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Albaner-Walachen-Rumänen

Erstellt von Albanesi, 30.01.2005, 12:55 Uhr · 49 Antworten · 2.917 Aufrufe

  1. #1

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    Albaner-Walachen-Rumänen

    Balkanismen: Albaner-Walachen-Rumänen
    Entwicklung der Balkanlinguistik bis Sandfeld

    Schon der schwedische Gelehrte Thunmann beschrieb 1774, eineinhalb Jahrhunderte vor Sandfeld, kulturelle und geschichtliche Gemeinsamkeiten der Albaner und der „Wlachen“, aufgrund dessen er als Begründer der Balkanologie angesehen wird. Die Affinität der beiden Völker erklärte er mit ihrer gemeinsamen Herkunft: „Sie [die Albaner] sind Nachkoemmlinge der alten Illyrier, so wie ihre Nachbarn die Wlachen [...] Kinder der Thracier sind“ (S. 240) und es sei „wahrscheinlich, daß beide Völker mit einander verwandt gewesen, daß sie sich mit einander vermischt [...]“ (S. 254). Was die Sprachen der beiden Völker anbelangte, konnte er nur einen Vergleich auf lexikalischer Ebene erstellen („da ich sie [die Sprachen] nicht grammatisch kenne“, S. 175): „ueber siebenzig Wlachische Woerter kommen mit eben so vielen Albanischen ueberein [...]“.
    Der Slavist Kopitar nahm die unvollendete Arbeit Thunmanns wieder auf und fand bei einem Textvergleich der Parabel vom verlorenen Sohn in der Fassung der serbischen, bulgarischen und albanischen Sprache sowie dreier rumänischer Dialekte nicht nur lexikalische, sondern auch grammatikalische Übereinstimmungen. Dies veranlasste ihn zu der für seine Zeit sehr moderne Aussage:

    So daß also, noch bis auf diese Stunde, nördlich der Donau in der Bukowina, Moldau und Walachey, Siebenbürgen, Ungern, ferner, jenseits der Donau, in der eigentlichen Bulgarey, dann in der ganzen Alpenkette des Hämus, in der ausgedehntsten alten Bedeutung dieses Gebirges, von einem Meere zum andern, in den Gebirgen Macedoniens, im Pindus und durch ganz Albanien nur eine Sprachform herrscht, aber mit dreyerley Sprachmaterie. (S. 253)

    Der Slavist Miklosich führte Kopitars Werk fort und erstellte 1862 erstmals eine Liste von „sprachliche[n] Erscheinungen, die auf das alteinheimische Element zurückgeführt werden zu sollen“ (S. 6). Einen vorläufigen Abschluss fanden die Arbeiten auf dem Gebiet der Balkansprachen mit dem Erscheinen von Sandfelds linguistique balkanique.

    ...........

    Thrako-illyrisches Substrat
    Das älteste Modell, dass die Übereinstimmungen zwischen den Balkansprachen erklärt, führt diese auf ein Substrat zurück. Schon Thunmann glaubte an eine gemeinsame Herkunft der Albaner und Rumänen:
    die Wlachen [...] deren erster Stamm wahrscheinlich mit dem Albanischen einerlei gewesen, aber mit der Zeit, und durch eine stärkere Vermischung mit anderartigen Völkern, auch von demselben sich entfernet hat. Auch hiervon zeuget so wohl die Geschichte als die Sprache“ (S. 246).

    Die Albaner sind nach Thunmann „Nachkoemmlinge der alten Illyrier, so wie ihre Nachbarn die Wlachen [...] Kinder der Thracier sind“ (S. 240). Auch Kopitar stützte diese These:

    Daß aber ihr [der rum. Sprache, sc.] nichtlateinischer Bestandtheil der illyrischen (heut zu Tage albanesischen) oder doch einer mit dieser sehr nahe verwandten Sprache angehört, zeigen nicht allein viele Wörter dieser Art, die diese beyden Sprachen mit einander gemein haben, sondern mehr noch, und eigentlich entscheidend, der gleiche grammatische Bau diesen zwey Bruder- und Nachbarvölkern, davon das eine, im Gebirge, Form und Materie seiner Sprache gerettet, das andere, im Thale, zwar römische Materie, aber doch nur in seine Form umgegossen, angenommen hat. (S. 253)

    Die Substrat-Hypothese blieb im 19. Jahrhundert vorherrschend, Miklosich führte die Balkanismen auf das „alteinheimische[n] Element“ zurück (S. 6).

