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BiH: Prozess gegen den Islam Terroristen Naser Oric beginnt

Erstellt von lupo-de-mare, 05.10.2004, 19:16 Uhr · 38 Antworten · 6.955 Aufrufe

  1. #11
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Dobojlija
    a sta je arkan radio
    Arkan Heroj?^^

  2. #12

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    Koje rekao da je nas heroj?

  3. #13
    Avatar von lupo-de-mare

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    Naser Oric, der Kommandant der Islamischen Terroristen in Srebenica,mordete, folterte und plünderte die Serbische Dörfer.

    Und er machte Videos sogar von seinen Mord Aktionen, für die Amerikanischen CIA Auftrags Geber, welche die Islamischen Terroristen mit Waffen nach Bosnien brachten.

    http://emperor.vwh.net/analysis/oric.htm

  4. #14

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    Da dies ja bewiesen sit und unsere lieben Muslimischen Nachbarn das nicht aklzeptieren wollen......................

  5. #15
    Avatar von Denis_Zec

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    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Naser Oric, der Kommandant der Islamischen Terroristen in Srebenica,mordete, folterte und plünderte die Serbische Dörfer.

    Und er machte Videos sogar von seinen Mord Aktionen, für die Amerikanischen CIA Auftrags Geber, welche die Islamischen Terroristen mit Waffen nach Bosnien brachten.

    http://emperor.vwh.net/analysis/oric.htm

    brachte zig tausend unschuldiger serben um, eigenhändig. fraß die herzen von kleinen serbischen kindern. vergewaltigte 20.000 serbische frauen und mädchen. plünderte und brandschatzte hunderte, nein tausende serbische häuser. ein monstrum.

  6. #16
    Avatar von BalkanSurfer

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    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Naser Oric, der Kommandant der Islamischen Terroristen in Srebenica,mordete, folterte und plünderte die Serbische Dörfer.

    Und er machte Videos sogar von seinen Mord Aktionen, für die Amerikanischen CIA Auftrags Geber, welche die Islamischen Terroristen mit Waffen nach Bosnien brachten.

    http://emperor.vwh.net/analysis/oric.htm
    slbos ehemaliger bodyguard, der einfach nur ein verdreckter krimineller war, der auch die eigenen landleute umbrachte, das vergisst du nur zu erwähnen. auch wenn dir deine motive angenehm wären lupo, aber sie sind nicht der realität entsprechend. ausserdem wird die nummer mit den islamischen terroristen langsam langweilig leute, wir reden hier von ein paar hundert mann, die nicht mal zu beginn des krieges da waren, denn oric war nie islamist, sondern einfach nur verbrecher.

  7. #17

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    wer ist das überhaupt?
    ich habe nie etwas mitbekommen, dass mehr als 10 serben umgebracht worden sind!
    werden jetzt in den haag auch leute angeklagt, die versucht haben das serb. massaker in srebrenica zu verhindern?
    was soll der scheiss!

  8. #18
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von drenicaku
    wer ist das überhaupt?
    ich habe nie etwas mitbekommen, dass mehr als 10 serben umgebracht worden sind!
    werden jetzt in den haag auch leute angeklagt, die versucht haben das serb. massaker in srebrenica zu verhindern?
    was soll der scheiss!
    Du hast wohl das Buch, der 3 Affen gelesen. Deine Ignoranz, lässt sich auch nicht mit Dummheit erklären.

  9. #19
    Gast829627

    NASER ORIC: ein weiterer massenmörder!!

    Am 28. März 2003 offiziell von der Anklägerin des ICTY angeklagt, wurde Naser Oric am 10. April 2003 von der SFOR festgenommen und einen Tag später dem ICTY überstellt.

    Bei seinem ersten Erscheinen vor Gericht am 15. April 2003 plädierte Naser Oric in allen Anklagpunkten auf nicht schuldig.

    Naser Oric ist auf Grundlage seiner individuellen strafrechtlichen Verantwortung (Artikel 7, 7 ICTY-Statut) in zwei Anklagepunkten wegen Verstössen gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges (Art. 3 ICTY-Statut) angeklagt, nämlich:

    - willkürlicher Zerstörung von Städten und Dörfern oder durch militärische Erfordernisse nicht gerechtfertigte Verwüstung;
    - Plünderung öffentlichen oder privaten Eigentums.


    Zudem wird Naser Oric auf Grundlage seiner strafrechtlichen Verantwortung als Vorgesetzer (Art. 7, 3 ICTY-Statut) in vier Anklagepunkte wegen Verstössen gegen die Gesetze oder Gebräuche des Krieges angeklagt:

    - Vorsätzliche Tötung;
    - unmenschliche Behandlung;
    - willkürliche Zerstörung von Städten und Dörfern oder durch militärische Erfordernisse nicht gerechtfertigte Verwüstung;
    - Plünderung öffentlichen oder privaten Eigentums.

