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Autonomie Vojvodina

Erstellt von Gentos, 03.11.2009, 14:49 Uhr · 122 Antworten · 6.263 Aufrufe

  1. #81

    Registriert seit
    18.08.2009
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    395
    Zitat Zitat von muli Beitrag anzeigen
    Welch kluge Antwort du mir schreibst.

    1. Die meisten Türker sind in den 90er als Arbeitskräfte eingewandert
    2. Kosovo hat es auch 95% Albaner, was aber nicht heisst, dass es ein albanischer Staat ist, sondern ein Staat aller Ethnien und dementsprechend gleiche Rechte.
    3. Sind die Juden keine Ethnie sondern Angehörige einer Religion!!!!!! Es gibt nämlich auch deutsche Juden, stell dir das einmal vor, so wie es katholische Serben gibt oder muslimische Kroaten oder Orthodoxe Albaner. Um ein Land zu gründen, spielt nicht die Religion eine Rolle sondern eine Ethnie (ausser bei Israel und ev. andere Staaten, was ich sowieso stark kritisiere). Wenn dem so wäre, wäre Saudi-Arabien mit VAE, Omar, Jemen, Kuweit und viele andere Staaten als EIN Staat aufgeführt.

    4. Machten die Slawen nicht 90% der Bevölkerung Jugoslawiens aus.

    5. Waren im Kosovo 1945 ca 70% albanischer Ethnie
    in Vojvodina ca 30% nichtslawischer Ethnie
    in FYROM ca 30% nichtslawischer Ethnie
    in Montenegro 10% nichtslawischer Ethnie

    6. Wenn du meinst, die Mehrheit der Bevölkerung entscheidet was für ein Staat es ist, dann müsste rein theoretisch Kosovo ja zu Albanien gehören, die USA in 112 kleinere Einzelstaaten zerteilt werden, die Hälfte der Schweiz zu Italien gehören, Ruanda in Tutsi-Staat und Hutu-Staat aufgeteilt werden.

    schau dir mal an was die Albaner für Massaker an Serben verübt haben, noch vor 45.

  2. #82
    Mulinho
    Zitat Zitat von Blesav Beitrag anzeigen
    schau dir mal an was die Albaner für Massaker an Serben verübt haben, noch vor 45.
    ja und deshalb gab es gleich 78% weniger Serben im Kosovo.
    Es gabt auf beiden Seiten Massaker. Aber kein Wissenschaftler und keine Historiker können sagen, wann die Serben als einheitliche Ethnie eine Mehrheit im Kosovo gebildet haben.

  3. #83
    Avatar von Singidun

    Registriert seit
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    10.113
    Müsst ihr bei jedem politischen Thema das Kosovo ins Spiel bringen, ich sehe keinen einzigen Grund wieso das Kosovo was mit der Vojvodina zu tun hat.

  4. #84
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
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    3.739
    Zitat Zitat von Vukovarac Beitrag anzeigen
    Mehr als genug . Kein Fleck der nicht an den Krieg erinnert, aber ich glaube/befürchte das Vukovar (bzw. eigentlich Ostslawonien & Baranja) weiterhin "ignoriert" wird.
    Ich glaube eher, daß die Regierung Vukovar als "Mahnmal" konservieren will. Es eignet sich einfach so gut dafür, weil es alle gewollten Stereotypen nährt.

    Was aber ist der tiefere Sinn von diesem Thread? Vojvodina und Autonomie, das ist doch ein uralter Hut.

    Und langsam sollte man damit aufhören, jede Großfamilie, die sich irgendwie von den anderen abhebt, als nationale Minderheit zu betrachten. Man kann auch alles zu Tode verwalten.

  5. #85
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
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    3.739
    [QUOTE=muli;1405854]Gut. Nun darf ich dich kritisieren:

    Du vergisst, dass Albanien bis 1990 unter kommunistischem Regime. Also kein demokratischer Staat. Du kannst Albanien nicht mit den anderen Balkanländern vergleichen. Die Minderheiten wurden gerade mal 7 Jahre nachdem die Demokratie und erste freie Wahlen stattgefunden haben, anerkannt. Vorher wusste man, oder wollte man eher nicht wissen, dass es andere Minderheiten gibt. Enver Hoxha setzte sich für ein starkes Albanien für Albaner ein, was ihm aber misslang.
    Was glaubst Du, welche politische Ausrichtung die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien oder die Volksrepubliken Ungarn, Rumänien oder Bulgarien hatten?

