.2008
    Beiträge
    53
    400 tausend moslems leben in der schweiz soll man friedlich oder feindlich umgehn mit denen???? bestes beispiel Urosevac/ Ferizaj Kirche und mosche in einem hof gemeinsam gebaut. Es geht such wunderbar zusammen.

  7. #227
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von James Bond Beitrag anzeigen
    Der Mann hat Recht und inwieweit das mit Jude sein zu tun hat ist mir schleierhaft!

    „Ich bin kein Türken-Schreck, aber...“


    04.12.2009 - 11:41 UHR
    Von Ralph Giordano*
    57 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben gegen den Bau weiterer Minarette in der Schweiz gestimmt – es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen, zu welchem Ergebnis eine entsprechende Abstimmung in Deutschland führen würde.
    Wird nun die Mehrheit der Eidgenossen zu lauter verkappten Faschisten erklärt? Jede Kritik am Islam als Beleidigung denunziert? Und jeder Kritiker als Rassist enttarnt?



    Schluss, endlich Schluss mit den Totschlagargumenten einer „political correctness“, die mit der Autorität einer Staatsräson auftritt!

    Ein Gemisch aus Multikulti-Illusionismus, Sozialromantik, Gutmenschtum und Umarmungstendenzen. Kurz, eine Haltung, die sich von Grund auf scheut, anti-emanzipatorische und menschenrechtsferne Mentalitäten, Sitten, Gebräuche und Traditionen der muslimischen Minderheit auch nur anzusprechen, geschweige denn zu thematisieren.
    Dabei sind das größte Tabu die Integrationshemmnisse, die aus der Minderheit selbst kommen. Zustände, die mit Grundgesetz und Menschenrechten nicht vereinbar sind.

    Migration und Integration sind längst eines der großen Probleme der deutschen (und europäischen) Innenpolitik geworden, und werden es wahrscheinlich quer durch das 21. Jahrhundert auch bleiben.
    Auf keinem Gebiet aber ist die Kluft zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung, also zwischen politischer Klasse/Medien und „gewöhnlichen Bürgern“ größer als auf diesem. Die Reaktionen auf die Schweizer Volksabstimmung haben das nur noch einmal bestätigt

    Diagnosen tun weh.
    Durch eine total verfehlte Immigrationspolitik stoßen hier zwei Kulturkreise in jeweils sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien aufeinander:
    • Der abendländisch-christliche Kreis, der in den letzten fünfhundert Jahren mit Renaissance, Aufklärung, bürgerlichen Revolutionen und ihrer Fortschreibung durch die Jahrhunderte einen gewaltigen Sprung nach vorn getan hat.
    • Der islamische Kreis, eine Welt, die nach einem Kulturhoch am Ausgang des Mittelalters, von dem Europa nur beschämt werden konnte, auf eine verstörende Weise stagniert. Anpassungsversuche an die Moderne führen zu schweren Erschütterungen. Dabei zeigt gerade die Türkei auf mannigfache Weise, wie schwer es selbst eine teilsäkularisierte muslimische Gesellschaft mit Reformen hat.
    In dieser Auseinandersetzung ist mir unbeabsichtigt eine Schlüsselrolle zugefallen. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kölner DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.), Bekir Alboga, am 11. März 2007 habe ich vor laufender Kamera den Bau der Köln-Ehrenfelder Großmoschee und Pläne für fast zweihundert weitere Bauten dieser Art zu hinterfragen gewagt.

    Die Wirkung war explosiv, der lokale Rahmen sofort gesprengt. Ich bekam Hunderte und Aberhunderte von Briefen, die alle den gleichen Tenor hatten: „Wir sind wie Sie über Erscheinungen der Migrationsszene beunruhigt, wagen es aber nicht, uns öffentlich zu äußern, weil wir dann in die rechte Ecke gestellt werden – wo wir nicht hingehören.“ Unter diesen Briefen, ich habe eine Nase dafür, war kein einziger ausländer- oder fremdenfeindlicher. Ich hatte ausgesprochen, was viele gedacht, sich aber nicht zu sagen getraut hatten.

    Was sich seither zeigte, ist erschreckend: In einer Atmosphäre weitverbreiteter Einschüchterung macht der aus der Nazizeit überhängende Schulddruck es auch den völlig schuldlosen Generationen unserer Gegenwart noch zusätzlich schwer, kritische Fragen zu stellen.
    Das aber tut niemand schärfer als Muslime selbst, darunter Muslima wie Necla Kelek oder Seyran Ates, denen niemand Islamophobie vorwerfen kann. Sie sind es, die im Interesse der Integration den Finger in die Wunde legen, wieder und wieder. Kronzeuginnen für Verhältnisse, deren Behebung nur im ureigensten Interesse der muslimischen Minderheit liegen können. Allen voran die inakzeptable Rolle der Frau in der islamischen Gesellschaft, Fokus aller Reformen überhaupt.