    Sein Prozess, der am 6. Oktober 2004 vor dem ICTY begonnen wurde, dauert an


    http://www.trial-ch.org/trialwatch/p...ures/p343.html



    Die Videos der Mudschaheddin

    Auch Greueltaten an Serben sind auf Filmen festgehalten worden. Diese Horrorstreifen konnte man sogar in Mittelbosnien kaufen

    Im bosnischen Bürgerkrieg (1992 bis 1995) wurden von allen Seiten schreckliche Verbrechen begangen. Neben serbischen haben auch muslimische Killer ihre Verbrechen gefilmt. Die Existenz dieser Videos ist bekannt und wurde gelegentlich sowohl in der bosnisch-muslimischen wie in der westlichen Presse erwähnt – in der augenblicklichen antiserbischen Propagandakampagne schreibt allerdings kein karrierebewußter Journalist mehr darüber. An dieser Stelle sei die Lücke geschlossen.

    Naser Oric, der Kommandeur der bosnisch-muslimischen Streitkräfte in der Stadt Srebrenica, muß sich seit letztem Jahr vor dem Haager Tribunal verantworten. Seine Verbrechen werden von niederländischen Blauhelmen bezeugt, die damals in Srebrenica stationiert waren, etwa von Leutnant Jasper Verplanke von der Eliteeinheit Korps Commandotroepen: »Naser Oric sicherte sich die Kontrolle über große Teile Bosniens durch die Taktik der verbrannten Erde. Deswegen hat (Blauhelm-General) Karremans recht, wenn er sagt, daß große Massaker an der serbischen Bevölkerung verübt wurden. Man fragt nach Beweisen, weil es natürlich keine lustigen Homevideos mit vergewaltigten Frauen und getöteten Männern gibt. Aber diese Dinge geschahen wirklich.« Verplanke irrte nur an einem Punkt: Solche Videos existieren. Naser Oric hat eins voller Stolz westlichen Pressevertretern gezeigt, die Washington Post schrieb darüber am 16. Februar 1994: »Naser Orics Kriegstrophäen hängen nicht an der Wand seines komfortablen Appartements, sie sind auf Videokassetten: Verbrannte Häuser, serbische Männer ohne Kopf, ihre Körper zu einem bemitleidenswerten Haufen aufgeschichtet.«

    Muslimische Medien kritisierten in den letzten Jahren immer wieder die Verbrechen, die ausländische Mudschaheddin, die sich im bosnischen Bürgerkrieg als eine Art internationale Brigade beteiligt hatten, an Serben und Kroaten begangen haben.

    So berichtete das Magazin Slobodna Bosna im September 2001 über die Offensive »Uragan 95«, die sechs Jahre zuvor zur Sprengung des serbischen Artilleriegürtels um Sarajevo geführt hatte. »Die Überlebenden haben Zeugnis abgelegt über das, was sich im Lager der Mudschaheddin abgespielt hat. Ihre Zeugnisse werden durch Fotografien bestätigt, die die Leute aus dem Hinrichtungskommando aufgenommen haben, als sie neben ihren Opfern posierten. Auf den Fotos, alle mit Datum versehen, kann man Gefangene sehen, die gefesselt am Boden liegen und noch leben. Auf einem dieser Fotos schärft ein dunkelhäutiger Mudschahed das Hackbeil, mit dem der Gefangene später getötet werden wird. Die Leute aus dem Hinrichtungskommando fotografierten die Hinrichtungen nicht nur, sie filmten sie auch und stellten damit Propagandamaterial für ausländische Geldgeber her. Eine Kopie des Bandes mit der rituellen Schlächterei wurde später als Geschenk an Präsident Alija Izetbegovic (Bosnien-Herzegowina, jW) geschickt.

    Gefangene wurden in einem Schafstall gehalten und zum Zeitvertreib getötet. Man gab ihnen tagelang kein Essen und kein Wasser, so daß sie vor Erschöpfung halluzinierten. Man gab den Gefangenen Messer und befahl ihnen, sich gegenseitig umzubringen. ›Wenn du ihn nicht tötest, töte ich dich‹, sagten die Mudschaheddin den halb wahnsinnigen Männer, die dann aufeinander einstachen. Wenn sie verwundet zu Boden gingen, wurden sie von den Mudschaheddin mit Beil oder Kettensäge enthauptet, und die Überlebenden wurden gezwungen, die abgeschnittenen Köpfe zu küssen, die man später an Baumstümpfe nagelte ... Es ist nicht schwierig, Kopien dieser Videos zu bekommen. Man konnte die Bänder im Videoladen im Kulturhaus in Zavidovici kaufen.

