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Beutekunst

Erstellt von Josip Frank, 21.06.2013, 16:00 Uhr · 27 Antworten · 1.675 Aufrufe

  1. #11
    Yunan
    Zitat Zitat von Marano Beitrag anzeigen
    Das gehört wohl schon zum Wahlkampfprogramm von Frau Merkel, sie weiß genau mit welchen Themen sie viele Deutsche hinter den Ofen locken kann.
    Ganz richtig. Es ist pure Doppelmoral was da betrieben wird ähnlich der der Vertriebenenverbände. Natürlich ist es nicht schön wenn Dinge gestohlen werden (als ob die einfachen sowjetischen Soldaten wussten was sie da stehlen), aber sich zu beschweren nachdem man 20 Millionen Russen ermordet hat, Juden enteignet und den Toten die Goldzähne aus dem Mund gezogen hat, ist eine unglaubliche Dreistigkeit. Als Gast in einem Land solche Forderungen zu stellen, ist nicht mehr als reiner Populismus.

  2. #12
    Avatar von Marano

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    Beiträge
    126
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ganz richtig. Es ist pure Doppelmoral was da betrieben wird ähnlich der der Vertriebenenverbände. Natürlich ist es nicht schön wenn Dinge gestohlen werden (als ob die einfachen sowjetischen Soldaten wussten was sie da stehlen), aber sich zu beschweren nachdem man 20 Millionen Russen ermordet hat, Juden enteignet und den Toten die Goldzähne aus dem Mund gezogen hat, ist eine unglaubliche Dreistigkeit. Als Gast in einem Land solche Forderungen zu stellen, ist nicht mehr als reiner Populismus.
    Und man sieht leider auch, dass dieser Populismus gut funktioniert. Die Medien machen einen Hype darum und viele Deutsche fühlen sich plötzlich ungerecht behandelt und bestohlen. Frau Merkel hat durch diese PR-Aktion einige Wählerstimmen mehr und geht dann anschließend doch zu dieser Ausstellung, als wenn nichts gewesen wäre. Mission accomplished.

  3. #13
    Avatar von Kampfposter

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    3.820
    Ich wär froh wenn wir in Kroatien so eine Presse hätten wie die Deutsche, die kann dir den Tag nur verschönern unsere nur versauen.

  4. #14
    Avatar von Karoliner

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    4.079
    Man lockt die Leute hinterm Ofen hervor!

    Wenn sie hin geht, möchte sie den Rechtsstandpunkt DEs klarmachen.

    Wenn das nicht gewollt ist, geht sie halt nicht zur Ausstellung. Nicht mehr und nicht weniger.

    Als Gast, sie ist zu einem Regierungsbesuch da und nicht als Pauschaltouristen. Sollen sich Regierungschefs jetzt nur noch auf neutralem Boden treffen, damit beide was sagen 'dürfen'?

    Warum hälst du als Turbogrieche und Gast nicht deinen klappe oder gehst nach GR und reisst da die Klappe auf?

  5. #15
    Avatar von artemi

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    9.636
    ok

  6. #16
    Yunan
    Oh, in Griechenland möchte man eine ganze Reihe von gestohlenen Kulturschätzen aus deutsche, französischen oder britischen Museen zurückhaben. Sie werden nur nicht zurückgegeben.

