Belgrad will für Verhaftung Mladics Fristverlängerung von EU
Zeitung: Bericht über Verbindungen zwischen Offizieren und mutmaßlichem Kriegsverbrecher vor Veröffentlichung

Belgrad - Der stellvertretende serbische Ministerpräsident, Miroljub Labus, will nach eigener Darstellung in der kommenden Woche bei der Europäischen Union in Brüssel eine Fristverlängerung für die Verhaftung des untergetauchten früheren Militärchefs der bosnischen Serben, Ratko Mladic, erreichen. "Ich versuche, eine Verlängerung der Frist für die Auslieferung von Mladic (an das UNO-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien) um einige Tage zu erreichen, damit unsere Behörden ihre Aufgaben zu Ende bringen können", sagte Labus der Belgrader Zeitung "Danas".

Die Chefanklägerin des UNO-Tribunals, Carla Del Ponte, hat für die Ergreifung von Mladic eine letzte Frist bis Ende Februar gesetzt. Die Europäische Union hat gedroht, die gerade erst begonnenen Verhandlungen über eine weitere Annäherung von Serbien-Montenegro an die Gemeinschaft auszusetzen.

Mladics Pension

In der kommenden Woche soll ein Bericht der serbischen Armeeführung über Verbindungen von Offizieren zu dem Flüchtigen veröffentlicht werden, meldete die Zeitung "Blic" am Samstag. Darin werde der aktive Offizier Branislav Puhalo erwähnt. Der Mann war bis November 2005 berechtigt, die Pension Mladics abzuheben. Daneben werde auf den überraschend frühzeitig pensionierten Obersten Dragomir Krstovic hingewiesen, der bis Ende 2002 für die Sicherheit von Mladic verantwortlich gewesen sei.

Militärchef Mladic und der frühere politische Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, sind die wichtigsten unter den sechs noch gesuchten Angeklagten des Tribunals. Beiden wird die Ermordung, Misshandlung und Vertreibung zehntausender Moslems (Bosniaken) im Bürgerkrieg (1992-1995) zur Last gelegt.

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Wie lange will er uns noch schaden das fette Schwein.Er soll sich endlich stellen.