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DER BALKAN UND SEINE GRENZEN....

Erstellt von skenderbegi, 28.12.2008, 07:37 Uhr · 7 Antworten · 944 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090

    Beitrag DER BALKAN UND SEINE GRENZEN....

    ein interessanter artikel wie ich finde....
    habe nur einen teil davon gepostet welcher mir vorallem wichtig ist.
    dieser zeigt welche politik der serbische immer noch anwendet wenn es um kosova geht.
    und dabei kommt der jeremic welcher ja unter milos schon gedient hatte nicht gut weg.

    27. Dezember 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Europas verschmähte und gleichzeitig umworbene Randregion

    Nach einem dynamischen Jahrzehnt in Richtung europäische Integration macht sich auf dem Balkan Pessimismus breit. Die erzwungenen Reformen schlagen in den jungen Demokratien nur zögerlich Wurzeln. Die oft beschworenen europäischen Werte bleiben Lippenbekenntnis.

    Von unserem Südosteuropa-Korrespondenten Martin Woker

    Rückkehr von Milosevics Handlangern

    Während Kroatiens verdrängte Vergangenheit über ein Dutzend Jahre zurückliegt, ist sie in Serbien nur allzu präsent. Nach einer Absenz von neun Jahren sind Milosevics unreformierte Sozialisten im Sommer an die Macht zurückgekehrt. Sie regieren im Verbund mit den Demokraten von Staatspräsident Tadic, dem Bannerträger des schwammigen Attributs «proeuropäisch». Als Proeuropäer gilt er vor allem darum, weil er Serbien vor einer Regierung der Radikalen des Kriegshetzers Seselj bewahrte. Reicht das?
    Nur sechs Monate nach Amtsantritt verfällt Tadics vorlauter Aussenminister Jeremic in jene sattsam bekannte Rhetorik, die im europäischen Kaffeehaus etwas vorschnell für überwunden gegolten hatte. Vor die Wahl gestellt, Kosovo oder die EU, entscheide sich Serbien auf immer und ewig für Ersteres, beschied der junge Minister. Das neue Selbstbewusstsein des proeuropäischen Belgrad gemahnt an jenes Lavieren zwischen zwei Machtblöcken, wie es seinerzeit Tito meisterhaft beherrscht und zum Wohle seines jugoslawischen Vielvölkerstaats ausgenutzt hatte. Da sind einerseits die «europäischen Partner». Keine zehn Jahre sind's her, da sie an der Bombardierung «strategischer Ziele» im damaligen Jugoslawien mitbeteiligt waren. Heute werden sie nicht müde, Serbien als natürlichen Knotenpunkt des Westbalkans zu preisen. Und da ist anderseits Belgrads wiederauferstandener traditioneller Partner im Osten.
    Putins Moskau hat den sorgfältig vorbereiteten Prozess einer überwachten Unabhängigkeit Kosovos erfolgreich behindert. Im Gegenzug für die grosszügige Hilfe des orthodoxen Bruders anerbot Serbien seine nationale Erdölgesellschaft zu einem Spottpreis, als Teil eines Pakets von Abkommen zur Lieferung von Energie aus Russland. Ob der Handel noch zustande kommt, ist offen. In Belgrad wächst die begründete Furcht, vom grossen Bruder über den Tisch gezogen zu werden. Hinzu kommt die Ungewissheit über die Dauer von Moskaus Kosovo-Blockade im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Russland hätte nach seiner Anerkennung von Nordossetien und Abchasien guten Grund, Gleiches mit Kosovo zu tun. Ein so sicherer Alliierter, wie Serbien sich dies wünscht, ist Russland nicht. Also doch: möglichst schnell in die Europäische Union? Falls die EU dieses Serbien überhaupt in seinen Reihen will. Europäische Massstäbe von «good governance» sind dem Land, das in seiner leidvollen Geschichte stets unter einer aufgeblähten Staatsbürokratie litt, völlig fremd.
    Mit hörigen Staatsdienern versucht Belgrad denn auch, den Aufbau eines funktionierenden Gemeinwesens in Kosovo zu verhindern. Serbien hat seit dem selbstverschuldeten Verlust Kosovos vor über neun Jahren mehrere Milliarden Euro für die Entlöhnung seiner Beamten in der einstigen Südprovinz aufgewendet. Der verarmte serbische Staat war zu dieser Parforceleistung nur darum in der Lage, weil er gleichzeitig von reichen europäischen Staaten grosszügige Hilfe erhielt. So ergibt sich eine wahrhaft absurde Situation. Europäisches Geld fliesst in Kosovos Hauptstadt Pristina, um dort den Aufbau staatlicher Strukturen zu finanzieren und die Sicherheit aller Einwohner Kosovos zu garantieren. Aus denselben europäischen Kassen fliesst gleichzeitig Geld nach Belgrad, von wo aus der teure Aufbau in Kosovo gezielt torpediert wird. Die Ethnologie hat dafür einen Fachterminus: Potlatsch. Gleichbedeutend mit Vernichtung von Werten.




