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Albaner in Griechenland , Griechen in Albanien

Erstellt von Albanesi, 02.04.2005, 21:17 Uhr · 183 Antworten · 14.596 Aufrufe

  1. #1

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    Albaner in Griechenland , Griechen in Albanien

    http://www.gfbv.de/voelker/europa/greece/209_alban.htm

    Albanischsprachige und Albaner in Griechenland
    sowie Griechen in Albanien
    Von Konrad Clewing

    entnommen aus pogrom - bedrohte völker Heft 2 / 2001


    Die albanischsprachigen Bevölkerungsteile in Griechenland sind nach Geschichte, Sprache und Bewusstsein keine einheitliche Gruppe. Insofern ist ihre auf griechisch übliche Bezeichnung als "Arvaniten" irreführend. Die internationale Wissenschaft bezeichnet als "Arvaniten" deshalb nur die Angehörigen der Nachfahren von Zuwanderern aus dem südalbanischen Bereich. Die erste und hauptsächliche Einwanderungswelle fand auf Einladung der örtlichen Herrscher ab dem 13. und dann v.a. im 14. und bis in das 15. Jahrhundert statt.

    Seit damals siedeln die Arvaniten in etwa 300 Orten in Südgriechenland. So in Böotien, im östlich daran angrenzenden Attika (dem Umland von Athen), auf einigen Ägäisinseln (u.a. Euböa, Hydra) und auf der Peloponnes. Als Eigenbezeichnung verwenden sie teils ein früher gesamtalbanisches Ethnonym, arbërorë. Die Sprache heißt dann entsprechend arbërisht. Der Großteil hat inzwischen aber auch im eigenen Sprachgebrauch die griechischen Bezeichnungen (arvanitika für die Sprache) übernommen. Die Zahl der Arvaniten wird nach den Kriterien von Sprachgebrauch oder Bewusstsein heute oft auf 150.000 - 200.000 geschätzt. Allerdings ist das Arvanitische nicht nur stark mundartlich gegliedert, sondern seine Sprecher sind inzwischen alle zweisprachig, mit starker Tendenz zu griechischer Einsprachigkeit in der jüngeren Generation.



    Zu der sprachlichen Assimilation trägt bei, dass die Kultur der Arvaniten fast rein dörflich geprägt ist. Wie die griechische Gesellschaft insgesamt orientieren sie sich jedoch stark am urbanen, "nicht-arvanitisch"-griechischen Muster. Verstädterung, Migration und soziale Mobilität haben daher regelmäßig Sprachwechsel und in der Folge auch eine Veränderung der Identität zur Folge. Sogar bewusste Arvaniten sehen sich sowohl als Griechen als auch als Arvaniten, d. h. eine politisierbare ethnische Identität gibt es nicht. Die griechischnationale Seite propagiert, dass man zugleich griechisch und arvanitisch sein kann. Die nie erfolgte Förderung von arvanitischer Sprache und Kultur und die jahrzehntelange, auf allen Ebenen der staatlichen Institutionen sowie vielfach auch in der griechisch-orthodoxen Kirche (der die Arvaniten angehören) betriebene Verdrängung und Prestigeminderung der Minderheitensprache zeigt, dass die Vereinbarkeit im Grunde nur solange akzeptiert wird, wie das noch vorhandene Arvanitische als Übergangsstadium zur völligen Angleichung an die griechischsprachige Umwelt verstanden werden kann. Dies und die albanerfeindliche Stimmung im Griechenland der 1990er Jahre hat dazu geführt, dass arvanitische Vereinigungen sich an der Idee des "Albanertums" orientiert haben. Die Vereinigungen waren Ende der 1970er Jahre gegründet worden.

    Eine kleine zweite Gruppe von Albanischsprachigen bilden die Bewohner einiger Ortschaften im griechisch-bulgarisch-türkischen Grenzgebiet in Thrakien. Sie sind der Rest einer bis 1922/23 größeren örtlichen Konzentration im heutigen Dreiländereck, die sprachlichen Befunden zufolge wohl auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen hierher noch einige Vertreter der albanischen Nationalbewegung, während heute auf der griechischen Seite zwar die albanische Sprache auch bei den jüngeren noch verbreitet ist, das Selbstverständnis aber "arvanitisiert" und griechisch ist.



