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warum ausgerechnet kosovo?

Erstellt von Jastreb, 11.03.2008, 02:33 Uhr · 176 Antworten · 6.591 Aufrufe

  1. #131

    Registriert seit
    28.01.2008
    Beiträge
    4.024
    wollt ihr mehr fakten?
    ich hab heute viel zeit.



    Mit Kokain und Feuer gegen Reformen
    Die serbische Mafia rekrutiert sich meist aus den alten jugoslawischen Sicherheitsdiensten

    Andreas Ernst, Belgrad

    Zemun ist eine kleine, verschlafene Vorstadt von Belgrad, die als ehemaliger Aussenposten Wiens immer noch einen Hauch provinziellen k. u. k. Charmes verströmt. Und Zemun ist der Sitz einer weitverzweigten kriminellen Bande, der die Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic zur Last gelegt wird. Unter starkem Polizeischutz sind am Freitag Bulldozer in der Schillerstrasse aufgefahren und haben damit begonnen, einen vierstöckigen Neubau niederzureissen. Die umstehende Menge applaudierte, als die Fensterfronten krachend zersplitterten. Der illegal errichtete Komplex «Dolce Vita» gehört Dusan Spasojevic, nach Milorad Lukovic eine der Führungsfiguren der auf zweihundert Mitglieder geschätzten Zemun-Bande.

    Viel grösser allerdings wäre der Applaus des Publikums, wenn die eigentlichen Hauptverdächtigen des Mordes gefasst würden. Die Polizei hat bisher gegen zweihundert Verhaftungen vorgenommen. Die grossen Namen befinden sich nicht darunter. Dass in Serbien hochrangige Politiker und Beamte verschwinden oder erschossen werden, ohne dass die Täter je gefasst würden, ist seit Jahren üblich. Mindestens vierzig professionell durchgeführte Anschläge wurden in den letzten zehn Jahren verübt und nie aufgeklärt.

    Nachdem im Sommer letzten Jahres Bosko Buha, der stellvertretende Kommandant des Staatssicherheitsdienstes, ermordet worden war, versprach Innenminister Mihajlovic, er werde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Täter, die man in den Reihen der Mafia vermutete, zu fassen. Lange geschah nichts, bis die Polizei Ende Oktober eine Gruppe von Auftragsmördern fasste. Die sagten aus, dass hohe Politiker, unter ihnen Djindjic, auf einer Todesliste stünden. Die Hintermänner vermutete man im Umkreis der Staatssicherheit.

    Nun wurde die Regierung allmählich aktiv. Ende Dezember verabschiedete das Parlament eine Reihe von Gesetzen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität, die einen ausgedehnten Zeugenschutz vorsahen. Anfang März wurde ein Sonderstaatsanwalt ernannt, der sich ausschliesslich auf den Kampf mit der Mafia konzentrieren soll. Gegen 220 Polizeibeamte wurden Verfahren eröffnet und 70 Polizisten wurden entlassen. In vielen Fällen war nicht nur passive Korruption, sondern tatsächliche Kooperation mit der Unterwelt festgestellt worden. Die treibende Kraft hinter diesen Gesetzesreformen war Djindjic.

    Die enge Verflechtung zwischen Polizei, Geheimdiensten und der Unterwelt hat in Serbien eine Tradition, deren Anfänge bis ins Jugoslawien von Tito reichen. Der Geheimdienst bot verhafteten Kriminellen Straffreiheit an, wenn die sich für Operationen im Ausland zur Verfügung stellten. Flog die Sache auf, liess man die Angeheuerten fallen. Auf diese Weise begann Zeljko Raznatovic, der gefürchtete Arkan, 1983 seine Karriere.

    Diese von vielen Geheimdiensten verfolgte Praxis änderte sich unter Milosevic dramatisch. Um das offizielle Engagement in Kroatien und Bosnien zu tarnen, wurden neben den regulären Truppen paramilitärische Einheiten aufgebaut. Kriminelle waren naturgemäss stark vertreten und sollten vom Staatssicherheitsdienst kontrolliert werden. Ein Musterbeispiel ist die von Franko Simatovic Frenki 1991 gegründete Specijalnih Jedinica Policije, eine schwer bewaffnete Sondereinheit, bekannt unter dem Namen Rote Berets, die in zahlreiche Kriegsverbrechen verwickelt war. Umstrukturierungen, Rekrutierungen und Karriere- Verläufe machten die Grenze zwischen diesen Einheiten und der Staatssicherheit durchlässig. Milosevics Herrschaft stützte sich auf diese Strukturen, die nach den Kriegen ihre zivilen kriminellen Ableger aufbauten.

