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Balkan: Klein-Serbien

Erstellt von Taulle, 19.02.2006, 03:49 Uhr · 41 Antworten · 2.341 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    04.06.2005
    Beiträge
    7.678

    Balkan: Klein-Serbien

    VIELEN DANK AN KUKULELE VOM POLITIKFORUM.DE! :wink:


    Diese Woche beginnen in Wien die Verhandlungen über den Status des Kosovo. Alles läuft auf eine Unabhängigkeit der Provinz hinaus. Es ist der letzte Akt in der dramatischen Neuordnung des Balkans.

    Neulich auf einem der beliebten Belgrader Restaurantschiffe, die an der Mündung der Save in die Donau vor Anker liegen:
    Vier Musiker spielen serbische Schlager und traurige Liebeslieder, in- und ausländische Geschäftsleute singen beseelt mit.
    Plötzlich verstummen die Ausländer:
    Das Quartett hat ein Lied aus den Zeiten des schlimmsten serbischen Nationalismus angestimmt: „Wer sagt denn, wer lügt denn, dass Serbien klein ist? Es ist nicht klein, es hat drei Kriege geführt, und mit ein bisschen Glück wird es wieder Kriege führen.“

    Serbische Soldaten und Freischärler sangen dieses Lied, als sie in Kroatien, Bosnien und im Kosovo Zivilisten massakrierten und Dörfer niederbrannten. Heute wird es eher zur Folklore gezählt.

    Die Realität sieht anders aus. Serbien hat Kriege geführt, alle verloren und wurde jedes Mal ein Stück kleiner.

    -Slobodan Milosevic konnte zwar den Vielvölkerstaat Jugoslawien zerschlagen, doch der Plan, mit Waffengewalt und ethnischen Säuberungen ein „Großserbien“ von der kroatischen Krajina bis zur mazedonischen Grenze zu schaffen, scheiterte.

    -1995 flüchteten 150.000 Serben aus der Krajina, und im selben Jahr wurde die bosnische Serben-Republik im Friedensvertrag von Dayton zu einem Teil des Staates Bosnien-Herzegowina.

    -Die südserbische Provinz Kosovo steht seit 1999 – nach einem Aufstand der Kosovo-Albaner und der NATO-Bombardierung Restjugoslawiens – unter UN-Verwaltung.

    Dieses Restjugoslawien heißt seit 2003 offiziell Serbien-Montenegro, und auch diesen Namen wird es nicht mehr lange geben:
    -Am 30. April sollen die 900.000 Montenegriner(600.000 in Montenegro, 300.000 in Serbien) über die Schaffung eines eigenen Staates abstimmen. Eine Annahme des Referendums gilt als wahrscheinlich (siehe Reportage Seite 74).

    (...)

    Taktik.
    Die albanischen Verhandler, zu denen der ehemalige Führer der Untergrundarmee UCK, Hashim Thaci, der Journalist Veton Surroi und der neue Präsident Fatmir Sejdiu gehören, treten äußerst selbstbewusst auf und spielen auf Zeit. Die direkten Gespräche mit den Serben seien ohnehin zum Scheitern verurteilt, sagt ein Verhandler, der nicht mit Namen genannt werden will: Deshalb warte man, bis die Serben den Verhandlungstisch verlassen, die internationale Gemeinschaft die Geduld verliert und die Unabhängigkeit des Kosovo verordnet.

    Der konservative serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica und seine Entourage tun hingegen so, als könnten sie den Zerfall ihres Staates noch aufhalten.
    Serbien werde ein montenegrinisches Unabhängigkeitsreferendum nur anerkennen, wenn mindestens 50 Prozent aller Wahlberechtigten – und nicht nur 50 Prozent der tatsächlichen Wähler – für die Unabhängigkeit stimmten, sagt Kostunicas Berater Aleksandar Simic. Kostunica selbst traf vergangene Woche demonstrativ den Führer der oppositionellen, rechtsextremen Serbischen Radikalen Partei (SRS), Tomislav Nikolic, um das Kosovo-Problem zu diskutieren.Man sei sich einig, erklärte Nikolic anschließend, dass im Falle einer Unabhängigkeit der Provinz das serbische Parlament den Kosovo für „besetzt“ erklären und die Bevölkerung zur „Verteidigung der serbischen Souveränität mit allen nötigen Mitteln“ auffordern werde. Kostunica ließ durch einen Regierungssprecher entgegnen, es sei für die nationalen Interessen schädlich, „so zu tun, als ob der Kosovo schon verloren wäre“.

