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Annan empfiehlt Beginn von Kosovo-Verhandlungen

Erstellt von Albanesi2, 08.10.2005, 14:02 Uhr · 5 Antworten · 410 Aufrufe

  1. #1

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    Annan empfiehlt Beginn von Kosovo-Verhandlungen

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    Annan empfiehlt Beginn von Kosovo-Verhandlungen

    Obwohl Sonderbeauftragter Defizite feststellte - Serbischer Premier: Zuerst "volle Umsetzung" der demokratischen Standards - US-Senat verabschiedet Resolution
    New York/Belgrad - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat am Freitag in einem Schreiben an den Sicherheitsrat offiziell den Beginn von Verhandlungen über den künftigen Status der seit 1999 von der UNO (UNMIK) verwalteten südserbischen Provinz Kosovo empfohlen. Auch wenn der UNO-Sondergesandte Kai Eide in seinem Kosovo-Bericht noch Defizite festgestellt habe, sollten die Verhandlungen beginnen, hieß es laut einer Meldung der Belgrader Nachrichtenagentur in dem Annan-Schreiben.

    Natürlich kann ich das Ergebnis der Gespräche nicht voraussagen. Die Frage der Unabhängigkeit ist auf dem Tisch. Die Frage der Autonomie ist auf dem Tisch. Über das werden wir mit Belgrad und mit Pristina reden", sagte Annan zuvor am Rande eines Besuchs in Bern. Er kündigte den "sehr baldigen" Beginn der Verhandlungen an. Für den 24. Oktober ist eine Sitzung des UNO-Sicherheitsrates zum Thema Kosovo angesetzt.

    Bericht von Eide

    Der norwegische Diplomat Eide hatte Annan Anfang der Woche den Bericht über die Lage in der südserbischen Provinz Kosovo vorgelegt. Die internationale Gemeinschaft knüpfte den Beginn von Statusverhandlungen an eine positive Beurteilung der Fortschritte in der Provinz - vor allem an funktionierende demokratische Institutionen, Schutz von Minderheiten, Bewegungsfreiheit und wirtschaftlichen Fortschritt.

    Kostunica: Zuerst "volle Umsetzung" der Standards

    Der serbische Premier Vojislav Kostunica forderte in einer ersten Reaktion die "volle Umsetzung" der demokratischen Standards im Kosovo als Voraussetzung für die Aufnahme von Gesprächen. Der serbischen Volksgruppe in der Provinz werden weiterhin "grundlegende Menschenrechte" verwehrt, sagte Kostunica. Der serbisch-montenegrinische Außenminister Vuk Draskovic sprach sich entschlossen gegen einen unabhängigen kosovarischen Staat aus. Mit "ethnischem Hass und Terrorismus" wollten die Albaner zwei Ziele im Kosovo erreichen: Einen albanischen Staat und die Vertreibung von Serben aus der Provinz, sagte Draskovic.

    Nicht überrascht, nicht vorbereitet

    Vertreter der serbischen Gemeinschaft im Kosovo zeigten sich von Annans Entscheidung nicht überrascht - aber auch nicht vorbereitet: So meinte der Chef der "Serbischen Liste für Kosovo und Metohija", Oliver Ivanovic: "Die serbische Seite ist auf die Gespräche nicht vorbereitet. So werden wir typisch serbisch Hals über Kopf nun eine Verhandlerdelegation zusammensetzen, die nicht ihr Maximum wird erreichen können". Zugleich wies er darauf hin, dass sich die kosovo-albanische Führer auf den Beginn der Gespräche bereits seit zwei Jahren vorbereiten hätten. Der Präsident des Kosovo, Ibrahim Rugova, nannte bereits vor einigen Wochen die Verhandlerdelegation Pristinas.

    Kosumi: "Beginn der wichtigsten Ära in Geschichte Kosovos"

    Der Ministerpräsident der Provinz Kosovo, Bajram Kosumi, bezeichnete unterdessen Entscheidung als den "Beginn der wichtigsten Ära in der Geschichte des Kosovo", berichtete die Belgrader Presseagentur Beta. Es handle sich um den Beginn eines Prozess, der Perspektiven für die Schaffung eines Staates Kosovo öffne. Nach Meinung von Kosumi sei in der von der UNO verwalteten Provinz sechs Jahre nach dem Krieg eine "bürgerlich-demokratische Ordnung" aufgebaut worden.