  10. #20
    Gast829627
    Srebrenica
    George Pumphrey

    »Srebrenica war die Wende«, gestand Joschka Fischer dem »Spiegel«, seine Wende vom Kriegsgegner zum Kriegstreiber. Mit dem »Massaker von Srebrenica« und seinen »dreißigtausend Toten« begründete Rudolf Scharping den Angriffskrieg gegen Jugoslawien. »Srebrenica« gilt als Synonym für Auschwitz, als Beweis, daß »die Serben« Völkermörder sind und nichts sie stoppen kann als die Militärmacht der Nato

    Einer allgemeinen Sprachregelung zufolge sollen im Juli 1995 ungefähr 8.000 bosnisch-muslimische Männer in und um Srebrenica von bosnisch-serbischen Truppen exekutiert worden sein. In den ersten drei Jahren, die der Übernahme von Srebrenica durch internationale Truppen folgten, hat das Tribunal in Den Haag alles unternommen, um in Ost-Bosnien Massengräber zu finden, die seine Anklage gegen die beiden bosnisch-serbischen Anführer im Bürgerkrieg, Radovan Karadzic und Radko Mladic, wegen Genozids untermauern würden. Krieg mit seinen Greueln: Zerstörung, Flucht und Tod, ist nicht mehr Elend genug. Die öffentliche Meinung ist gegenüber der »normalen« Brutalität des Krieges so abgestumpft, daß nur noch Übertreibungen und offenkundige Lügen sie in Alarm versetzen können. Keine Vergewaltigung, die nicht zur »systematischen Massenvergewaltigung«, kein Grab, das nicht zum »Massengrab«, kein Mord, der nicht zum »Völkermord« gemacht wird.

    Jede neue Generation von Spekulationen, unbewiesenen Berichten und auch absichtlichen Fälschungen baut auf vorhergehenden Generationen von Spekulationen, unbewiesenen Berichten und absichtlichen Fälschungen auf. Und mit jeder neuen Generation von Lügen werden die Lügen der vorangehenden zu unumstößlichen Wahrheiten. Viele dieser Gerüchte und Spekulationen werden als Teil einer Desinformationskampagne von Geheimdiensten, Public-Relations-Agenturen und Sensationsjournalisten in die Welt gesetzt und so lange wiederholt, bis sie als gesicherte Wahrheiten gelten. Wer nach Quellen fragt, ist ein Sympathisant von Völkermördern.

    Diana Johnstone schrieb dazu in der US-Zeitschrift »The Nation«: »Als die muslimisch geführte Regierung in Sarajevo in den ersten Kriegsmonaten ... die westlichen Medien mit Berichten versorgte, die darauf hindeuteten, daß die Serben eine Politik des Genozids verfolgten, wurde ein Grundprinzip der Vorsicht, das für jede Suche nach Gerechtigkeit unabdingbar ist, schnell über Bord geworfen. Das Prinzip lautet: Je schwer-wiegender die Beschuldigung, um so größer die Notwendigkeit von handfesten Beweisen. Sonst werden die Beschuldigungen zu Instrumenten des Lynchmobs.« Die Zahl der Personen, die exekutiert worden sein sollen, könnte den Unterschied zwischen einer Anklage wegen Genozids oder wegen Kriegsverbrechens bedeuten. Bis September 1998 konnten von den laut UNHCR 7.076 Vermißten von Srebrinica trotz intensivster Suche höchstens 480 Leichen - so der im muslimischen Body Count nicht zimperliche Erich Rathfelder im Mai 1998 - gefunden werden.

    Wieviele Vermißte sind tot?

    Was weiß man wirklich? Am 13. September 1995 erklärte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK):

    Der Direktor der operativen Abteilung Westeuropa des IKRK, Angelo Gnaedinger besuchte Pale (Hauptstadt der bosnischen Serben) und Belgrad vom 2. bis zum 7. September, um von offiziellen, bosnischserbischen Stellen Informationen über den Verbleib von 3.000 Personen aus Srebrenica zu erhalten, die nach Zeugenaussagen von bosnisch-serbischen Sicherheitskräften festgenommen worden seien. Das IKRK hat Details über alle Todesfälle verlangt und bestand so schnell wie möglich auf Zugang zu den Gefangenen (bisher war es nur möglich, 200 Gefangene zu besuchen). Das IKRK hat sich auch an die Regierung von BosnienHerzegowina gewandt, mit der Bitte um Informationen bezüglich der 5.000 Personen, die von Srebrenica geflohen sind und von denen ein Teil Zentralbosnien (die bosnischmuslimische Seite) erreicht hat.

