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In Albanien leben 150000 Makedonier

Erstellt von Makedonec, 26.03.2005, 10:58 Uhr · 25 Antworten · 1.952 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
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    5.698
    Sag mal wieviel Albaner lebten 1910 in Makedonien? Bin ich ja mal gespannt auf deine Antwort, verschone mich bitte mit deinen lächerlichen Wikipedialinks...
    1. Makedonen und Albaner - Geschichte
    Die älteste dieser Forderungen ist die nach einer Restitution des “historischen Kosovo” in Gestalt der “albanischen Vilayets” des Osmanischen Reiches und ihrer Überantwortung an die Albaner, die als Nachfahren der antiken “Illyrer” die balkanischen Ureinwohner seien. Nicht-albanische Fachleute sind sich seit Jahrzehnten darin einig, daß es weder “albanische Vilayets” gegeben hat, weil die Osmanen in ihrem Imperium derartige nationale Scheidungen nicht kannten, noch die Albaner Nachfahren von Illyrern oder gar der Pelasger aus dem 15. Jahrhundert vor Christus wären. Als balkanischer Regionalname tauchte “Albanien” erstmals im Jahre 1079 auf, und als Ethnonymikon wurden “Albaner” gar erst 1595 namentlich erwähnt - von einem italienischen Autor.

    Südslavische Kulturgeographen wie etwa der Makedone Aleksandar Stoimilov haben zudem in ihren detaillierten Forschungen zu Bevölkerungsbewegungen herausgefunden, daß die Albaner erst sehr spät, nämlich in den Jahren 1780 bis 1840, nach Makedonien kamen. Hier besiedelten sie kompakt die westmakedonischen Regionen zwischen Struga im Süden und Tetovo im Norden, wo sie bis heute anzutreffen sind. Diese Siedlungsweise bot und bietet weiter für die Albaner drei gewichtige Vorteile: Zum ersten leben sie in enger Berührung zum Kosovo, wo Albaner seit langen Jahrzehnten die Bevölkerungsmehrheit stellen. Zum zweiten verschaffte ihnen ihr islamischer Glauben zu osmanischen Zeiten eine privilegierte Position gegenüber der christlich-slavischen “Raja”, die sie auch weidlich ausnutzten. Und zum dritten konnten sie, von slavischen Nachbarn so gut wie nicht gehindert, in diesen Regionen die von ihnen bevorzugte Selbstorganisation in konkurrierenden Stämmen (fis) ausleben.

    Die praktischen und politischen Effekte dessen lagen darin, daß die Albaner immer wieder versuchten, von wechselnden Fremdherren auf dem Balkan eine Bevorzugung zu erlangen, die ihnen größtmögliche Autonomie und Vorrechte gegenüber den Slaven der Region sicherte. Diese Taktik läßt sich von der “Liga von Prizren” (1878), dem Begehren einer autonomen Stellung aller albanisch bewohnten Regionen innerhalb des Osmanischen Reiches, bis zu “Groß-Albanien” nachweisen, das Mussolini 1941 unter Einschluß von Albanien, Montenegro, des Kosovo und zwei Dritteln Makedoniens schuf.

    Die “Liga von Prizren” hatte keinen Erfolg und “Groß-Albanien” wurde 1944/45 durch den Sieg von Titos Partisanen wieder zerschlagen. Seither teilen die Albaner das Schicksal anderer Balkanvölker (etwa der Makedonen), daß staatliche und ethnische Grenzen so inkongruent sind, daß etwa die Hälfte der jeweiligen Nation außerhalb der Grenzen des eigenen Staats lebt. Mit einem solchen Zustand kann natürlich niemand zufrieden sein, aber es blieb eine Eigenheit der Albaner, ihn auf zweierlei Art überwinden zu wollen. Die eine Art war die kriegerische Option, wie sie von der UÇK und anderen albanischen Terrororganisationen verfolgt wurden, die alle in ihren Emblemen die Grenzen eines zu erobernden “Groß-Albanien” zeigen, das von Montenegro bis zum nördlichen Griechenland (“Chameria”) reicht. Die zweite Art bestand in einer quasi-legalistischen Obstruktion gegen staatliche Vollmachten, wie sie vor allem in Makedonien die ganzen 1990er Jahre über albanische Norm war. 1991 boykottierten die Albaner das makedonische Referendum zur Unabhängigkeit und die makedonische Volkszählung. Im Januar 1992 veranstalteten sie ein eigenes Referendum, nach welchem sie ihre “Republik Ilirida” in West-Makedonien ausriefen. 1993 wurde bei den makedonischen Albanern eine terroristische Untergrundarmee ausgehoben, die explizit separatistische Pläne umsetzen sollte. 1994/95 folgte der langwährende Konflikt um die ethnisch reine “albanische Universität” in Tetovo und zahlreiche kleine Auseinandersetzungen, die 2001/02 in den monatelange kriegerischen Auseinandersetzungen mit albanischen Guerillas gipfelten.


