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Adem Jashari: Ein unsterblicher Volksheld

Erstellt von Kosova/Mitrovica, 07.03.2009, 00:06 Uhr · 182 Antworten · 25.072 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    05.03.2009
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    189

    Adem Jashari: Ein unsterblicher Volksheld

    Adem Jashari: Ein unsterblicher Volksheld Donnerstag, 05. März 2009 um 11:18 Ein altes albanisches Sprichwort sagt "Kush vdes per Atdhe, nuk ka vdekur por ka le" (dt. "Wer für seine Heimat fällt, stirbt nicht, sondern wird geboren"). Weise Worte, welche die Unsterblichkeit zum Ausdruck bringen möchten. Mit dem Wort "Unsterblichkeit", beginnt und endet auch die Geschichte der Familie Jashari.

    Die Familie Jashari hat seit eh und je ihre Wurzeln in der Stadt Prekaz, in Drenica. Drenica befindet sich genau in der Mitte des Landes, im Herzen des Kosovo. Es gilt neben Dukagjin und anderen Regionen des Kosovo als die Hochburg des bewaffneten Kampfes albanischer Freiheitskämpfer gegen die Besatzer.

    Rückblick: Gewaltfreier Widerstand

    Das Ende der achtziger Jahre färbte sich erneut rot von dem Blut der Kosovo-Albaner. Dieses Mal erhob sich das albanische Volk zu friedlichen Demonstrationen, um ihre Autonomie zu verteidigen, die ihnen der serbische Staat entreißen wollte. Es war eine erdrückende Zeit. Eine Zeit der Angst und eine Zeit des Aufbruchs. Trotz der ständigen Angst, waren es die mutigen albanischen Intellektuellen, die sich unter Ibrahim Rugova dem gewaltfreien Widerstand verschrieben haben.

    Denn um die Geschichte der Familie Jashari zu verstehen, muss man zuerst die Geschichte und die damalige Situation des albanischen Volkes im Kosovo verstehen. Die "Gesellschaft für bedrohte Völker" schreibt in ihrem damaligen Bericht mit dem Titel "Aphartheid in Europa":

    Kollektive Verfolgung

    Jahr für Jahr melden albanische und internationale Menschenrechtsorganisationen Zehntausende Fälle von willkürlichen Festnahmen, schweren Misshandlungen, Enteignungen und Vertreibungen. Opfer solcher Verbrechen kann jeder Albaner werden. Besonders gefährdet sind alle, die sich irgendwie für die Rechte ihres Volkes und die Wahrung seiner Identität einsetzen: Mitglieder von Parteien und Organisationen, ehemalige jugoslawische Beamte und Offiziere, Journalisten, Künstler, Lehrer und Ärzte.


    Weiter hält sie fest:

    Beschuss albanischer Dörfer

    Bisher ist die Regierung Rugova bei der Politik des Gewaltverzichts geblieben... ...Wie lange werden sich die Kosovo-Albaner angesichts solcher Aggressionen noch mit gewaltfreiem Widerstand
    bescheiden?


    Mit der letzten Frage hat die Gesellschaft für bedrohte Völker die damalige Auswegslosigkeit der Albaner im Kosovo beschrieben. Antwort auf diese Frage erhielt sie von der Familie Jashari. Eine Familie, die bereit war, ihren Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit für das albanische Volk auch mit Hilfe ihrer Gewehre fortzusetzen.

    Wer war die Familie Jashari?
    Shaban Jashari wurde als einziger Sohn von drei Kindern im Jahre 1924 geboren. In diesem Jahr starb der albanische Volksheld Azem Bejta, der zuvor 12 Jahre lang gegen das serbische Militär gekämpft hatte. Für ein unterdrücktes und gefangenes Volk bedeutet der Tod eines Kämpfers einen großen und unersetzbaren Verlust.

