BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

"Besetzt die Wall Street!"

Erstellt von Ya-Smell, 30.09.2011, 14:59 Uhr · 17 Antworten · 2.223 Aufrufe

  1. #1
    Ya-Smell

    Daumen hoch "Besetzt die Wall Street!"


    Angriff auf das Herz der Finanzindustrie: Die New Yorker Wall Street ist Schauplatz einer Revolte. Tausende demonstrieren täglich gegen die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Politik. Die Polizei malt das Schreckgespenst der Londoner Aufstände an die Wand und setzt Pfefferspray gegen Aktivisten ein. Auch Promis lassen sich am Ort des Protests blicken.


    Der Aufruf zum Umsturz ertönt als Sprechgesang. "Nieder mit der Wall Street", ruft eine Demonstrantin im Superman-T-Shirt. "Nieder mit der Wall Street", gellt es aus Dutzenden Kehlen zurück. Die bärtigen Männer und tätowierten Frauen, die sich in einem kleinen Park am Rande des Finanzviertels versammeln, haben einen Weg gefunden, das Soundanlagen-Verbot zu überlisten, mit dem die Behörden ihren Protest ersticken wollten. "The People's Microphone" nennen sie ihre Methode. Wer etwas zu sagen hat, spricht ein paar Worte. Dann springt der Chor der Zuhörer ein und wiederholt das Gesagte. Keiner soll überhören, worum es geht: den Sturz des finanz-industriellen Komplexes.





    Lower Manhattan ist zum Schauplatz einer Revolte geworden. Die Hochhausschluchten zwischen Börse und Ground Zero werden eigentlich von Herrschaften in feinkarierten Oberhemden bevölkert. Sie hetzen von Termin zu Termin oder zum Foodtruck auf dem Bürgersteig. Jetzt starren sie auf die lärmende Schar, die sich in ihrem Revier breit gemacht hat. Fassungslosigkeit, manchmal auch Belustigung spricht aus den Blicken der Banker. Die Demonstranten, etwa 100 dürften es an diesem Nachmittag sein, gleichen phänotypisch den Nachtschwärmern, die die Bars der Lower East Side füllen. Vollbärte und Vintage-Shirts sind ihre Markenzeichen. Doch sie feiern nicht länger nur die eigene Coolness, sie zelebrieren ihr politisches Erwachen.
    Der Zuccotti Park ist zum Treffpunkt für all jene geworden, die gegen die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Politik auf die Straße gehen wollen. "Occupy Wall Street", nennt sich die Bewegung - "Besetzt die Wall Street". Schon zwei Wochen dauert der Protest an, und nichts deutet auf ein baldiges Ende der Besetzung hin. Im Gegenteil: Zu einzelnen Demonstrationszügen kommen immer mehr Menschen. 2000 sollen es zuletzt gewesen sein. Es sind vor allem Studenten, die auf die Straße gehen. In Workshops informieren sie sich über nackte Leerverkäufe und andere Vermögensvernichtungswaffen, beratschlagen Marschrouten und Strategien für die eigene Außendarstellung. Sie wollen mehr sein als ein bunter Haufen. Als Speerspitze einer Bewegung sehen sie sich und ziehen Parallelen zum arabischen Frühling. Die New Yorker Polizei hingegen kann in den jungen Leuten nichts anderes als Unruhestifter erkennen. Sie fürchtet Londoner Krawallnächte in Manhattan.

