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An alle: Wie können wir uns versöhnen?

Erstellt von Fitnesstrainer NRW, 30.09.2010, 10:37 Uhr · 185 Antworten · 7.578 Aufrufe

  1. #31

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von Laleh Beitrag anzeigen
    lieber sterbe ich für liebe als für hass.
    wow

  2. #32
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.191
    Zitat Zitat von Laleh Beitrag anzeigen
    lieber sterbe ich für liebe als für hass.
    Leicht gesagt, wie schwer es wirklich ist weiss man erst wenn man dem Tod ins Gesicht blickt!

  3. #33

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    mich erinnert das ganze irgendwie an das Buch "Die unendliche Geschichte"

  4. #34
    Beogradjanin
    Ach ja ein pathetischer Spruch jagt den anderen. Die Wurzel des Übels ist der Nationalismus, der ihn uns allen noch immer schlummert.

    Seid ihr nicht voller Wut manchmal auf das andere Volk in bestimmten Situation ? Wir können hier schreiben was Toleranz ist wie sie sich definiert, aber bevor wir nicht dem ganzen ensagen, sprich Zurschaustellung bestimmter Gegenstände , übertriebene Vaterlandsliebe , werden wir nicht sicher sein und anfällig für Propaganda.

    Es fehlt auch eine Aufarbeitung der ganzen Geschehnisse, in Serbien hat man halbgerzig angefangen, verleugnet noch immer vieles, in Kroatien ist es noch immer der große Verteidigunskrieg, in Bosnien die Opferrolle.

    Man sollte einen Menschen stets nach seiner Persönlichkeit betrachten, doch das ist oftmals nicht möglich weil viele unter uns nunmal ein wenig älter sind und uns bewußt ist was passiert ist. So ist es ein ewiges Jonglieren.

    Ich persönlich versuche stets alle Seiten zu sehen, doch ertappe mich manchmal dass ich wütend werde wenn über mein Volk gehetzt wird, und auch nationalistisch werde. Das ist das Grundübel, sich befreien von den alten Lasten durch stetigen Kontakt mit den alten "Feinden" die nun Freunde geworden sind, und Politik im Umgang gemieden wird.

  5. #35

    Registriert seit
    10.11.2008
    Beiträge
    8.629
    Zitat Zitat von dobrinje Beitrag anzeigen
    Leicht gesagt, wie schwer es wirklich ist weiss man erst wenn man dem Tod ins Gesicht blickt!

    sicher ist es mir leicht das hier und jetzt so zu schreiben, wenn ich nicht weiss wie es ist. aber das ist nicht das worauf ich hinaus möchte dobrinje.

    es geht mir nicht darum zu sagen dass ich für etwas sterben will, nein, ich möchte leben, ich suche nicht den tod um gottes willen, aber wenn ein scharfschütze mich auf einer friedens-demo erschiessen würde dann wäre ich wenigstens für das richtige gestorben.

  6. #36
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

    Registriert seit
    26.09.2010
    Beiträge
    3.309
    @Critter
    Danke für deine ausführlichen Schilderungen.
    Ich gebe dir Recht was die Microchiprevolution betrifft und die damit verbundene fortschreitende Automatisierung, so hat Sie mehr Arbeitsplätz gekostet, als alle anderen Faktoren zusammen und das sich das sich das Kapital immer mehr in den Händen weniger konzentriert.
    Beispiel: 54% der Fläche Deutschlands werden landwirtschaftlich genuzt
    1950 arbeitete noch jeder 4. Arbeitnehmer in der Landwirtschaft
    1999 nur noch jeder 40.!
    Deutschland könnte sich mit einem Heer von Arbeitslosen und Niedriglöhnern,
    tatsächlich sein eigenes Revolutionspotenzial schaffen. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.
    Aber mir geht es um Versöhnung auf dem Balkan.
    Du hast einen wichtigen Punkt geschrieben:
    Zitat:
    Dann bleibt mir am Ende nur zu sagen, das die Zeit alle Wunden heilt! Und man irgendwann vergeben kann. Spätestens wenn die Kriegsgeneration gestorben ist, dann können sich ihr Kinder aussöhnen und wieder leben, heiraten und sich lieben...
    @alle
    Bisher ist immer schon der nächste Krieg ausgebrochen, bevor die Generation des letzten Krieges von uns gegangen ist. Viele haben somit sogar zwei Kriege miterlebt. Im Fall von BiH lässt sich das bis 1875 zurück verfolgen. Wenn lokale Erhebungen, Einfälle der Österreicher und Haiduken bzw. Uskoken-Aktivitäten dazu gezählt werden
    Jahrhunderte. Diese Kontinuität gilt es zu durchbrechen!
    Und jeder ist gefordert, auch im Kleinen, und wenn nur ein paar der einen Volksgruppe, mit Mitgliedern der anderen einen kleinen Verein Gründen.
    Viele sagen sich die Zeit heilt alle Wunden, aber bleibt genug Zeit?
    Und eine Wunde, die noch nicht ganz verheilt ist, reisst bekannter schneller wieder auf. Jeder der Stabilität wünscht ist ernsthaft gefordert, sich zu überlegen was er dazu beitragen kann... denn keine Schneeflocke in der Lawine wird sich jemals verantwortlich fühlen (Zitat Autor Unbekannt)