    Eine dritte albanischsprachige Gruppe ist heute nur noch teilweise vorhanden: die Çamen (griech. Tsamides) in einem schmalen, im Norden an Albanien angrenzenden Küstenbereich von Epirus. Anders als die beiden anderen Teilgruppen sind sie historisch und sprachlich ein Teil des geschlossenen albanischen Sprachgebiets und hatten bzw. haben ein albanisches ethnisches Bewusstsein. Die eigene Sprachbezeichnung z. B. lautet wie in Albanien shqipja. Als etwa je zur Hälfte muslimische und christlich-orthodoxe Minderheit durch die Grenzziehung von 1913 entstanden, wurde der muslimische Teil zwar offiziell vom griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch ausgenommen, tatsächlich jedoch wurde diese muslimische Minderheit diskriminiert. Als Folge der angeblichen Kollaboration mit den italienischen bzw. deutschen Besatzungstruppen und mit der von diesen eingesetzten albanischen Zivilverwaltung im 2. Weltkrieg wurden die verbliebenen ca. 20.000 muslimischen Albaner 1944 von griechischen Truppen kollektiv nach Albanien vertrieben. Die verbliebenen christlichen Çamen gibt es nach griechischer Lesart nicht. Sie sind wenig erforscht, scheinen aber immer noch ein Sonderbewusstsein und ihre Sprache zu besitzen und einem erheblichen amtlichen Druck ausgesetzt zu sein. Sie artikulieren sich jedoch nicht öffentlich.



    Insgesamt hat der griechische Staat die albanischsprachigen Bevölkerungsgruppen nicht gefördert oder nur in ihrer kulturellen Eigenart akzeptiert. In einigen muslimischen çamischen Orten wurde einzig von 1936 bis 1939 halbherzig versucht, muttersprachlichen Unterricht anzubieten. Bis heute trägt Griechenland also wegen seiner verfehlten Minderheitenpolitik nicht zur grenzüberschreitenden Verständigung in Südosteuropa bei.

    Griechen in Albanien

    Die griechische Minderheit in Albanien und die albanische im nordwestlichen griechischen Epirus werden in der jeweiligen national gefärbten Sicht meist ohne Zusammenhang untersucht. Tatsächlich sind beide jedoch Ergebnis des gleichen Vorgangs: In der Folge der Balkankriege 1912/13 wurden durch das vorher einheitliche osmanische Gebiet Grenzen gezogen. Dadurch entstand eine griechische Minderheit in Südalbanien, welche heute teils räumlich kompakt (südlich der Stadt Gjirokastër), teils gemischt mit der albanischen Bevölkerung (im benachbarten Küstengebiet von Saranda und Himara) lebt. Durch Migration kamen die Griechen auch in die Städte Gjirokastër und die Hauptstadt Tirana. Es handelt sich dabei meist um überdurchschnittlich gebildete Angehörige der Minderheit, die für deren Interessenvertretung besonders wichtig sind. Noch unter kommunistischer Herrschaft wurde das Minderheitengebiet definiert. Es umfasst außer Himara die gesamte griechischsprachige Region. Der Minderheitenschutz beschränkte sich damals jedoch auf rudimentäre muttersprachliche Volksschulbildung. Weiterführende griechischsprachige Schulen entstanden erst in den letzten Jahren.



    Wie viele Griechen gibt es in Albanien? Für die Zeit zwischen den Weltkriegen schätzt die beste, vom Völkerbund vorgenommene Zählung 35.000 - 40.000 Griechen. Die letzte albanische Volkszählung sprach 1989 von 58.758 Griechen, während die griechische Regierung zwar keinen offiziellen Standpunkt hat, aber häufig die in der griechischen Öffentlichkeit verbreitete Schätzung von 300.000 - 350.000 Albaniengriechen verwendet. Beide Angaben sind Ausdruck ethnopolitischen Wunschdenkens: Anhand der Wahlergebnisse der 1992 besonders erfolgreichen Sammelpartei der Minderheit, der "Partei der Union zur Verteidigung der Menschenrechte", läßt sich die Zahl (noch vor der großen ökonomisch bedingten Abwanderungswelle nach Griechenland) mit großer Sicherheit auf 100.000 - 120.000 bestimmen. Die Schätzung auf 300.000 - 350.000 schließt einen großen Teil der orthodoxen Albaner und vor allem der aromunischen Minderheit ein. Dieser gleichsam "expansive" Begriff wird auch von den politischen Vertretern der Albaniengriechen verfochten und trägt wesentlich zu albanischen Ängsten vor der Minderheit und vor Griechenland bei. Die mögliche Folge sind ethnonationale Polarisierungen wie bei den Kommunalwahlen im Bereich Himara im Herbst 2000. Es ist insofern bedauerlich, dass albaniengriechische Organisationen zum Boykott der Volkszählung vom April 2001 aufriefen. Der Streit um die Definition der Minderheit ist für diese selbst eine der wichtigsten Belastungen.

    Dr. Konrad Clewing ist Historiker am Südostinstitut München und Spezialist für Albaner

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

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    11.988
    35.000 Albaner nahm Griechenland 1990 auf, als das Kommunistische System zusammen brach. Später noch wesentlich mehr.

