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Albaniens schwieriger Umgang mit der Geschichte

Erstellt von TheAlbull, 03.08.2010, 01:35 Uhr · 10 Antworten · 1.456 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von TheAlbull

    Registriert seit
    26.07.2009
    Beiträge
    2.492

    Albaniens schwieriger Umgang mit der Geschichte

    Albaniens schwieriger Umgang mit der Geschichte








    Eine Forscher-Gruppe der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wollte in Albanien eine Frage beantworten: Wie erinnert sich Albanien an den Kommunismus? Ehemals politisch Verfolgte und Experten antworteten.



    "Uns fehlt heute die Erinnerung", erzählt Fatos Lubonja, der 17 Jahre in kommunistischen Gefängnissen verbrachte. Dieses Schicksal teilt er mit mehr als 15.000 Albanern, die während der kommunistischen Diktatur Jahre hinter Gittern verbrachten.
    Wie sah aber so ein Gefängnis im kommunistischen Albanien aus? Wie war das Leben in einem Gefängnis in einem Land, das 40 Jahre lang selbst wie ein Gefängnis isoliert war? Das wissen nur die Verfolgten und die Verfolger der damaligen Zeit. Einige von ihnen leben heute noch und möchten gern oder ungern, dass man sie daran erinnert.


    Gedenkstätten vermisst

    Die Spuren der kommunistischen Gewalt sind im heutigen Albanien verschwunden. Keine Zeichen deuten auf die frühere Nutzung der Gefängnisse hin. Es existieren keine Spuren der Verbannungslager. Wo und wie kann man die Geschichte der kommunistischen Gewalt erzählen?
    Um diese Frage hat sich in Albanien niemand gekümmert. Die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit wurde auf die materielle Entschädigung der Opfer reduziert. "Im ganzen Land gibt es nicht einen Ort, der die Verbrechen darstellt, der die Täter beim Namen nennt, der die Verbrechen auch für eine Generation, die jetzt jung ist und das nicht erlebt hat, nachvollziehbar macht", sagt Anna Kaminsky von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
    Dies erstaunt sie besonders, weil "es über das ganze Land verteilt Internierungslager, Straflager, Zwangsarbeitslager, Gefängnisse und andere Repressionseinrichtungen gegeben hat." Der Mangel an Museen und Gedenkstätten sei "gerade für so eine Diktatur wie die albanische sehr erstaunlich", meint sie.

    Jüngste Geschichte wird in Albanien "gebunkert"






    Geschichtsbücher nach Gusto

    Das Nationalmuseum in Albanien widmete Mitte der 90er Jahre einen Pavillon der kommunistischen Verfolgung. Dieser musste aber restauriert werden, so wie das ganze Nationalmuseum. Zurzeit gibt es in einem Raum des Nationalmuseums eine Ausstellung über die politisch verfolgten Schriftsteller, die aber wenig hilfreich ist, um zu verstehen, wie man die Schriftsteller verfolgt hat und warum.
    Das Problem, wie kommunistische Gewalt dargestellt werden soll, haben nicht nur die Museen. Auch die Historiker haben Schwierigkeiten, sich mit dem kommunistischen Albanien zu beschäftigen. Zweimal haben Historiker die Geschichte Albaniens für die Schulbücher neu geschrieben, 1994 und 1997, mal politisch links orientiert, mal rechts - entsprechend der jeweiligen Regierung.
    2005 hat die albanische Regierung den Schulen alternative Geschichtsbücher erlaubt, um den politischen Einfluss der bisher verwendeten Bücher zu beschränken. Das Problem, wie die Geschichte Albaniens dargestellt werden soll, wurde aber trotzdem nicht gelöst.


    Opfer nicht berücksichtigt

    2009 hat die Akademie der Wissenschaften in Albanien eine neue Geschichte Albaniens veröffentlicht. Im Band über die Jahre 1939 - 1990 finden sich verblüffende Parallelen zur Geschichtsschreibung des kommunistischen Regimes. Für die politisch Verfolgten gibt es wieder keinen Platz in der neugeschriebenen Geschichte Albaniens.
    Wie unter dem Kommunismus bleiben sie unsichtbar, und dies trotz grausamer Fakten: Anfang dieses Jahres hat man nicht weit von Tirana zufällig ein Massengrab entdeckt. Die Reste von 14 Menschen, die während der Diktatur umgebracht wurden, lagen dort.
    5540 Menschen sind im kommunistischen Albanien exekutiert worden, unzählige sind verschwunden, und manche Hinterbliebene wissen auch 30 Jahre danach nicht, was mit den sterblichen Überresten ihrer Angehörigen geschehen ist.