    Am Straßenrand haben Besetzer einen Banker zur Rede gestellt. Doch offenbar hat der Mann im Anthrazit-Anzug darauf nur gewartet: "Die Regierung ist das Problem, nicht die Banken", doziert er. "Die Rentenversicherung geht bankrott. Die Post ist pleite. Begreift ihr nicht? Washington kann nicht mit Geld umgehen. Dagegen solltet ihr mal protestieren!" Die Demonstranten lassen den Mann ausreden. Es geht höflich zu bei dieser Revolte. Für den verbalen Gegenschlag ist Jeff Smith zuständig. Smith ist Werbefachmann und älter als die meisten hier. Er weiß, wie man in einer Redeschlacht besteht. "Was macht man, wenn die Mafia die Polizei besticht? Schafft man die Polizei ab oder räumt man die Behörde auf und zerschlägt die Mafia?"
    Die Mafia-Metapher ist besonders beliebt im Zuccotti Park. Die Demonstranten wähnen sich Verschwörern gegenüber, die alle Bereiche des Staates durchdringen. Der Dauerzwist zwischen Republikanern und Demokraten interessiert keinen hier. Beide Parteien befänden sich in den Taschen der Wall Street. Und Präsident Barack Obama? Der war erst kürzlich wieder für eine private Spendenveranstaltung in New York - Geld eintreiben von den Bankern.
    Obama hat uns betrogen", zürnt Smith. "Im Wahlkampf hat er all die richtigen Dinge gesagt. Er hätte einer von uns sein können." Doch aus dem historischen Wandel, den Obama versprochen hatte, ist selbst bei wohlwollender Betrachtung eine Politik der kleinen Schritte geworden. Viel zu wenig für Smith und die anderen Demonstranten: "Es geht nicht um eine einzelne Krise oder ein konkretes Gesetz, sondern um ein verkommenes System."
    Mit voller Härte

    Als Linker hat Smith in Amerika viele Enttäuschungen erlebt. Er erinnert sich an die Wahlniederlage Jimmy Carters und die gebrochenen Versprechen von Bill Clinton. Doch nun glaubt Smith dem Beginn eines Umbruchs beizuwohnen. "Hinter jedem von uns hier stehen Hunderte, die mit uns sympathisieren", sagt er. "Die Bewegung wächst von Tag zu Tag." Zumindest damit hat der Werber recht. Und das haben die Demonstranten ausgerechnet der Polizei zu verdanken.
    Vergangenen Samstag waren die Wall-Street-Besetzer losgezogen, ohne ihre Route vorher anzumelden. Die Einsatzkräfte griffen mit voller Härte durch. 80 Demonstranten wurden festgenommen, einige erkennbar grundlos mit Pfefferspray besprüht. Hobbyfilmer hielten die Szenen fest. Mit der Geschwindigkeit von Kapitalströmen verbreiteten sich die Bilder im Internet und lösten eine Welle der Empörung aus. Unschuldige Demonstranten würden festgenommen, während schuldige Banker frei herumliefen, schrieb David Weidner, Kolumnist der Finanz-Webseite Market Watch.
    Auch die linke Prominenz Amerikas schaltete sich ein. Noam Chomsky schickte ein Grußwort und der Filmemacher Michael Moore ließ sich live vom Zuccotti Park interviewen. "Was sich hinter mir abspielt, wird man überall in Amerika sehen. Wir sind die Mehrheit", triumphierte Moore. Die Wall Street habe den jungen Leuten ihre Zukunft gestohlen.
    Vieles von dem, was Moore und die Demonstranten verbreiten, stammt aus dem Reich der Verschwörungstheorien. Allerdings hat die Bewegung durchaus so etwas wie einen intellektuellen Überbau. Simon Johnson, MIT-Professor und früherer Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, hat 2009 den stillen Coup beschrieben: Da Washington seine Spitzenpolitiker aus den Chefetagen der Großbanken rekrutiere, habe die Finanzoligarchie die Regierung übernommen.
    Bei Smith hört sich das so an: "Die Banken finanzieren Republikaner und Demokraten gleichermaßen - da kann es ihnen egal sein, wer die Wahl gewinnt." Noch während er spricht, ertönt es aus dem Hintergrund: "America needs a Revolution." Mitten im Finanzdistrikt.
    Protest gegen Finanzindustrie - "Besetzt die Wall Street!" - Geld - sueddeutsche.de




  2. #2

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935

  3. #3
    Avatar von kewell

    Registriert seit
    06.06.2011
    Beiträge
    8.225

    Protest gegen Bankenmacht und Armut in New York

    Hunderte Wall-Street-Kritiker festgenommen


    Anti-Wall-Street Demonstranten haben in New York die berühmte Brooklyn Bridge stundenlang lahmgelegt. Dabei kam es mehrfach zu Zusammenstößen mit der Polizei, die schließlich nach eigenen Angaben etwa 700 Demonstranten festnahm. Die mehrspurige Hängebrücke zwischen Manhattan und Brooklyn war stundenlang blockiert. Erst am Abend (Ortszeit) rollte der Verkehr wieder.