    Chefverhandler in Wien

    Die Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad werden mit großer Wahrscheinlichkeit in Wien geführt. Draskovic kündigte bereits Mitte September an, dass der künftige Chefverhandler bei den Gesprächen über den künftigen Kosovo-Status seinen Sitz in Wien haben werde. Er begründete dies mit der Tatsache, dass Österreich im ersten Halbjahr nächsten Jahres den EU-Vorsitz inne hat.

    Als heißester Kandidat für den Posten des Chefverhandlers gilt der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari. Bevor aber die Verhandlungen in Wien beginnen, wird erwartet, dass der Chefverhandler in einer Art "Pendel-Diplomatie" zwischen Belgrad und Pristina vermittelt. Auf den Chefverhandler wartet jedenfalls eine äußerst heikle Aufgabe, da die Interessen der betroffenen Seiten diametral entgegen gesetzt sind: Pristina drängt vehement in die Unabhängigkeit und schließt jegliche andere Option aus. Belgrad lehnt eine Unabhängigkeit der Provinz ebenso vehement ab und zeigt sich bereit, höchstens eine weit gehende Autonomie unter Wahrung der staatlichen Souveränität Serbiens zu gewähren.

    US-Staatssekretär nächste Woche im Kosovo

    Die USA haben die UNO-Entscheidung zu einem baldigen Start der Verhandlungen begrüßt; Staatssekretär Nicholas Burns reist nach eigenen Angaben kommende Woche in das Kosovo, um die Verhandlungen vorzubereiten. Der US-Senat verabschiedete am Freitag (Ortszeit) in Washington einstimmig eine Resolution, in der Belgrad und Pristina zu einer Kompromisslösung aufgerufen werden, um eine für beide Seiten nützliche Lösung zu erzielen, berichtete die Belgrader Nachrichtenagentur Beta.

    In der Resolution wird die mögliche Unabhängigkeit Kosovos, die die Albaner vehement fordern, nicht erwähnt. Der künftige Status müsse der Stabilität in der Region sowie der Stabilität der demokratischen Institutionen und Kräfte im Kosovo Rechnung tragen, hieß es weiter. (APA)

  2. #2
    Avatar von Grieche

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    153
    Möge Kosovo serbisch bleiben!

  3. #3
    Avatar von DaN2K

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    172
    Zitat Zitat von Grieche
    Möge Kosovo serbisch bleiben!
    Wenn Kosovo serbisch bleiben würde , müsste man doch gar keine Verhandlungen führen den rechtlich gesehen gehört das Kosovo immer noch zu Serbien!!! Die Verhandlungen sind nur dafür da um Kosova entgültig vom serbischen Staat zu trennen!!!

  4. #4
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von DaN2K
    Zitat Zitat von Grieche
    Möge Kosovo serbisch bleiben!
    Wenn Kosovo serbisch bleiben würde , müsste man doch gar keine Verhandlungen führen den rechtlich gesehen gehört das Kosovo immer noch zu Serbien!!! Die Verhandlungen sind nur dafür da um Kosova entgültig vom serbischen Staat zu trennen!!!
    Ich würde eher sagen um eure weitgehende Autonomie auszuhandeln.

  5. #5
    Avatar von lupo-de-mare

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    Was soll Annan denn auch sonst tun?

  6. #6

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    4.214
    Ich persönlich will das Kosovo die völlige Unabhängigkeit erhält...aber ich glaube , daß Kosovo wird nur eine bedingte Unabhängigkeit mit denn Anschluß an denn Staatenbund Serbien-Montenegro bekommen ...aber die Serben werden sich nicht in die innere Angelegenheit in Kosovo einmischen dürfen , es wird albanisch verwaltet.

    Genauso wie das in Bosnien mit denn Serben der Fall ist.
    Besser als garnichts...

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