    Dass einem in dieser Auseinandersetzung die falschen „Bundesgenossen“ von rechts auf die Schulter zu klopfen versuchen, kann mich nicht mundtot machen. Ihretwegen werde ich weder der „kritischen Methode“ abschwören, noch mir eine Schere im Kopf verpassen.
    Es bleibt die Ehre der Nation, wie die meine, sich schützend vor jede Muslima, jeden Muslim zu stellen, die von der Pest deutscher Ausländer- und Fremdenfeinde attackiert werden – hier, heute und immer! Aber man braucht kein Überlebender des Holocaust zu sein, um seine kritische Stimme zu erheben, wenn man meint, sie erheben zu müssen.

    Das bedeutet nicht, die muslimische Minderheit unter Generalverdacht zu stellen. Es bedeutet, sich um die Integration zu sorgen. Meine Beteiligung, meine Reden, Schriften und Vorträge haben nie einen anderen Sinn gehabt – weil die Lösung nur eine friedliche sein kann. Es gibt aber Kräfte, muslimische und nichtmuslimische, die daran desinteressiert sind.

    Gegen sie richte ich mich, nicht gegen „die“ Muslime.

    Ich brauche mich hier nicht als Anwalt von Minderheiten auszuweisen, war ich doch lebenslang nichts anderes, nachdem ich einst selbst einer tödlich bedrohten Minderheit angehört habe.

    Ich bin kein Türkenschreck, kein Anti-Muslim-Guru, ich habe nicht zum Bürgerkrieg aufgerufen. Ich habe durch kritische Fragen dazu beigetragen, einem von feigen deutschen Politikern und integrationsunwilligen Migranten verdrängten und geschönten Problem zu verstärktem öffentlichen Diskurs zu verhelfen.
    Muss ich hier gebetsmühlenhaft abspulen, dass in dieser Auseinandersetzung Grundgesetz und Menschenrechte mein Kompass sind? So wie ich mein ganzes Leben gegen Nazismus, Faschismus und Stalinismus gekämpft habe, so werde ich überall da antreten, wo muslimischerseits die Gesellschaftsform angegriffen wird, in der ich mich nach bitteren biografischen Vergleichsmöglichkeiten einzig sicher fühle: in der demokratischen Republik.

    Dabei stößt jede pauschale Ächtung, jede generelle Dämonisierung von Muslimen auf meinen Widerstand. Aber wann immer ich mit Riten, Sitten und Gebräuchen konfrontiert werde, die gegen meine Wertewelt gerichtet sind, werde ich auf meiner kulturellen Selbstbehauptung bestehen – so wie es die Schweizer mit ihrer Initiative gegen den Neubau von Minaretten getan haben!

    In dieser erkämpften und erlittenen Position bin ich Rassist, Hetzer, Nazi und Judenschwein genannt worden. Neben Morddrohungen im Namen Allahs, die auch einen terrorgewohnten Mann wie mich schocken konnten, obwohl ich mein ganzes publizistisches Leben lang von rechts bedroht worden bin.

    Von meiner kritischen Methode als Grundformel wird mich das so wenig abbringen wie von dem Reflex, der mir noch jedes Mal kommt, wenn mir Kinder mit offensichtlichem „Migrationshintergrund“ begegnen: Es soll ihnen gut gehen, es soll ihnen, verdammt noch mal, gut gehen!
    Dazu will ich weiter das Meine beitragen – an der Seite kritischer Muslime.

    Minarett-Verbot: Islam-Kritiker Ralph Giordano rechnet mit Multi-Kulti ab - Politik - Bild.de

    Also- man soll sich mal die von MIR hervorgehobenen Stellen durchleesn, und dabei vor Augen halten, daß Giordano (im Hinblick auf die Schweiz) in ERSTER Linie von Bosniaken und Albanern spricht- also von Menschen, die aus einer modernen und säkularisierten Gesellschaft stammen. Sein Abendland-Morhenland- Gegensatz in dem Zusammenhang ist völlig künstlich, und geht an der Realität vorbei.

    Und nur weil er aufgrund seiner jüdischen Mutter verfolgt wurde, macht ihn das eben NICHT automatisch zu einem Anwalt der Verfolgten und Entrechteten.

    Für mich ist Giordano eine hochintellektuelle Rampensau- nicht ganz so schlimm wie Broder, aber psychologisch ähnlich veranlagt. Hängt sicherlich mit den traumatischen ereignissen seiner Kindheit zusammen- macht es aber nicht besser.