  7. #17
    Avatar von papodidi

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    13.503

    Cool

    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ganz richtig. Es ist pure Doppelmoral was da betrieben wird ähnlich der der Vertriebenenverbände. Natürlich ist es nicht schön wenn Dinge gestohlen werden (als ob die einfachen sowjetischen Soldaten wussten was sie da stehlen), aber sich zu beschweren nachdem man 20 Millionen Russen ermordet hat, Juden enteignet und den Toten die Goldzähne aus dem Mund gezogen hat, ist eine unglaubliche Dreistigkeit. Als Gast in einem Land solche Forderungen zu stellen, ist nicht mehr als reiner Populismus.
    Das ist Blödsinn, nicht einfache sowjetische Soldaten haben da was gestohlen, sondern die Museen in der SBZ wurden systematisch leergeräumt, genau so, wie viele Industrieanlagen einfach demontiert und in der SU wieder aufgebaut wurden. Die Demontage kann und muss man wohl verstehen, aber den Kunstraub!?!?
    Wir, Deutschland, haben jahrzehntelang Reparationszahlungen geleistet, zu Recht, sind aber daher - ebenfalls zu Recht - der Meinung, dass über diese Kunstschätze zumindest verhandelt werden muss. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit meiner Landsleute eine Rückgabe verlangt, aber vlt wären Wanderausstellungen schon ausreichend, es handelt sich hier ja zweifellos um Weltkulturerbe...

    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Oh, in Griechenland möchte man eine ganze Reihe von gestohlenen Kulturschätzen aus deutsche, französischen oder britischen Museen zurückhaben. Sie werden nur nicht zurückgegeben.
    Sei froh, dass die "Imperialisten" das ausgegraben haben, anderenfalls wäre es verfallen/zerstört, denn die Osmanen hatten kaum Interesse an diesem Erbe! So kann man sich wenigstens mit einer Reise durch Zentral-/West-Europa ein Bild von den vergangenen Hochkulturen machen...

  8. #18
    Avatar von Damien

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    22.02.2013
    Beiträge
    6.953
    Mal keine staats Medien =)!

    Beinahe-Eklat um verschlepptes Gold
    Merkel will die Beutekunst zurück


    Ein Streit um ein Grußwort überschattet den Besuch von Kanzlerin Merkel in Russland. Es geht um das heikle Thema Beutekunst. Erst im persönlichen Gespräch lenkt Kremlchef Putin ein und lässt Merkel doch sprechen. Und die Kanzlerin fordert die Rückgabe aller Beutekunststücke. Putin hält gar nichts davon.


    Kanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin haben einen scharfen Streit um Beutekunst im letzten Moment beilegen können. Erst ein "direktes Gespräch" mit Putin habe dazu geführt, dass beide doch gemeinsam eine Ausstellung mit viel Beutekunst in der Eremitage in St. Petersburg besuchen, sagte Merkel. Putin sprach von einer "heiklen Frage".
    Bei der Eröffnung der Schau am Abend forderte Merkel dann Putin auf, die im Zweiten Weltkrieg von sowjetischen Soldaten erbeuteten deutsche Kunstschätze zurückzugeben. Schließlich seien die 600 Kunstschätze aus Deutschland. "Wir sind der Meinung, dass diese Ausstellungstücke wieder zurück nach Deutschland kommen sollen." Sie sollten den Eigentümern oder deren Rechtsnachfolgern zurückgegeben werden, sagte die Kanzlerin.
    Merkel betonte, Deutschland und Russland hätten nach dem Krieg so viel geschafft. Deshalb sei sie hoffnungsfroh, dass auch dieses Problem gelöst werde. Sie bedankte sich ausdrücklich dafür, dass die Exponate überhaupt erstmals öffentlich gezeigt werden. "Das ist ein wichtiger Schritt." Putin wies Merkels Ansinnen zurück und sagte, die Ausstellung zeige, dass die gemeinsamen Wurzeln Russlands und Deutschlands bis in die Bronzezeit zurückgingen. "Was macht es einem ganz normalen Bürger aus, wo die Kulturgüter zu sehen sind - in Berlin, Sankt Petersburg, Moskau oder in der Türkei."
    Die Kanzlerin hatte am Morgen im Streit ihre Teilnahme an der spektakulären Bronzezeit-Schau abgesagt, weil die russische Seite ihr angeblich nicht hatte das Wort geben wollen. "Niemand hat die Macht, einer Bundeskanzlerin zu verbieten, etwas zu sagen, wenn sie dies gern möchte", sagte Michail Schwydkoj, Vertreter des Präsidenten für internationale kulturelle Zusammenarbeit. Er wies entsprechende Behauptungen von deutscher Seite als "Verschwörungstheorie" zurück.