  2. #2
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090
    wie es aussieht will man sich hier nicht mit den unangenehmen themen beschäftigen....


  3. #3

    Registriert seit
    13.10.2008
    Beiträge
    7.453
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    wie es aussieht will man sich hier nicht mit den unangenehmen themen beschäftigen....




    hier in diesem forum gibts sehr wenige user die interesse haben ernsthaft zu diskutieren.


    und zum thema....

    ja die serben hatten sich schon immer für zu wichtig genommen,und das problem das es noch europäer gibt die das anerkennen.
    dabei ist serbien weitaus uninteressanter als bulgarien,strategisch gesehen.

  4. #4
    Avatar von Der_Freak

    Registriert seit
    24.07.2008
    Beiträge
    4.351
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    wie es aussieht will man sich hier nicht mit den unangenehmen themen beschäftigen....

    Der Thread läuft darauf hinaus dass 20 Seiten lang die Alabaner und Serben streiten, bis Ivo2 auf der letzten Seite einfügt !!! THREAD CLOSED !!! und somit das Problem löst. Soviel dazu.

  5. #5
    Jehona_e_Rahovecit
    Im Gegenteil, ich finde dass dieser Thread bestehen bleiben soll, weil er zur Aufklärung unserer serbischen Nachbanr beiträgt.
    Dieser Thread hat an sich nichts hetzerisches.
    Falls dieser Thread jedoch geschlossen werden sollte, dann fordere ich Ivo auf auch alle Thread, die von Serben über Albaner erstellt worden sind zu schließen.

  6. #6
    Jehona_e_Rahovecit
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    ein interessanter artikel wie ich finde....
    habe nur einen teil davon gepostet welcher mir vorallem wichtig ist.
    dieser zeigt welche politik der serbische immer noch anwendet wenn es um kosova geht.
    und dabei kommt der jeremic welcher ja unter milos schon gedient hatte nicht gut weg.

    27. Dezember 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Europas verschmähte und gleichzeitig umworbene Randregion

    Nach einem dynamischen Jahrzehnt in Richtung europäische Integration macht sich auf dem Balkan Pessimismus breit. Die erzwungenen Reformen schlagen in den jungen Demokratien nur zögerlich Wurzeln. Die oft beschworenen europäischen Werte bleiben Lippenbekenntnis.