    Heute leben bis zu 700.000 Albaner in Griechenland, welche geduldet werden.

  3. #3

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    9.182
    Sie sollten sie schnellestens ausweisen. Sonst passiert bei ihnen das selbe wie im Kosovo. Wir wahren auch so freundlich und ....................*boom*

    =(

  4. #4
    Avatar von radeon

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    488
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Sie sollten sie schnellestens ausweisen. Sonst passiert bei ihnen das selbe wie im Kosovo. Wir wahren auch so freundlich und ....................*boom*

    =(
    sollen die nur versuchen, dann gehe ich persönlich hin um sie wieder nachhause zu schicken... 8)

  5. #5
    Ban187
    hää wiebitte ihr habt uns aufgenommen??? was bist du den für ein flatterman?!?!

    wir leben da schon vor euch...

    und was griechenland angeht, der epirus war und ist und wird auch immer in albanischer hand sein. deswegen investiert ihr auch nicht darein...

    das ist soweit ich weis der ärmste teil griechenlands auf... zufall?? wohl nicht. ihr wist das wir es uns irgendwann wiederholen... deswegen investiert ihr auch nicht darein...

  6. #6
    Crane
    Zitat Zitat von Ban187 Beitrag anzeigen
    hää wiebitte ihr habt uns aufgenommen??? was bist du den für ein flatterman?!?!

    wir leben da schon vor euch...

    und was griechenland angeht, der epirus war und ist und wird auch immer in albanischer hand sein. deswegen investiert ihr auch nicht darein...

    das ist soweit ich weis der ärmste teil griechenlands auf... zufall?? wohl nicht. ihr wist das wir es uns irgendwann wiederholen... deswegen investiert ihr auch nicht darein...
    Naja, totaler Schwachsinn.

    Epirus wechselt sich bezüglich seiner Armut mit Thrakien ab, aber im Verhältnis zu seiner Bevölkerung ist es die Region in Griechenland in die am meisten investiert wird.

    Ich hoffe dir ist klar, dass die 20.000 Albaner in Griechenland in einem wirklich sehr kleinen Teil des Epirus leben. Die Karten, die nationalistische Albaner zeichnen zeigen ein locker 5 mal so großes Gebiet, was von ihnen beansprucht wird.

    Wenn man dieses Gebiet den Albanern überlässt und im Gegenzug erhält, was von Griechen in Albanien bewohnt wird, dann erhält Griechenland mal eben ein 3 bis 4 mal größeres Gebiet. Das sollte dir ruhig klar sein.

  7. #7

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    Zitat Zitat von LaLa Beitrag anzeigen
    Sie sollten sie schnellestens ausweisen. Sonst passiert bei ihnen das selbe wie im Kosovo. Wir wahren auch so freundlich und ....................*boom*

    =(
    Karin ma han..

  8. #8

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    Zitat Zitat von radeon Beitrag anzeigen
    sollen die nur versuchen, dann gehe ich persönlich hin um sie wieder nachhause zu schicken... 8)
    edhe ti ma hangsh..

  9. #9
    Ban187
    Ich hoffe dir ist klar, dass die 20.000 Albaner in Griechenland in einem wirklich sehr kleinen Teil des Epirus leben. Die Karten, die nationalistische Albaner zeichnen zeigen ein locker 5 mal so großes Gebiet, was von ihnen beansprucht wird.

    [...]König Pyrrhos I. vereinigte durch Eroberung des Küstengebiets und der Pindoslandschaften ganz Epirus zu einem mächtigen Königreich. [...]

    Und Pyrrhos wie ihr den nennt, war illirischer abstammung, und da ich mal denke du weist was das heist, gehört das gebiet um den epirus seit der zeit der illirer uns


    Quelle: Wikipedia
    Epirus - Wikipedia

  10. #10
    Crane
    Zitat Zitat von Ban187 Beitrag anzeigen
    [...]König Pyrrhos I. vereinigte durch Eroberung des Küstengebiets und der Pindoslandschaften ganz Epirus zu einem mächtigen Königreich. [...]

    Und Pyrrhos wie ihr den nennt, war illirischer abstammung, und da ich mal denke du weist was das heist, gehört das gebiet um den epirus seit der zeit der illirer uns


    Quelle: Wikipedia
    Epirus - Wikipedia
    Mein Gott, ist ja ne echt geile Argumentationsbasis.

    Unabhängig davon, dass noch nicht mal einwandfrei bewiesen ist, ob ihr wirklich von den Illyrern abstammt, fordere ich mal die Rückgabe Kleinasiens und Ägyptens an Griechenland.

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