    Verloren.
    Dabei ist der Weg der ehemaligen autonomen serbischen Provinz in die Unabhängigkeit kaum noch aufzuhalten.
    Am 31. Jänner beschlossen die Außenminister der Kosovo-Kontaktgruppe (USA, Großbritannien, Russland, Deutschland, Frankreich, Italien) in London, dass es keine Rückkehr des Kosovo zum Status vor 1999, keine Teilung und keinen Anschluss an ein anderes Land geben dürfe: Belgrad solle akzeptieren, dass eine Lösung des Konflikts „von den Menschen im Kosovo akzeptiert werden muss“.

    Vertreter der britischen Regierung formulierten es noch deutlicher:
    -Die Kontaktgruppe habe sich auf einen multiethnischen und unabhängigen Kosovo geeinigt, teilte der Generaldirektor des Londoner Außenministeriums, John Sawers, Vertretern der Kosovo-Serben in der Hauptstadt Pristina mit.


    -Und vergangenen Dienstag erklärte der britische Botschafter Adam Thomson im UN-Sicherheitsrat, dass Kosovos Unabhängigkeit eine Möglichkeit sei, der Region Frieden und Sicherheit zu bringen. „Manche sagen sogar: Es ist die einzige Möglichkeit.

    Das sei psychologische Kriegsführung gegen Serbien, sagt Mira Beham, die in Wien als Vertreterin der serbischen Regierung die Verbindung zum Büro Ahtisaari hält: „Tony Blair ist der letzte Staatschef aus der Zeit des Kosovo-Kriegs, der noch im Amt ist. Er will sein Werk vollenden.“

    Der Fahrplan in die Unabhängigkeit stammt jedoch nicht aus London, sondern von Martti Ahtisaari.

    Der 68-jährige ehemalige finnische Präsident und erfahrene Krisenmanager arbeitet zwar sehr effizient, aber praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Als offizielle Adresse des UNOSEK (United Nations Office of the Special Envoy for Kosovo) wird die UNO-City angegeben, tatsächlich befindet sich das Büro mit rund 40 Mitarbeitern in der Wiener Innenstadt, abgeschirmt von der Außenwelt und ohne feste Telefonanschlüsse. Spezielle Gesandte sorgen für den direkten Draht zu den Entscheidungszentralen: der Amerikaner Frank Wisner nach Washington, der Russe Pjotr Iwantsow nach Moskau und der Österreicher Stefan Lehne zu EU-Außenkommissar Javier Solana nach Brüssel.

    Ahtisaaris Vertrag mit den UN läuft bis kommenden November. Schon im Juni wolle der Finne einen Bericht mit einer Empfehlung für die weitere Vorgehensweise an Generalsekretär Kofi Annan schicken, erzählt ein Diplomat aus dem Umfeld des Verhandlungsteams. Spätestens im November 2006 soll der UN-Sicherheitsrat über den Status des Kosovo entscheiden. Gibt es keine Verzögerungen, könnte der Kosovo Anfang 2007 selbstständig werden. Vor Beginn der Verhandlungen schickte Ahtisaari allen Botschaftern der Kontaktgruppe Briefe, in denen er eine einheitliche Sprachregelung gegenüber Serben und Kosovo-Albanern anregte. So bekommen die Politiker in Belgrad von Amerikanern und Europäern hinter verschlossenen Türen nun stets das Gleiche zu hören: An der Unabhängigkeit des Kosovo führt kein Weg vorbei.


    Schwachpunkt.
    Ein Schwachpunkt in dieser Strategie ist Russland. Präsident Wladimir Putin betont, dass eine Lösung des Kosovo-Problems universell anwendbar sein müsse.
    In der Praxis bedeutet dies:
    Russland wird einer Unabhängigkeit der serbischen Provinz nur zustimmen, wenn sich die russisch kontrollierten Provinzen Abchasien und Südossetien von Georgien sowie Transnistrien von Moldawien abspalten dürfen. Das wiederum wollen weder Europäer noch Amerikaner akzeptieren. Rechtsexperten der EU suchen nach schlüssigen Begründungen, warum der Kosovo ein ganz spezieller Einzelfall sei.