    Von unserem Südosteuropa-Korrespondenten Martin Woker

    Rückkehr von Milosevics Handlangern

    Während Kroatiens verdrängte Vergangenheit über ein Dutzend Jahre zurückliegt, ist sie in Serbien nur allzu präsent. Nach einer Absenz von neun Jahren sind Milosevics unreformierte Sozialisten im Sommer an die Macht zurückgekehrt. Sie regieren im Verbund mit den Demokraten von Staatspräsident Tadic, dem Bannerträger des schwammigen Attributs «proeuropäisch». Als Proeuropäer gilt er vor allem darum, weil er Serbien vor einer Regierung der Radikalen des Kriegshetzers Seselj bewahrte. Reicht das?
    Nur sechs Monate nach Amtsantritt verfällt Tadics vorlauter Aussenminister Jeremic in jene sattsam bekannte Rhetorik, die im europäischen Kaffeehaus etwas vorschnell für überwunden gegolten hatte. Vor die Wahl gestellt, Kosovo oder die EU, entscheide sich Serbien auf immer und ewig für Ersteres, beschied der junge Minister. Das neue Selbstbewusstsein des proeuropäischen Belgrad gemahnt an jenes Lavieren zwischen zwei Machtblöcken, wie es seinerzeit Tito meisterhaft beherrscht und zum Wohle seines jugoslawischen Vielvölkerstaats ausgenutzt hatte. Da sind einerseits die «europäischen Partner». Keine zehn Jahre sind's her, da sie an der Bombardierung «strategischer Ziele» im damaligen Jugoslawien mitbeteiligt waren. Heute werden sie nicht müde, Serbien als natürlichen Knotenpunkt des Westbalkans zu preisen. Und da ist anderseits Belgrads wiederauferstandener traditioneller Partner im Osten.
    Putins Moskau hat den sorgfältig vorbereiteten Prozess einer überwachten Unabhängigkeit Kosovos erfolgreich behindert. Im Gegenzug für die grosszügige Hilfe des orthodoxen Bruders anerbot Serbien seine nationale Erdölgesellschaft zu einem Spottpreis, als Teil eines Pakets von Abkommen zur Lieferung von Energie aus Russland. Ob der Handel noch zustande kommt, ist offen. In Belgrad wächst die begründete Furcht, vom grossen Bruder über den Tisch gezogen zu werden. Hinzu kommt die Ungewissheit über die Dauer von Moskaus Kosovo-Blockade im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Russland hätte nach seiner Anerkennung von Nordossetien und Abchasien guten Grund, Gleiches mit Kosovo zu tun. Ein so sicherer Alliierter, wie Serbien sich dies wünscht, ist Russland nicht. Also doch: möglichst schnell in die Europäische Union? Falls die EU dieses Serbien überhaupt in seinen Reihen will. Europäische Massstäbe von «good governance» sind dem Land, das in seiner leidvollen Geschichte stets unter einer aufgeblähten Staatsbürokratie litt, völlig fremd.
    Mit hörigen Staatsdienern versucht Belgrad denn auch, den Aufbau eines funktionierenden Gemeinwesens in Kosovo zu verhindern. Serbien hat seit dem selbstverschuldeten Verlust Kosovos vor über neun Jahren mehrere Milliarden Euro für die Entlöhnung seiner Beamten in der einstigen Südprovinz aufgewendet. Der verarmte serbische Staat war zu dieser Parforceleistung nur darum in der Lage, weil er gleichzeitig von reichen europäischen Staaten grosszügige Hilfe erhielt. So ergibt sich eine wahrhaft absurde Situation. Europäisches Geld fliesst in Kosovos Hauptstadt Pristina, um dort den Aufbau staatlicher Strukturen zu finanzieren und die Sicherheit aller Einwohner Kosovos zu garantieren. Aus denselben europäischen Kassen fliesst gleichzeitig Geld nach Belgrad, von wo aus der teure Aufbau in Kosovo gezielt torpediert wird. Die Ethnologie hat dafür einen Fachterminus: Potlatsch. Gleichbedeutend mit Vernichtung von Werten.




    man sieht dass die serbischen politiker nichts im hirn haben, sie denken zu kurzfristig und sind in kriminellen strukturen eingebunden.
    die kriminalität hat in der serbischen politik eine sehr ange tradition, während der 90-iger waren die meisten serbischen politiker im zigarrettenschmuggel verwickelt.
    sie bereichern nur ihre eigenen taschen, es geht ihnen gar nich um das volk sondern um ihre goldene nase, die sie noch goldiger machen wollen und das serbische volk hetzt man gegen andere.


    tzzzzhhhhhhhhh
    man müsste sich schämen solche politiker zu wählen.

  7. #7
    Jehona_e_Rahovecit
    Boris Tadic ist Kandidatin in einer Quizsendung. "Und nun die entscheidende Frage, Herr Tadic , wie viele Serben leben in der Republik Kosovo?" "Es gibt sehr viele Serben und ich heiße Boris Tadic!"

    So viel dem Wissen der serbischen Politiker über Kosovo.

  8. #8

    Registriert seit
    18.10.2008
    Beiträge
    636
    Zitat Zitat von Kristalli_i_Rahovecit Beitrag anzeigen
    Boris Tadic ist Kandidatin in einer Quizsendung. "Und nun die entscheidende Frage, Herr Tadic , wie viele Serben leben in der Republik Kosovo?" "Es gibt sehr viele Serben und ich heiße Boris Tadic!"

    So viel dem Wissen der serbischen Politiker über Kosovo.
    Du weisst schon das Boris Tadic männlich ist (Stichwort: Kandidatin).
    Ausserdem sagst du du wills hier keine hetzerischen Kommentare sehen aber du fängst genau damit an im dem zitierten Beitrag drüber oder nein wenn nicht sogar in dem von mir zitierten Beitrag. Junge Junge....

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