Ashdown für Reduzierung der internationalen Präsenz in Bosnien
Ausländisches Engagement muss laut dem Hohen Repräsentanten reduziert werden

Sarajewo - Der Hohe Repräsentant der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina hat sich für eine Reduzierung der ausländischen Präsenz in dem Nachkriegsland ausgesprochen. Nach einem Treffen mit der österreichischen Außenministerin Ursula Plassnik in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo sagte der Brite gegenüber der APA: "Jeder weiß, dass Bosnien-Herzegowina einen Transformationsprozess durchläuft, und durch diese Transformation geht auch die internationale Gemeinschaft." Daher sei es klar, dass das ausländische Engagement "reduziert werden muss".

In der Folge des zehnten Jahrestages des Dayton-Friedensvertrages, der den Bosnien-Krieg im Dezember 1995 beendete, plant die internationale Gemeinschaft eine Reduzierung ihrer Präsenz in dem Land mit vier Millionen Einwohnern. Vor allem die als "Bonn Powers" bezeichneten Vollmachten des Hohen Repräsentanten, dem laut Dayton-Vertrag weitreichende Kompetenzen im legislativen wie exekutiven Bereich zustehen, sollen reduziert werden.

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