    Anlass der Aktion war ein Demonstrationszug der "Occupy Wall Street"-Bewegung ("Besetzt die Wall Street") gegen Zwangsversteigerungen, die hohe Arbeitslosigkeit sowie die Milliarden-Geldspritzen für Banken während der Finanzkrise. Etwa 1500 Menschen hatten sich beteiligt. Die meisten der Festgenommen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem sie gerichtliche Vorladungen erhielten. Sie müssen nun mindestens mit Strafen wegen Ruhestörung rechnen.
    Eine gezielte Aktion der Polizei?

    Die Polizei nahm nach eigenen Angaben etwa 700 Menschen fest. Demonstranten, die den Fußweg der berühmten Brücke über den East River benutzt hätten, seien unbehelligt geblieben. "Diejenigen, die die Fahrbahn Richtung Brooklyn genommen und den Autoverkehr behindert haben, wurden festgenommen", sagte ein Polizeisprecher der "New York Times". Protestteilnehmer warfen hingegen der Polizei vor, sie in eine Falle gelockt zu haben. "Die Polizisten guckten zu und taten nichts, vielmehr sah es so aus, als leiteten sie uns auf die Fahrbahn", sagte Jesse Myerson, Sprecher von "Occupy Wall Street". Erst als sich schon hunderte Demonstranten auf der Brücke befanden, seien sie von Polizeibeamten eingekreist und festgenommen worden.
    Weitere Proteste sollen folgen

    Die Demonstranten haben in einem Park nahe des ehemaligen World Trade Center ein Lager aufgeschlagen, in dem einige den ganzen Winter über ausharren wollen. Sie wollen mit ihren Aktionen nach eigenen Angaben gegen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in den USA protestieren.
    Ihr Ärger richtet sich auch gegen das mitunter brutale Vorgehen der Polizei in der US-Metropole, nachdem vor rund einer Woche ein Polizist Pfefferspray gegen vier Protestierende eingesetzt hatte, die sich bereits in Polizeigewahrsam befanden.
    Unter dem Motto "Occupy Wall Street" protestieren die New Yorker unter anderem gegen geldgierige Unternehmen und soziales Ungleichgewicht.
    Demos auch in anderen Städten

    Die über das Internet organisierte Protestbewegung ist auch in anderen Städten aktiv. In Boston versammelten sich am Freitag Demonstranten vor Büros der Bank of America. Ihr Protest richtete sich unter anderem gegen Zwangsversteigerungen von Immobilien. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich rund 3000 Menschen an den Demonstrationen, die Polizei gab keine Schätzung ab.
    New York: Hunderte Wall-Street-Kritiker festgenommen | tagesschau.de




    Das scheint ja eine super schöne Demokratie zu sein, was dort herrscht!

  4. #4

    Registriert seit
    15.12.2010
    Beiträge
    3.930
    upssss...

  5. #5
    Avatar von specialForces

    Registriert seit
    06.10.2008
    Beiträge
    1.759
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen

  6. #6
    Avatar von specialForces

    Registriert seit
    06.10.2008
    Beiträge
    1.759
    Das Logo der “Occupy Wall Street” - siehe unten - (Wall Street Besetzen) ist wohlbekannt: Es ist das Symbol von George Soros´Zivilgesellschaften und wurde vom Serbischen Otpor gegen Milosevic, von den Rebellen in Kairo und Sakashvilis georgischem Liberty Institute verwendet - und ist die Flagge von Kmara. Unter diesem Banner finanzieren George Soros´ “Open Society”, die NGO Freedom House und das vom US Kongress finanzierte National Endowmwent for Freedom Revolutionen. Es ist auch ein altkommunistisches Kampfsymbol.


