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Atomschutzbunker von Enver Hoxha erstmals geöffnet

Erstellt von Cameria, 23.11.2014, 15:38 Uhr · 102 Antworten · 6.955 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Cameria

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    2.361

    Atomschutzbunker von Enver Hoxha erstmals geöffnet

    Ein gigantischer Geheimbunker sollte der einst kommunistisch geführten Regierung Albaniens im Falle eines Krieges Schutz bieten – nun verblüfft er die Öffentlichkeit.

    24 Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Albanien ist der geheime Atomschutzbunker des langjährigen Diktators Enver Hoxha erstmals für Besucher geöffnet worden. Nun soll der Bunker in ein Museum umgewandelt werden.
    Das in einen Berg eingelassene Bauwerk in Shish Tufina, drei Kilometer von der Hauptstadt Tirana entfernt, entstand mitten im Kalten Krieg in den Jahren 1972 bis 1978 und galt bis vor kurzem noch als «Top Secret». Albaniens Regierungschef Edi Rama machte am Samstag selbst einen Rundgang durch die unterirdische Anlage.
    Die Idee eines Atomschutzbunkers sei durch einen Besuch in Nordkorea 1964 aufgekommen, sagte eine Sprecherin des albanischen Verteidigungsministeriums, Edlira Prendi. Noch bis vor kurzem habe der Bunker auf einer Liste des Militärs mit streng geheimen Objekten gestanden.
    In der riesigen, fast 2700 Quadratmeter grossen Bunkeranlage sollten im Falle eines Krieges das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Albaniens und die Volksversammlung Schutz finden. 106 Zimmer, ein Sitzungsraum, ein Abhördienst, ein Übertragungsraum und ein Kino standen für die Führungsriege bereit. Die Teile des aus fünf Etagen bestehenden Bunkers sind durch mehrere dreieinhalb Meter hohe Gänge miteinander verbunden.
    Über 700'000 Bunker im ganzen Land
    Für Hoxha selbst gab es neben einem Büro ein komfortables Zimmer. Dem Vernehmen nach hatte der Diktator für sich und seine Familie mindestens vier weitere, ähnliche Zufluchtstätten nahe Tirana bauen lassen. Aus Angst vor einem Angriff liess er zudem im ganzen Land mehr als 700'000 Bunker für die Bevölkerung errichten.
    Rama sagte bei seinem Rundgang, die «Geheimnisse der unterirdischen kommunistischen Welt» seien weiterhin verschlossen. «Aber wir sind entschlossen, alle zu öffnen», versprach er. Der künftig «BUNK'ART» genannte Atomschutzbunker wurde dem Tourismus- und Kulturministerium übergeben.

    -

    albanien-atombunker_620x349.jpgalbanien-atombunker-kalter-krieg_620x349.jpgalbanien-atombunker-zimmer_620x349.jpgalbaniens_premierediramalinksimschlafzimmerdesdiktators.jpg

  2. #2
    Avatar von Aligatori

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  3. #3

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    Mit dem Thema Hoxha in Albanien habe ich mich noch gar nicht richtig befasst, muss ich mal nachholen. Wie ist denn die Meinung zu Hoxha zu Albanien? Ähnlich geteilt, wie in Kroatien über Tito, wo die einen Tito hassen und andere ihre Mütter verkaufen würde, um ihm ein Mal die Eier zu lecken?

    Jedenfalls kommt mir alles hoch bei den Bildern. Diese kommunistische Idee sieht überall gleich Scheiße aus, das sieht aus wie in YU, Nordkorea oder Sowietrussland. Bljak.

    Und wie ist die Meinung über Hoxha in Kosovo und bei den Albossen in Mazedonien? Wenn jemand was Zeit findet, würde mich freuen, darüber was zu lesen von Leuten selber. Danke.

  4. #4
    Avatar von Rockabilly

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    Ich bewundere an Hoxha dass er Albanien unabhängig von fremden Mächten machte. Alles wurde selber produziert und wenn ein Verbündeter dumm ankam, kündigte man sofort die Freundschaft. Das Religionsverbot war in meinen Augen zu streng, man hätte lieber die religiösen Institutionen streng überwachen sollen, als sie von heute auf morgen zu schliessen und die Geistlichen zu foltern usw. Jedoch hat Albanien mit ihm einen extremen Fortschritt gemacht, ... wenn man bedenkt dass Zogu Albanien in seiner Herrscherzeit Rückständig hinterliess und nach seiner Flucht sogar das halbe Kapital von Albanien entwendete. Gut an Hoxha war auch, dass er die Kultur förderte. Schlecht dass er für Andersdenkende null Toleranz hatte.

  5. #5
    Jezersko
    Zitat Zitat von Fonzie Beitrag anzeigen
    Ich bewundere an Hoxha dass er Albanien unabhängig von fremden Mächten machte. Alles wurde selber produziert und wenn ein Verbündeter dumm ankam, kündigte man sofort die Freundschaft. Das Religionsverbot war in meinen Augen zu streng, man hätte lieber die religiösen Institutionen streng überwachen sollen, als sie von heute auf morgen zu schliessen und die Geistlichen zu foltern usw. Jedoch hat Albanien mit ihm einen extremen Fortschritt gemacht, ... wenn man bedenkt dass Zogu Albanien in seiner Herrscherzeit Rückständig hinterliess und nach seiner Flucht sogar das halbe Kapital von Albanien entwendete. Gut an Hoxha war auch, dass er die Kultur förderte. Schlecht dass er für Andersdenkende null Toleranz hatte.
    Es gibt wohl noch mehr Schlechtes an der Regentschaft Hoxhas. Sein Name ist zum Inbegriff für eine Diktatur besonderen Typs geworden, die sich in paranoider Weise eingeigelt hat.
    Statt Wohnungen ließ Hoxha überall im Lande Bunker bauen, deren Spuren bis heute zu finden sind – Über 700.000 davon baute sein Regime für etwas mehr als drei Millionen Einwohner. Sie wurden zum Symbol für den Wahnwitz eines Diktators, der den politischen Terror perfektioniert hatte. Hoxha stand für einen Kommunismus, den es in dieser Form nirgendwo anders gab.