    Anna Kaminsky und Fatos Lubonja beklagen, dass Opfer nicht zu Wort kommen





    Keine öffentliche Diskussion

    Die Täter leben zum Teil noch und mussten sich nicht vor Gericht verantworten. Simon Mirakaj vom neu gegründeten Institut für die Integration ehemaliger politisch Verfolgter räumt eine Teilschuld der Opfer und der Öffentlichkeit ein: "Leider machen wir gar nichts. Es sind 20 Jahre vergangen, aber wir haben noch alle die kommunistische Denkweise beibehalten. Menschen, die Verbrechen begangen haben, haben sich niemals entschuldigt. Bei uns wird ein solcher Diskurs gar nicht geführt."
    Warum das so ist, versucht Fatos Lubonja, der auch Historiker ist, zu erklären. Für ihn hat das mit der Kontinuität der Elite zu tun. In dieser Hinsicht ähnele Albanien Russland, wo Antikommunismus als neue Ideologie verstanden wurde, um an die Macht zu kommen.
    Außerdem habe die Transformation Albaniens zu schweren gesellschaftlichen Konflikten geführt. Die neue albanische Gesellschaft ist Lubonja zufolge im Augenblick mit Konsum und dem Erschaffen materieller Werte beschäftigt. Da gebe es keine Zeit, sich mit ethischen Werten zu befassen. Deswegen blieben die Geschichte und die Vergangenheitsbewältigung auf der Strecke, meint Lubonja.
    Autorinnen: Aida Cama / Mirjana Dikic
    Redaktion: Fabian Schmidt








    ...

  2. #2
    IbishKajtazi
    Verdammte Kommunisten!

  3. #3
    Avatar von Thrakian

    Registriert seit
    10.06.2010
    Beiträge
    2.437
    Zitat Zitat von IbishKajtazi Beitrag anzeigen
    Verdammte Kommunisten!
    Komie sind das letzte.

    So um die 300 mio auf dem gewissen.

  4. #4

    Registriert seit
    04.05.2009
    Beiträge
    13.681
    Die bunker werden an attraktivität gewinnen,das ist geschichte die zu uns gehört.
    Solange Örti. nicht da war bleiben sie^^
    Da braucht man keine zelte mitnehmen und man ist vor bomben gegeschützt.

    Übrigens würde ich mich nicht wundern wenn sowas von den "Linken" kommt.
    Autorinnen: Aida Cama / Mirjana Dikic

    Die die sowas schreiben,deren Väter haben die meisten Albaner zu grabe getragen (lebendig) mein freund,das nächste mal sag ich meinem vater er soll was hier schreiben dazu.
    Diese linke versuchen hier Probleme zu schaffen wo es keine gibt.
    Das ist eine Typische kommunisten aktion von Rama,aber jetzt nennen sie sich ja sozial-demokrat.

    Ate qe ankohen kan flliqur mes shumti,prinderit e tyre kan pas pagat e madhe,e tash ne ne shurrllojn karin.Ate kan bashkponuar bashk me enverin,tani duan leke.

    Ky esht nje mashtrim i zotit Rama,qe lyp qia nane.

  5. #5

    Registriert seit
    04.05.2009
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    13.681
    Zitat Zitat von Thrakian Beitrag anzeigen
    Komie sind das letzte.

    So um die 300 mio auf dem gewissen.
    Ohne 50 Jahre Kommunismus wären wir heute partner in der EU.
    Der Kommunismus hat uns die beine amputiert das wir uns nicht bewegen konnten.
    Jetzt verlangen diese noch etwas.
    Gedenkstztätte kari^^

  6. #6

    Registriert seit
    14.07.2010
    Beiträge
    383
    Zitat Zitat von Roberto Beitrag anzeigen
    Ohne 50 Jahre Kommunismus wären wir heute partner in der EU.
    Der Kommunismus hat uns die beine amputiert das wir uns nicht bewegen konnten.
    Jetzt verlangen diese noch etwas.
    Gedenkstztätte kari^^
    Falsch der Kommunismus hat den Albaner das Albanertum gebracht

  7. #7

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    Zitat Zitat von Verstehe Beitrag anzeigen
    Falsch der Kommunismus hat den Albaner das Albanertum gebracht
    Könntest du das etwas ausführlicher darbringen?

  8. #8
    Luli
    Ich finde die Bunker sympatisch. Können sogar als Touristenattraktion genutzt werden in dem man diese pflegt und wie an vielen Orten auch bemalt vorallem an den Stränden kann man bei grösseren Bunkern Bars draus machen.

  9. #9
    Leo
    Avatar von Leo

    Registriert seit
    25.06.2010
    Beiträge
    3.440
    Zitat Zitat von Verstehe Beitrag anzeigen
    Falsch der Kommunismus hat den Albaner das Albanertum gebracht
    der wär auch ohne kommunismus gekommen.ausserdem überwiegt die scheisse die hoxha gebracht hat.

    scheiss kommunisten!

  10. #10

    Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    120
    Zitat Zitat von SUPERSHQIPE Beitrag anzeigen
    Ich finde die Bunker sympatisch. Können sogar als Touristenattraktion genutzt werden in dem man diese pflegt und wie an vielen Orten auch bemalt vorallem an den Stränden kann man bei grösseren Bunkern Bars draus machen.

    Was für euch Albaner "Touristenattraktionen" sind, sind für Touristen Bunker. Naja aber verständlich, ihr Albaner seit es ja gewohnt in Löchern zu kriechen ( UCK in kosovo)

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