    Die Revolutionäre vom 5. Oktober kamen an diesen Leuten nicht vorbei. Es ist davon auszugehen, dass Djindjic sich ihr Stillhalten mit dem Versprechen künftiger Koexistenz erkaufte. Diesen Pakt kündigte er dann im Herbst auf. Nicht nur wegen des Drucks von Interpol, der amerikanischen Drug Enforcement Agency und des Haager Tribunals. Führende Exponenten der Zemun-Bande wie der Kommandant der Roten Berets, Lukovic, führten sich immer unverschämter auf: Betrunken und mit Kokain voll gepumpt, setzte er in Kula eine Diskothek in Brand und hinderte die herbeigeeilte Feuerwehr mit gezückter Waffe am Löschen. Djindjic, so ein Gewährsmann, habe zuerst versucht, Lukovics Zemun-Bande durch den Surcin-Clan, eine konkurrierende Familie, zu schwächen. Aber Lukovic setzte sich zur Wehr und sprengte im Januar dessen Baumaschinen in die Luft. Dann wurde Djindjic gewarnt: Am 21. Februar entging er knapp einem inszenierten Autounfall, und am Tag vor seiner Ermordung schrieb das Boulevardblatt «Identitet», dass Djindjic im Visier eines Heckenschützen sei.

    Der Ausnahmezustand, der in die Bürgerrechte eingreifende Massnahmen vorsieht, wird von einer Mehrheit der Bevölkerung getragen - auch von führenden liberalen Rechtsexperten. Dadurch kann die Armee, die weit weniger korrumpiert ist als die Polizei, gegen die Mafia vorgehen. Sokolovi (Falken) und Kobre (Kobras), die Spezialeinheiten der Militärpolizei, sind mobilisiert. Die in Nis stationierte 63. Fallschirm-Brigade wurde nach Belgrad verlegt. Zusammen mit der 72. Kommando-Brigade ist sie die einzige Kraft, die es mit der Feuerkraft und Logistik der Mafia aufnehmen kann.

  2. #132
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
    12.03.2008
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    18.580
    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    und wenn ihr erst ab dem 6jhr. in kosova seid,dann dürft ihr nicht von "serbisches land reden und die kosovaren auffordern ihr land zu verlassen,denn es gab uns schon lange vor euch in kosova,bloß der serbische kopf will das nicht reinlassen.
    Das hieße dann also Deutschland hätte auch Anrecht auf Polen?? Versteh ich deine Logik richtig???

  3. #133
    bonbon
    Zitat Zitat von Jastreb Beitrag anzeigen
    denen kannst du fakten vor die nase halten, beweise aus allen möglichen quellen. auch wenn eine albanische quelle das gleiche belegt werden sie es nicht zugeben... hier sind sie stolze albaner, aber in wirklichkeit würden sie ihre mutter verkaufen wenn sie ein bärtiger kerl mit ner sajkaca auf dem kopf in die finger bekommt. hier bedrohen und beleidigen sie serben, aber wenn ein serbe die adresse eines albaners rausbekommt ist er gleich still und sagt:komm lassen wir den scheiss, will keine probleme....kein wunder das sie von slobo verprügelt wurden, erst dann fangen sie an zu denken und werden "empfänglicher" wenn man ihnen einen sanften mit der schulterstütze oder schlagstock gibt....

    Ach ja? Und damit Serbien wieder vernünftig wird, müssen sie von der NATO bombardiert werden oder wie???

  4. #134
    Avatar von illyrian_eagle

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    6.793
    Zitat Zitat von Arvanitis Beitrag anzeigen
    Sieh an sieh an
    Verstehst du was ich meine????

    Nein...........

