BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 3 von 19 ErsteErste 123456713 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 186

An alle: Wie können wir uns versöhnen?

Erstellt von Fitnesstrainer NRW, 30.09.2010, 10:37 Uhr · 185 Antworten · 7.565 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Azrak

    Registriert seit
    18.08.2008
    Beiträge
    9.275
    Zitat Zitat von Emir Beitrag anzeigen
    Er lebt aber hier und das ist nicht mal so falsch was er sagt .... ist leider so ....
    Wenn es um Serben und Bosnier geht, wird es genau so sein wie ich es gesagt habe! Kannst das in jeder Großstadt versuchen. Wenn es um Serben und Albaner geht, ist es was anderes.
    Z.B. letztens hatten wir hier ein Fest, wo jeder Kulturverein seinen Stand bekommt. Und rate mal wer neben dem bosnischen Verein war?! Richtig, der serbische. Und über die 3 Tage ist nix, aber auch garnix passiert. Nicht mal beschimpfungen oder sonst was.

  2. #22
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

    Registriert seit
    26.09.2010
    Beiträge
    3.309
    Hallo Dobrinje,
    Es mag hart klingen, aber ich bin da anderer Auffassung.
    Aufräumarbeiten, Hilfsdienste, militärische Sicherungsaktionen beispielsweise
    in Erdbebengebieten um Plünderungen zu unterbinden, wären vorzuziehen, aber
    auch der Schutz von Refugee-Camps in UN-Schutzzonen.

    Es sind ohnehin, wie du vielleicht weißt kroatische Soldaten in Afghanistan, in einem Einsatz mit zweifelhaftem Mandat und in höchstrisikantem Terrain.
    Serbische Soldaten sind Teil eines UN-Einsatzes im Kongo.
    Die Gefahr von der du sprichst ist schon da, nur profitieren wir nicht davon im Sinne
    einer Versöhnung, weil es keine gemeinsamen Projekte sind. Gewisse Einsätze um Gebiete zu Okkupieren oder mittelfristig Märkte für europäische oder amerikanische Kapitalinteressen zu "öffnen" lehne ich sowieso kategorisch ab.
    In meiner Idee neue positive Geschichte zu schreiben, geht es darum das die Neue Geschichte die alte verdrängt, nicht das vergessen wird, sondern das die Grundatmosphäre zwischen unseren Völkern nicht feindlich sondern zumindest konstruktiv ist. Natürlich bergen solche Einsätze Gefahren, aber wenn es gelingt könnte es kommenden Generationen auf dem Balkan Kriege und damit viele Tote und unendliches Leid ersparen.
    Aber das müßte ohnehin, wie gesagt, auf politischer Ebene umgesetzt werden. An die Forumsteilnehmer richte ich mich mehr mit den letztgenannten Ideen in meinem Eröffnungsbeitrag.

  3. #23

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von Emir Beitrag anzeigen
    Versuch erst gar nicht klug zu sein, kommst nur tiefer in die AA rein

    hmm AA? hab ganz normal mit dir geredet wieso so reaktion naja

  4. #24
    Emir
    Zitat Zitat von Azrak Beitrag anzeigen
    Wenn es um Serben und Bosnier geht, wird es genau so sein wie ich es gesagt habe! Kannst das in jeder Großstadt versuchen. Wenn es um Serben und Albaner geht, ist es was anderes.
    Z.B. letztens hatten wir hier ein Fest, wo jeder Kulturverein seinen Stand bekommt. Und rate mal wer neben dem bosnischen Verein war?! Richtig, der serbische. Und über die 3 Tage ist nix, aber auch garnix passiert. Nicht mal beschimpfungen oder sonst was.

    Hvala bogu und so ist es auch gut so. Damals haben wir in der Schule auch immer alle zusammen gechillt, hatten echt nie Probleme aber ich weis genau was unser kluger boy meint



    Odo ja u kafic, dosadno mit je

    streitet euch schön ^^

  5. #25
    Beogradjanin
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Hallo Dobrinje,
    Es mag hart klingen, aber ich bin da anderer Auffassung.
    Aufräumarbeiten, Hilfsdienste, militärische Sicherungsaktionen beispielsweise
    in Erdbebengebieten um Plünderungen zu unterbinden, wären vorzuziehen, aber
    auch der Schutz von Refugee-Camps in UN-Schutzzonen.

