Der erste Versuch schlug allerdings fehl!

Die UCK Mafia hat nochmal Glück gehabt, das dieser Versuch die Albaner Drogen Kartelle zu unterlaufen fehl geschlagen ist.

Dann wäre die Haupt Einnahme Quelle der UCK Mafia in Pristina verloschen.

Größter Kokainfund der Geschichte
Rund ein Jahr dauerten die Ermittlungen. Nicht nur bei den Behörden, auch bei den Kriminellen selbst wurde eine "beispiellose Zusammenarbeit" geortet.

Wien - Mit einem Container voll gefälschter Zigaretten testete eine Drogenbande die Eignung Österreichs als Drehscheibe für Kokain-Großlieferungen. Der Pilotversuch verlief nur scheinbar erfolgreich. Denn die Polizei war den Drahtziehern längst auf der Spur. Die Drogenbosse veranlassten davon nichts ahnend zwei riesige Suchtgiftlieferungen. 277 Kilo Kokain wurden in den USA abgefangen, am Mittwoch 140 Kilo in der Steiermark beschlagnahmt. "Der größte Kokain-Aufgriff in der österreichischen Polizeigeschichte", sagte Innenministerin Liese Prokop (V) bei der Präsentation der Erfolge der Polizeioperation "White Box" am Freitag in Wien.

"Absolute Spitzenware "

Die 140 Kilo "Schnee" haben einen Straßenverkaufswert von rund 100 Millionen Euro. "Absolute Spitzenware mit einem Reinheitsgrad von 85 Prozent", so Georg Tkaletz von der Gendarmerie-Kriminalabteilung Steiermark. Dieser bisher größte Einzelaufgriff stellt selbst die Gesamtmengen an in Österreich jeweils pro Jahr sichergestelltem Koks in den Schatten: 2002 waren 36,9 Kilogramm beschlagnahmt worden, 2003 waren es 58,3 Kilo und im vergangenen Jahr 75,5 Kilo, sagte Herwig Haidinger, Leiter des federführend ermittelnden Bundeskriminalamts.

Österreich als Basis

Fünf Mitglieder der multinationalen Bande sind in Österreich in Haft: Ein russisches Ehepaar mit Wohnsitz in Florida (beide 39), ein Kroate aus Zagreb (43), ein 38-Jähriger aus Uruguay und ein Slowene (19) sollen versucht haben, "einen neuen Verteilerring für den europäischen Raum aufzubauen", erläuterte Gerhard Stadler, Leiter des Referats für Drogenbekämpfung des Bundeskriminalamts. Österreich sei wegen seiner Lage im Zentrum Europas ausgesucht worden, aber auch, weil keinem der Verdächtigen ein Bezug zum Land nachzuweisen ist.

Transport rund um den Globus

In die "Operation White Box" waren Polizei- und Zollbehörden rund um den Globus involviert: Die für Großbritannien bestimmten gefälschten Zigaretten wurden von Uruguay verschifft, die Koks-Container gingen von Peru aus auf die wochenlange Schiffsreise über die Bahamas, die USA und Frankreich, ehe sie per Lkw von einem deutschen Hafen nach Graz gebracht wurden.

Beispiellose Zusammenarbeit der Dealer ...

"Die Zusammenarbeit von Suchtgiftorganisationen, die sich früher rivalisiert haben", sei ein beunruhigender Trend, sagte Kurt Coront, Special Agent in Charge der US-Anti-Drogenbehörde (US-Drug Inforcement Administration). In der durch die Operation "White Box" aufgebrachten Bande saßen die Lieferanten in Südamerika, die Großabnehmer in Kroatien, dazwischen waren multinationale Vermittler tätig.

... und der Behörden

Coront sprach von einer "noch nie da gewesenen Zusammenarbeit" von österreichischen und US-amerikanischen Behörden. "Internationale Kriminalität ist ausschließlich im internationalen Zusammenhang bekämpfbar", betonte Innenministerin Liese Prokop (V). Ihr Ziel sei es, "Drogenbosse aus der ersten, zweiten, dritten und vierten Reihe bis hin zur Verteilerstruktur zu bekämpfen".

Die aufwändige Logistik der Bande lasse darauf schließen, "dass noch viele Lieferungen in dieser Größenordnung geplant waren", sagte Gerhard Stadler vom Bundeskriminalamt. Das BK war der Gruppierung während der gut ein Jahr dauernden Ermittlungen immer dicht auf den Fersen: In die Bande eingeschleuste verdeckte Ermittler arbeiteten monatelang "undercover". Zur Verbindung von Zigaretten- mit Drogenschmuggel sagte Bundeskriminalamts-Chef Herwig Haidinger: "Die Organisierte Kriminalität macht alles, was Geld bringt, vom Diamantenschmuggel bis zum Menschenhandel."

Zigaretten-Testlauf

Der erste Schmuggeltransport mit den Zigaretten war Anfang September 2004 erfolgt. Zehn Millionen Stück Glimmstängel und drei Kilogramm Kokain stellte der Zoll sicher. Um die Bande nicht aufzuschrecken, wurden vier Millionen Stück unter behördlicher Kontrolle an die Verdächtigen übergeben - allerdings nur, um gleich danach die Transporteure, zwei Ungarn, samt der heißen Ware bei einer "Zufallskontrolle" wieder einzukassieren. Für die Auftraggeber erschien der Test-Transport geglückt und sie veranlassten die geplanten Drogengeschäfte.

Die erste Suchtgiftlieferungen kam leer an - 277 Kilo Kokain waren im Hafen von Freeport in South Carolina aufgebracht worden. Für die fünf Verdächtigen klickten Anfang Dezember 2004 in einer Lagerhalle bei Graz, dem Schmuggeldepot, bei der versuchten Entladung des Containers die Handschellen. Da war der zweite Container, der am Mittwoch eintraf, schon unterwegs. Er enthielt zur Tarnung 16 Tonnen Mahagoni. Die 140 Kilo Kokain waren in Hohlräumen der Holzbretter versteckt.

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