    Shaban Jashari unterrichtete ab 1949 als Lehrer und wurde nach nur drei Jahren von der serbischen Regierung entlassen, weil er den Schülern die Heimatliebe und die albanische Identität näher brachte und sie über die Machtpolitik der serbischen Regierung aufklärte. Man entzog ihm die Lizenz zu unterrichten. Er durfte nie wieder als Lehrer arbeiten.

    Shaban Jashari heiratete Zahide Gecin aus Llausha. Sie setzten acht Kinder in die Welt. Fünf Mädchen und drei Jungs, eine typische albanische Grossfamilie, wie man sie kannte.

    Der älteste der Jashari-Brüder ist Rifat Jashari. Er wurde 1946 geboren und heiratete mit 18 Jahren Zarife Ramen aus Akrashtica, die acht Kinder gebar. Vier Jungen und vier Mädchen. Aufgrund des großen Machteinflusses der serbischen Regierung, konnte Rifat´s Vater die Familie nur noch mit der Landwirtschaft ernähren, weil er nirgends eingestellt wurde. Rifat war als ältester Brude gezwungen, in die ferne Diaspora zu gehen, um das Leben der albanischen Grossfamilie zu sichern. Wichtig war für sie, für sich selbst sorgen zu können, um in keinster Weise vom serbischen Staat abhängig zu sein.

    Hamza war der zweite Sohn. Er war sehr gebildet und künsterlisch begabt. Er konnte wunderschön zeichnen und schreiben, spielte traditionelle Instrumente und in Theaterstücken mit. Er hatte eine besondere Vorliebe für das Schöne. Er war ein offener Mensch, zuvorkommend und freundlich.

    Hamze Jashari wurde 1950 geboren und heiratete Feride Mecinin aus Klina e Eperme. Sie zeugten neun Kinder. Er schloss erfolgreich das Gymnasium ab und begann sein Studium in Wirtschaftswissenschaften. Er arbeitete in dem Munitionslager in Prekaz, bis er 1990, ein Jahr nachdem das serbische Regime die Autonomierechte des Kosovo vollständig aufgehoben hatte, entlassen wurde.

    Der jüngste der drei Söhne war Adem. Man könnte es Zufall, aber im Nachhinein betrachtet viel mehr Schicksal nennen, dass Adem an einem historischen Tag für das albanische Volk geboren wurde. Es ist der Tag der albanischen Fahne, der Tag der Unabhängigkeit Albaniens und der Tag, an dem die UÇK als Befreiungsarmee des Kosovo in die Öffentlichkeit trat. Seit eh und je feiern die Albaner diesen heiligen Tag, den 28. November.

    Adem wurde im Jahre 1955 geboren, schloss die technische Schule ab und heiratete Adile Rama aus Akrashtica. Freunde und Angehörige beschreiben Adem als einen ruhigen Mann, der wenig sprach und ein wenig abwesend schien. Gleichzeitig beschrieb man ihn als tapfer und loyal. Er war von kräftiger Statur und trug einen langen Bart, seine weichen Augen strahlten Ruhe und Frieden aus.

    Adem wuchs in einer patriotischen, albanischen Grossfamilie auf, in der stets von den Kämpfen zur Verteidigung des Mutterlandes erzählt wurde. Schon als kleiner Junge bewunderte er seine Volkshelden. Er war sich schon damals bewusst, dass er nur durch Kugeln sterben würde.

    Besa (dt. Schwur, Eid) der Jasharis am Grab von Tahir Meha

    Im Mai des Jahre 1981 erschütterte ein Vorfall ganz Kosovo und das Beben gelangte über dessen Grenzen hinaus. Tahir Meha, ein enger Freund der Familie Jashari, wurde einen Monat nach den Demonstrationen, von der serbischen Polizei ermordet. Diese hatten Nachts sein Haus in Prekaz, in welchem sich seine Familie befand, in drei Zonen umzingelt. Tahir Meha verteidigte sich von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends gegen eine Überzahl serbischer Milizen, bis er erschossen wurde.

