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Aufstand der Skipetaren

Erstellt von Albanesi2, 25.05.2006, 15:38 Uhr · 21 Antworten · 2.276 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    07.05.2005
    Beiträge
    4.214

    Aufstand der Skipetaren

    Ist zwar ein alter Artikel




    -----------

    Aufstand der Skipetaren

    Im Norden Griechenlands bereiten militante Albaner den bewaffneten Kampf vor.
    Ihr erklärtes Ziel: die Schaffung eines Großalbanien.

    Ahmet hat Angst. Immer wieder blickt der Albaner auf der Straße nach Edina in den Rückspiegel, fühlt sich verfolgt. Erst vor wenigen Wochen habe ein Landsmann von ihm einen Unfall gehabt. Er glaube nicht an Zufall.
    Das Misstrauen des 27-Jährigen, der als Wirtschaftsstudent in Thessaloniki lebt, ist nicht unbegründet. Denn nebenher geht er einer anderen Tätigkeit nach - die Griechen nennen es "Terrorismus". Der Quasi-Kommilitone, der mit der UÇK im Kosovo gegen die Serben kämpfte und in den mazedonischen Bergen auf die dortigen Regierungstruppen feuerte, ist Mitglied einer albanischen Untergrundbewegung. Ihr Ziel ist es, ein bewaffnetes Widerstandsnetz in Nordgriechenland aufzubauen. Bis zum Frühjahr 2004, noch vor Beginn der Olympischen Spiele, soll das Projekt verwirklicht sein. Dann, sagt Ahmet, seien in jedem ethnisch albanischen Dorf Griechenlands die Männer innerhalb weniger Minuten kampfbereit.
    Dass die großalbanischen Architekten nun auch Hellas im Visier haben, ist längst kein Geheimnis mehr. Griechische Medien warnen mittlerweile vor der Gefahr einer Rebellion. Falls das Kosovo unabhängig werde, prophezeite Mazedoniens gemäßigter Ex-Präsident Kiro Gligorov, sei "ein Krieg in der Region" wahrscheinlich.
    Das neue Reich der Skipetaren, wie die Albaner sich selbst nennen, war durch die "Liga von Prizren" 1878 erstmals als Ziel formuliert worden. Sie forderte, alle albanischen Gebiete im damaligen Osmanischen Reich zusammenzulegen und ihnen Selbstverwaltung zu gewähren. Der Berliner Kongress jedoch ignorierte dann diesen Wunsch.
    Schon Karl May ließ seinen Kara Ben Nemsi in dieser Region herumstreifen. Nach den Balkankriegen 1912/1913 wurden Großteile des Skipetaren-Territoriums Serbien, Griechenland und Bulgarien zugeschlagen.
    Die albanische Minderheit in Griechenland, die überwiegend im Grenzgebiet zum heutigen Albanien, der so genannten Çameria, lebt, wird auf rund 500 000 Köpfe geschätzt. Wahrscheinlich sind es aber weit mehr, weil illegale Gastarbeiter über die durchlässigen Grenzen mühelos ins hellenische Nachbarland gelangen. Mehrmals im Jahr lässt Athen sie zu Tausenden in ihre Heimat zurückkarren. Vergebens. Eine Woche später, sagt Außenminister Georgios Papandreou resigniert, "sind sie alle wieder da".
    Mittlerweile kommen sie jedoch nicht nur zur Orangen- oder Olivenernte. Jeder Albaner, der sich für ein halbes Jahr am Aufbau des albanischen Widerstands im nordgriechischen Epirus beteilige, sagt Ilir, der aus dem mazedonischen Tetovo stammt, erhalte von einer albanischen Partei in seiner Heimatstadt 15 000 Euro in bar. Saisonarbeiter werden darüber hinaus aufgefordert, sich legal bei den griechischen Behörden registrieren zu lassen und in den Dörfern anzusiedeln.
    Doch nicht alle Albaner zeigen sich von der Ideologie eines neuen Nationalstaats begeistert. Von der Hauptstraße nach Edessa zweigt der Weg nach Flamouria ab - einem der zahlreichen albanischen Dörfer, die, eingebettet in eine öde Berglandschaft, vor Wohlstand nur so strotzen: Hier finden sich gepflegte Vorgärten, Palmen, luxuriöse Villen. Fremde allerdings sind hier nicht willkommen. Die Bewohner haben Angst, entsprechende Kontakte könnten von der griechischen Oberhoheit im Land missinterpretiert werden. "Wir wagen nicht einmal in den eigenen vier Wänden Albanisch zu sprechen", sagt ein alter Mann, der auf der Hauptstraße Äpfel verkauft: "Die Griechen haben uns assimiliert, es gibt keine albanischen Schulen, keine Kultureinrichtungen." Aber eine Rebellion? Er wiegt nachdenklich den Kopf: "Dann würden wir alles hier verlieren und verjagt werden."


