Gordana Djindjic wurde von bewaffnetem Mann angegriffen und musste verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden

Belgrad - Auf die Schwester des ermordeten serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic ist am späten Samstagabend ein Anschlag verübt worden. Wie in der Nacht aus Polizeikreisen in Belgrad verlautete, wurde Gordana Djindjic in der Ortschaft Belosevac in Zentral-Serbien von einem bewaffneten Mann angegriffen und verletzt. Sie sei in ein Krankenhaus nach Belgrad gebracht worden. Über die genaue Art der Verletzungen wurden zunächst keine Angaben gemacht; sie seien aber nicht lebensbedrohlich, hieß es.

Nach Angaben der Polizei hat die Familie des im März vergangenen Jahres ermordeten serbischen Ministerpräsidenten in den zurückliegenden Wochen mehrfach Morddrohungen erhalten. Djindjics Mutter Mila und seine Schwester Gordana hätten deshalb Polizeischutz erhalten.

Erst Anfang Mai hatte sich der mutmaßliche Drahtzieher des Anschlags auf Djindjic, der ehemalige Oberst des serbischen Geheimdienstes, Milorad Lukovic "Legija", freiwillig der Polizei gestellt. Gerüchte, ein weiterer mutmaßlicher Haupttäter habe sich am Samstag nach 14-monatiger Flucht ebenfalls gestellt, wurden am Samstagabend vom serbischen Innenministerium dementiert. (APA/dpa)