    Am 15. September 1995 gab ein Artikel in der »New York Times« der Nachricht bereits eine ganz andere Note:

    Das IKRK berichtete heute, daß aus Srebrenica, aus der ersten von zwei Schutzzonen, die von den Vereinten Nationen eingerichtet worden waren, aber im Juli von serbischen Truppen überrannt wurden, etwa 8.000 Muslime vermißt werden. Zu den Vermißten wird auch eine hauptsächlich aus Männern bestehende, etwa 3.000 Personen starke Gruppe gezählt, die nach Zeugenaussagen von Serben gefangengenommen worden seien. Nach dem Zusammenbruch von Srebrenica sammelte das Rote Kreuz 10.000 Namen von vermißten Personen, sagte die Sprecherin Jessica Barry. Sie berichtete, daß zusätzlich zu den Gefangenen weitere 5.000 Personen �einfach verschwunden� seien.

    Hier wurden nicht nur die 3.000 Gefangenen zu den 5.000 Geflohenen hin zugezählt - was sowohl die Gesamtzahl aufblähte als auch die Beschuldigung verschärfte -, auch die Tatsache, daß das IKRK die bosnisch-muslimische Regierung um Informationen über die 5.000 gebeten hatte, von denen »ein Teil Zentralbosnien erreicht« hatte, ist bereits aus der Nachricht verschwunden.

    Ein genauerer Blick auf den ursprünglichen IKRK-Bericht macht deutlich, daß schon er die gebotene Objektivität vermissen ließ. Mit der beiläufigen Bemerkung, daß nur »ein Teil Zentralbosnien erreicht hat«, vermittelt das Rote Kreuz den falschen EindrUÇK, daß nur wenige der vermißten Männer es bis Mitte September geschafft hatten, sich in Sicherheit zu bringen.

    Am 18. Juli 1995, eine Woche nach der Eroberung von Srebrenica durch das serbische Militär, hatte aber die »New York Times« bereits gemeldet, daß »zwischen drei- und viertausend bosnische Muslime, die nach dem Fall von Srebrenica von Vertretern der Vereinten Nationen als vermißt registriert waren, sich einen Weg durch die feindlichen Linien auf das Territoriurn der bosnischen Regierung gebahnt haben. Die Gruppe, zu denen auch Verwundete gehörten, hatte sich unter feindlichem Feuer durch die serbischen Linien geschlichen und sich nach einem 30-Meilen-Marsch durch die Wälder in Sicherheit gebracht.«

    Und am 2. August 1995 hatte die Londoner »Times« diesen Vorgang so beschrieben:

    Es kann davon ausgegangen werden, daß Tausende von vermißt gemeldeten bosnisch-muslimischen Soldaten, die im Fokus der Berichte über mögliche Massenexekutionen durch die Serben gestanden haben, nord-östlich von Tuzla in Sicherheit sind. Für die Uno und das Internationale Rote Kreuz war es äußerst schwierig, die gelungene Flucht der bosnisch-muslimischen Soldaten und Zivilisten zahlenmäßig zu erfassen. Gestern berichtete jedoch das Rote Kreuz in Genf unter Berufung auf Quellen in Bosnien zum ersten Mal, daß bis zu 2.000 bosnische Regierungssoldaten aus Srebrenica sich bis in das Gebiet nördlich von Tuzla einen Weg gebahnt hätten - »ohne ihre Angehörigen zu informieren«, berichtete der Sprecher des Roten Kreuzes und fügte hinzu, daß es nicht möglich sei, diese Berichte zu überprüfen, denn die bosnisch-muslimische Regierung würde dem Roten Kreuz den Zugang in dieses Gebiet verweigern.

    Zwei Wochen bevor die Vertreter des Roten Kreuzes, Angelo Gnaedinger und Jessica Barry, ihre Zahlen an die Presse gaben, brachte ein anderer Sprecher des Internationalen Roten Kreuzes in Genf, Pierre Geultier, ein wichtiges Detail zur Sprache. In einem Interview mit der »Jungen Welt« vom 8. August 1995 erklärte er:

    Insgesamt kamen wir dabei auf eine Zahl von etwa 10.000 (Vermißten aus Srebrefiica). Allerdings kann es gut sein, daß darunter viele Doppelnennungen sind ... Bevor (die Prüfung der Doppelnennungen) nicht abgeschlossen ist, können wir nichts genaues sagen. Unsere Arbeit wird noch dadurch kompliziert, daß die bosnische Regierung uns mitgeteilt hat, daß mehrere Tausend der Flüchtlinge sich durch die feindlichen Linien geschlagen haben und sich wieder in die bosnisch-muslimische Armee eingegliedert haben. Diese Personen sind also nicht vermißt, sie können aber auch nicht aus den Vermißtenlisten gestrichen werden.

