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BIH ohne Kroaten, neue Chancen für ein funktionierendes FBIH!

Erstellt von Monte-B, 24.02.2014, 23:16 Uhr · 39 Antworten · 1.691 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Indianer

    Registriert seit
    13.11.2010
    Beiträge
    24.847
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    S bogom.

    Z

  2. #12
    Jezersko
    Ohrid hat es ja schon erwähnt - es ist ein Problem des GANZEN balkans, wenngleich es vermutlich in BiH am stärksten ausgeprägt ist. Abwanderung, "Landflucht", Zuzug in Städte gibt es überall auf der Welt. In Asien sind ganze Völker unterwegs, da ist die absolute Zahl der Abwanderer in BiH bestenfalls ein Rundungsfehler. Gemessen am Bevölkerungsanteil ist es aber schon heftig.

    Die Fragen die ich mir schon längere Zeit in diesem Zusammenhang stelle: Was geschieht mit den Flächen (Grundstücke, Gebäude), die nicht mehr bewirtschaftet werden? Wie wird das Vacuum gefüllt, das der Mangel an Arbeitskräften hinterlässt? Ich meine da nicht die stillgelegten Fabriken (dort gab es ja bisher schon nicht genug zu tun für alle Arbeitswilligen), sondern wer verrichtet die tägliche (unbezahlte) Arbeit an den Wohnhäusern und den Feldern und Wäldern die bisher so recht und schlecht in Stand gehalten wurden? Besteht nicht die Gefahr, dass jetzt Alles um ein Butterbrot an Personen verscherbelt wird, die man eigentlich nicht im Land haben will? In- u. ausländische "Oligarchen", ausländische "Investoren"... die einfach jetzt billigst zu riesen Grundbesitzen kommen und allesamt keinen Finger im Land rühreren.

    Die größte Frage ist aber: Wie kann man das verhindern? In "normalen" Ländern regelt das die Politik mit entsprechenden Gesetzen. Das ist jedoch auf absehbare Zeit in BiH nicht zu erwarten. Was kann also die (noch) einheimische Bevölkerung tun um zumindest Herr im/am eigenen Land zu bleiben? Es weiteres Problem: Es drängt die Zeit und es bedarf relativ schneller Lösungen! Die Leute können es sich nicht leisten noch Jahre- oder Jahrzehntelang auf Initiativen (von außen) zu warten.

    OK, Gewerbe und Industrieansiedelung wird wohl (wenn überhaupt) nur von Außen kommen. Aber was ist mit den bei weitem überwiegenden Flächen außerhalb der Städte? Der Anteil der Landwirtschaft betrug im Jahr 2011 unter 9% der ohnehin schon geringen Bruttowertschöpfung. Nur 4% der Landfläche werden landwirtschaftlich genutzt. 4,3 % der Landfläche sind Wald, der in noch viel geringerem Ausmaß genutzt wird. Ich sehe da gar nicht so schlechte Voraussetzungen für einen ökologisch produzierenden Landwirtschaftssektor. Die Böden sind weitgehend ausgeruht und praktisch unbelastet von Mineraldünger und Pestiziden (sofern nicht vermint). Der Markt für Bio Lebensmittel in Europa hat inzwischen eine Milliarden Dimension angenommen, so dass die Hersteller in Österreich oder Deutschland schon größte Probleme haben, überhaupt liefern zu können. Z.T gibt es nicht einmal genügend biologische Futtermittel. Zudem produziert man inzwischen schon Bio-Produkte nach Industriestandards! Das sind Dinge, die einfach nicht zusammengehen. Der nächste Lebensmittelskandal ist nur eine Frage der Zeit...

    Klar, auch Agrarproduktion macht man nicht von heute auf morgen. Aber der Beginn könnten ja Produktionsgemeinschaften sein, welche der lokalen Selbstversorgung dienen, letztendlich aber möglichst rasche kommerzielle Produktion zum Ziel haben.

    Ich habe hunderte Bilder quer übers Land durchgesehen- irgendwie sieht es sehr deprimierend aus.

