Auch Konten von Mladic darunter, nicht aber jene von Karadzic

Belgrad - Die Bankkonten von 13 vom UNO-Kriegsverbrechertribunal angeklagten Personen, die sich auf der Flucht befinden, sind am heutigen Donnerstag in Serbien eingefroren worden. Das geschah per Beschluss einer Richterin des Belgrader Kriegsverbrechen-Gerichtes. Die Empfehlung dazu wurde am Mittwoch vom Staatsanwalt für Kriegsverbrechen, Vladimir Vukcevic, erteilt, berichtet die staatliche Presseagentur Tanjug. Der Gerichtsbeschluss bezieht sich laut Medienberichten auch auf den ehemaligen bosnisch-serbischen Militärkommandanten Ratko Mladic, allerdings nicht auf den ehemaligen Präsidenten der Republika Srpska, Radovan Karadzic, der offenbar nicht in Serbien vermutet wird.

Die Belgrader Behörden hatten in den letzten Tagen wiederholt angekündigt, zwei serbische Generäle, die wegen Kriegsverbrechen im Kosovo angeklagt sind, noch vor Monatsende festzunehmen, wenn sich diese nicht selber stellen. Die Mehrheit der Haager Angeklagten, deren Vermögen eingefroren wurde, machen bosnische Serben mit Wohnsitz in Serbien aus. (APA)

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