    Da die Zahl derer, die als vermißt (also vermutlich tot) geführt werden, während der letzten vier Jahre konstant bei 8.000 geblieben ist, muß davon ausgegangen werden, daß die bosnisch-muslimische Regierung dem Roten Kreuz nie die Namen jener Menschen mitgeteilt hat, die die muslimischen Linien sicher erreicht hatten. Auf einen weiteren Aspekt hat Prof. Milivoje Ivanisevic von der Universität Belgrad hingewiesen. Nachdem er die Liste des Roten Kreuzes mit den »vermißten« Personen überprüft hatte, entdeckte er, daß etwa 500 Personen, die als »vermißt« geführt wurden, schon vor der Einnahme Srebrenicas gestorben waren. Und als Ivanisevic die Wählerliste für die Herbstwahlen von 1996 (dem Jahr nach dem angeblichen Massaker) mit der Vermißtenliste des Roten Kreuzes verglich, stellte er fest, daß von 3.016 Leuten, die auf der Vermißtenliste des IKRK standen, ebenfalls auf der Wählerliste zu finden waren. Entweder ließ die bosnisch-muslimische Regierung auch Tote wählen, beging also Wahlbetrug, oder die Wähler waren am Leben, und das »Massaker« war ein Betrug.

    Propaganda und Gerüchte, die durch Repräsentanten der bosnischen Regierung und ihrer Verbündeten in Umlauf gesetzt wurden, blieben weitgehend unwidersprechen auch seitens der Organisationen, die sonst den Ruf der Unparteilichkeit genießen. Innerhalb weniger Tage nach der Übernahme von Srebrenica wurde Zepa, eine zweite muslimische Enklave (und Uno-Schutzzone), durch bosnisch-serbische Kräfte eingenommen. Unter den Verteidigern von Zepa fanden sich Hunderte der »vermißten« Soldaten von Srebrenica. Die »New York Times« berichtete:

    Die verletzten (muslimischen) Truppen wurden zurückgelassen. Und als die bosnischen Serben die Stadt am Dienstag überrannten, wurden die Verletzten nach Sarajevo zur Behandlung im Kosevo-Krankenhaus gebracht. Viele von ihnen waren aus Srebrenica gekommen. Als diese Schutzzone am 11. Juli in die Hände der Serben fiel, flohen sie in die Wälder. Anders als die meisten anderen Flüchtlinge, die sich nach dem Fall Srebrenicas nach Tuzla durchgeschlagen hatten, vereinten sich diese mit den Verteidigern von Zepa. »Etwa 350 von uns gelang es, aus Srebrenica auszubrechen. Wir schaffen es nach Zepa«, sagte Sadik Ahmetovie, eine von 151 Personen, die heute nach Sarajevo ins Krankenhaus gebracht wurden ... Sie sagten, daß sie in Gefangenschaft von den Serben nicht mißhandelt worden seien.

    Seltsam, daß die muslimischen Verteidiger Zepas bei der Flucht aus der Stadt ihre verwundeten Kameraden zurückließen, damit sie in die Hände der »serbischen Völkermörder« fallen würden. Seltsam auch, daß die 5.000 muslimischen Soldaten bei ihrer Flucht aus Srebrenica ihre Frauen und Kinder dort ungeschützt vor den serbischen Vergewaltigern und Kindermördern zurückgelassen hatten. Oder haben die muslimischen Soldaten der eigenen Regierungspropaganda bezüglich der Serben nicht geglaubt? Und warum ließ das serbische Militär die verletzten muslimischen Soldaten von Zepa hinter die muslimischen Linien ins Krankenhaus nach Sarajevo evakuieren?

    In dem schon erwähnten Artikel der Londoner »Times« ist von 2.000 Soldaten die Rede, die es von Srebrenica bis in den Nordosten von Tuzla auf sicheres muslimisches Gebiet geschafft hatten, »ohne ihre Angehörigen zu informieren«. Wurden ihre Familien überhaupt irgendwann informiert? Die Öffentlichkeit jedenfalls wird bis heute in dem Glauben gelassen, sie seien massakriert worden. Und Frauen von Srebrenica organisieren bis heute Demonstrationen, um die Regierung Izetbegovic zu zwingen, Informationen über ihre Angehörigen herauszugeben, von denen sie nach wie vor glauben, daß sie am Leben sind.

