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Angst von der Haradinaj-Familie umgebracht zu werden

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 14.03.2005, 14:52 Uhr · 1 Antwort · 6.006 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Angst von der Haradinaj-Familie umgebracht zu werden

    Kosovos "wilder Westen"

    Der Fall Haradinaj wirft ein Schlaglicht auf Clan-Kämpfe in der Region / Nachbarn beschuldigen angeklagten Premier

    VON ANDREAS ERNST (PEC)

    Der Hof der Familie Haradinaj liegt südöstlich des Provinzstädtchens Decan, etwas außerhalb des Dorfes Gllogjan. Das stattliche Haus ist von einer hohen Mauer umgeben und wirkt wie eine Burg. Rundherum Viehweiden, tief verschneit, gegen den Horizont steigt schroff das Prokletije-Gebirge an, die "verfluchten Berge". Etwa 30 Männer stehen vor dem mächtigen Tor in kleinen Gruppen zusammen und unterhalten sich leise. Ländliche Gestalten mit dem traditionellen weißen Käppi, Geschäftsleute im Anzug und bullige Leibwächter in Lederjacken.

    Gestützt von einem Begleiter kommt Hilmi Haradinaj aus dem Haus. An diesem Tag ist sein Sohn Ramush in das Flugzeug nach Den Haag gestiegen, um sich dem UN-Kriegsverbrechertribunal zu stellen. Ramush Haradinaj war Türsteher in der Schweiz, Kommandant der Kosovo-Befreiungsarmee UCK und schließlich Ministerpräsident in Kosovo. Vater Hilmi ist ein kleiner Mann mit braun gebranntem Gesicht. Er wirkt müde. Im grauen Anzug und Pantoffeln steht er im Schnee. "Es ist ein großer Schmerz", sagt Hilmi. "Ich habe das nicht erwartet." Ramush habe ihn angerufen und die Botschaft überbracht. Nein, mehr wolle er nicht sagen.

    Blutige Bandenkämpfe

    Pec sagen die Serben zu der Stadt, die für Albaner Peja heißt. Es ist die größte Stadt im "wilden Westen" Kosovos. Auf dem Marktplatz rund um die Moschee drängeln sich Menschen. Die Gemeinde liegt nahe der Grenze zu Albanien und Montenegro, der Handel mit Schmuggelgütern wie Drogen und Zigaretten zählt zu den einträglichsten Geschäften. Häufig gibt es blutige Bandenkämpfe. Gefasst wird in der Regel niemand.

    Auf das Schicksal Ramush Haradinajs angesprochen, reagieren die Leute auf dem Markt gelassen. "Wir wissen: Ramush ist ein Held", sagt Orhan Gjikolli, ein Englischlehrer, der nebenbei Strümpfe verkauft. Vielleicht wüssten die in Den Haag mehr. Hier sei allen klar: Ramush habe sein Volk verteidigt. Punkt. Zudem habe die Familie Haradinaj genug Opfer gebracht: zwei Söhne im Krieg verloren, einen im Gefängnis. Ramush habe klar gesagt, dass sie sich ruhig verhalten sollten, betont ein Mann. "Die Leute haben begriffen, dass sie sich selber schaden, wenn sich die März-Unruhen wiederholen."

    Welche Rolle hat Ramush hier im Krieg gespielt? Keiner will darüber Auskunft geben. Ramush selber wisse das am besten. Er werde vor Gericht aussagen, dann wisse man die Wahrheit. Die Haager Anklageschrift zeichnet ein düsteres Bild von Haradinaj. Sie bezieht sich auf die Zeit vor den Nato-Luftangriffen, die im März 1999 begannen, und beschuldigt den Kommandanten mit Kriegsnamen "Smaj", systematisch so genannte ethnische Säuberungen durchgeführt zu haben; verbunden mit Verschleppung, Einkerkerung, Folterung und Vergewaltigung. Opfer seien Serben und Roma gewesen sowie Albaner, die für Kollaborateure oder Konkurrenten gehalten wurden.

    Wie beispielsweise die "Fark", eine Guerillatruppe, die dem Kosovo-Präsidenten Ibrahim Rugova unterstand. "Wäre Ramush früher nach Den Haag gebracht worden, würden viele Leute noch leben", sagt Qazim Musaj, dessen Familie mit der "Fark" verbunden war. "Auch meine drei Brüder würden noch leben." Die Familie hat ihr Haus in Strellc, keine 20 Kilometer entfernt von Haradinajs Gehöft. Kriminelle Machenschaften der eigenen Familie, von der die kosovarische Presse spricht, stellt Qazim in Abrede. Die Musajs hatten Ramush 2000 beschuldigt, vier Fark-Kämpfer, darunter Sinan Musaj, ermordet zu haben. Sie seien damals zu Vater Hilmi Haradinaj gegangen und hätten nach Sinan gefragt. Als "Antwort" sei Ramush eines nachts mit 60 Bewaffneten in den Hof eingedrungen. "Er wollte uns alle auslöschen", sagt Qazim.

    Beim anschließenden Gefecht wurde Ramush schwer verletzt. US-Truppen brachten ihn in ein Militärkrankenhaus in Deutschland. Die Anklage gegen Ramush wurde aus unerfindlichen Gründen niedergeschlagen. Die britische Presse behauptete, die USA hätten ihn geschützt, zum Dank für gute Zusammenarbeit im Krieg. Zwei Monate nach Ramushs Überfall wurde Ismet Musaj in Pec niedergeschossen. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Zuletzt traf es Sadik Musaj, der Ende Januar in Pec angeschossen wurde und zwei Tage später starb. "Sie wollen alle Zeugen vernichten", sagt Qazim, der meist in der Schweiz lebt. Das Haus möchte er verkaufen. "Doch niemand wird es kaufen, aus Angst, von der Haradinaj-Familie umgebracht zu werden."


    http://www.fr-aktuell.de/ressorts/na...es/?cnt=646659


    Terroristen eben die auch noch Ministerpräsident werden konnten.Aber echt,tze tze tze

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988
    Ramuz Haradinja hat niemanden verteidigt. Wo soll das denn gewesen sein? Es ist eine Mythen Bildung von Verbrechern, welche mittels Terroristische Anschläge eine Terror Herrschaft mit übelsten Entführungen, Morden , Foltern und Geld Erpressungen errichtet hatten.

    Alle diese UCK Terroristen BAnditen sind unglaublich reich inzwischen.

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