    Ein weiteres Problem ist die Europäische Union.
    Da sich die UN spätestens Ende 2006 aus dem Kosovo zurückziehen wollen, soll die internationale Verwaltung von der EU übernommen werden. Doch die österreichische Ratspräsidentschaft zeigt in dieser Frage kein besonderes Engagement, und eine Planungsgruppe der Union nimmt erst jetzt in Pristina ihre Arbeit auf.
    Die wichtigsten Fragen bleiben ungeklärt:
    Wird der Kosovo in Zukunft nach dem Vorbild Bosniens regiert, wo ein „Hoher Repräsentant“ der internationalen Gemeinschaft (derzeit ist das der Deutsche Christian Schwarz-Schilling) Entscheidungen des nationalen Parlaments kippen und Politiker nach Belieben aus dem Amt werfen kann? Soll es im Kosovo weiterhin eine teure Parallelstruktur geben, bei der jeder kosovarische Minister einen internationalen Aufpasser bekommt?

    Der größte Risikofaktor ist Serbien.
    Die Verluste Montenegros und des Kosovo könnten die innenpolitische Krise verschärfen, Premier Kostunica Neuwahlen ausrufen. Schon jetzt regiert er mit einem Minderheitenkabinett, das von den Milosevic-Sozialisten unterstützt wird. Möglich, dass er nach den nächsten Wahlen mit der rechtsradikalen SRS koalieren wird, die derzeit in allen Umfragen vorne liegt. Damit würden dem Land nicht nur die internationale Isolation drohen, sondern weitere interne Konflikte.In der Vojvodina fühlt sich die ungarische, im Sandschak die bosnische und im serbischen Preschevo-Tal die albanische Minderheit von den serbischen Nationalisten bedroht.

    Mentalität.
    Um weitere Abspaltungstendenzen zu stoppen, bedürfte es eines Mentalitätswandels der politischen Kaste in Belgrad. Bislang gelang es dieser nicht einmal, den bis vor Kurzem vom serbischen Militär geschützten, vom Haager Tribunal gesuchten bosnischen Serben-General Ratko Mladic zu finden und zu verhaften.

    Nur wenige denken im Augenblick so wie der Belgrader Theaterregisseur Nenad Prokic, der dem Vorstand der kleinen Liberal-Demokratischen Partei angehört. „In Wirklichkeit haben wir alle diese Kriege verloren, und dafür ist ein Preis zu bezahlen“, sagt Prokic. Auf Montenegro und den Kosovo habe Serbien schon längst keinen Einfluss mehr, die Verabschiedung dieser Gebiete würde „uns vor eine Herausforderung stellen: dass wir uns endlich mit uns selbst beschäftigen“.

    Von Gregor Mayer, Belgrad, und Bernhard Odehnal


    QUELLE

    ----------------------------------------------------------------------------------

    Wie ich finde ein interessanter und aufklärender Artikel.

    Nieman kann gegen die Realität kämpfen sondern wird damit konfrontiert, dass werden bald auch die "KOSOVO JE SPRSKO"-Schreier erfahren.

    Mit freundlichen Grüssen

    Euer Taulant! :wink:

    Nachtrag:

    Bitte nicht den ganzen Text zitieren, sieht optisch nicht so schön aus.

  2. #2
    jugo-jebe-dugo
    Dieser Artikel ist total Antiserbisch geschrieben und total übertrieben. Wer schreibt das der Krieg in Bosnien verloren ging wo wir Serben als "nur" zweitgrösste Bevölkerung 49% von ganz Bosnien-Herzegowina für uns alleine gekriegt haben und es für uns alleine verwalten der kann nur antiserbisch sein. Dagegen muss sich die bevölkerungs Mehrheit(44%),die Bosniaken(Moslems) 51% mit den Kroaten teilen und verwalten höchstens 35%.


    Weitere Frage ist Kosovo,man kann das als Niederlage gegen die NATO betrachten das unsere Truppen(nicht mal 5% Verluste) raus mussten oder auch nicht.
    Milosevic hat erst unterschrieben als die NATO/EU nach gegeben hat und Milosevic ein Vertrag angeboten hat wo drin steht das Kosovo ein Teil Serbien(SCG) bleibt. Auch UN Resolution 1244 genannt.

    Hätte man uns das nicht angeboten hätte Milosevic auch nicht die Truppen abgezogen.