    Absage in "gegenseitigem Einvernehmen"


    Vize-Regierungssprecher Georg Streiter sagte in Berlin, Merkel hätte bei der Eröffnung in einer Ansprache erwähnen wollen, dass Deutschland auf der Rückgabe von Kunstwerken bestehe, die in den Kriegswirren nach Russland gelangt seien. Die russische Seite habe eine solche Ansprache mit Verweis auf die knappe Zeit aber nicht zulassen wollen.
    Die deutsche Seite habe dem nicht zustimmen können: "Eine Eröffnung, die nur daraus bestanden hätte, kurz durch die Ausstellung zu hetzen, wäre dieser besonderen Ausstellung auch nicht angemessen gewesen", führte Streiter weiter aus. Die Absage des Termins sei dann "in gegenseitigem Einvernehmen" erfolgt.


    Am Ende hatte Putin sogar noch ein Geschenk für Merkel dabei.


    Es "gab kein Problem"


    Am späten Nachmittag kam dann die plötzliche Kehrtwende: Ein "direktes Gespräch" mit Putin habe dazu geführt, dass die zuvor verkündete Absage des gemeinsamen Besuchs revidiert werde, sagte Merkel während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten. "Es ist eine wichtige Ausstellung, und wir werden dazu noch einmal Stellung nehmen", sagte Merkel. Putin fügte hinzu: "Wir haben nichts abgesagt, wir wollten nur sehen, ob wir genug Zeit haben". Gemeinsam mit der Kanzlerin habe er nun gesehen, dass genug Zeit für eine Stellungnahme bleibe. Dass es ein "Problem" gegeben habe, bestritt der Präsident.
    Bei Beutekunst geht es um Kulturschätze, die Sowjetsoldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Moskau brachten. Deutschland fordert deren Rückgabe. "Wir dürfen nicht gegeneinander aufrechnen, sondern sollten den Weg der Kunstexperten gehen", sagte Putin bei dem Treffen mit Merkel. Er meint damit die besonnene Zusammenarbeit von deutschen und russischen Beutekunstforschern.

    Die Ausstellung "Bronzezeit - Europa ohne Grenzen" gilt als krönender Abschluss des Deutschlandjahres in Russland. Hinter dem Titel verbirgt sich ein heikles Kapitel deutsch-russischer Geschichte. Zu sehen sind etwa der Goldschatz von Eberswalde und die Troja-Funde von Heinrich Schliemann. Deutschland fordert deren Rückgabe. Russland dagegen macht deutlich, dass die Schätze mit dem Blut seiner Soldaten bezahlt worden seien.


    Es geht um Einfluss und Geld


    Merkel besuchte in St. Petersburg auch erstmals das Internationale Wirtschaftsforum. Dabei forderte sie Russland zum Abbau von Protektionismus auf. "Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation hat Russland ein Bekenntnis zum freien Handel abgelegt", sagte die Kanzlerin, die mit einer großen Wirtschaftsdelegation angereist war. Ohne Wettbewerb gebe es keinen nachhaltigen Fortschritt. Für die Wirtschaft seien verlässliche Rahmenbedingungen unverzichtbar.
    Putin warb eindringlich um Investoren aus Deutschland. "Russland ist ein Wachstumsmarkt. Wir haben Interesse an zuverlässigen, ehrgeizigen und starken Partnern", sagte er. Deutschland und Russland verbindet eine Modernisierungspartnerschaft. Investoren auch aus Deutschland beklagen aber immer wieder Korruption und Rechtsunsicherheit.