    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,274042,00.html

  2. #2
    Avatar von Denny

    Registriert seit
    20.03.2006
    Beiträge
    1.558

    Re: Aufstand der Skipetaren

    Zitat Zitat von Albanesi2
    Ist zwar ein alter Artikel




    -----------

    Aufstand der Skipetaren

    Im Norden Griechenlands bereiten militante Albaner den bewaffneten Kampf vor.
    Ihr erklärtes Ziel: die Schaffung eines Großalbanien.

    Ahmet hat Angst. Immer wieder blickt der Albaner auf der Straße nach Edina in den Rückspiegel, fühlt sich verfolgt. Erst vor wenigen Wochen habe ein Landsmann von ihm einen Unfall gehabt. Er glaube nicht an Zufall.
    Das Misstrauen des 27-Jährigen, der als Wirtschaftsstudent in Thessaloniki lebt, ist nicht unbegründet. Denn nebenher geht er einer anderen Tätigkeit nach - die Griechen nennen es "Terrorismus". Der Quasi-Kommilitone, der mit der UÇK im Kosovo gegen die Serben kämpfte und in den mazedonischen Bergen auf die dortigen Regierungstruppen feuerte, ist Mitglied einer albanischen Untergrundbewegung. Ihr Ziel ist es, ein bewaffnetes Widerstandsnetz in Nordgriechenland aufzubauen. Bis zum Frühjahr 2004, noch vor Beginn der Olympischen Spiele, soll das Projekt verwirklicht sein. Dann, sagt Ahmet, seien in jedem ethnisch albanischen Dorf Griechenlands die Männer innerhalb weniger Minuten kampfbereit.
    Dass die großalbanischen Architekten nun auch Hellas im Visier haben, ist längst kein Geheimnis mehr. Griechische Medien warnen mittlerweile vor der Gefahr einer Rebellion. Falls das Kosovo unabhängig werde, prophezeite Mazedoniens gemäßigter Ex-Präsident Kiro Gligorov, sei "ein Krieg in der Region" wahrscheinlich.
    Das neue Reich der Skipetaren, wie die Albaner sich selbst nennen, war durch die "Liga von Prizren" 1878 erstmals als Ziel formuliert worden. Sie forderte, alle albanischen Gebiete im damaligen Osmanischen Reich zusammenzulegen und ihnen Selbstverwaltung zu gewähren. Der Berliner Kongress jedoch ignorierte dann diesen Wunsch.
    Schon Karl May ließ seinen Kara Ben Nemsi in dieser Region herumstreifen. Nach den Balkankriegen 1912/1913 wurden Großteile des Skipetaren-Territoriums Serbien, Griechenland und Bulgarien zugeschlagen.
    Die albanische Minderheit in Griechenland, die überwiegend im Grenzgebiet zum heutigen Albanien, der so genannten Çameria, lebt, wird auf rund 500 000 Köpfe geschätzt. Wahrscheinlich sind es aber weit mehr, weil illegale Gastarbeiter über die durchlässigen Grenzen mühelos ins hellenische Nachbarland gelangen. Mehrmals im Jahr lässt Athen sie zu Tausenden in ihre Heimat zurückkarren. Vergebens. Eine Woche später, sagt Außenminister Georgios Papandreou resigniert, "sind sie alle wieder da".
    Mittlerweile kommen sie jedoch nicht nur zur Orangen- oder Olivenernte. Jeder Albaner, der sich für ein halbes Jahr am Aufbau des albanischen Widerstands im nordgriechischen Epirus beteilige, sagt Ilir, der aus dem mazedonischen Tetovo stammt, erhalte von einer albanischen Partei in seiner Heimatstadt 15 000 Euro in bar. Saisonarbeiter werden darüber hinaus aufgefordert, sich legal bei den griechischen Behörden registrieren zu lassen und in den Dörfern anzusiedeln.
    Doch nicht alle Albaner zeigen sich von der Ideologie eines neuen Nationalstaats begeistert. Von der Hauptstraße nach Edessa zweigt der Weg nach Flamouria ab - einem der zahlreichen albanischen Dörfer, die, eingebettet in eine öde Berglandschaft, vor Wohlstand nur so strotzen: Hier finden sich gepflegte Vorgärten, Palmen, luxuriöse Villen. Fremde allerdings sind hier nicht willkommen. Die Bewohner haben Angst, entsprechende Kontakte könnten von der griechischen Oberhoheit im Land missinterpretiert werden. "Wir wagen nicht einmal in den eigenen vier Wänden Albanisch zu sprechen", sagt ein alter Mann, der auf der Hauptstraße Äpfel verkauft: "Die Griechen haben uns assimiliert, es gibt keine albanischen Schulen, keine Kultureinrichtungen." Aber eine Rebellion? Er wiegt nachdenklich den Kopf: "Dann würden wir alles hier verlieren und verjagt werden."