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    Da kannst du dich bestimt noch gut erinnern , an dich wo ich mich selber in die Sackgasse reingefallen bin und doch wieder weissmachen wollte das die Albaner or euch Slawen in Makedonien wären!

  2. #22

    Registriert seit
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    5.698
    In Makedonien geniessen Albaner schon immer mehr Rechte als auf dem gesamten Balkan, und das schon lange vor dem schimmligen Ohriderabkommen. Gibt man euch einen Finger wollt ihr gleich einem dem Arm herrausreissen.
    Ich bin loyaler makedonischer Staatsbürger , NEIN ich fühle mich als ein Europäer und ein Mensch und akzeptiere andere Menschen egal was für Herkunft und Sprache und Religion sie seinen , denn wir werden zukünftig in einen Europa ohne Grenzen leben , da sind ethnische Gesichtspunkte nicht gefragt und spielen keine Rollen mehr!

    Was die anderen denken und sein wollen ist mir egal , auch wenn ihnen das Haar gekrümmt wird , wenn sie es nicht anders verdient haben.

    Ich habe mit der Sache dort unten nichts zutun , außerdem sind sie mit egal , ich führe mein eigenes Leben!

  3. #23
    jugo-jebe-dugo
    Wie es in deinem text steht,ihr kammt erst zur Osmanenzeit nach Mazedonien.Meine rede

  4. #24
    Avatar von Klement

    Registriert seit
    21.03.2005
    Beiträge
    215
    Zitat Zitat von Albanesi
    Sag mal wieviel Albaner lebten 1910 in Makedonien? Bin ich ja mal gespannt auf deine Antwort, verschone mich bitte mit deinen lächerlichen Wikipedialinks...
    1. Makedonen und Albaner - Geschichte
    Die älteste dieser Forderungen ist die nach einer Restitution des “historischen Kosovo” in Gestalt der “albanischen Vilayets” des Osmanischen Reiches und ihrer Überantwortung an die Albaner, die als Nachfahren der antiken “Illyrer” die balkanischen Ureinwohner seien. Nicht-albanische Fachleute sind sich seit Jahrzehnten darin einig, daß es weder “albanische Vilayets” gegeben hat, weil die Osmanen in ihrem Imperium derartige nationale Scheidungen nicht kannten, noch die Albaner Nachfahren von Illyrern oder gar der Pelasger aus dem 15. Jahrhundert vor Christus wären. Als balkanischer Regionalname tauchte “Albanien” erstmals im Jahre 1079 auf, und als Ethnonymikon wurden “Albaner” gar erst 1595 namentlich erwähnt - von einem italienischen Autor.

    Südslavische Kulturgeographen wie etwa der Makedone Aleksandar Stoimilov haben zudem in ihren detaillierten Forschungen zu Bevölkerungsbewegungen herausgefunden, daß die Albaner erst sehr spät, nämlich in den Jahren 1780 bis 1840, nach Makedonien kamen. Hier besiedelten sie kompakt die westmakedonischen Regionen zwischen Struga im Süden und Tetovo im Norden, wo sie bis heute anzutreffen sind. Diese Siedlungsweise bot und bietet weiter für die Albaner drei gewichtige Vorteile: Zum ersten leben sie in enger Berührung zum Kosovo, wo Albaner seit langen Jahrzehnten die Bevölkerungsmehrheit stellen. Zum zweiten verschaffte ihnen ihr islamischer Glauben zu osmanischen Zeiten eine privilegierte Position gegenüber der christlich-slavischen “Raja”, die sie auch weidlich ausnutzten. Und zum dritten konnten sie, von slavischen Nachbarn so gut wie nicht gehindert, in diesen Regionen die von ihnen bevorzugte Selbstorganisation in konkurrierenden Stämmen (fis) ausleben.

    Die praktischen und politischen Effekte dessen lagen darin, daß die Albaner immer wieder versuchten, von wechselnden Fremdherren auf dem Balkan eine Bevorzugung zu erlangen, die ihnen größtmögliche Autonomie und Vorrechte gegenüber den Slaven der Region sicherte. Diese Taktik läßt sich von der “Liga von Prizren” (1878), dem Begehren einer autonomen Stellung aller albanisch bewohnten Regionen innerhalb des Osmanischen Reiches, bis zu “Groß-Albanien” nachweisen, das Mussolini 1941 unter Einschluß von Albanien, Montenegro, des Kosovo und zwei Dritteln Makedoniens schuf.