    Im 20. Jahrhundert trat die Substrat-Hypothese mehr und mehr in den Hintergrund, Die wenigen Sprachdenkmäler dieser Sprachen geben gerade in bezug auf ihre grammatische Struktur spärliche Auskunft: inwieweit z.B. der nachgestellte Artikel auf ein thrakisches Substrat zurückzuführen ist, bleibt strittig. Unstrittig sind dagegen die schon von Thunmann beschriebenen Gemeinsamkeiten im albanischen und rumänischen Wortschatz, die u.a. von Solta ausführlich in seinem Buch Einführung in die Balkanlinguistik mit besonderer Berücksichtigung des Substrats und des Balkanlateinischen behandelt wird (Kapitel II, S. 11-63).
    ......
    Gewichtung der Balkansprachen und ihrer Dialekte

    Auch die dialektale Differenzierung der Balkansprachen löste ein grundsätzliches Problem der Sprachbundtheorie nur unzureichend: Einige Sprachen bzw. Dialekte weisen mehr Balkanismen auf als andere, was eine Zuordnung zum Balkansprachbund schwierig macht. Wie in 3.3.1 (Die „klassischen“ Balkansprachen) beschrieben, entdeckte Kopitar zwei der fünf grammatische Übereinstimmungen des Rumän./ Alban./ Bulgar.. auch im Neugriechischen und Serbischen. Sandfeld dagegen, ich greife seine von mir in 3.3.1 zitierte Aussage nochmals auf, stellte das Griechische, das er als Ausgangspunkt der Balkanismen ansah, mit den drei Kernsprachen gleich: „Il s’agit en premier lieu du grec, de l’albanais, du bulgare et du roumain“; das Serbokroatische sah er nicht im gleichem Maße als Balkansprache an: „souvent aussi du serbo-croate“, während das Türkische „par contre n’entre plus ici en ligne de compte,“ da es an den „concordances générales“ nicht beteiligt ist.

    Die Frage, ob nun eine Sprache dem Balkansprachbund angehöre oder nicht, lässt sich also nicht eindeutig mit ja oder nein beantworten. Schaller versuchte dieses Problem dadurch zu lösen, dass er die Sprachen drei (bzw. vier) verschiedenen Gruppen zuordnete:

    1. Balkansprachen „ersten Grades“, d.h. die Häufigkeit der Balkanismen ist in diesen Sprachen so hoch, daß sie als „Kernsprachen“ des Balkansprachbundes bezeichnet werden müssen, das geographische Gebiet entsprechend als das „Kerngebiet“ der Balkansprachen. Zu dieser Gruppe von Balkansprachen sind Albanisch, Bulgarisch, Mazedonisch und Rumänisch zu rechnen.

    2. Balkansprachen „zweiten Grades“, d.h. Sprachen, die bereits in die Randzone des Balkansprachbundes gehören. Hierzu sind das Neugriechische und das Serbokroatische zu rechnen.

    3. Sprachen des Balkans, die keine Gemeinsamkeiten mit den Balkansprachen aufweisen, nämlich Türkisch, während Slowenisch und Ungarisch mit ihrem Sprachgebiet bereits außerhalb der Balkanhalbinsel liegen. (1975, S. 103)

    Das „Kerngebiet des Balkansprachbundes“ sieht Schaller als den „Ausgangspunkt der Balkanismen“ (ebd.). Zudem verfeinert er sein Modell noch, indem er auch nach Dialekten differenziert. Bei dem Torlakischen handelt es sich demnach um einen „Balkandialekt ‚ersten Grades’“, bei einigen Mundarten im Norden Rumäniens dagegen um „Balkandialekte ‚zweiten Grades’“ (1975, S. 104ff).

  2. #2

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    LoL
    Wissenschaftliche beweise aus dem 18 Jhd.

