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Wieder Angriff auf Serben im Kosovo.

Erstellt von Najed, 28.09.2005, 21:23 Uhr · 12 Antworten · 1.228 Aufrufe

  1. #11
    VUC

    Registriert seit
    29.08.2005
    Beiträge
    516

    Re: Wieder Angriff auf Serben im Kosovo.

    NE MA UCK, NE MA PROBLEMA E GOTOVO :!: :!: :!:

  2. #12
    Zitat Zitat von Legija
    die armee sollte jetzt einmaschieren und der kfor den weg nach drausen zeigen den sie haben eindeutig versagt im kosovo so schlimm war es noch nie da!!

  3. #13
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988

    Das vollständige Versagen der NATO und KFOR im Kosovo

    Aus einer neutralen Schweizer Quelle, wird das vollständige Versagen der Bundeswehr und NATO - UN im Kosovo dokumentiert.

    Das Versagen der Uno-Verwaltung im Protektorat Kosovo

    Am 17. und 18. März haben pogromartige Krawalle mit über 50000 Beteiligten das von der Uno verwaltete Kosovo überzogen. 19 Personen kamen ums Leben, 900 wurden schwer verletzt, mehr als 700 Häuser von Serben, Aschkali und Roma wurden zerstört. 30 serbisch-orthodoxe Kirchen und 2 Klöster wurden angezündet und etwa 4500 Nicht-Albaner vertrieben. Weshalb dieser Gewaltausbruch fünf Jahre nach Kriegsende?

    Obwohl es Vorwarnungen gab, verzichtete etwa die deutsch geführte Brigade in Prizren darauf, ihre Bereitschaft zu erhöhen, und wurde von den Ereignissen völlig überrumpelt. Die ehemalige «Perle Kosovos» wurde von Serben und serbischen Baudenkmälern endgültig «gesäubert», ohne dass die Truppe auch nur versucht hätte, entschieden Widerstand zu leisten.

    Seit 1999 haben hohe Offiziere das Fehlen eines umfassenden Nachrichtendienstes in der Kfor beklagt. Statt dessen ist man auf den guten Willen nationaler Dienste angewiesen, die oft ihre eigenen Süppchen kochen und, wie sich zeigt, kaum in die kosovo-albanische Gesellschaft eindringen, geschweige denn kriminelle Strukturen zu unterwandern vermögen.

    Aber nicht nur die Frühwarnsysteme -funkionierten nicht. Die Kfor versagte auch militärisch und entpuppte sich vor den staunenden Augen der friedfertigen Bevölkerungsmehrheit als Papiertiger, nicht nur wegen der deutschen Niederlage in Prizren. Im französischen Sektor wurde das serbische Dorf Svinjare vollständig niedergebrannt, das Vieh getötet und die Ernte vernichtet. Die Besatzung des benachbarten Feldlagers Belvédère beschränkte sich darauf, die Serben zu evakuieren, und liess dem Mob freie Hand. Ebenso die Italiener im Fall von Bjelo Polje, einem aufwendigen Rückkehrerprojekt bei Peja: Als sich die verängstigten Serben, von ihren Verfolgern verdrängt, in die Kirche flüchteten, wurden sie von den mit Radpanzern auffahrenden Truppen nicht etwa von dort evakuiert, sondern per Megaphon aufgefordert, zu den Panzern zu flüchten, wo sie nach einem brutalen Spiessrutenlauf durch die Reihen der Randalierer in Empfang genommen wurden. Das Dorf brannte ab.
    TV-Desinformation mit Schweizer Hilfe

    In Kosovo wird die Frage heftig diskutiert, ob die Krawalle und Pogrome spontan oder organisiert waren. Vieles spricht für eine Mischung aus spontaner Mobilisierung und mehr oder weniger koordinierten Gewaltaktionen. In einem Bericht kommt die International Crisis Group zum Schluss, dass es wohl keine zentrale Planung gegeben habe, lokale Akteure die aufgebrachte Menge aber instrumentalisiert und angeleitet hätten. Der Augenschein in Prizren bestätigt dies. Die Systematik der Zerstörung wirkt planvoll, und der lokale Chef des Veteranenverbands berichtet freimütig, er habe nicht nur mobilisiert, sondern auch das Lynchen einiger alter Serben verhindert und schliesslich, mit Mühe zwar, am 19. März die Menge nach Hause geschickt.

    Eine verheerende Rolle spielten die Medien, allen voran der öffentlichrechtliche Rundfunk RTK, der massgeblich von der Schweizer Regierung finanziert wird - ein Engagement, das derzeit überprüft wird. RTK verbreitete am Vorabend der Ausschreitungen die Meldung, dass bei Caber drei albanische Kinder von Serben in den Fluss Ibar getrieben worden und ertrunken seien - dies, obwohl die Polizei sofort klarmachte, dass der Vorgang ungeklärt sei.

    Heute weiss man, dass keine Serben in die Tragödie verwickelt waren. Die reisserische und erwiesenermassen falsche Berichterstattung des RTK-Fernsehens, das 70% der Bevölkerung erreicht, wurde von der Mehrzahl der Printmedien übernommen. Wen immer man in Kosovo in jenen März-Tagen nach der Ursache der Gewalt fragte, gab zur Antwort: der Mord an den Kindern von Caber.
    Verharren in «Kriegswerten»

    Enttäuschend war allerdings auch die späte und uneindeutige Verurteilung der Gewalt durch die massgeblichen kosovo-albanischen Politiker. Es war nur gerade Ministerpräsident Rexhepi, der sich an die «Front» in Mitrovica und Caglavica getraute, um die Lage zu beruhigen. Persönlich hält Rexhepi die Stellungnahmen der Politiker, die meist nur die Angriffe auf die Unmik, nicht aber auf die Serben kritisierten, für ausreichend. Er weist auf die weitverbreitete Frustration in der kosovo-albanischen Bevölkerung hin. Die Provinz stagniert ökonomisch, die ausländische Hilfe nimmt ab, ohne dass sie durch Fremd-investitionen ersetzt würde. Die Lösung der Statusfrage bleibt in unbestimmbarer Ferne.

    Mit diesen entmutigenden Perspektiven ist eine sehr junge Bevölkerung konfrontiert (70% sind unter 30 Jahre alt), deren Emigrationsdruck auf immer höhere Visamauern stösst. Generationen sind geprägt von der Erfahrung von Widerstand und Krieg, wurden unter prekären Bedingungen ausgebildet und verharren ideologisch oft bei den «Kriegswerten», wie ein kruder und intoleranter Patriotismus hier genannt wird. Die öffentliche Debatte über grundsätzliche Fragen ist eine Seltenheit.

    Quelle: Neue Zürcher Zeitung vom 14.5.2004, gekürzt.

    http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/THEMEN/INDEX.HTM

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