  7. #37

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    @Critter
    Danke für deine ausführlichen Schilderungen.
    Ich gebe dir Recht was die Microchiprevolution betrifft und die damit verbundene fortschreitende Automatisierung, so hat Sie mehr Arbeitsplätz gekostet, als alle anderen Faktoren zusammen und das sich das sich das Kapital immer mehr in den Händen weniger konzentriert.
    Beispiel: 54% der Fläche Deutschlands werden landwirtschaftlich genuzt
    1950 arbeitete noch jeder 4. Arbeitnehmer in der Landwirtschaft
    1999 nur noch jeder 40.!
    Deutschland könnte sich mit einem Heer von Arbeitslosen und Niedriglöhnern,
    tatsächlich sein eigenes Revolutionspotenzial schaffen. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.
    Aber mir geht es um Versöhnung auf dem Balkan.
    Du hast einen wichtigen Punkt geschrieben:
    Zitat:
    Dann bleibt mir am Ende nur zu sagen, das die Zeit alle Wunden heilt! Und man irgendwann vergeben kann. Spätestens wenn die Kriegsgeneration gestorben ist, dann können sich ihr Kinder aussöhnen und wieder leben, heiraten und sich lieben...
    @alle
    Bisher ist immer schon der nächste Krieg ausgebrochen, bevor die Generation des letzten Krieges von uns gegangen ist. Viele haben somit sogar zwei Kriege miterlebt. Im Fall von BiH lässt sich das bis 1875 zurück verfolgen. Wenn lokale Erhebungen, Einfälle der Österreicher und Haiduken bzw. Uskoken-Aktivitäten dazu gezählt werden
    Jahrhunderte. Diese Kontinuität gilt es zu durchbrechen!
    Und jeder ist gefordert, auch im Kleinen, und wenn nur ein paar der einen Volksgruppe, mit Mitgliedern der anderen einen kleinen Verein Gründen.
    Viele sagen sich die Zeit heilt alle Wunden, aber bleibt genug Zeit?
    Und eine Wunde, die noch nicht ganz verheilt ist, reisst bekannter schneller wieder auf. Jeder der Stabilität wünscht ist ernsthaft gefordert, sich zu überlegen was er dazu beitragen kann... denn keine Schneeflocke in der Lawine wird sich jemals verantwortlich fühlen (Zitat Autor Unbekannt)
    jezt seh mal nich alles so schwarz.aba vergessn wird eh keiner was siehst ja wie lange schon des 2te WK her ist und troztem sagen noch viele zu deutschen menschen NAZIS.un so is das auch im balkan viele werden noch zu uns serben sagen CETNIKS.

    PS:so ist des un so bleibts halt aba solange wir uns nich bekriegen is das ok

  8. #38

    Registriert seit
    15.09.2010
    Beiträge
    48
    Was mir bei den Balkanvölkern aufgefallen ist, das diese so tolerant und aufgeschlossen sind, wie vielleicht keine anderen Völker in Europa, es gibt aber auch eine Schattenseite. Diese Schattenseite sind tiefsitzende Ängste, die vom Vater zum Sohne übertragen werden usw. Zwar sagt man den Deutschen nach das sie paranoid sind und das stimmt auch, jedoch sind die Ängste immer nur spoantan hochkochende Ereignisse, wie zB der Terrorismus, Kampfunde, Arbeitslosigkeit usw. Auf dem Balkan ist es anders...