  5. #135
    Avatar von illyrian_eagle

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    Zitat Zitat von NaleP Beitrag anzeigen
    Das hieße dann also Deutschland hätte auch Anrecht auf Polen?? Versteh ich deine Logik richtig???

    Er geht nach eurer Logik...............


  6. #136
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
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    18.580
    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    wollt ihr mehr fakten?
    ich hab heute viel zeit.



    Mit Kokain und Feuer gegen Reformen
    Die serbische Mafia rekrutiert sich meist aus den alten jugoslawischen Sicherheitsdiensten

    Andreas Ernst, Belgrad

    Zemun ist eine kleine, verschlafene Vorstadt von Belgrad, die als ehemaliger Aussenposten Wiens immer noch einen Hauch provinziellen k. u. k. Charmes verströmt. Und Zemun ist der Sitz einer weitverzweigten kriminellen Bande, der die Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic zur Last gelegt wird. Unter starkem Polizeischutz sind am Freitag Bulldozer in der Schillerstrasse aufgefahren und haben damit begonnen, einen vierstöckigen Neubau niederzureissen. Die umstehende Menge applaudierte, als die Fensterfronten krachend zersplitterten. Der illegal errichtete Komplex «Dolce Vita» gehört Dusan Spasojevic, nach Milorad Lukovic eine der Führungsfiguren der auf zweihundert Mitglieder geschätzten Zemun-Bande.

    Viel grösser allerdings wäre der Applaus des Publikums, wenn die eigentlichen Hauptverdächtigen des Mordes gefasst würden. Die Polizei hat bisher gegen zweihundert Verhaftungen vorgenommen. Die grossen Namen befinden sich nicht darunter. Dass in Serbien hochrangige Politiker und Beamte verschwinden oder erschossen werden, ohne dass die Täter je gefasst würden, ist seit Jahren üblich. Mindestens vierzig professionell durchgeführte Anschläge wurden in den letzten zehn Jahren verübt und nie aufgeklärt.

    Nachdem im Sommer letzten Jahres Bosko Buha, der stellvertretende Kommandant des Staatssicherheitsdienstes, ermordet worden war, versprach Innenminister Mihajlovic, er werde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Täter, die man in den Reihen der Mafia vermutete, zu fassen. Lange geschah nichts, bis die Polizei Ende Oktober eine Gruppe von Auftragsmördern fasste. Die sagten aus, dass hohe Politiker, unter ihnen Djindjic, auf einer Todesliste stünden. Die Hintermänner vermutete man im Umkreis der Staatssicherheit.

    Nun wurde die Regierung allmählich aktiv. Ende Dezember verabschiedete das Parlament eine Reihe von Gesetzen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität, die einen ausgedehnten Zeugenschutz vorsahen. Anfang März wurde ein Sonderstaatsanwalt ernannt, der sich ausschliesslich auf den Kampf mit der Mafia konzentrieren soll. Gegen 220 Polizeibeamte wurden Verfahren eröffnet und 70 Polizisten wurden entlassen. In vielen Fällen war nicht nur passive Korruption, sondern tatsächliche Kooperation mit der Unterwelt festgestellt worden. Die treibende Kraft hinter diesen Gesetzesreformen war Djindjic.

    Die enge Verflechtung zwischen Polizei, Geheimdiensten und der Unterwelt hat in Serbien eine Tradition, deren Anfänge bis ins Jugoslawien von Tito reichen. Der Geheimdienst bot verhafteten Kriminellen Straffreiheit an, wenn die sich für Operationen im Ausland zur Verfügung stellten. Flog die Sache auf, liess man die Angeheuerten fallen. Auf diese Weise begann Zeljko Raznatovic, der gefürchtete Arkan, 1983 seine Karriere.

    Diese von vielen Geheimdiensten verfolgte Praxis änderte sich unter Milosevic dramatisch. Um das offizielle Engagement in Kroatien und Bosnien zu tarnen, wurden neben den regulären Truppen paramilitärische Einheiten aufgebaut. Kriminelle waren naturgemäss stark vertreten und sollten vom Staatssicherheitsdienst kontrolliert werden. Ein Musterbeispiel ist die von Franko Simatovic Frenki 1991 gegründete Specijalnih Jedinica Policije, eine schwer bewaffnete Sondereinheit, bekannt unter dem Namen Rote Berets, die in zahlreiche Kriegsverbrechen verwickelt war. Umstrukturierungen, Rekrutierungen und Karriere- Verläufe machten die Grenze zwischen diesen Einheiten und der Staatssicherheit durchlässig. Milosevics Herrschaft stützte sich auf diese Strukturen, die nach den Kriegen ihre zivilen kriminellen Ableger aufbauten.