  6. #6
    Avatar von Rockabilly

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    1. Die Paranoia von Enver Hoxha hatte ihre Berechtigung. Wie oft wurde Albanien allein im 20 .Jahrhundert von fremden Mächten beherrscht/angeriffen?

    2. Eigentlich hatte die Herrschaft von ihm mehr Gutes als Schlechtes: Arbeit für Alle, Unabhängigkeit, saubere Umwelt, Ausmerzung der Blutrache und allgemein des Kanun, Ausmerzung des Analphabetismus, jedes Dorf hatte einen Arzt, Gleichberechtigung von Frauen und Männern -> vorallem schwangere Frauen hatten extrem gute Sozialleistungen, gute Schuldbildung, funktionierendes Bahnwesen, kaum Kriminalität, grüne Energieherstellung, eine starke Industrie. Ein starkes Militär. Eine starke Landwirtschaft, keine Abhängigkeit durch den Westen oder Osten.

    3. Die Bunker als Schutz für die Bevölkerung soll was Schlechtes sein? Wie viele Kriege hatte die Schweiz im 20. Jahrhundert? Und dennoch haben sie sogar in den Bergen Bunker und Artillerie versteckt und jedes Haus in der Schweiz musste bis vor kurzem einen Luftschutzbunker haben. Aber hier kommt keiner mit "Paranoia der Schweizer Bundesräte".

    4. Negativ wären einfach folgende Punkte: Keine Meinungsfreiheit und nicht menschliche Behandlung von Gefangenen und vor dem Tod von Enver Hoxha die extremen Ausgaben für das Militär und die Ersparnisse bei den Lebensmitteln.


    Wie ist Albanien heute?

    - Analphabetismus hält wieder Einzug
    - Einzug des Kanuns mit Blutrache -> 20 000 Menschen leben in Angst getötet zu werden oder wurden schon getötet
    - Miserable Schulbildung
    - Miserable Spitäler und Behandlungen
    - Stromausfälle
    - Umweltverschmutzung
    - Korruption
    - Hohe Kriminalität durch Menschen und Drogenhandel
    - Schlechte Sozialleistung
    - Hohe Arbeitslosigkeit
    - Sehr schlechte öffentliche Verkehrsmittel
    - Kaum mehr Industrie
    - Landwirtschaft wird kaum unterstützt
    - Staatliche Einrichtungen werden zum Spotpreis an Griechen, Türken und allgemein dem Westen verkauft

    usw.

  7. #7
    Jezersko
    Kennst Du persönlich noch Albanien aus der Zeit Hoxhas, also vor 1985? War es nicht so, dass die negativen Punkte des heutigen Albanien eher nur überdeckt waren und heute eben offensichtlich sind?

    Insbesondere die Korruption ist nicht nur eine Pest der heutigen Zeit - die hat es immer und überall gegeben.

  8. #8
    Avatar von Rockabilly

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    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Kennst Du persönlich noch Albanien aus der Zeit Hoxhas, also vor 1985? War es nicht so, dass die negativen Punkte des heutigen Albanien eher nur überdeckt waren und heute eben offensichtlich sind?

    Insbesondere die Korruption ist nicht nur eine Pest der heutigen Zeit - die hat es immer und überall gegeben.
    Ich habe Verwandte da bzw. die Hälfte meiner Familie lebte in Albanien.

    Weitere Punkte:

    + Die Kunst und Kultur wurde stark gefördert. Noch heute sind die Filme der damaligen Zeit Meisterleistungen.

    - Es gab keinen Privatbesitz. Nicht mal Hühner durfte man selber halten.

  9. #9
    Avatar von BlackJack

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    Wenn man im Nachhinein sieht wie knapp die Kubakrise am Atomkrieg vorbeischraddelte, und man muss annehmen, dass die damaligen Staatschefs das mitgekriegt haben, dann wundert mich der Bunker nicht.

  10. #10
    Avatar von Albokings24

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    Zitat Zitat von Fonzie Beitrag anzeigen
    Ich habe Verwandte da bzw. die Hälfte meiner Familie lebte in Albanien.

    Weitere Punkte:

    + Die Kunst und Kultur wurde stark gefördert. Noch heute sind die Filme der damaligen Zeit Meisterleistungen.

    - Es gab keinen Privatbesitz. Nicht mal Hühner durfte man selber halten.
    Sobald man ein Huhn von der Regierung bekommen hat musste man die Hühnerbeine der Regierung wieder zurückbringen. So stellte die Regierung sicher das das Huhn gegessen wurde

    Enver Hoxha hat das Volk gegen angreiffer geschützt, mit der Isolation des Volkes hat er auch Krankheiten fern vom Volk gehalten, dazumal praktisch Null Krankheiten wie AIDS u.s.w

    Er stellte so auch sicher das das Albanische Volk Reinrassig bleibt, also keine Ehen mit Slawen, Griechen oder Bulgaren.

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