    In einer Diskussion über den Syrienkonflikt warf Putin der internationalen Gemeinschaft Konzeptlosigkeit vor. Niemand habe bisher die Frage beantwortet, wer das "politische Vakuum" nach einem geforderten Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad füllen werde. Er betonte erneut, dass das syrische Volk selbst über die Zukunft des Landes entscheiden müsse. Gegen Assad kämpfe nicht sein Volk, sondern eine Menge "sehr gut bewaffneter Rebellen", sagte Putin. Moskau gilt als Unterstützer des Regimes in Damaskus.

    Beinahe-Eklat um verschlepptes Gold: Merkel will die Beutekunst zurück - n-tv.de

    - - - Aktualisiert - - -

    Meine Persöhnlich meinung dazu! Ich bin nicht dafür das Russland, Deutschland die erbeuteten Kunstschätze zurück gibt!
    Ich glaube das beide seiten zur zeit des 2 Weltkrieges geklaut haben wo es nur ging! Deutschland ist in Russland einmarschiert und zerstörte Dörfer und Städte plünderten und begingen unmenschliche greultaten!
    Eine aussrotung aller Russen war geplant!

    Milionen von Existenzen wurden vernichtet! Und dann kommt die Merkel und meint man müsse es den Hinterbliebenen zurück geben? No go! Alleine schon des wegen zur errinnerung an die Persohnen die ihr leben ließen sage ich nein!
    Deutschland wolte damals den Krieg Riss andere mit hinein und nun sollen sie es eben auch merken das soetwas konsekuenzen mit sich führt!

    Zumal Deutschland, Russland nach dem Mauerfall behandelt hat und behandelt wie denn letzten Dreck! Alleine die Medien hetze die gegen Russland betrieben wird!

    Und jetzt kommt Deutschland und verlangt etwas von Russland! Bei uns sagt man Dulu tibe! =)

    Ich kann zwar auch Deutschland gut verstehen und auch die Hinterbliebenen die ihre sachen wieder haben möchten auch wenn es ihnen wohl mehr um den Reichtum geht als um Erinerungstücke den von den Besitzern werden wohl nur die wenigsten noch leben! Aber daran trägt nicht Russland die schuld!

    Das Russland auf Deutschland auch einen schritt zugegangen ist und die stücke zum ersten mal ausstellt wird dabei natürlich so gut wie nicht beachtet!

    Ich begrüße auch den vorschlag den papodidi gemacht hat und zwar Wanderausstellungen! Vielleicht wird Deutschland auch eines Tages alles wieder zurück bekommen aber dafür braucht es eins ein besseres verhältnis miteinander! Das ich gerade nicht sehen!

  9. #19
    Yunan
    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Sei froh, dass die "Imperialisten" das ausgegraben haben, anderenfalls wäre es verfallen/zerstört, denn die Osmanen hatten kaum Interesse an diesem Erbe! So kann man sich wenigstens mit einer Reise durch Zentral-/West-Europa ein Bild von den vergangenen Hochkulturen machen...
    Ein beschissenes Argument. Mir wären griechische Kulturschätze in Museen des ehemaligen Feindes lieber als in den Händen dieser Verbrecher. Ob wir unserer Schätze eingegraben lassen und nicht danach suchen oder ob wir es tun, ist unsere Entscheidung. Deine Antwort ist dummdreist.

  10. #20
    Avatar von Karoliner

    Registriert seit
    16.07.2010
    Beiträge
    4.079
    @Damien: naja ihr seid in der DDR und den anderen osteuropäischen Staaten eben als Besatzer empfunden worden. Mit dem Einsatz der Roten Armee 1953, '56 und 68 war das auch für alle Beteiligten klar. In der Reihe könnte man noch Polen '79/'80 aufführen. Was für einen Abschied habt ihr erwartet? Hab das Thema mit Lilith ja schon durch. Egal wie es RU sieht, DE sieht es anders und zur Not geht man eben nicht auf die Ausstellung, ist ja auch nicht erforderlich.

    @Yunan: geh zum Arzt

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