    Es sind ohnehin, wie du vielleicht weißt kroatische Soldaten in Afghanistan, in einem Einsatz mit zweifelhaftem Mandat und in höchstrisikantem Terrain.
    Serbische Soldaten sind Teil eines UN-Einsatzes im Kongo.
    Die Gefahr von der du sprichst ist schon da, nur profitieren wir nicht davon im Sinne
    einer Versöhnung, weil es keine gemeinsamen Projekte sind. Gewisse Einsätze um Gebiete zu Okkupieren oder mittelfristig Märkte für europäische oder amerikanische Kapitalinteressen zu "öffnen" lehne ich sowieso kategorisch ab.
    In meiner Idee neue positive Geschichte zu schreiben, geht es darum das die Neue Geschichte die alte verdrängt, nicht das vergessen wird, sondern das die Grundatmosphäre zwischen unseren Völkern nicht feindlich sondern zumindest konstruktiv ist. Natürlich bergen solche Einsätze Gefahren, aber wenn es gelingt könnte es kommenden Generationen auf dem Balkan Kriege und damit viele Tote und unendliches Leid ersparen.
    Aber das müßte ohnehin, wie gesagt, auf politischer Ebene umgesetzt werden. An die Forumsteilnehmer richte ich mich mehr mit den letztgenannten Ideen in meinem Eröffnungsbeitrag.
    srbija brate je jedina buducnost balkana...

  6. #26

    Registriert seit
    10.11.2008
    Beiträge
    8.629
    sicher werden wir uns versöhnen aufstehen und auf die strasse gehen alle zusammen und gegen rassismus demonstrieren alle darauf aufmerksam machen dass es auch anders geht und es selbst vorleben selbst die veränderung leben

  7. #27
    Avatar von Azrak

    Registriert seit
    18.08.2008
    Beiträge
    9.275
    Zitat Zitat von Laleh Beitrag anzeigen
    sicher werden wir uns versöhnen aufstehen und auf die strasse gehen alle zusammen und gegen rassismus demonstrieren alle darauf aufmerksam machen dass es auch anders geht und es selbst vorleben selbst die veränderung leben
    Und während wir auf der Straße demonstrieren, werden Scharfschütze auf uns zielen und abdrücken...

  8. #28

    Registriert seit
    15.09.2010
    Beiträge
    48
    Fitnesstrainer hat absolut recht mit seiner Aussage, denn genauso machen es die USA. Die USA sind ein so divergentes Land, die sich nach außen repräsentieren müssen um nach innen geschlossen zu sein. Hätten die USA nicht jedes Jahrzehnt mindestens ein Krieg geführt, so wäre der innere Zusamenhalt der Bevölkerung weggebrochen und man hätte sich verstärkt um die innenpolitischen Probleme gekümmert.

    Ich behaupte nicht, das dies auch gut ist. Den so sind die USA nur deshalb so nach innen geschlossen, weil sie andere Völker unberechtigt leiden lassen. Die Völker auf dem Balkan mussten dies auch schon spüren, denn nur weil Bill Clinton sich von einer gewissen Frau Lewinsky einen lutschen hat lassen und dies im Jahre 1998 bekannt wurde, war der Kosovokrieg, natürlich neben anderen Interessen, im Jahre 1999 eine willkommene amerikanische Ablenkung.

    "Es began mit einer Lüge", eine Dokumentation des WDR.
    Es began mit einer Lüge

    Die Dokumentation kennt glaube ich jeder hier im BF, trotzdem poste ich es nochmal. Sie beweist das der Kosovokrieg auf Lügen basiert und weswegen, das kann jeder für sich selber denken

    Geschichte ist etwas Tolles, denn du kannst dich an ihr laben, auch wenn es dir im moment beschissen geht und Kraft für die Zukunft schöpfen. Und da die Völker des Balkan viel an Geschichte aufweisen, so ist ihr Lebensmut auch zu bewundern, man beachte das die Kriege vor etwas mehr als 10 Jahren tobten und die offensichtlichen Wunden schon verheilt sind und man die Zukunft fest im Blick hat.

