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Ausbeutung ärmerer Länder durch die EU

Erstellt von leylak, 23.05.2012, 22:19 Uhr · 45 Antworten · 1.899 Aufrufe

  1. #21
    Yunan
    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Griechen haben nach dem EU-Eintritt über ihre Verhältnisse gelebt. Jetzt wird der Wohlstand mit der Wirtschaftsleistung in Verhältnis gesetzt. Bedeutet der Lebensstandart sinkt!
    Es ist ein Märchen zu glauben, dass sich das Wohlstandspendel einfach nur auf einem anderen Niveau einpendelt. Das geht schlicht nicht weil wir den Euro haben und die Güterpreise weiterhin auf diesem Niveau bleiben oder sogar steigen werden. Wenn sich das Pendel einschwingt, dann auf 400 Euro im Monat und da kann man sich auch gleich die Kugel geben.
    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Habe ich was anderes behauptet? Es ist richtig, GR ist in einer starken Krise und es werd noch Zeit brauchen. Aber, man sollte die Krise auch als Chancse sehen. Man wird aus den Fehlern lernen.

    PS: Wusstet ihr, dass man im chinesischen für die Wörter Krise und Chance ein Wort benutzt?
    Ne, das wollte ich auch nicht sagen. Ich sehe diese Chance allerdings nur, wenn keine der alten Parteien an dem Wiederaufbau mitwirken und dieser Aufbau unabhängig von der EU geschieht, meine altbekannte Meinung. Das Problem sind aber nicht nur die Parteien sondern die Denkweise der Menschen. Dort muss man ansetzen.

  2. #22
    economicos
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Kein illegaler Migrant wandert zurück. Kein einziger.
    Oh doch^^ Viele sehen in GR keine Chance mehr. Die fliehen nach Hause oder schmuggeln sich nach Italien und von dort nach DE usw. Des Weiteren hat der Staat im neuen Jahr hart durchgegriffen und haben Aufenthaltslager gebaut und von dort werden viele illegale Flüchtlinge nach Hause geschickt. Erst vorgestern wurden 4000 Flüchtlinge aus Athen zurück geschickt.

    Also man merkt es schon, früher waren in Athen viel mehr Flüchtlinge unterwegs. Ich war erst im Ostern dort und man merkt es schon.

  3. #23
    Kejo
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Natürlich ist die Lage nicht vergleichbar mit Somalia o.ä.

    Trotzdem haben schon vor der Krise 25% der Menschen in Griechenland unter der Armutsgrenze gelebt, nun wird die Anzahl viel größer sein und ein Ende ist nicht in Sicht. Das restliche EU-Niveau ist das reinste Paradies, unsere Wirtschaftsleistung ist prozentual um von Preisniveau auf das Niveau Perus und Georgiens gesunken. Das ist an der Grenze zur Dritten Welt.
    Armut ist relativ. International Monetary Fund, April 2012 World Economic Outlook - Google Public Data Explorer

  4. #24
    Kejo
    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Oh doch^^ Viele sehen in GR keine Chance mehr. Die fliehen nach Hause oder schmuggeln sich nach Italien und von dort nach DE usw. Des Weiteren hat der Staat im neuen Jahr hart durchgegriffen und haben Aufenthaltslager gebaut und von dort werden viele illegale Flüchtlinge nach Hause geschickt. Erst vorgestern wurden 4000 Flüchtlinge aus Athen zurück geschickt.

    Also man merkt es schon, früher waren in Athen viel mehr Flüchtlinge unterwegs. Ich war erst im Ostern dort und man merkt es schon.
    Ich meinte eher auf einer freiwilligen Basis. Die meisten wollen eigentlich auch gen Norden ziehen, aber diejenigen, die in Hellas schon Aufenthalt fanden, dürfen nicht nach Deutschland wandern. Die Deutschen wollen das auch gar nicht.

