BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Augewählte Nachrichten

Erstellt von Feuerengel, 06.06.2005, 13:34 Uhr · 2 Antworten · 1.390 Aufrufe

  1. #1
    Feuerengel

    Augewählte Nachrichten

    Ausgewählte Nachrichten aus und zu Kosova

    Hade: Gewalt in einem Dorf +++ “Unabhängigkeit Kosovas im Interesse Serbiens“ +++ Drashkovic „kämpft um Kosovo“ +++ Zeugenaussagen für Fatmir Limaj +++ TV:Skorpione in Srebrenica +++ Albanerjagd in der Schweiz +++ Herausgeber von Kosova-Aktuell in München angegriffen.

    „Er hat meine Kinder getötet“

    Am 23. Mai wurde Nebojsha Minic in Argentinien festgenommen. Minic stammt aus Peja ( Pec) in Kosova. Während des Krieges 1999 war Minic Anführer einer serbischen paramilitärischen Gruppe in der Region. Ihm werden schwere Verbrechen und viele Morde zur Last gelegt. Isa Balaj ein Albaner aus Peje erklärte gegenüber der Presse: „ Er hat meine Kinder getötet“. Isa Balaj verlor während des Krieges sieben Familienmitglieder, darunter seine drei Kinder. Für die Morde macht er Minic verantwortlich. Bekannt war Minic damals unter dem Pseudonym „Mrtvi“. Minic war in weitere grausame Massaker an Albanern verwickelt. Er nahm an Tötungsaktionen in Qyshkut,Lybeniqit und in Dardania teil. Isa Gashi hat als einziger eine Exekution, die von Minic befohlen wurde überlebt,bei der Aktion wurden zwölf andere Personen getötet. Der Menschenrechtsverein KMDLNJ erklärte zum Fall Minic: „ Mrtvi war an vielen Morden in Peja und in der Region Dukagjinit beteiligt. Dafür haben wir viele Beweise“.

    Hade: Gewaltsame Räumung eines Dorfes

    Auf Anordnung der kosovarischen Regierung wurde am Freitag den 3. Juni gewaltsam das Dorf Hade in der Nähe von Prishtina geräumt. Das Gelände des Dorfes benötigt die „ Energie-Kooperation Kosova“ ( KEK) und der Nahe gelegene Flughafen. Ohne Einigung mit den Bewohnern räumte die Polizei am frühen Morgen das Dorf. Die Aktion dauerte mehrere Stunden, da sich viele Bewohner in ihren Häusern verbarrikadierten, oder sich gemeinsam in der Schule des Dorfes einschlossen. Insgesamt wurden 128 Familien in eine Notunterkunft nach Prishtina verbracht. Während der Aktion nahm die Polizei 8 Männer fest, wegen „militantem Widerstand“.

    Die Bewohner des Dorfes (558) Einwohner akzeptierten weder den von der Regierung genannten Kaufpreis für ihre Häuser und Grundstücke, noch glaubten sie an eine Arbeitsplatzgarantie durch die Regierung. Scharf protestierte der KMDLNJ in Prishtina gegen die Maßnahme. Ibrahim Makolli erklärte für den Menschenrechtsverein:“ Die gewaltsame Vertreibung von Menschen aus ihren Häusern ohne vertragliche Vereinbarung mit den Bewohnern in Hade stellt einen eklatanten Menschenrechtsverstoß dar. Solche Aktionen gefährden alle Einwohner in ganz Kosova.“


    „Die Unabhängigkeit Kosovas ist im Interesse Serbiens“

    Mitte Juni wird in Prishtina eine Konferenz -“ Der zukünftige Status von Kosova“ stattfinden. An der Konferenz werden auch Vertreter der serbischen Parteien „ Einwohnerliga Serbiens“ (LOS) und Vertreter der „Liberal-Demokraten“ aus Belgrad teilnehmen. Beide Parteien verfügen über Abgeordnete im serbischen Parlament. Die Konferenz am 14 und 15 Juni im Grand Hotel in Prishtina wird ausgerichtet von „NGOs“. Darunter das „Helsinki- Komitee für Menschenrechte in Serbien“, dem Zentrum für „Humanistische Studien Gani Bobi“ aus Prishtina und anderen Organisationen.