    Nun der wahrscheinliche nächste US Präsident, Ron Paul, auch zu “Occupy Wall Street” - Video unten bei der 8:00 Min. Marke.
    Dieser Mann macht aber auch Illuminatenzeichen
    - im folgenden Video ersichtlich!! Paul ist Freimaurer. Er hat das Buch: “The (Libertarian) Revolution: A Manifesto“ geschrieben. Ron Paul stellt die persönliche Freiheit mit “wirtschaftlicher Freiheit” gleich, dh die “Freiheit” der Kapitalisten, unseren Reichtum zu stehlen. “Es gibt vor der Globalisierung, dem Freihandel und einer weltweit einheitlichen Währung nichts zu befürchten“. Paul will private Gold-Banken, die offensichtlich international und die zentrale ganz privat kontrollierte Weltbank wird. Pauls Bosse versuchen, einen Mechanismus der Weltkontrolle einzurichten. Daher will Paul die US FED loswerden


    So, was wird eigentlich hier gespielt?
    und somit dazu beigetragen hat, das Fundament der Euro-Krise zu legen.
    Globalistische, sozialistische Revolution gegen die faschistische Neue Weltordnung/Weltgemeinschaft verbreitet sich weltweit von Wall Street. Soros´ und Ron Pauls Hegelsche Dialektik? » Euro-med

    Controlled opposition, mehr gibts dazu nicht zu sagen.

  7. #7
    Avatar von kiko

    Registriert seit
    28.07.2008
    Beiträge
    10.647
    Da werden Menschen verhaftet, die gegen Armut und gegen die Menschen die für die Finanzkrise verantwortlich sind demonstrieren. Aber Naziaufmärschen vor dem Weissen Haus mit Hakenkreuzfahnen werden unter Polizeischutz gestellt. Bravo Demokratie

    Tja, wenn man gegen die mächtigen Wirtschaftsbosse demonstriert, hat man automatisch den Staat gegen sich.

    Echt traurig.

  8. #8
    Avatar von Sugarcake

    Registriert seit
    18.06.2010
    Beiträge
    119
    Den Amis brennen aber ganz schön die Eier. Die Leute haben genug von der Verarsche der Finanz- und Politbosse. In den USA wird inzwischen auch nix mehr produziert, fast alles kommt aus China.

  9. #9
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
    07.08.2009
    Beiträge
    44.232
    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    Da werden Menschen verhaftet, die gegen Armut und gegen die Menschen die für die Finanzkrise verantwortlich sind demonstrieren. Aber Naziaufmärschen vor dem Weissen Haus mit Hakenkreuzfahnen werden unter Polizeischutz gestellt. Bravo Demokratie

    Tja, wenn man gegen die mächtigen Wirtschaftsbosse demonstriert, hat man automatisch den Staat gegen sich.
    nö, aber wenn man eine brücke unerlaubt besetzt dann wird sie gewaltsam geräumt, das machen sie überall so auf der ganzen welt. die demokratie sieht im allgemeinen ein demonstrationsrecht für die bürger vor, aber auch da müssen bestimmte regeln eingehalten werden.

    auch nazis dürfen demonstrieren, das macht eben die toleranz einer demokratie aus.... das hakenkreuz ist in den usa nicht verboten.

  10. #10
    Avatar von kiko

    Registriert seit
    28.07.2008
    Beiträge
    10.647
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    nö, aber wenn man eine brücke unerlaubt besetzt dann wird sie gewaltsam geräumt, das machen sie überall so auf der ganzen welt. die demokratie sieht im allgemeinen ein demonstrationsrecht für die bürger vor, aber auch da müssen bestimmte regeln eingehalten werden.

    auch nazis dürfen demonstrieren, das macht eben die toleranz einer demokratie aus.... das hakenkreuz ist in den usa nicht verboten.
    Hier geht es darum zu verhindern, dass eine neue Finanzkrise entsteht. Millionen von Menschen deren Hab und Gut, Pensionen, Renten, Lebensversicherungen, Arbeitsplätze u.s.w. auf dem Spiel steht.
    Dafür sollte man mehr als nur eine Brücke blockieren.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Occupy Wall Street
    Von economicos im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 08.08.2012, 00:25
  2. Wall-Street-Proteste erreichen Washington
    Von TigerS im Forum Die Wirtschaftskrise
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 07.10.2011, 13:16
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.07.2010, 12:00
  4. Wall Street zabilježio lagani rast
    Von GodAdmin im Forum News
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.05.2010, 11:00
  5. Wall Street: FED ohrabrio ulaga?e
    Von GodAdmin im Forum News
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.01.2010, 12:00