    Auf seiner Beerdigung erwiesen ihm auch Shaban Jashari mit seinen beiden Söhnen, Hamza und Adem, ihre letzte Ehre, mit einem wichtigen Versprechen. An seinem Grab schworen sie seinen Kampf bis zum letzten Atemzug fort zu führen.

    Zunächst nahmen Adem und Hamza an Protesten und Demonstrationen teil, verteilten Flugblätter. Im Jahre 1990 begann die Formierung von einzelnen bewaffneten Truppen mit albanischen Bürgern, die bereit waren, für ihr Land und ihr Volk zu kämpfen und zu sterben. Sie alle wussten um die Folgen, um die zahlenmäßig schwächeren Truppen und um die niedrigen Chancen je einen Kampf zu gewinnen. Aber schlimmer als die Gewissheit und die nahe Präsenz des Todes, war nur der Gedanke, ihr Volk in den Händen des serbischen Staates zu überlassen.

    Es dauerte nicht lange, als auch die serbische Polizei den Aktivitäten der Jasharis auf die Spur kam. Sie identifizierten Adem Jashari als den Kopf dieser Organisationen. Diese stellen aus heutiger Sicht den Kern der darauf gegründeten Befreiungsarmee UÇK dar.

    Der erste Angriff

    Eines kalten Winters des Jahres 1991, zehn Jahre nach der Ermordung von Tahir Meha, wurde nun das Haus der Familie Jashari umzingelt. Zu Hause befanden sich alle drei Brüder mit ihren Frauen und Kindern. Die serbische Polizei eröffnete das Feuer, die Jashari Brüder antworteten zur Verteidigung in der selben Sprache.

    Doch die Familie Jashari war an diesem kalten Dezembermorgen nicht allein. Von überall her aus Drenica und dem Kosovo hatten sich Albaner auf dem Weg gemacht, um der Familie zur Seite zu stehen. Einige legten bis zu 20 km zu Fuß zurück.

    Die serbische Polizei hatte das Haus der Jashari, gleich wie vor zehn Jahren das Haus von Tahir Meha, in drei Zonen umzingelt. Die angerückten Bekannten und Verwandten der Familie Jashari, umzingelten dann die serbische Polizei.

    Adem Demaci, ein patriotischer albanischer Politiker, der 28 Jahre im serbischen Gefängnis verbracht hatte, vermittelte der serbischen Polizei, sich lieber zurück zu ziehen, denn das ganze Volk sei aufgestanden und bereit, im Falle eines Angriffs, mit der Familie gemeinsam zu kämpfen.

    Als die Nacht hereinbrach, ergriff die serbische Polizei die Flucht. Den ersten Angriff hatte die Familie Jashari überlebt und für die nächsten sieben Jahre betrat die serbische Polizei nicht die Stadt Prekaz. In den anderen Dörfern um Prekaz herum hatten die Misshandlungen und Ermordungen jedoch kein Ende gefunden.

    Am 28. November 1996 wurde ein albanischer Lehrer in Llaushe, Drenica, am Tor der Schule ermordet. Auf seiner Beerdigung, in Anwesenheit tausender Trauergäste, gab sich zum ersten Mal die UÇK als die "Befreiungsarmee des Kosovo" bekannt.

    Der zweite Angriff

    Am 22. Januar 1997, vor Tageseinbruch, hatte die serbische Polizei erneut das Haus der Familie Jashari umzingelt, während die Großeltern, die Frauen und die Kinder drinnen schliefen. Es war ein Angriff auf die vermeintlich wehrlose Familie der, von der serbischen Polizei gefürchteten Brüder, denn Adem, Hamza und Rifat befanden sich in dieser Nacht nicht im Haus.

    Doch Shaban und einige der Kinder wurden durch Geräusche geweckt und verteidigten ihre Familie vor den Übergriffen der serbischen Milizen.

    Verwundet wurden zwei Mädchen der Familie Jashari. Sie überlebten jedoch die Verletzungen.