  8. #228
    Avatar von Clint

    Registriert seit
    21.09.2008
    Beiträge
    3.112
    FPÖ fühlt sich durch Schweizer Votum bestärkt Zum Hauptartikel

    Nach dem Minarettbauverbot hoffen die Freiheitlichen für die Wien-Wahl auf Signalwirkung. Österreichische Muslime sprechen von "Populismus".

    Heinz-Christian Strache während einer Demonstration gegen ein Islamisches Zentrum im Mai DruckenSendenLeserbrief
    kommentieren
    Die FPÖ freut sich über das Schweizer Abstimmungsergebnis. Zumal im Herbst 2010 in Wien Gemeinderatswahlen abgehalten werden. Moscheen und Minarette werden auch im Wiener Wahlkampf ein Thema sein. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache gab heute schon einen Vorgeschmack darauf: Die Schweizer hätten "ein klares Zeichen gegen den radikalen Islamismus" gesetzt, das nicht mehr weggeredet werden könne. Auch für Österreich habe dies Vorbildwirkung.

    Der Wiener FPÖ-Klubobmann Eduard Schock verwies am Montag auf mehrere Anträge mit der Forderung, die Bevölkerung beim Bau von Moscheen zu befragen. Bereits im Mai hatte die FPÖ gemeinsam mit einer Bürgerinitiative eine Demonstration gegen den Ausbau eines islamischen Zentrums in Wien Brigittenau organisiert. Es gab auch eine Gegendemonstration. Strache sprach daraufhin von einer "linksfaschistischen Hetzkampagne" gegen "anständige Bürger".
    "Gesellschaft braucht Feindbilder"

    Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Omar Al-Rawi von der SPÖ, sprach indes von "Desinformation" und "Missbrauch der direkten Demokratie zu populistischen Zwecken". In der ZiB 2 kam es zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen Al-Rawi und Roger Köppel, Chefredakteur der Schweizer Zeitschrift Die Weltwoche, einem Befürworter des Schweizer Votums.

    Der gestrige Abstimmungssonntag sei - so Al-Rawi - ein "trauriger und schwarzer Tag für die Demokratie auf dem Rücken von Minderheiten" gewesen. Worauf Köppel erklärte, in der Schweiz sei das Volk der Souverän, und dieses habe so entschieden, weil es der Integrationspolitik der aktuellen Regierung offensichtlich nicht traue. Ein sichtlich entrüsteter Al-Rawi wies darauf hin, dass auch die Schweiz das Völkerrecht und die Charta der Menschenrechte zu respektieren habe, wolle sie nicht "aus dem Europarat rausfliegen". Das Votum sei überdies ein Beweis für das Phänomen der Islamfeindlichkeit. "Unsere Gesellschaft braucht anscheinend Feindbilder", so der Integrationsbeauftragte.

  9. #229
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Also- man soll sich mal die von MIR hervorgehobenen Stellen durchleesn, und dabei vor Augen halten, daß Giordano (im Hinblick auf die Schweiz) in ERSTER Linie von Bosniaken und Albanern spricht- also von Menschen, die aus einer modernen und säkularisierten Gesellschaft stammen. Sein Abendland-Morhenland- Gegensatz in dem Zusammenhang ist völlig künstlich, und geht an der Realität vorbei.

    Und nur weil er aufgrund seiner jüdischen Mutter verfolgt wurde, macht ihn das eben NICHT automatisch zu einem Anwalt der Verfolgten und Entrechteten.

    Für mich ist Giordano eine hochintellektuelle Rampensau- nicht ganz so schlimm wie Broder, aber psychologisch ähnlich veranlagt. Hängt sicherlich mit den traumatischen ereignissen seiner Kindheit zusammen- macht es aber nicht besser.
    Also Tatsache ist, die Intergration ist vieler Orts gescheitert. Wie man ein Problem lösen will ohne das Problem anzusprechen ist mir schleierhaft.

    Im Übrigen stimmt es zwar das Balkanmoslems einen anderen Islam pflegen, eben aber weil sich der Islam auf dem Balkan nicht so produzieren konnte/dürfte wie dem die Schweiz jetzt entgegentritt (Prävention).

  10. #230
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von James Bond Beitrag anzeigen
    Also Tatsache ist, die Intergration ist vieler Orts gescheitert. Wie man ein Problem lösen will ohne das Problem anzusprechen ist mir schleierhaft.

    Im Übrigen stimmt es zwar das Balkanmoslems einen anderen Islam pflegen, eben aber weil sich der Islam auf dem Balkan nicht so produzieren konnte/dürfte wie dem die Schweiz jetzt entgegentritt (Prävention).
    Das würde bedeuten, daß eine radikalisierung eines mehrheitlich moderaten Islam verhindert wird, wenn man den Bau von minaretten verbietet.

    Ich bezweifle das.

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