    Unter Enver Hoxha wurde nicht einmal Religionsfreiheit geduldet, wie also hätte man sagen können, dass es serbische Orthodoxe gegeben hat? Sie durften sich nicht als Serben ausgeben. Ich finde 7 Jahre nicht eine sehr lange Zeit, bis sie endlich anerkannt wurden. Ausser in Kosovo haben die Roma in keinem der ehemalig jugoslawischen Länder Rechte. Rechte wie freie Abstimmung, eigene Sprachschulen, anerkannte Kulturen usw...
    Es ist natürlich alles relativ, aber 7 Jahre sind nun auch nicht wirklich kurz. Im Übrigen habe Roma in Jugoslawien alle staatsbürgerlichen Rechte gehabt, sie nur meistens nicht wahrgenommen.


  6. #86
    Mulinho
    [quote=skorpion;1410275]
    Zitat Zitat von muli Beitrag anzeigen
    Gut. Nun darf ich dich kritisieren:

    Du vergisst, dass Albanien bis 1990 unter kommunistischem Regime. Also kein demokratischer Staat. Du kannst Albanien nicht mit den anderen Balkanländern vergleichen. Die Minderheiten wurden gerade mal 7 Jahre nachdem die Demokratie und erste freie Wahlen stattgefunden haben, anerkannt. Vorher wusste man, oder wollte man eher nicht wissen, dass es andere Minderheiten gibt. Enver Hoxha setzte sich für ein starkes Albanien für Albaner ein, was ihm aber misslang.
    Was glaubst Du, welche politische Ausrichtung die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien oder die Volksrepubliken Ungarn, Rumänien oder Bulgarien hatten?

    Unter Enver Hoxha wurde nicht einmal Religionsfreiheit geduldet, wie also hätte man sagen können, dass es serbische Orthodoxe gegeben hat? Sie durften sich nicht als Serben ausgeben. Ich finde 7 Jahre nicht eine sehr lange Zeit, bis sie endlich anerkannt wurden. Ausser in Kosovo haben die Roma in keinem der ehemalig jugoslawischen Länder Rechte. Rechte wie freie Abstimmung, eigene Sprachschulen, anerkannte Kulturen usw...
    Es ist natürlich alles relativ, aber 7 Jahre sind nun auch nicht wirklich kurz. Im Übrigen habe Roma in Jugoslawien alle staatsbürgerlichen Rechte gehabt, sie nur meistens nicht wahrgenommen.

    Danke für die Kritik, ist berechtigt, habe mich falsch ausgedrückt:

    Du vergisst, dass Albanien bis 1990 unter kommunistischem Regime. Also kein demokratischer Staat
    SFRJ konnte man abstimmen, hatte also demokratische Werte
    In Albanien nicht

    Tut mir leid, dass ich mich so geäussert habe, es sollte kein Punkt da stehen, sondern zusammenhängend geschrieben.

    Du vergisst, dass Albanien bis 1990 unter kommunistischem Regime, also kein demokratischer Staat

  7. #87
    Avatar von skorpion

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    Zitat Zitat von muli Beitrag anzeigen
    Welch kluge Antwort du mir schreibst.


    6. Wenn du meinst, die Mehrheit der Bevölkerung entscheidet was für ein Staat es ist, dann müsste rein theoretisch Kosovo ja zu Albanien gehören, die USA in 112 kleinere Einzelstaaten zerteilt werden, die Hälfte der Schweiz zu Italien gehören, Ruanda in Tutsi-Staat und Hutu-Staat aufgeteilt werden.
    Kann ja alles noch kommen...

    Nein, aber im Ernst. In der Regel ist es doch so, daß die Mehrheit der Bevölkerung über die Staatsform entscheidet, ein Mindestmaß an Demokratie vorausgesetzt. Das symptomatische Problem des Balkans ist und war schon immer, daß einfach sehr viele recht unterschiedliche Ethnien auf recht kleinem Raum und oft in kleinen Gruppen mit nicht zusammenhängenden Gebieten siedeln. Darum gab es in der Geschichte auch eigentlich nur zwei stabile Zustände: entweder permanente Reibereien, Rivalität und Aggression oder Fremdunterdrückung. Darum ist die Region ja auch ein immerwährender Quell stets neuer Krisen und Konflikte.