    Ein Engagement im Ausland im Rahmen eines humanitäremn Einsatzes halte ich für sehr sinnvoll und würde die Menschen auf dem Balkan einander näher bringen. Besonders heutezutage haben Serben, Kroaten und Bosnier doch nichts mehr miteinander zu tun, jeder lebt für sich in seinen abgegrenzten Bereichen und hat doch gar keine Austauschmöglichkeit mehr, dies war zu Zeiten des alten Jugoslawiens anders. Aber man muß realistischerweise sehen, das die jetzigen "Zombiebalkanstaaten" nur ein Anhängsel des Westens sind und gar nicht mehr einen Auslandseinsatz im bereich humanitärer Hilfe stemmen können, das können nur wenige der großen Länder.

    Die Aussöhnung wird kommen und zwar langsam. Keiner der jetzigen Völker hat es wirklich auf den grünen Zweig geschafft, mal abgesehen von den Slowenen und die Lebensbedingungen aller Balkanbewohner ist im Grunde genommen schlecht. Es wird sich sozusagen eine Art "Ostalgie" breit machen, nicht mit einem neuen Jugoslawien aber doch an die verbindenden Dinge im alten Jugoslawien erinnernd, die ein gegenseitiges Interesse zur Folge hat.
    Es ist besser seinen direkten Nachbarn zum Freund zu haben, als jemand der 7000km entfernt wohnt und den du nie persönlich gesehen hast ;-D

    Aber als aller Erstes muß die Geschichte vorurteilsfrei aufgearbeitet werden und jeder muß bereit sein auch seine Fehler einzugestehen. Erst wenn man das ausführlich durchgekaut hat, dann kann man sich wieder in die Arme nehmen. Auch muß mann die Rolle ausländischer Kräfte während der Sezession der Balkanstaaten neu belichten, so findet man auch eine Teilschuld bei anderen Staaten und die gegenseitigen Schuldzuweisungen lösen sich in Wohlgefallen auf.

    Leider ist eine unumstößliche Tatsache das die Menschheit in Zyklen lebt. So wird eine Gesellschaft mit den besten Gedanken erschaffen und die Menschen leben eine Zeit lang gut und schön. Doch solche Gesellschaften haben nur so lange bestand wie der Wohlstand am wachsen ist, ist dieser am stagnieren oder am schwinden, so fängt man an um die auf dem Boden liegenden Krümmel zu kämpfen. Auch braucht eine Gesellschaft kontinuierlich Reformen, sonst sehen die Menschen einen Stillstand und das Ungerechtigkeitsgefühl wächst. Aber gerade Reformen bedeuten Umbruch und meistens sind Reformen am anfang so unausgegoren, das dies meist in Gewalt mündet.

    Nicht nur der Balkan war anfang der 90er im Umbruch, auch im Westen hat sich viel getan, so ist die Soziale Marktwirtschaft eigentlich Geschichte und bis heute sehen wir ein Prozeß der Entmündigung der Bürger. Von der UdSSR schreibe ich besser gar nicht, dieses Weltreich ist komplett zerbrochen. Der Westen entwickelt sich langsam zu einem feudalfaschistischen System, in dem der Bürger nichts mehr zu entscheiden hat, aber man ihn in dem Glauben lässt, während die Politik nur durch die Interessen der Reichen und Superreichen geprägt wird.
    Doch auch wir leben nur in einem Zwischenzustand und unsere Entwicklung wird gegen die Wand fahren, spätestens mit der nächsten großen Wirtschaftskrise.
    Auch Deutschland wird irgendwann bald im Blutvergießen versinken, wenn die Menschen mehrheitlich keine Arbeit mehr haben und sich ausgebeutet fühlen, nur um dann eine neue Gesellschaft "zu erfinden". Und die Menschen werden ihre Arbeit verlieren, da wir nicht mal ansatzweise eine Antwort auf die voranschreitende Automatisierung haben, denn immer mehr Arbeit wird von Robotern und Maschinen, zum Vorteil der reichen Menschen, übernommen. Diese Zyklen sind völlig normal und ein faktum in unserer Geschichte. Mal ziehen sich die Zyklen lang, mal sind sie sehr kurz, nur sie sind vorhanden! Vom Alten Ägypten bis zu unseren demokratischen neuen Gesellschaften hat es diese Zyklen immer gegeben. Ausnahmen von den Zyklen gab es nur in der Steinzeit, so waren die alten Kelten, Germanen und Slawen ja traditionell wirklich absolut friedliebende ackerbautreibende Völker, erst mit dem Auftauchen der antiken Stadtkulturen änderte sich dies, auch andere Kulturen neigten zu Zeit der Steinzeit eher zum Frieden. Man muß auch mal festhalten, das sich die steinzeitlichen Gesellschaften nicht kontinuierlich weiterentwickelt haben und relativ starr war.