    Panoramio - Photo of HERE RESIDED BRGULE'S TEACHERS - OVDE SU STANOVALI BRGULJSKI UCITELJI
    Panoramio - Photo of Stara ku
    Panoramio - Photo of panorama nisici
    Panoramio - Photo of Brgule
    Panoramio - Photo of Jazbina - pogled odozdo na gornje ku
    Panoramio - Photo of

    Neben den Bildern "vom Land" sind mir jedoch unzählige Bilder aufgefallen (und das sind auch meine persönlichen Eindrücke, egal wo man am Balkan hinfährt), die allesamt perfekt sanierte und wunderschön hergerichtete Moscheen und Kirchen zeigen. Hier wurde viel investiert und hat sicher auch eine Menge Arbeit und Geld gekostet. Der "Output" dieser Gebäude ist allerdings überschaubar, was Wohnung, Arbeit und Essen anbelangt.

    Panoramio - Photo of Dabravine - d
    Panoramio - Photo of Brestovsko zupna crkva
    Panoramio - Photo of D
    Panoramio - Photo of olovske luke d

  3. #13
    Avatar von Maniker

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    19.035
    Genauso ist es in Mazedonien auch, Jezersko. Die Bergdörfer sind verwaist, also verlassen, und in den grösseren Dörfern und Städten stehen nigelnagelneue Moscheen und Kirchen, als wären die Menschen so religiös. Sobald die Jungen die Schule abgeschlossen haben, denken sie nur ans Auswandern. Selbstinitiative gibt es sehr, sehr, sehr selten. Also solche Ideen, wie du sie hier vorschlägst, gibt es sehr selten, da die Leute zu geldorientiert sind und keine eigenen Ideen haben.

  4. #14
    Avatar von LEONTION

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    145
    Genau, Alle die was können und sich nützlich machen wollen, gehen und dann kann man das Land als Kullisse für Hollywood vermieten.
    Wenn sich dann noch in 2-3 Generationen die Ausgewanderten weit genug von den Wurzeln entfernt haben, dann wird es da schön ruhig.

  5. #15
    Jezersko
    Ich habe eine ganze Reihe von Ideen - sind aber alle mit ziemlich viel Arbeit verbunden und die "Ernte" kann nicht sofort eingefahren werden. Ich weiß nicht, ob das bei den Leuten so rasend gut ankommt. :-(
    Letztendlich wäre der Lohn dafür aber enorm!

    PS: Ich denke in Generationen.

  6. #16
    Avatar von LEONTION

    Registriert seit
    28.01.2014
    Beiträge
    145
    Es geht auch nur generationenübergreifend.
    Die Situation da ist so bekloppt, da braucht es viele Jahre, bis sich das einrenkt.
    Das Hauptproblem ist, dass die, die Arbeiten wollen, so oft verarscht und ausgenutzt wurden, irgendwann will man nicht der Depp vom Dienst sein und macht dann das Spiel mit, wenn man es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, oder man geht.

  7. #17
    Avatar von Maniker

    Registriert seit
    10.01.2014
    Beiträge
    19.035
    Bevor sich in der Politik etwas tun kann, muss sich eben zuerst etwas in der Gesellschaft tun...

  8. #18
    Jezersko
    In solchen Fällen pflege ich immer zu sagen: "Die Situation ist aussichtslos - aber machbar!"

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Ohrid Beitrag anzeigen
    Bevor sich in der Politik etwas tun kann, muss sich eben zuerst etwas in der Gesellschaft tun...
    Ich fürchte nur, "die Gesellschaft" sieht das genau umgekehrt.

  9. #19

    Registriert seit
    28.11.2011
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    2.273
    Bevor man grosse reden schwingt sollte man sich mit eu subventionen und eu Zölle bekanntmachen....nicht umsonst ist der agrarmatkt in bih kaputt. ..und der binnenmarkt zu klein ....das problrm ist die politik und die untuhige lage und das ist nunmal in bih von dayton gesteurt...was ist den mit den ganzen agrarbetrieben passiert ?? Slowenen haben sie größten teils aufgekauft und dann vor die wand gefahren...siehr tz mljekara ...

  10. #20
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.179
    Die Kroaten sind die einzigen die problemlos raus können. ..wer will schon freiwillig in einem solch perspektivlosen BiH bleiben?

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