  8. #88
    Avatar von skorpion

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    Zitat Zitat von Singidunum Beitrag anzeigen
    Zu ersterem, 95 % hat heute ein Vertrer der serbischen Regierung als Zahl genannt. Die Autonomie spricht ja nicht gegen ein Regionensystem, Vojvodina, wäre nur eine der Regionen. Die Automie ist verfassungsmäßig garantiert.

    Das Bild von dir sind die Verwaltungsregionen, sind erster Vorläufer, wie die Regionalisierung aussehen könnte.
    Mit den 95% nach Beograd meinten sie nicht die Stadt, sondern Serbien als Staat.

    Eine Regionalisierung wäre aber vielleicht eine gute Idee.

  9. #89
    Mulinho
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Kann ja alles noch kommen...

    Nein, aber im Ernst. In der Regel ist es doch so, daß die Mehrheit der Bevölkerung über die Staatsform entscheidet, ein Mindestmaß an Demokratie vorausgesetzt. Das symptomatische Problem des Balkans ist und war schon immer, daß einfach sehr viele recht unterschiedliche Ethnien auf recht kleinem Raum und oft in kleinen Gruppen mit nicht zusammenhängenden Gebieten siedeln. Darum gab es in der Geschichte auch eigentlich nur zwei stabile Zustände: entweder permanente Reibereien, Rivalität und Aggression oder Fremdunterdrückung. Darum ist die Region ja auch ein immerwährender Quell stets neuer Krisen und Konflikte.
    Nein, aber im Ernst. In der Regel ist es doch so, daß die Mehrheit der Bevölkerung über die Staatsform entscheidet, ein Mindestmaß an Demokratie vorausgesetzt. Das symptomatische Problem des Balkans ist und war schon immer, daß einfach sehr viele recht unterschiedliche Ethnien auf recht kleinem Raum und oft in kleinen Gruppen mit nicht zusammenhängenden Gebieten siedeln. Darum gab es in der Geschichte auch eigentlich nur zwei stabile Zustände: entweder permanente Reibereien, Rivalität und Aggression oder Fremdunterdrückung. Darum ist die Region ja auch ein immerwährender Quell stets neuer Krisen und Konflikte.
    Yap, da gebe ich dir vollkommen Recht.


    Kann ja alles noch kommen...
    Wie du oben erwähntest:

    daß die Mehrheit der Bevölkerung über die Staatsform entscheidet, ein Mindestmaß an Demokratie vorausgesetzt

    stimmt schon! Aber im Falle Kosovo wird es nie dazukommen können. Da Kosovo sich erklärt hat, als eigenständiger Staat zu funktionieren. Es wurde also ein mündlicher Vertrag abgeschlossen. Würde der Kosovo sich Albanien anhängen, würden das die westlichen Mächte mit Sicherheit verhindern.
    Das würde nämlich noch mehr Kriege und Krisen auslösen und daran ist niemand interessiert. Klar gibt es viele albanische Fanatiker, die von einem wiedervereinigten Albanien träumen, aber meine Träume sind es nicht. Ich schätze Albanien sehr und seine Kultur und dass ich als Albaner mich zu Albanien gebunden fühle ist ja sowieso klar. Aber ich lebe in einem eigenen Staat und ich respektiere alle anderen Volkgsgruppen wie ich meine Volksgruppe respektiere.

    Aber solange Serbien den Kosovo nicht anerkennen wird, bleiben die albanischen Fanatiker in der Mehrheit. Das ist mein Gedanke.

  10. #90
    Vukovarac
    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Ich glaube eher, daß die Regierung Vukovar als "Mahnmal" konservieren will. Es eignet sich einfach so gut dafür, weil es alle gewollten Stereotypen nährt.

    Was aber ist der tiefere Sinn von diesem Thread? Vojvodina und Autonomie, das ist doch ein uralter Hut.

    Und langsam sollte man damit aufhören, jede Großfamilie, die sich irgendwie von den anderen abhebt, als nationale Minderheit zu betrachten. Man kann auch alles zu Tode verwalten.
    Glaubte ich am Anfang auch, aber es ist nicht der Fall.
    Es ist das selbe Problem wie mit jeder Regiierung auf der Welt: um die ärmsten kümmert sich niemand. Das einzige was ich bemängle ist das der Fortschritt in Vukovar nur schleppend voran geht, im Vergleich zu anderen Regionen.
    Mit Stereotypen hat es nichts zu tun.

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