  3. #3

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    Zitat Zitat von Deki
    Weitere Frage ist Kosovo,man kann das als Niederlage gegen die NATO betrachten das unsere Truppen(nicht mal 5% Verluste) raus mussten oder auch nicht.
    Naja eine Bombe oder Rakete auf nen Panzer zu feuern ist Geldverschwendung, dagegen wurden Industrieanlagen(nicht nur militärische) zerbombt um Serbien eher wirtschaftlich zu schwächen als militärisch.

  4. #4
    Mare-Car
    Der Bericht ist schon im ersten Absatz volkommener Fnatasie Schwachsinn. Auf den rest braucht man nicht mal mehr eingehen, ich muss über dieses Propagandistische Lügenwerk nur lachen .

  5. #5

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    Wie schon gesagt wurde Antiserbische Lügenpropaganda

    Tzzzzzzzzzzz... von wegen Freischärler

  6. #6

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    Re: Balkan: Klein-Serbien

    Zitat Zitat von Taulant
    Slobodan Milosevic konnte zwar den Vielvölkerstaat Jugoslawien zerschlagen, doch der Plan, mit Waffengewalt und ethnischen Säuberungen ein „Großserbien“ von der kroatischen Krajina bis zur mazedonischen Grenze zu schaffen, scheiterte.

    Nichts an diesem Satz ist richtig!!!!
    Milosevic wollte Jugoslawien nicht zerschlagen sondern zusammenhalten.
    Ein Groß-Serbien wollte er nie, und schon garnicht bis nach Mazedonien!


    Seit dem hab ich mir nicht die Mühe gegeben weiterzulesen, bei dem Schrott Text.

  7. #7

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    Re: Balkan: Klein-Serbien

    Zitat Zitat von USER01
    Zitat Zitat von Taulant
    Slobodan Milosevic konnte zwar den Vielvölkerstaat Jugoslawien zerschlagen, doch der Plan, mit Waffengewalt und ethnischen Säuberungen ein „Großserbien“ von der kroatischen Krajina bis zur mazedonischen Grenze zu schaffen, scheiterte.

    Nichts an diesem Satz ist richtig!!!!
    Milosevic wollte Jugoslawien nicht zerschlagen sondern zusammenhalten.
    Ein Groß-Serbien wollte er nie, und schon garnicht bis nach Mazedonien!


    Seit dem hab ich mir nicht die Mühe gegeben weiterzulesen, bei dem Schrott Text.
    Stimmt! alles lügen 8)

  8. #8

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Krajisnik-Benkovac
    Tzzzzzzzzzzz... von wegen Freischärler
    Wieso nicht???

    Paras und Freischärler waren nunmal dabei.

  9. #9
    Avatar von Mbreti

    Registriert seit
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    haha arme serben 8)

  10. #10
    Avatar von port80

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    1.331
    Serbien ist auch so gross genug....abgesehen davon haben die Serben einen riesen erfolg im Krieg zu verzeichnen.Alleine die Republik Srebska ist absolut geil....und dazu kommt noch das Serbien so oder so Gross genug ist und den Ländern wie Albanien und co sowieso Überlegen.

    Wie man sieht schafft es Albanien nicht einmal in der EU hinein zu kommen.Serbien aber,obwohl sie soviele Kriege geführt haben sind so gut wie in der EU drin, sobal das Mladic Problem gelösst wird.

    Hier kann man erkennen wer Gross oder Klein ist.albanien ist nicht nur Klein,arm,Korrupt und Terror orientiert....sie sind dazu noch sehr sehr zurück geblieben.....dort leben viele wie in der steinzeit.

    Vor vier wochen war ein Bericht in ZDF...ein Deutscher Reporter war in Tirana in einem 7 oder 8 stöckiken Gebäute...dort waren ca.30 Wohnungen...und der hammer kommt jetzt....aufgepasst !!!!! NUR EINE TOILLETE !!! ich wiederhole "NUR EINE TOILLETE" bei Volle kanne im ZDF ist es gekommen.
    eine Toillete währe ja auch ok....es ist aber so ,das die Albaner sich mit eine vershossene Toillete zurecht kommen....niemmand stört es.....

    Hier kann man klar erkennen wer wirklich klein ist.


    ZU DEN VERHANDLUNGEN:

    Die Frage ob das Kosovo Unabhängig wird, steht erstmal garnicht auf dem Programm....es werden andere sachen Diskutiert.......man hat gesagt das man vieleicht erst über Unabhängigkeit sprechen kann,wenn sich einige sachen sich in Kosovo ändern, was aber nicht in sicht ist.

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