    Im Vorfeld der Konferenz erklärte das Leitungsmitglied der LOS Zoran Ostijic: „ Die Unabhängigkeit Kosovas ist im inneren Interesse Serbiens und erleichtert die Verteidigung der Rechte der Serben in Kosova“ Klar bekannte sich Ostijic zum Selbstbestimmungsrecht Kosovas, er sagte: „Die Mehrheit in Kosova wünscht die Unabhängigkeit des Landes, als Demokraten haben wir dies zu respektieren. Dennoch bestehen wir auf die rechtliche Gleichstellung der Serben in Kosova, einschließlich des Rechtes auf die Rückkehr der geflüchteten Serben“ Mit dieser Position hat fast kein Albaner Probleme, solche Haltungen die leider in Serbien noch minoritär sind können perspektivisch den nationalen Hader beenden und auch zu einer Reaktivierung der Arbeiterbewegung in Serbien und Kosova beitragen. Scharf ging Ostojic mit der serbischen Regierung und mit Präsident Tadic ins Gericht, er meinte: „ Mit ihrer Haltung -Kosovo ist Serbien-
    versuchen sie weiterhin die Serben in Kosova zu manipulieren. Diese Politik schadet den Serben in Kosova.“


    Vuk Drashkovic will um „Kosovo kämpfen“


    Zwischen dem 2. und 3. Juni gab der serbische Außenminister, der Monarchist Vuk Drashkovic gegenüber der serbischen Presse mehrere Interviews. In den Gesprächen beharrte Drashkovic auf den bekannten Standpunkten der serbischen Regierung. Drashkovic bestätigte die Haltung bezüglich des Statuses von Kosova: „ Mehr als Autonomie, weniger als Unabhängigkeit“. Zusätzlich kann sich Drashkovic auch eine Teilung Kosovas vorstellen. Dabei verlangte er 30% des Territoriums. Darunter selbstverständlich den „reichen Norden“, dies ist ein alter Plan des serbischen Chauvinismus. Die wirtschaftlich interessanten Gebiete will man für sich und der Rest kann, um in der Diktion der serbischen Nationalisten zu bleiben, ein „Albanerreservat“ werden.


    Zeugenaussagenfür Fatmir Limaj beendet


    Im Prozeß „Gegen Fatmir Limaj und andere“ trat am Freitag den 3.5.05 als letzter Zeuge der Verteidigung von Limaj, der Lehrer Fadil Bajraktari, in den Zeugenstand vor dem Gericht in Den Haag. Fatmir Limaj wurde in den Haag wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ angeklagt. Angeblich soll er im Jahr 1998 unter dem Kampfnamen Kommandant Celiku, Folterungen und Morde in einem UCK Kamp befohlen haben. Die Beweislage der Anklage ist äußerst dünn, weder konnte von der Anklage bewiesen werden, dass Fatmir Limaj in dem Lager war noch, noch verfügt das Gericht über schriftliche Unterlagen oder andere Dokumente, die den Anklagevorwurf erhärten.

    Alle Zeugen der Verteidigung schilderten Limaj, als klugen und tapferen Soldaten, der rund 80000 Menschen gegen die serbischen Militärs und Paramilitärs verteidigte. Der Zeuge Bajraktari schilderte wie Limaj, seine Schulklasse in die Berge evakuierte nachdem die Schule von serbischen Einheiten beschossen wurde. In den Bergen sorgte Limaj dafür, dass der Schulunterricht wieder aufgenommen werden konnte. Bajraktari sagte: „Limaj ist ein Mensch mit einer großen humanen Seele“. Inwieweit das Gericht solche Aussagen honoriert bleibt abzuwarten. Ob es dem Gericht gelingt neue Beweise, die den Namen verdienen aufzutreiben bleibt abzuwarten. Viele Beobachter gehen davon aus, dass das Gericht in den Haag versucht, die UCK mit dem Milosevic Regime gleichzustellen, um ungestört bestimmten Staaten die Schiedsrichterrolle auf dem Balkan zu ermöglichen.



    Skorpione in Srebrenica


    Letzte Woche zeigte das staatliche Fernsehen in Serbien einen selbst gedrehten Film von Teilnehmern an dem Massaker in Srebrenica, im Jahr 1995. Die Täter filmten ihre „RUHMREICHE TÄTIGKEIT“ selbst. Der Streifen beginnt mit dem Segen eines orthodoxen Geistlichen für die Mörder. Die Bilder zeigten Angehörige der Spezialtruppe „ Skorpione“ beim Genickschuß an bosnischen Gefangenen. Die Skorpione waren eine Spezialeinheit des Milosevic Regimes. Die Ausstrahlung der Bilder löste in Serbien einen Kulturschock aus. Wurde doch bis vor kurzem das Verbrechen offiziell in Frage gestellt. Wenig beeindruckt zeigten sich in dieser Frage die deutschen Freunde der Tschetnicks. Die Ignoranten aus der angeblich linken Tageszeitung „Junge Welt“ verschwiegen ihrer Leserschaft dieses neuerliche Dokument über den Massenmord in Srebrenica. Klar für diese selbsternannten „ Antiimperialisten“ um Jürgen Elsässer, „kann nicht sein, was nicht sein darf“.