    Die Glaubwürdigkeit einer Falschinformation hängt nicht nur von der Aufrechterhaltung der Illusion ab, sie sei wahr, sondern auch von der Unterdrückung aller möglichen Tatsachen, die dafür sprechen, daß das Gegenteil der Fall sein könnte. Versuchen wir, wenigstens einige der angeblich 8.000 ermordeten Soldaten aus Srebrenica ins Leben zurückzuholen.

    Fest steht, daß viele bosnisch-muslimische Kriegsgefangene aus Srebrenica in etliche weit entfernte Länder verschickt wurden. Die bosnische Nachrichtenagentur TWRA, die auf der Seite der muslimischen Regierung steht, berichtete:

    Die Vereinigten Staaten haben sich entschieden, 214 Bosniaken aufzunehmen, die nach dem Fall von Srebrenica und Zepa in serbischen Lagern gefangengehalten worden waren, und ihnen den Aufnahmestatus von Flüchtlingen zu geben.

    TWRA berichtete weiter: »103 bosnisch-muslimische Soldaten, die vor kurzem aus den Gefängnissen in Serbien entlassen worden sind, sind gegen ihren Willen nach Australien geschickt worden.« Das behauptete ihr Kommandant Osmo Zimic, der das UNHCR deshalb kritisierte. Dessen Sprecher behauptete seinerseits, daß die betroffenen Soldaten auf der Aufnahme und dem Verbleib in Australien bestanden hätten, weil sie auf keinen Fall nach Bosnien zurückkehren könnten - sie würden dort wegen angeblicher Fahnenflucht strafrechtlich verfolgt werden. »Dies stimmt nicht«, sagt Zimic.

    TWRA erklärte auch, daß die bosnische Botschaft in Australien das Tribunal in Den Haag aufgefordert hätte, mit einer Untersuchung der Zwangsverschickung von 800 Bosniaken von Serbien nach Australien und in europäische Länder zu beginnen. Auch die UNHCR sei angeblich bei der Verschickung behilflich gewesen, statt die Kriegsgefangenen im Rahmen des vereinbarten Austauschprogramms frei zu bekommen, die in Lagern in Serbien - das vorgibt, nicht in den Krieg involviert zu sein - gefangengehalten wurden.

    Das Lügengebäude von Srebrenica erlaubt ein erstes Resümee: Das UNHCR assistiert bei der Produktion von Flüchtlingen, mit Hilfe des Roten Kreuzes werden Familien getrennt, Tribunale klagen zuerst an und suchen nach Verbrechen später - und helfen dabei, alle Beweise verschwinden zu lassen, die der Anklage widersprechen.



    Weiß die US-Regierung, daß der »umgewühlte Boden« nichts mit »Massengräbern« zu tun hat? US-Satellitenfoto, am 10.8.95 von der UN veröffentlicht

    Was beweisen die Fotos?

    Die Anschuldigungen gegen die Führung der bosnischen Serben stammen vom 10. August 1995, von einer geschlossenen Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, in der die damalige UN-Botschafterin der USA, Madeleine Albright, Luftaufnahmen von Spionagesatelliten präsentierte, die nach der Einnahme von Srebrenica angeblich »massenhafte Greueltaten an bosnisch-muslimischen Zivilisten« durch bosnische Serben zeigten.

    Von den acht Fotos, die dem Sicherheitsrat vorgelegt wurden, bekam die Öffentlichkeit nur drei zu sehen. Die anderen wurden als vertraulich klassifiziert. Einschließlich jener Fotos, die auf einem Fußballplatz zusammengedrängte Menschen zeigen. Die »New York Times« berichtete:

    Nach Ansicht eines amerikanischen Beamten, der die Fotografien gesehen hat, zeigt eins davon Hunderte, womöglich Tausende von muslimischen Männer und sogar Jungen in einem Feld nahe bei einem Fußballstadion etwa 5 Meilen nördlich von Srebrenica. Ein anderes Foto, das einige Tage später aufgenommen wurde, zeigt in der Nähe des Stadions, das jetzt leer war eine große Fläche frisch umgewühlter Erde, was mit dem Erscheinungsbild von bekannten Massengräbern übereinstimmt.

    Der Kommentar eines anonymen amerikanischen Beamten mit Zugang zu den »geheimen« Fotos gibt Anlaß zu einigen Fragen: Wenn die Auflösungsgenauigkeit der Fotos so schlecht war, daß nicht zu erkennen war, ob es sich um »Hunderte« oder »Tausende« von Menschen handelte, wie konnte man dann deutlich »muslimische Männer und Jungen« identifizieren? Warum nicht serbische Frauen und Mädchen? Die Mitglieder des Sicherheitrats sahen aber laut »New York Times« offensichtlich etwas anderes auf den Fotos: »Die Fotos zeigten einige Felder bei Novo Kasaba, nahe Srebrenica, auf denen bosnisch-muslimische Familien zusammengetrieben worden waren.« Waren das vielleicht die Frauen und Kinder, die dort auf die Evakuierung mit dem Bus nach Tuzla warteten? Ist das der Grund, warum diese Überwachungfotos der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wurden?