    Zwischen dem zweiten und dem dritten, letzten Angriff auf die Familie Jashari fanden weitere Übergriffe auf die albanische Bevölkerung statt. Sie nahmen an Zahl und an Grausamkeit zu. In Likoshan und Qirez starben 24 Menschen, von denen 20 vollkommen unbewaffnet waren. Der Familie Ahmetaj massakrierten die serbische Terror-Polizei 10 männliche Familienmitglieder.
    Zwischen den Leichen befand sich auch eine ermordete schwangere Frau.

    Adem Jashari und seine Freunde, die sich mit ihm verbündet hatten, gelangten wenig später an diesen Ort des Schreckens und wurden durch den unmenschlichen Anblick, der sich ihnen bot, mit der Willkür und Grausamkeit der serbischen Milizen konfrontiert.

    Adem und seine Brüder wussten nur zu Gut, dass die serbische Truppen auch nicht vor Frauen, Kinder und Greise Halt machte, doch je tiefer die Trauer und der Schmerz über die Verstorbenen sass, desto größer wuchs die Bereitschaft der serbischen Polizei Einhalt zu gebieten und das Volk vor ihren gewalttätigen Übergriffen zu schützen.

    Der dritte Angriff

    Wir schreiben den 5. März 1998. Ein großer Teil von Drenica findet sich umzingelt vor, als es aus dem Schlaf erwacht. Hunderte serbische Millizen bewegen sich in Richtung Prekaz, auf den Karten der serbischen Generäle befindet sich das Haus der Familie Jashari rot angekreuzt: Das Zielobjekt. Es wurden alle Vorkehrungen getroffen anderen, die der Familie zur Hilfen eilen könnten, den Weg abzuschneiden, damit die Familie auf sich allein gestellt war.

    Adem und einige der anderen, die nicht geschlafen hatten, bemerken schnell, dass sich draußen etwas regt und als langsam die Sonne aufgeht, erkennen sie, dass sie von einer 100 Mann größeren serbischen Armee umzingelt sind.

    Im Wissen über die Lage, richtete sich Adem Jashari an seine Familie und sagte: "Heute werden wir Krieg haben. Möge Gott uns beistehen."

    Die serbischen Milizen forderten über Lautsprecher die Jashari's dazu auf, sich zu ergeben. Doch Ademi und seine anderen Familienmitglieder entschieden sich lieber im Kampf zu sterben, als sich lebend zu ergeben.

    Gegen 6 Uhr morgens fielen die ersten Schüsse. Sie waren nur eine Ankündigung auf einen der historischsten Kämpfe in der albanischen Geschichte.

    Hunderte schwer bewaffnete serbische Polizisten und Soldaten, griffen ein einziges Haus an, in dem sich mehr als 20 Kinder unter 20 Jahren befanden. Mit ihren Panzern umzingelten sie das ganze Dorf. Plötzlich wurden all jene, die in der Lage waren ein Gewehr zu halten, zu Soldaten, um ihre Familie und ihr Land zu verteidigen.

    Als erste wurde Adilja, die Frau von Adem, vor den Augen ihrer Kinder erschossen, als sie ihrem Mann Munition für sein Schussgewehr bringen wollte.

    Die Dunkelheit brach herein und der Krieg hatte immer noch kein Ende gefunden. Die serbische Polizei hätte nur dann das Feuer eingestellt, bis sie das letzte Mitglied der Familie erschossen hatten.

    Mittlerweile hatte sich der Krieg auf die Nachbarhäuser und umliegenden Dörfer ausgeweitet, in denen ebenfalls einzelne Familien angegriffen wurden. Prekaz brannte.

    Am 2. Tag setzte die serbische Polizei den Krieg fort, wobei hier kein Familienmitglied ums Leben kam.

    Der Angriff der serbischen Terror-Polizei gegen die Familie Jashari dauerte bis zum 7. März. 3 Tage. Um den Kindern die Angst zu nehmen, sang Adem albanische Volkslieder.

    Der entscheidende Schlag erfolgt, als das serbische Militär ein schwer, explosives Geschoss auf einen Teil des Hauses warf, in dem sich der Großteil der Familienangehörigen befand. Der Aufprall war fatal. Es starben mit einem Schlag 13 Mitglieder, unter ihnen 10 Kinder.