  3. #3
    Avatar von lupo-de-mare

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    Re: Albaner-Walachen-Rumänen

    Zitat Zitat von Albanesi
    Balkanismen: Albaner-Walachen-Rumänen
    Entwicklung der Balkanlinguistik bis Sandfeld

    Schon der schwedische Gelehrte Thunmann beschrieb 1774, eineinhalb Jahrhunderte vor Sandfeld, kulturelle und geschichtliche Gemeinsamkeiten der Albaner und der „Wlachen“).
    Lass doch ganz einfach, diesen Komiker Thunmann weg. Seine Forschung ist mehr wie das Grimm Märchen Buch und hat Nichts mit Wissenschaft zu tun.

    Absolut niemand bezieht sich auf Quellen von einem Gelehrten Johann Thunmann (1746-1778), der als Professor der Beredsamkeit und der Philosophie an der Universität Halle lehrte!!


    Zitat aus dem Buch von Prof. Peter Bartl Uni-München aktuell auf Seite 18-19

    ISBN 3-7917-14451-1

    Thunmann, war ein Schwätzer der nur Philosoph war!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Noch lächerlicher kann es wirklich nicht mehr werden.

    Prof. Johann Georg von Han (1811-1869) griff diese Thesen nochmal auf, und bezeichnete die Albaner als Nachfahren der Pelasger.

    Hahn's Deutungen sind überwiegend überholt, wie die aktuelle Albaner Forschung auf Seite 19 feststellt und darlegt.

    Dann gab noch GeorgStadtmüller (1909-198)eine neue These von sich:

    Die Albaner sind ein altes Volks Relikt auf dem Balkan, welche in spät antiker Zeit entstanden sind. Diese These ist nicht widerlegt!

    sich auf Georg Thunmann zu beziehen, ist wie hier jetzt mal klar bewiesen, absolut lächerlich! Jeder Amateur Buddler, könnte eine bessere These bringen,wie jemand der nie auf dem Balkan war und keine Wissenschaftliche Ausbildung und Erfahrung hat.

  4. #4

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    Es ist ganz einfachn die Albaner haben keine Wurzeln.
    Sie sind ein Hirtenvolk aus dem Kaukasus.

  5. #5
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
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    Wissenschaftliche beweise aus dem 18 Jhd.

    Erstmal ist der Text ohne Quelle,also brauch ich mir den Schrott gar nicht durch lesen.Wer weiss was er dazu erfunden hat usw.,ohne Orginal Quelle können wir es nicht nach prüfen deswegen ist es höchstwahrscheinlich propaganda Quelle wo bei Albanesi selbst noch was dazu erfunden hat.

  6. #6
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    LoL
    Wissenschaftliche beweise aus dem 18 Jhd.

    Erstmal ist der Text ohne Quelle,also brauch ich mir den Schrott gar nicht durch lesen.Wer weiss was er dazu erfunden hat usw.,ohne Orginal Quelle können wir es nicht nach prüfen deswegen ist es höchstwahrscheinlich propaganda Quelle wo bei Albanesi selbst noch was dazu erfunden hat.
    Natürlich ist die Quelle Georg Thunmann vollkommen lächerlich, was ich mit meiner Top Quelle dem Prof. Peter Bartl bewiesen habe.

    Und wenn ein solcher Schrott in Albanischen Lehr Büchern steht, kann man sich ja denken, wie dumm die Albanischen Hochschul Lehrer sind.

  7. #7

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  8. #8
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Albanesi
    http://www.joergkrusesweb.de/sprache/sprachbund/geschichte/sandfeld.html
    Private Website, sind keine Quellen, sondern dienen der Täuschung.

    Wer ist schon ein Jörg Kruses? Er hätte sich auch Hans Kasper nennen können.

    Wenn sich jemand auf Thunmann bezieht, dann hat er einen Dachschaden!

    Peter Bartl, nennt Thunmann einen Schwätzer und mehr ist ein Philosoph auch nicht.

  9. #9

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    Aber es ist wahr !

    es gibt viele Wörter der albanischen Sprache die mit dem rumänischen übereinstimmen , als andere wie slawische und griechische Sprache!

  10. #10
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Albanesi
    Aber es ist wahr !

    es gibt viele Wörter der albanischen Sprache die mit dem rumänischen übereinstimmen , als andere wie slawische und griechische Sprache!

    Was den zB,es gibt auch viele serbische Würter die ihr von uns übernommen habt.^^

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