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Aktuelle Wirtschaftslage in den Reformländern

Erstellt von Klement, 01.04.2005, 12:10 Uhr · 1 Antwort · 573 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Klement

    Registriert seit
    21.03.2005
    Beiträge
    215

    Aktuelle Wirtschaftslage in den Reformländern

    Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) hat soeben seine jüngste Analyse der Konjunktur in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas vorgelegt.


    Die Studie analysiert die aktuelle Wirtschaftslage in der Region und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung während der kommenden zwei Jahre in den folgenden Ländern: Albanien, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Polen, Rumänien, Rußland, Serbien und Montenegro, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Ukraine sowie Türkei und China.
    Der Anhang enthält einige Kennzahlen zur Wettbewerbsfähigkeit sowie Projektionen für das Pro-Kopf-Einkommen bis zum Jahr 2015. Das Wirtschaftswachstum der neuen EU-Mitgliedsländer Mittel- und Osteuropas (NMS) beschleunigte sich im Vorjahr im Durchschnitt auf fast 5%, hauptsächlich aufgrund der expandierenden Binnennachfrage. Nach einem vorübergehenden Anstieg ist die Inflation seit Mitte 2004 wieder rückläufig. Das verbleibende Inflationsdifferential gegenüber der Eurozone könnte, in Verbindung mit den stetigen Währungsaufwertungen, in einigen NMS jedoch potentiell Wettbewerbsverluste verursachen.

    Diese Gefahr ist aufgrund der jüngsten Produktivitätssteigerungen zwar noch nicht akut, die Entwicklung der Wechselkurse wird im Zeitraum vor dem EWR-Beitritt trotzdem eine Schlüsselrolle spielen. Eine zusätzliche Herausforderung für einige NMS ist die Notwendigkeit, ihre exzessiven Defizite im Staatshaushalt zu reduzieren.

    Unter den jüngsten herausragenden Entwicklungen ist vor allem die starke Expansion des Außenhandels zu nennen. NMS-Ausfuhren stiegen 2004 gegenüber dem Vorjahr nominell um mehr als 20%, sogar etwas mehr als die Einfuhren (+18%), das Handelsdefizit nahm jedoch geringfügig zu. Der Exportsektor dieser Länder gewinnt weiterhin an Kraft – nicht zuletzt dank Strukturwandel und dem Zufluß ausländischer Direktinvestitionen während der letzten Jahre.

    Nach der Übernahme des EU-Handelsregimes mit dem Beitritt florieren insbesondere die intra-NMS-Lieferungen sowie der Handel mit Ländern außerhalb der EU. Die Tschechische Republik, Ungarn und die Slowakei erwirtschaften bereits seit einigen Jahren Handelsüberschüsse mit der EU. Die Integration Südosteuropas ist weniger fortgeschritten, einige Länder dieser Region leiden zudem unter extrem hohen Handels- und Leistungsbilanzdefiziten.

    Der EU-Beitritt vom 1. Mai 2004 war insgesamt ein Erfolg. Das Wirtschaftswachstum der NMS, vor allem ihrer Industrie, hat sich beschleunigt, und der vorübergehende Preisanstieg wurde rasch unter Kontrolle gebracht. Die Netto-Transfers aus dem EU-Budget waren zwar marginal, der Zufluß ausländischer Investitionen ist jedoch wieder gestiegen, und die lokalen Währungen haben aufgewertet.

    Die Aussichten für die NMS sind durchaus ermutigend: ein BIP-Wachstum von jährlich 4-5% sowie Inflationsraten, die sich schrittweise dem Niveau der Eurozone annähern, sind in den kommenden Jahren zu erwarten. Die Schattenseite ist die schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt, wo eine wesentliche Besserung unwahrscheinlich ist.


    Auch die Prognose für Südosteuropa ist nun günstiger: das Wirtschaftswachstum wird sich beschleunigen (ohne wiederkehrende Inflation), die Arbeitslosigkeit bleibt allerdings besorgniserregend hoch. Bulgarien und Rumänien werden Anfang 2007 der EU beitreten, gefolgt von Kroatien und Mazedonien.

    Die kommenden zwei Jahre werden auch für die Integrationsperspektiven für den Rest der Region entscheidend sein: falls die schwierigen politischen Fragen geklärt werden können, wäre es vorstellbar, daß die gesamte Region Südosteuropa um das Jahr 2015 Teil der EU ist. Zu diesem Zeitpunkt wird jedoch auch der EU-Beitritt der Türkei aktuell, und das Beitrittsansuchen der Ukraine (vielleicht auch Moldowas) wird zu behandeln sein. Parallel dazu wird die EU auch ihre Beziehungen zu Rußland klar definieren müssen. Diese enormen Herausforderungen werden zweifelsohne eine tiefgreifende Reform des gesamten EU-Systems erfordern.

  2. #2

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    5.698
    http://www.welt-in-zahlen.de/seite_l...land=Bulgarien

    Bulgarien:
    BIP ($) pro Kopf 1.662


    http://www.welt-in-zahlen.de/seite_l...and=Mazedonien

    Mazedonien:
    BIP ($) pro Kopf 2.094


    ---------------------------------------------------------------------

    In Bulgarien beträgt der durchschnitliche Monatslohn 138,5 US-Dollar

    In Makedonien beträgt der durchschnittliche Monatslohn 174,5 US-Dollar


    Wie können die Bulgaren , schneller als die Makedonen in die EU reinkommen wenn sie nicht mal denn makedonischen Lebensstandard haben?


    Ich glaube die in der EU haben was an der Waffel!

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