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Beginn der Wahlen in Mazedonien

Erstellt von Tigri, 20.05.2006, 17:38 Uhr · 85 Antworten · 4.032 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Jelka

    Registriert seit
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    Beiträge
    2.968
    Zitat Zitat von Šumadinac
    Kann mir einer die zwei grossen Albanerparteien erklären für was sie sind und für was sie sich einsetzten.Blick da nicht ganz durch.

    Danke
    Würde mich auch interessieren.

  2. #62
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von ZajkoKukurajko
    Zitat Zitat von Šumadinac
    Kann mir einer die zwei grossen Albanerparteien erklären für was sie sind und für was sie sich einsetzten.Blick da nicht ganz durch.

    Danke
    Würde mich auch interessieren.
    Sie treten (allgemein) beide für die Gleichberechtigung der albanischen Nationalität (und seiner Mitglieder) innerhalb des gemeinsamen Staates Mezedonien ein. Wobei die in der Regierung beteiligte Partei (BDI) schon in der ablaufenden Regierungsperiode Erfolge vorweisen kann; Umsetzungen des Ohrider Abkommens: Einführung der albanischen Sprache im amtlich offziellen Bereich (sei es bei Behörden oder schlicht Ausweisdokumenten), legalisierung des Gebrauches nationaler Symbole, Förderung der regionalen Selbstverwaltung durch Dezentralisierung (mehr Kompetenzen für die Kommunen und Neugliederung der Gemeinden). Die staatliche Anerkennung der (albanischen) Universität in Tetovo als vierte staatliche Fakultät und damit auch Finanzierung für bessere Bildungschancen für die Albaner Mazedoniens. Förderung des Anteils albanischer Bediensteter in öffentlcihen Ämter. Machten die Albaner vor wenigen jahren nur ein paar Prozent der Staatsbediensteten aus, sind es heute mehr als 10 Prozent. Mazedonien ist jetzt in der Verfassung als multiethnischer Staat definiert (nicht mehr monoethnisch). Albaner sind dabei auch staatstragendes Volk. Das mazedonische Parlamet darf keine Gesetze gegen die Mehrheit der albanischen Abgeordneten verabschieden, werden durch das Gesetz grantierte Rechte der Albaner eingeschränkt. Multiethnische Polizei (insbesondere in Gegenden wo Albaner in der Mehrheit sind). Förderung und Erhöhung des Anteil der Albaner in Führungspositionen beim Militär. Ich glaub vor wenigen Jahren stellten die Albaner zwar über 30 Prozent der Wehrdienstleistenden, aber sie stellten nichtmal ein paar Prozent der höheren Offiziere usw...

    Also die albanischen Parteien setzen sich in erster Linie für die Rechte der Albaner in Mazedonien ein. Wobei die BDI mit einer kleinen bosniakischen Partei kooperiert und die DPA mit einer Roma Partei. So gibt es beispielsweise auf den Wählerlisten der BDI auch Bosniaken, bei der DPA Roma.....

    Darüberhinaus befürworten beide Parteien die EU sowie NATO Mitgliedschaft.

  3. #63
    Crane
    Ich hab mal was von einer radikaleren Albanerpartei in Mazedonien gehört, die soll jetzt auch garnicht so erfolglos gewesen sein in den letzten Wahlen. Vielleicht ist es eine, die du oben genannt hast. Auf jedenfall soll die gemäßigte besser abgeschnitten haben.
    Diese radikale Partei hat sich früher für den Anschluss an Albanien stark gemacht doch zu diesen Wahlen, soll sie diesbezüglich nichts mehr gesagt haben.

  4. #64
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von Hellenic
    Ich hab mal was von einer radikaleren Albanerpartei in Mazedonien gehört, die soll jetzt auch garnicht so erfolglos gewesen sein in den letzten Wahlen. Vielleicht ist es eine, die du oben genannt hast. Auf jedenfall soll die gemäßigte besser abgeschnitten haben.
    Diese radikale Partei hat sich früher für den Anschluss an Albanien stark gemacht doch zu diesen Wahlen, soll sie diesbezüglich nichts mehr gesagt haben.
    Den "Radikalen" ging es darum damit Wählerstimmen zu fangen. Konkret: Es war Arben Xhaferi von der DPA (albanisch: PdSH)

  5. #65
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988

    Jetzt wird ein Ex-Boxer, schon PM von Mazedonien

    In Amerika werden Schauspieler Präsident und einen Boxer hat man sehr selten in der Welt als Regierungs Chef. Vielleicht hat er ja schon einen Schlag zuviel aufs Hirn bekommen.