    Das erwähnte Foto, das der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und weltweit verbreitet wurde, gibt einen Anhaltspunkt hinsichtlich der Aussagekraft der anderen Fotos, die geheim blieben. Es wirft auch ein bezeichnendes Licht auf das Niveau der kritischen Behandlung dieser Bilder durch die Journalisten.

    Zu den Fotos mit der Beschriftung: »Mögliche Massengräber; Kasaba/KonjevicPolje-Gebiet, Bosnien« tauchen etliche Fragen auf: Warum wurden dem Sicherheitsrat nicht die ursprünglichen Fotos gezeigt? Aufklärungsfotos weisen normalerweise eingebaute zeitliche und geographische Erkennungsmerkmale auf Woher soll man wissen, daß diese Fotos in der Nähe von Srebrenica aufgenommen wurden? Und zu welcher Zeit? Der Titel und andere Bemerkungen über das, was man auf den Fotos erkennen soll, wurden nachträglich auf die Fotos geschrieben, während die zeitlichen und geographischen Erkennungsmerkmale wegretuschiert worden waren. Ohne diese Merkmale können die Fotos jedoch beliebig interpretiert werden.

    Könnte es sein, daß die US-Regierung weiß, daß der »umgewühlte Boden« nichts mit »Massengräbern« zu tun hat? Könnte dies der Grund dafür sein, warum die Fotos den Titel »Mögliche Massengräber« tragen? Könnte dies auch der Grund sein, warum das US-Außenministerium und die CIA anfingen, das Gerücht zu lancieren, die Serben hätten angeblich Tausende von Leichen wieder ausgegraben und weggeschafft? Dafür konnten freilich keine Satellitenüberwachungsfotos als Beleg vorgezeigt werden. Und die Medien hatten in ihrer Berichterstattung in der Zwischenzeit das »mögliche« gleich ganz fallengelassen. Sie berichteten nur noch von »Satellitenfotos von Massengräbern«.

    Die Bildershow der Madeleine Albright im Sicherheitsrat fand zu einem Zeitpunkt statt, als die bis dato größte ethnische Säuberung des gesamten jugoslawischen Bürgerkrieges ablief. Mehr als 250.000 Serben wurden mit aktiver US-Unterstützung von der kroatischen Armee in einer Blitzaktion aus ihrer angestammten Heimat und ihren Häusern in der Krajina vertrieben. Wer nicht gehen wollte, wurde ermordet. Um von den massiven Verletzungen der Menschenrechte des kroatischen Alliierten abzulenken und um die anderen Mitglieder im Sicherheitsrat von Sanktionen gegen Kroatien abzuhalten, beeilte sich die US-Regierung, den Serben immer ungeheuerlichere Kriegsverbrechen vorzuwerfen.

    Die US-Regierung drängte dem Sicherheitsrat als »geheim« eingestufte Satellitenfotos als »Beweis« auf, schloß also jede unabhängige Prüfung dieser »Beweise« von vornherein aus, wohl wissend, daß sie von keiner Macht der Welt gezwungen werden kann, der Freigabe der Originalfotos zuzustimmen. Damit hat sich die US-Regierung einen gesetzlosen Raum geschaffen, in dem sie Beweise fabrizieren, manipulieren, vorlegen oder vorenthalten kann. Solange ihre Interessen mit denen der US-Regierung nicht in Konflikt geraten, können auch verbündete Regierungen oder Institutionen ein Stück dieser »Freiheit« von Einschränkungen durch internationale und nationale Rechtsnormen genießen.

    Laut »Taz« vom 17. Dezember 1997 wurden alle Srebrenica-relevanten Akten für die nächsten 30 bis 50 Jahre in der New Yorker Uno-Zentrale weggesperrt und dürfen auch dem Den Haager Tribunal nicht vorgelegt werden. Dies geschah auf Verlangen der ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Frankreich und Großbritannien, die sich auf ihre nationalen Geheimschutzbestimmungen für Regierungsdokumente beriefen.

    Welche Rechtfertigung könnte es dafür geben, die Beweise von Verbrechen gegen die Menschheit als geheim einzustufen und für Jahrzehnte aus dem Verkehr zu ziehen?