    Die Revolutionäre vom 5. Oktober kamen an diesen Leuten nicht vorbei. Es ist davon auszugehen, dass Djindjic sich ihr Stillhalten mit dem Versprechen künftiger Koexistenz erkaufte. Diesen Pakt kündigte er dann im Herbst auf. Nicht nur wegen des Drucks von Interpol, der amerikanischen Drug Enforcement Agency und des Haager Tribunals. Führende Exponenten der Zemun-Bande wie der Kommandant der Roten Berets, Lukovic, führten sich immer unverschämter auf: Betrunken und mit Kokain voll gepumpt, setzte er in Kula eine Diskothek in Brand und hinderte die herbeigeeilte Feuerwehr mit gezückter Waffe am Löschen. Djindjic, so ein Gewährsmann, habe zuerst versucht, Lukovics Zemun-Bande durch den Surcin-Clan, eine konkurrierende Familie, zu schwächen. Aber Lukovic setzte sich zur Wehr und sprengte im Januar dessen Baumaschinen in die Luft. Dann wurde Djindjic gewarnt: Am 21. Februar entging er knapp einem inszenierten Autounfall, und am Tag vor seiner Ermordung schrieb das Boulevardblatt «Identitet», dass Djindjic im Visier eines Heckenschützen sei.

    Der Ausnahmezustand, der in die Bürgerrechte eingreifende Massnahmen vorsieht, wird von einer Mehrheit der Bevölkerung getragen - auch von führenden liberalen Rechtsexperten. Dadurch kann die Armee, die weit weniger korrumpiert ist als die Polizei, gegen die Mafia vorgehen. Sokolovi (Falken) und Kobre (Kobras), die Spezialeinheiten der Militärpolizei, sind mobilisiert. Die in Nis stationierte 63. Fallschirm-Brigade wurde nach Belgrad verlegt. Zusammen mit der 72. Kommando-Brigade ist sie die einzige Kraft, die es mit der Feuerkraft und Logistik der Mafia aufnehmen kann.

    Na, das DU viel Zeit hast kriegt man mit wenn man deine Beiträge so liest ... komm, lass sein, die anderen haben recht, es bringt nix mit dir zu diskutieren.

  7. #137
    Arvanitis
    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    Nein...........
    Eine andere Antwort hätte mich auch überrascht.

  8. #138
    Avatar von illyrian_eagle

    Registriert seit
    05.10.2005
    Beiträge
    6.793
    Zitat Zitat von Arvanitis Beitrag anzeigen
    Eine andere Antwort hätte mich auch überrascht.

    Tja...............

  9. #139

    Registriert seit
    28.01.2008
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    4.024
    Zitat Zitat von NaleP Beitrag anzeigen
    Das hieße dann also Deutschland hätte auch Anrecht auf Polen?? Versteh ich deine Logik richtig???

    das sind verschiedene paar schuhe.

    du kommst an mit "mein land,geht nach albanien",verdreh jetzt nicht die tatsachen,obwohl es dein hobby zu sein scheint.
    ich wollte dir nur zeigen das ihr kosova nicht beanspruchen könnt.

    und dann kommst du noch mit den 2 weltkrieg und schneidest dich ins eigene fleisch.

  10. #140
    Avatar von Jastreb

    Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    1.599
    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    blablabla..
    fakt mein freund. hier propagiert ihr euer siptarisches kosovääääääääää. hetzt die ganze zeit, serben dies serben das, erzählt irgenwelche märchen. wollt nicht der wahrheit ins gesicht sehen....das zeigt das wir für euch götter sind!
    kosovo ist "unabhängig"...was sucht ihr noch hier? kein albaner ist zurück gegangen... obwohl viele rumgeschriehen haben, wenn kosovaa frei ist, gehe ich zurück.....

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