    Hier mal Ereignis von meiner Seite aus....
    Ich bin nur halber Serbe, meine andere Hälfte ist deutsch. Ich besuchte trotzdem regelmäßig mit meiner Mutter meist meine Familie mütterlicherseits in Serbien. An den Hof meiner Großeltern grenzt eine Schule. Eines Besuches bekam ich eine Plastikpistole geschenkt auf die ich auch stolz war und sogleich musste ich alles mit dem Gumminoppen beschießen was ich sah ;-D *lol* Ich war zu dem Zeitpunkt 8 Jahre alt. Eines vormittags spielte ich auf dem Hof meiner Großeltern und entdeckte ein paar Schüler, allesamt mindestens 5 Jahre älter als ich, die gerade Pause hatten oder schon Schule aus. Ich bin natürlich auf die Kinder zugerannt und wollte mit ihnen spielen, also hielt ich die Waffe in der Hand und "bedrohte" sie sozusagen. Und nun haltet euch fest.... Ich habe eine Gruppe von 8 Kindern, alle mindestens 5 Jahre älter als ich, mit der "Waffe" minutenlang in Schach gehalten, die hatten richtige Angst und irgendwann war es mir zu blöd und ich habe meinen Gumminoppen verschossen. Das hat einen fetten Anschiß gegeben und meine Großeltern mussten sich rechtfertigen X-D *lol* Meine Mutter hat sich schlapp gelacht das ich es wirklich geschafft hatte soo viele und so viel ältere Kinder zu ängstigen ;-D *megalol*

    Moral von der Geschichte, die Kinder hatten Angst vor mir, weil ich halber Deutscher war und die Angst in ihren Augen war real, nur habe ich das mit 8 Jahren natürlich nicht gecheckt. Ich war schon öfter als Svabo oder NAZI beleidigt worden, nur geht mir sowas am Arsch vorbei und es ist absolut egal als Svabo beleidigt zu werden und trotzdem gut behandelt zu werden, da lege ich mehr Wert auf das Benehmen und Verhalten der menschen dort!

    Aber diese tiefsitzende Angst ist bestimmend für viele auf dem Balkan, zwar sind die Leute richtig gelassen und relaxt normalerweise, aber es gibt Situationen da kommt diese Angst richtig hoch. Man hat es bei den serben in der Krajina gesehen, die haben nicht aus Jux und Dollerei reagiert, sonder es war in weiten Teilen der bevölkerung eine tief verankerte Angst.

    Ich glaube am ehesten hilft man den Menschen auf dem Balkan indem man ihre Ängste schonungslos aufarbeitet anstatt sie nur zu überdecken. Den Kroaten zum Beispiel sollte klar sein das die Serben sie noch für die Verbrechen des zweiten Weltkriegs verantwortlich machen und die Serben sollten wissen, das die Kroaten sie für nationalistische Unruhestifter halten. Das nur als Beispiel. Dem kannman entgegenwirken, die Kroaten können den Toten des Zweiten Weltkrieges ihre Ehre erweisen und die abgerissenen denkmäler wieder aufstellen, gleichzeitig den vertriebenen Krajinaserben die Rückkehr ermöglichen, gleichzeitig verzichteb die Serben auf jegliche Gebietsansprüche in Kroatien und Vertrauen den Kroaten einfach, dass sie pfleglich mit den dort lebenden Serben umgehen. Für Bosnien wird es komplizierter geht aber auch...

    Man muß gegenseitiges Vertrauen schaffen und damit die ureigenen Ängste überwinden.

  9. #39
    GregorSamsa
    Ich behaupte nicht, das dies auch gut ist. Den so sind die USA nur deshalb so nach innen geschlossen, weil sie andere Völker unberechtigt leiden lassen. Die Völker auf dem Balkan mussten dies auch schon spüren, denn nur weil Bill Clinton sich von einer gewissen Frau Lewinsky einen lutschen hat lassen und dies im Jahre 1998 bekannt wurde, war der Kosovokrieg, natürlich neben anderen Interessen, im Jahre 1999 eine willkommene amerikanische Ablenkung.

    "Es began mit einer Lüge", eine Dokumentation des WDR.

    Es began mit einer Lüge

    [/QUOTE]


    @Critter:
    Ich hoffe, from the buttom of my heart, dass du nicht ernsthaft glaubst, dass der Krieg eine Lüge war oder gar damit angefangen hat.
    Think before you act!

    MfG

  10. #40
    IbishKajtazi
    Die Serben sind schuld!







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