    Albanerjagd in der Schweiz

    Die stärkste Gruppe von Asylbewerbern sind in der Schweiz Albaner aus Kosova. Seit dem 1. April 2004 wird kein Asylantrag mehr akzeptiert und der Status der „Duldung“ zunehmend anulliert. Jede Nacht finden Albanerjagden in der Schweiz statt. Viele Albaner aus Kosova sind untergetaucht, sie leben voller Angst und oft ohne Brot und Unterkunft in den Gebüschen und Tälern der Schweiz. Die Jagd wird medial aufgeheizt, besonders durch die rechte „ Schweizerische Volkspartei“.

    Die Polizeiorgane handeln entsprechend. Wie jetzt bekannt wurde mißhandelte ein 37-jähriger Polizist in Trogen ein 27-jährige albanische Frau am Rande eines Häftlingstransportes schwer. Nach Medienberichten läuft gegen den Beamten ein Ermittlungsverfahren, er wurde aber nicht vom Dienst suspendiert. Der Polizeikommandant von Trogen, Hans Jürgen Ritter, erklärte gegenüber der Zeitung „Lajm Exklusiva am 4.6.06: : Ich habe dem Mitarbeiter jeglichen Kontakt mit Albanern untersagt“. Stellt sich nur die Frage, warum dieses Kontaktverbot nicht früher ausgesprochen wurde.


    Herausgeber von Kosova-Aktuell in München attackiert

    Max Brym ist Herausgeber der Internetseite Kosova-Aktuell. Am Dienstag den 31. Mai wurde er in München um 6 Uhr Abend in der Straßenbahn tätlich angegriffen. Der betrunkene Angreifer stellte sich als LDK Anhänger vor und versuchte auf Max Brym einzuschlagen. Dabei schrie er: „ Du hast Rugova beleidigt, du dreckiger Enverist“. Der Dialog spielte sich in albanisch ab. Max Brym verstand es den „Irren“ aus der Straßenbahn zu entfernen. Der Vorfall zeigt wie stark Kosova- Aktuell gelesen wird und welche Reaktionen es geben kann. Für serbische Chauvinisten ist Kosova –Aktuell gleichfalls ein Ärgernis, kürzlich wurde in Bielefeld ein albanischer Mitarbeiter (Kastriot Zeka) von Kosova-Aktuell körperlich von einem serbischen Nationalisten angegriffen.

    http://www.kosova-aktuell.de/aktuell...chrichten4.htm

  2. #2

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    1.190

    Re: Augewählte Nachrichten

    Zitat Zitat von Gjergj

    Albanerjagd in der Schweiz

    Die stärkste Gruppe von Asylbewerbern sind in der Schweiz Albaner aus Kosova. Seit dem 1. April 2004 wird kein Asylantrag mehr akzeptiert und der Status der „Duldung“ zunehmend anulliert. Jede Nacht finden Albanerjagden in der Schweiz statt. Viele Albaner aus Kosova sind untergetaucht, sie leben voller Angst und oft ohne Brot und Unterkunft in den Gebüschen und Tälern der Schweiz. Die Jagd wird medial aufgeheizt, besonders durch die rechte „ Schweizerische Volkspartei“.

    Die Polizeiorgane handeln entsprechend. Wie jetzt bekannt wurde mißhandelte ein 37-jähriger Polizist in Trogen ein 27-jährige albanische Frau am Rande eines Häftlingstransportes schwer. Nach Medienberichten läuft gegen den Beamten ein Ermittlungsverfahren, er wurde aber nicht vom Dienst suspendiert. Der Polizeikommandant von Trogen, Hans Jürgen Ritter, erklärte gegenüber der Zeitung „Lajm Exklusiva am 4.6.06: : Ich habe dem Mitarbeiter jeglichen Kontakt mit Albanern untersagt“. Stellt sich nur die Frage, warum dieses Kontaktverbot nicht früher ausgesprochen wurde.



    http://www.kosova-aktuell.de/aktuell...chrichten4.htm
    Wann wird Trogen, Zuerich, Bern oder Basel bombardiert....???

    Laut Max Brym ist Trogen historisch und kulturell gesehen seit tausenden von Jahren, albanisches Gebiet...

  3. #3

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    49

    Re: Augewählte Nachrichten

    Zitat Zitat von Gjergj
    Albanerjagd in der Schweiz
    Stimmt, hab ja auch Jasharis Kopf im Wohnzimmer als Trophäe

    Von Albanerjagd in der Schweiz kann man doch kaum sprechen, oder treten solche Vorfälle vermehrt auf?

Ähnliche Themen

  1. BF-Nachrichten
    Von Laleh im Forum Rakija
    Antworten: 111
    Letzter Beitrag: 11.01.2014, 03:15
  2. Nachrichten?
    Von Chavo im Forum Rakija
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 30.12.2010, 01:36
  3. Nachrichten aus dem Grab
    Von ShiRaZ im Forum PC, Internet, Games
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 23.03.2010, 18:16
  4. mazedonische nachrichten....
    Von MIC SOKOLI im Forum Balkan im TV
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 15.08.2009, 03:04