    Ich verweise nur auf den Feuervogel Phönix!
    Phönix (Mythologie)
    Altes muß sterben um Neues zu gebären, was seinerseits auch stirbt um Neuem platz zu schaffen und so fort. Was für Lebensformen gilt, das gilt auch für Gesellschaften.

    Dann bleibt mir am Ende nur zu sagen, das die Zeit alle Wunden heilt! Und man irgendwann vergeben kann. Spätestens wenn die Kriegsgeneration gestorben ist, dann können sich ihr Kinder aussöhnen und wieder leben, heiraten und sich lieben...

    Und gib einen Fick auf das Was die radikalen Forenuser hier schreiben, wenn Toleranz für dich dein Weg ist, dann lebe sie einfach ^_^

  9. #29
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.180
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Hallo Dobrinje,
    Es mag hart klingen, aber ich bin da anderer Auffassung.
    Aufräumarbeiten, Hilfsdienste, militärische Sicherungsaktionen beispielsweise
    in Erdbebengebieten um Plünderungen zu unterbinden, wären vorzuziehen, aber
    auch der Schutz von Refugee-Camps in UN-Schutzzonen.

    Es sind ohnehin, wie du vielleicht weißt kroatische Soldaten in Afghanistan, in einem Einsatz mit zweifelhaftem Mandat und in höchstrisikantem Terrain.
    Serbische Soldaten sind Teil eines UN-Einsatzes im Kongo.
    Die Gefahr von der du sprichst ist schon da, nur profitieren wir nicht davon im Sinne
    einer Versöhnung, weil es keine gemeinsamen Projekte sind. Gewisse Einsätze um Gebiete zu Okkupieren oder mittelfristig Märkte für europäische oder amerikanische Kapitalinteressen zu "öffnen" lehne ich sowieso kategorisch ab.
    In meiner Idee neue positive Geschichte zu schreiben, geht es darum das die Neue Geschichte die alte verdrängt, nicht das vergessen wird, sondern das die Grundatmosphäre zwischen unseren Völkern nicht feindlich sondern zumindest konstruktiv ist. Natürlich bergen solche Einsätze Gefahren, aber wenn es gelingt könnte es kommenden Generationen auf dem Balkan Kriege und damit viele Tote und unendliches Leid ersparen.
    Aber das müßte ohnehin, wie gesagt, auf politischer Ebene umgesetzt werden. An die Forumsteilnehmer richte ich mich mehr mit den letztgenannten Ideen in meinem Eröffnungsbeitrag.
    Dein Grundgedanke der Versöhnung in allen Ehren, jedoch halte ich es nicht für realisierbar.

    Selbst wenn gemeinsame Projekte stattfinden würden und die Medien ihren Teil beitragen würden, so ist die balkanische Mentalität doch die das man immer auf das schlechte verweisen wird was vorgefallen ist. Es wird immer heissen, ja aber die Serben in den 90er und ja aber die Kroaten im 2. WK usw.

    Zudem darfst du nicht vergessen das der Krieg in Kroatien und BiH noch allgegenwertig ist. Zig tausende Minen liegen in Cro und BiH und sobald wieder jemand von einer Mine verletzt oder getötet wird, werden auch die besten Nachrichten von gemeinsam operierenden Serben, Kroaten und Bosniaken im Sudan oder sonstwo verpuffen wie heisse Luft und man wäre wieder am Anfang der Spirale

  10. #30

    Registriert seit
    10.11.2008
    Beiträge
    8.629
    Zitat Zitat von Azrak Beitrag anzeigen
    Und während wir auf der Straße demonstrieren, werden Scharfschütze auf uns zielen und abdrücken...

    lieber sterbe ich für liebe als für hass.

Seite 3 von 19 ErsteErste 123456713 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 02.08.2013, 22:09
  2. Antworten: 72
    Letzter Beitrag: 08.05.2012, 12:56
  3. Bushido & Sido versöhnen sich.
    Von Azrak im Forum Musik
    Antworten: 104
    Letzter Beitrag: 18.08.2011, 15:00
  4. Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 30.08.2010, 02:09
  5. Wir können alle Modells werden
    Von GjergjKastrioti im Forum Rakija
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 02.06.2007, 21:13