    Der war bestimmt auch mal Tür Steher in Bordells. Die Qualifikationen der Regierungs Mitglieder in der Region nimmt rapide ab.



    Nikola Gruevski

    Times Online July 06, 2006

    Former boxer becomes Macedonian Prime Minister
    By Anthony Browne, Europe Correspondent of The Times
    A Slav nationalist former boxer and amateur actor has been elected Prime Minister of the troubled Balkan state of Macedonia after a campaign marred by violence in a region still volatile with ethnic tensions.

    Nikola Gruevski, 35, leader of the VMRO-DPMNE party, defeated Vlado Buckovski, the incumbent Prime Minister, who conceded defeat today in the fourth elections since the country broke away from Yugoslavia in 1991.

    http://www.timesonline.co.uk/article...258934,00.html


    Schläger und Boxer erhalten auch rechtzeitig Wahlkampf Hilfe von Merkel und Co.

    Nikola Gruevski trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel
    Bild
    Letzte Woche traf Nikola Gruevski, aussichtsreichster Kandidat für die mazedonischen Parlamentswahlen am 5. Juli, mit der Deutschen Bundeskanzlerin zusammen. Während des Gesprächs im Reichstag stellte er kurz die Eckpunkte seines Parteiprogrammes dar. Frau Merkel betonte die Notwendigkeit von Reformen und sicherte auch weiterhin die Unterstützung Deutschlands für die EU-Integration der Republik Mazedonien zu. Herr Gruevski traf anschließend noch mit Vertretern aus der Wirtschaft zusammen. (5. Apr. 2006)

    Da wusste man schon Alles besser vor 3 Wochen, und wollte schnell die nächsten schmutzigen Geschäfte sichern.

    5.06.2006
    Mazedonien 21 Tage vor der Parlamentswahl
    Noch 21 Tage bis zur fünften Parlamentswahl seit der Unabhängigkeit im Jahre
    1990. Dies bedeuten aber auch noch drei Wochen heißer Wahlkampf, obwohl der
    offizielle Wahlkampf schon längst begonnen hat. Die größte Oppositionspartei mit
    ihrem Spitzenkandidaten Nikola Gruevski ist im Aufwind, die Regierung tut alles,
    um noch schnell vor den Wahlen ausländische Politiker und Staatsmänner nach
    Mazedonien für ihren Wahlkampf zu bekommen. Das Stimmungsbarometer im
    Lande steht auf Regierungswechsel.

    http://72.14.221.104/search?q=cache:...ient=firefox-a

    Und das sagte der Kerl schon 2003!

    kopje, 26.9.2003, VEST, mazed.


    Der Vorsitzende der größten Oppositionspartei VMRO-DPMNE in Mazedonien, Nikola Gruevski, hat gestern (25.9.) vor Gästen des US-amerikanischen Handelstages die aktuelle Regierung in Skopje scharf angegriffen. Als größten Fehler der Regierung nannte er die unnötige Erhöhung der Mehrwehrsteuer, die fehlenden Anreize für Investoren aus dem Ausland sowie die gefährliche Verringerung des Staatsetats auf Kosten der heimischen Wirtschaft. Gruevski sagte, dass die Arbeitslosigkeit in Mazedonien ständig zunehme und dass von insgesamt 384.024 Arbeitslosen (bei einer Bevölkerungszahl von ca. 2,1 Millionen – MD) 40 Prozent junge Menschen seien. In diesem Jahr wurden nur 14 Millionen Denar (1 Euro = ca. 61 Denar – MD) aus dem Ausland investiert, ähnlich sei es 1998 gewesen, so Gruevski.