    Adem und die anderen Überlebenden ergaben sich jedoch immer noch nicht. "Wir griffen nicht zu den Gewehren um sie den Feinden zu übergeben!", sagte Adem. Sie hatten geschworen, bis zum letzten Atemzug durchzuhalten. Zuvor hatte Adem Jashari stets darauf bestanden und den anderen befohlen, sich niemals lebend in die Hände der serbischen Milizen zu übergeben, da er um die Skrupellosigkeit dieser wusste. Und so kam es auch. Adem Jashari wurde an der Tür seines Hauses erschossen, nach ihm sein dreizehnjähriger Sohn Kushtrim.

    Die Familie Jashari war tot.
    Sie hatten ihr Wort, dass Adem und Hamza Tahir Meha an seinem Grab gaben, eingehalten. Sie haben bis zum letzten Atemzug gekämpft.

    Im Haus befanden sich 22 Familienangehörige, 20 wurden ermordet. Der älteste unter den Ermordeten war der Vater Shaban, 74, die jüngste die kleine 7-Jährige Tochter von Hamza, Blerina.

    Rifat Jashari hatte seine Frau und 4 Kinder, alle zwischen 14 und 11 Jahren verloren, während er mit Murat (sein Sohn) , Bekim (der Sohn seines Bruders Hamza) und Lulzim (Adems Sohn) Jasharin im Ausland war.

    Mit Hamza Jashari starben seine Frau und 7 Kinder, alle im Alter zwischen 20 und 7 Jahren. Ein Sohn befand sich im Ausland, eine Tochter bei ihrem Onkel.

    Mit Adem Jashari starben seine Frau und 2 der 5 Kinder. Ein Sohn befand sich im Ausland, zwei Töchter bei ihren Verwandten.

    Die kleine Besarta überlebt...

    Zwischen den Trümmern und den Leichen bewegte sich jedoch noch die kleine Besarta, die Tochter von Hamza. Sie hatte den Sturm aus Maschinengewehren und Granaten überlebt, weil sie unter einem Tisch Schutz gesucht hatte. Es war der Tisch, auf dem ihre Mutter jeden Tag das Essen zubereitet hatte.
    Als es vorbei war, musste Besarta über die Leichen ihrer Familienangehörigen steigen und gelangte nach draußen in die Freiheit. Sie nimmt bis heute psychische Hilfe in Anspruch.

    Ihr älterer Cousin Bashkim konnte entkommen.

    Neben Besarta und Bashkim hatten insgesamt 8 Mitglieder der 28-köpfigen Familie Jashari überlebt. Diese wurden, als Vorkehrung vor dem Angriff, bei Verwandten und Bekannten versteckt, in der Hoffnung, dass wenigstens einer von ihnen von den Angriffen der serbischen Polizei verschont bleibt. Primäres Ziel war es, dass ein Nachfahre der Familie Jashari überlebt, um das Bestehen der albanischen Familie zu sichern.

    Insgesamt zählt die Familie Jashari 56 Tote.

    Der Tod der Familie Jashari breitete sich im Kosovo in hohen Wellen aus. Von über all her kamen Albaner, um die Familie und ihren Kampf zu ehren und den Hinterbliebenen beizustehen.

    Die serbische Polizei wurde jedoch immer nervöser. Vor allem bei den vielen internationalen Journalisten brach ihnen der Schweiß aus. Sie wollten die Beerdigung der Leichen schnellstmöglich abhalten und die restlichen Beweise vernichten, aus Angst, dass internationale Persönlichkeiten, die das Haus der Familie besichtigten, die Spuren ihres Angriffs zu Gesicht bekommen.

    Das Haus und die Gräber der Jashari's, heute ein Gedenkstätte

    Heute sind das Haus der Jashari und ihre Gräber in Prekaz zu einer Gedenkstätte für die albanische Bevölkerung geworden, die den Leuten Trost spendet und sie daran hindert zu vergessen, dass Helden niemals sterben.