    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,274042,00.html
    Benemt euch liber in einem Land das zur EU gehört sonst kann das ganz schnell in die Hose gehen.

  3. #3

    Registriert seit
    07.05.2005
    Beiträge
    4.214

    Re: Aufstand der Skipetaren

    Zitat Zitat von Denny

    Benemt euch liber in einem Land das zur EU gehört sonst kann das ganz schnell in die Hose gehen.
    Benehmen?

    Griechenland gehört zu EU , da hast du recht , das Zivile Normen und Demokratie propagiert

    Also Griechenland , was ist mit denn Rechten gegenüber euren nichtgriechischen Minderheiten?

  4. #4

    Registriert seit
    04.06.2005
    Beiträge
    7.678
    Der Artikel ist von 2003.


    Ich bitte Griechen sowie Albaner hier nicht weiter zu schreiben.

  5. #5
    Avatar von Denny

    Registriert seit
    20.03.2006
    Beiträge
    1.558

    Re: Aufstand der Skipetaren

    Zitat Zitat von Albanesi2
    Zitat Zitat von Denny

    Benemt euch liber in einem Land das zur EU gehört sonst kann das ganz schnell in die Hose gehen.
    Benehmen?

    Griechenland gehört zu EU , da hast du recht , das Zivile Normen und Demokratie propagiert

    Also Griechenland , was ist mit denn Rechten gegenüber euren nichtgriechischen Minderheiten?
    Ilegale Einwanderer haben keine Rechte die sollten gar nicht da sein. aber ja .
    Wuste nicht das der Artikel schon älter ist.

  6. #6

    Registriert seit
    11.11.2005
    Beiträge
    2.766
    Ich hoffe sie werden bald angreifen in Nordgriechenland. Dann kann der albanische Arschlecker Macedonian lachen.

    Er mag ja so gerne die UCK,bin froh wenn die mal endlich Nordgriechenland befreien wollen.



  7. #7

    Registriert seit
    04.06.2005
    Beiträge
    7.678
    Zitat Zitat von Makedonec_Skopje
    Ich hoffe sie werden bald angreifen in Nordgriechenland. Dann kann der albanische Arschlecker Macedonian lachen.
    Eher knallt's bei euch nochmal gewaltig......als in Griechenland.

  8. #8
    Feuerengel
    Zitat Zitat von Makedonec_Skopje
    Ich hoffe sie werden bald angreifen in Nordgriechenland. Dann kann der albanische Arschlecker Macedonian lachen.


    Du könntest dir selbst einen Gefallen tun...
    deine Fresse halten. :wink:

  9. #9
    Gast829627
    Zitat Zitat von Taulant
    Der Artikel ist von 2003.


    Ich bitte Griechen sowie Albaner mit mir zu schlafen.



    8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O







































    :wink: :P 8)

  10. #10

    Registriert seit
    21.05.2006
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    2.195
    Ích wäre dafür das es die Albaner ausprobieren aber dann werden sich die Griechen und Serben so verbünden das es keine albanischen Herrschafftsgebiete mehr im Balkan gibt 8)

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