    Die “Liga von Prizren” hatte keinen Erfolg und “Groß-Albanien” wurde 1944/45 durch den Sieg von Titos Partisanen wieder zerschlagen. Seither teilen die Albaner das Schicksal anderer Balkanvölker (etwa der Makedonen), daß staatliche und ethnische Grenzen so inkongruent sind, daß etwa die Hälfte der jeweiligen Nation außerhalb der Grenzen des eigenen Staats lebt. Mit einem solchen Zustand kann natürlich niemand zufrieden sein, aber es blieb eine Eigenheit der Albaner, ihn auf zweierlei Art überwinden zu wollen. Die eine Art war die kriegerische Option, wie sie von der UÇK und anderen albanischen Terrororganisationen verfolgt wurden, die alle in ihren Emblemen die Grenzen eines zu erobernden “Groß-Albanien” zeigen, das von Montenegro bis zum nördlichen Griechenland (“Chameria”) reicht. Die zweite Art bestand in einer quasi-legalistischen Obstruktion gegen staatliche Vollmachten, wie sie vor allem in Makedonien die ganzen 1990er Jahre über albanische Norm war. 1991 boykottierten die Albaner das makedonische Referendum zur Unabhängigkeit und die makedonische Volkszählung. Im Januar 1992 veranstalteten sie ein eigenes Referendum, nach welchem sie ihre “Republik Ilirida” in West-Makedonien ausriefen. 1993 wurde bei den makedonischen Albanern eine terroristische Untergrundarmee ausgehoben, die explizit separatistische Pläne umsetzen sollte. 1994/95 folgte der langwährende Konflikt um die ethnisch reine “albanische Universität” in Tetovo und zahlreiche kleine Auseinandersetzungen, die 2001/02 in den monatelange kriegerischen Auseinandersetzungen mit albanischen Guerillas gipfelten.


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    Da kannst du dich bestimt noch gut erinnern , an dich wo ich mich selber in die Sackgasse reingefallen bin und doch wieder weissmachen wollte das die Albaner or euch Slawen in Makedonien wären!

    Erstens ist dein Text ist von der SWP. Zweitens erwähnt Herr Oschlies das seine Aussagen auf die Belege von Herrn Aleksandar Stoimilov beruhen. Weisst du er ALEKSANDER STOJMILOV ist? Drittens hast du meine Frage nicht beantwortet...

  5. #25
    Avatar von Klement

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    Zitat Zitat von Albanesi
    In Makedonien geniessen Albaner schon immer mehr Rechte als auf dem gesamten Balkan, und das schon lange vor dem schimmligen Ohriderabkommen. Gibt man euch einen Finger wollt ihr gleich einem dem Arm herrausreissen.
    Ich bin loyaler makedonischer Staatsbürger , NEIN ich fühle mich als ein Europäer und ein Mensch und akzeptiere andere Menschen egal was für Herkunft und Sprache und Religion sie seinen , denn wir werden zukünftig in einen Europa ohne Grenzen leben , da sind ethnische Gesichtspunkte nicht gefragt und spielen keine Rollen mehr!

    Was die anderen denken und sein wollen ist mir egal , auch wenn ihnen das Haar gekrümmt wird , wenn sie es nicht anders verdient haben.

    Ich habe mit der Sache dort unten nichts zutun , außerdem sind sie mit egal , ich führe mein eigenes Leben!

    Ob du loyal bist, wage ich zubezweifeln. Jedoch ist das ja nicht das thema hier. Doch bei einem muss ich dir Recht geben. Du bist makedonischer Staatsbürger und kein Makedonier. Es geht doch, warum nicht gleich so?

    Den anderen Schmarn laß ich unkomentiert, denn wer lesen kann ,ist klar im Vorteil...

  6. #26

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    Zitat Zitat von Makedonec
    Na , hast du ein Problem damit?
    In Albanien werdet ihr hoffentlich auch Demokratie und Menschenrechte gelten lassen und ihr werdet euch noch wundern,
    800000 Nichtalbaner laut dem Text
    Schreib einen Brief oder eine Mail an denn albanischen Premierminister um das Makedonierproblem in Albanien , mal sehen ob er es annimmt oder was sagst gar zurücksendet!

    http://www.keshilliministrave.al/shqip/default.asp

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