  5. #25
    Avatar von Toruko-jin

    Registriert seit
    22.04.2012
    Beiträge
    21.065
    Es ist ein Märchen zu glauben, dass sich das Wohlstandspendel einfach nur auf einem anderen Niveau einpendelt. Das geht schlicht nicht weil wir den Euro haben und die Güterpreise weiterhin auf diesem Niveau bleiben oder sogar steigen werden. Wenn sich das Pendel einschwingt, dann auf 400 Euro im Monat und da kann man sich auch gleich die Kugel geben.
    Eine starke Währung zu haben hat seine Vorteile aber auch seine Nachteile, die ihr in den nächsten Jahren sicherlich spüren werdet. Eine starke Währung ist z.B. gift für das Leistungsbilanzdefizit und auch mit Gelddruck könnt ihr euch nicht helfen. Eigentlich habt ihr euer Schicksal in die Hände der West-Europäer gegeben.

  6. #26
    Kejo
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Es ist ein Märchen zu glauben, dass sich das Wohlstandspendel einfach nur auf einem anderen Niveau einpendelt. Das geht schlicht nicht weil wir den Euro haben und die Güterpreise weiterhin auf diesem Niveau bleiben oder sogar steigen werden. Wenn sich das Pendel einschwingt, dann auf 400 Euro im Monat und da kann man sich auch gleich die Kugel geben.


    Ne, das wollte ich auch nicht sagen. Ich sehe diese Chance allerdings nur, wenn keine der alten Parteien an dem Wiederaufbau mitwirken und dieser Aufbau unabhängig von der EU geschieht, meine altbekannte Meinung. Das Problem sind aber nicht nur die Parteien sondern die Denkweise der Menschen. Dort muss man ansetzen.
    Dass mit sinkenden Einkommen auch die Preise fallen, ist ebenfalls eine ökonomische Faustregel.

  7. #27
    Kejo
    Außerdem für Yunan: Ich hoffe, Du kennst diesen Artikel noch nicht, aber ein echtes Beispiel aus dem gr. Supermarkt. Hellenische Zank-erd-äpfel | Telepolis

  8. #28
    Slavo
    Neo-Imperialismus bby!11!1

  9. #29
    Yunan
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Dass mit sinkenden Einkommen auch die Preise fallen, ist ebenfalls eine ökonomische Faustregel.
    Nun, in Griechenland gelten diese Regeln nicht. Das Einkommen ist mit der Einführung des Euro prozentual stark gesunken und die Preise sind stark gestiegen. Es sind eben nur Wirtschaftstheorien.

    Wie gesagt, du kannst dir Athen und seine verrotteten Stadtteile ansehen. Generell sollte man mit Statistiken auch vorsichtig sein. Die Weltbank beispielsweise rechnet die Menschen, die weniger als einen Dollar am Tag zur Verfügung haben zu den armen Leute. Alle, die über einem Dollar zur Verfügung haben sind in ihren Statistiken automatisch nicht arm.

    Diese Statistik ist sowieso irreführend und schlichtweg falsch. Die wenigsten Griechen kommen auf ein Gehalt über 15.000 Euro im Jahr, die 30.000 kommen nur zustande weil Superreiche in diese Statistiken eingerechnet werden und somit das Bild verzerren. 1998 war Griechenland gleichauf mit Algerien was die Einkommensverteilung im Land anging, bis heute wird sich dieser Schere wohl viel weiter geöffnet haben. Außerdem sieht man schon am den prognostizierten Verläufen dieser Kurven, dass sie vollkommen euphemistisch sind. Bisher ist überhaupt nicht klar ob Griechenland weiter im Euro-Raum bleibt.

  10. #30
    Avatar von Arnie Cunningham

    Registriert seit
    01.07.2011
    Beiträge
    219
    Die Griechen wurden hintergangen , genau wie die Isländer. Denk doch mal an den Bauboom in den Großstädten, und auf einmal soll alles weg sein. Eine globale Rezession und das viele Geld in den Händen von wenigen, das passiert gerade.

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