    Das Anwesen der Familie Jashari und die Gräber wurde auch von vielen internationalen Politikern und Persönlichkeiten besichtigt.

    Hohe Ziele verlangen große Opfer. Die Familie Jashari hatte über 10 Jahre intensiv gegen die serbische Terror-Polizei gekämpft. Sie sind zu einem Symbol der Tapfer- und Standhaftigkeit geworden, denen ihr Land teurer war als ihr Leben.

    Heute ist Adem Jashari der Inhalt unzähliger albanischer Volkslieder. Der 5. bis 7. März sind zu Feiertagen des albanischen Volkes geworden, in denen die albanische Bevölkerung und Regierung der Familie Jashari zu Ehren Feierlichkeiten und besondere Programme veranstaltet.

    Auch wenn ihr Tod für die Albaner mit viel Trauer und einem unstillbarem Schmerz verbunden ist, so erkennt man heute, wofür sich die Familie Jashari aufgeopfert hat.

    Sie wollten die Freiheit und den Frieden für ihre Heimat und ihr Volk, auch wenn das bedeutete, dass sie es nicht mehr mit erleben werden.

    Murat Jashari sagte: "Wenn Gott mich heute fragen würde, ob er mir meine Familie wieder geben solle, würde ich Nein sagen. Nein, weil ihr Tod einen Grund hatte und er Prozesse in die Wege geleitet hat, die dem Kosovo die Freiheit gebracht haben."

    Die 10 überlebenden Mitglieder leben heute in Prekaz als Familie zusammen und haben neue Familien gegründet. Das damals zerstörte Haus der Familie steht noch. Es symbolisiert die Standhaftigkeit der Familie. Nur wenige Meter davon entfernt haben sie sich ein neues Zuhause gebaut. Darin haben sie ein neues Leben angefangen. Ein Leben, in dem die getöteten Eltern und Geschwister durch sie weiter leben. Helden sterben nicht, sie werden geboren.

    Der neue Nachwuchs der Familie Jashari heißt Shaban, Hamze und Adem.


  2. #2
    Avatar von Bubulina

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    Mbi varret tona derdhni lot
    Ne skemi rene per te na vajtuar-
    Gezoni ju te gjall, per jete e mot-
    Amaneti ne vend ka shkuar!

    E kam dite se me pret varri
    Kur krisi pushka e Lirise
    Kjo eshte BESA qe tha Shqiptari-

    Me mire ne varr se ne pranga te robnise!

    Lavdi Deshmoreve te Kombit!



  3. #3

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    11.391
    lavdi te gjith luftetarve, te gjith deshmorve se ran per pavarsine e rep. se kosoves!

  4. #4

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    12.080
    "Kush vdes per Atdhe, nuk ka vdekur por ka le"


    Familia Jashari, heroike, legjendare, qithmonë gjallë ne zemrat tona.

  5. #5

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    2.795
    jeder tote Terrorist, ein guter Terrorist.

  6. #6

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    du hast keine achnung du bauer

  7. #7
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von mannheimer Beitrag anzeigen
    jeder tote Terrorist, ein guter Terrorist.
    Genau, geb ich dir 100% recht. Aber Arkan ebenfalls!

  8. #8
    Avatar von Clint

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    Zitat Zitat von Kosova/Mitrovica Beitrag anzeigen
    du hast keine achnung du bauer
    Lass dich nicht von denen provuzieren, von der sorte gibt reichlich hier!

  9. #9

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Genau, geb ich dir 100% recht. Aber Arkan ebenfalls!

    richtig.

  10. #10
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von mannheimer Beitrag anzeigen
    richtig.
    OK gut. Dass du es so siehtst. Gibt eben zu viele Serben, die verurteilen andere Verbrecher und Terroristen (anderer Ethnien), aber den grössten Kriminellen und Kriegsverbrecher des Balkans (Arkan) nehmen sie in Schutz.

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