    "Die Regierung macht einen großen Fehler bezüglich der Auslandsinvestitionen. Sie soll endlich aufhören, diesen Firmen zu misstrauen und sie wie kriminelle Vereinigungen zu behandeln", erklärte der VMRO-Vorsitzende, Nikola Gruevski. Er nannte dabei die "Kanada Post", die "Okta" (privatisierte Ölraffinerie – MD) sowie die mazedonische "Telekommunikation". "In keinem Land bekommt man zu hören: ‚Wenn Sie uns keine Dividende ausschütten, dann schicken wir ihnen die Kontrolle auf den Hals‘".


    Die großen Außenschulden - das Defizit soll bis Ende des Jahres eine Milliarde Dollar betragen - und die fast lahmgelegte Wirtschaft werden das Land schwer treffen. Nur drei Firmen, nämlich "Feni" (Nickel-Metall – MD) "Jugohrom" (Chromherstellung – MD) und "Makstil" (Stahlblechherstellung – MD) bewahren Mazedonien vor einer katastrophalen Verringerung der industriellen Produktion auf etwa 15 Prozent.


    Der amerikanische Botschafter in Mazedonien Lawrence Butler teilt die Einschätzungen Gruevskis zu den Auslandsinvestitionen. Butler fragte Gruevski trotzdem, wie er gedenke, diese Firmen zu animieren, in das Land zu investieren, falls seine Partei VMRO-DPMNE an die Macht käme. Auch die vorherige Regierung habe einen Dragan Daravelski (flüchtiger ehemaliger Chef des mazedonischen Zolls – MD) und andere vergleichbare Leute gehabt. Gruevski antwortete, seine Partei sei für den Kampf gegen die Korruption und gegen die Kriminalität, aber auch gegen eine selektive Verfolgung von Vertretern der Opposition. "Der Mann, den Sie nannten, soll sich einem Gericht stellen und das Gericht soll entscheiden, ob er schuldig ist", sagte Gruevski. (fp)

    QUELLE:

    PF

    ICG Report über Mazedonien

  6. #66
    Avatar von Magnificient

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    2.365
    Wann wird Petar Naumovski PM ?


  7. #67
    Crane
    So wie ich das mitbekommen habe war das eher andersrum.. die haben vor dem Wahlkampf damit rumgeprahlt die Annexion zu verlangen und als dann die heiße Phase kam wurden sie still.
    Kann aber auch Taktik gewesen sein... denn während des Wahlkampfs hat ja ganz Europa hingeschaut, da wollte man sicher nicht auf diese Art negativ auffallen und für Proteste sorgen.

  8. #68
    Avatar von lupo-de-mare

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    14.07.2004
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    11.988
    Zitat Zitat von Magnificient
    Wann wird Petar Naumovski PM ?

    Anscheinend auf dem BAlkan kein Problem. Selst Tür Steher und bekannte Diebe von Äpfeln werden dort wichtige Politiker wie Hashim Thaci und sein Diplom und Dr. Titel erhält man für 5 € in Pristina.

  9. #69
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von Hellenic
    So wie ich das mitbekommen habe war das eher andersrum.. die haben vor dem Wahlkampf damit rumgeprahlt die Annexion zu verlangen und als dann die heiße Phase kam wurden sie still.
    Kann aber auch Taktik gewesen sein... denn während des Wahlkampfs hat ja ganz Europa hingeschaut, da wollte man sicher nicht auf diese Art negativ auffallen und für Proteste sorgen.
    Vor den parlamentswahlen dieses jahr gab es letztes jahr auch schon Kummunalwahlen in Mazedonien. Da haben sie schon versucht sich mit nationalen parolen zu profilieren. Die DPA war acht jahre in der Regierung und hat nichts in der Richtung gemacht. Aufeinmal ist sie in der Oppostion und aus heiterem Himmel solch ein Thema.

    Richtig, wegen internationalen Druck (auch Albanien und Kosovo), haben die dann einen Rückzieher gemacht

  10. #70
    Gast829627
    Früher saßen Patrioten in der Regierung und Verbrecher im Gefängnis. Wie sich doch die Zeiten geändert haben. :!:

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