    Nachdem Slowenien und Kroatien erfolgreich vorgeführt hatten, wie man es macht, strebten auch die bosnisch-muslimischen Nationalisten die staatliche Sezession Bosnien-Herzegowinas von der Bundesrepublik Jugoslawien an. Dabei wurde die muslimische Führung in Sarajevo mit einer ganzen Reihe besonderer Hindernisse konfrontiert. Sie verfügte weder über die Mehrheit der Bevölkerung noch über den größten Teil des Territoriums, noch hatte sie die militärische Macht, diese Nachteile auszugleichen. Die Islamische Partei (SDA) von Präsident Izetbegovic, die in Sarajevo an der Macht war, versuchte, die internationale Öffentlichkeit mit Greuelgeschichten zu mobilisieren. Das wollte anfangs nicht so recht gelingen, denn noch am 17. August 1992 schrieb das US-Magazin »Time«: »Die bosnischen Muslime, kämpfend mit der gleichen Brutalität wie ihre Rivalen, machen sich selbst der Barbarei schuldig und verbreiten übertriebene Horrorgeschichten über die Serben, um Sympathie und Unterstützung zu gewinnen.«

    Zu dieser Zeit hatte sich die politische Führung der Nato-Länder noch nicht entschlossen, auf Seiten Sarajevos einzugreifen. In der Nato wurde ein interner Kampf um die zukünftige Ausrichtung der Atlantischen Allianz ausgetragen. Man stritt sich über die »neuen Aufgaben der Nato« nach der Auflösung des Warschauer Vertrags und dem Zerfall der Sowjetunion. Für jene Kräfte, die außerhalb des ursprünglichen Verantwortungsbereichs der Nato, also »out of area«, und unabhängig von den Vereinten Nationen militärisch präsent sein und notfalls auch militärisch eingreifen wollten, kam der »Hilferuf« der Regierung in Sarajevo gerade zur rechten Zeit. Und als sich erst einmal die Nato-Länder zum militärischen Eingriff gegen Jugoslawien entschlossen hatten, folgten ihnen auch die Medien mit einer unterstützenden Berichterstattung, aus der jegliche frühere Skepsis gegenüber den Manipulationen der bosnischen Muslime verschwunden war. Die Regierung in Sarajevo brauchte in der Folge nur noch Mord und Totschlag zu schreien - und die westlichen Medien verbreiteten noch die haarsträubendsten Geschichten, ungeprüft.

    Im November 1995, als die Anklage wegen Srebrenica gegen die bosnisch-serbischen Führer erhoben wurde, machte ein eisiger Winter die Suche nach den angeblichen Massengräbern unmöglich. Als Tauwetter einsetzte und die US-Regierung immer noch keine schlüssigen Beweise für ein Massaker vorgelegt hatte, begannen das Den Haager Tribunal und sein Chefankläger Richard Goldstone nervös zu werden. Im Januar 1996 erklärte Goldstone, daß »die Exhumierung der Gräber notwendig werden könnte, um die Identität der Leichen festzustellen und um die notwendigen Beweismittel wie Zeitpunkt und Ursachen des Todes zu sichern«.

    Wie glaubwürdig ist der Kronzeuge?

    Im März 1996, kurz vor Beginn der lange erwarteten Grabungen, erschien Drazan Erdemovic auf der Bildfläche. Er wollte, daß Journalisten ihm helfen, als Zeuge vom Den Haager Tribunal gehört zu werden. In einem Interview mit »Le Figaro« behauptete er, er habe in einer serbischen Militäreinheit gedient, die Srebrenica eingenommen hatte. Gewürzt mit ein paar konkreten Informationen erzählte er vage von seiner Teilnahme an Exekutionen in Srebrenica, in denen 7,62-Millimeter-Geschosse verwendet und die Leichen - er sprach von 1.200 - in einem Massengrab am Ort der Exekution verscharrt worden seien.

    Weil Erdemovic vor dem Tribunal aussagte, wurden, da er geständig war, keine materiellen Beweise verlangt, die den Wahrheitsgehalt seiner Aussage bestätigten. Die Diskrepanz zwischen seinen Angaben und den später am genannten Ort gefundenen 150 bis 200 Leichen wurde nie geklärt. Die Öffentlichkeit wurde auch nie darüber informiert, ob es sich dabei um Opfer einer Exekution oder eines bewaffneten Konfliktes gehandelt hat. Die »International Herald Tribune« meinte, Erdemovics Aussage sei »offensichtlich durch Rache« motiviert gewesen.

    Erdemovic aber wurde vom Den Haager Tribunal zum Kronzeugen einer Anhörung auf der Basis von Artikel 61 gegen Karadzic und Mladic gemacht. Anhörungen nach Artikel 61 sind Show-Prozesse: Das Tribunal legt in einer öffentlichen Sitzung von CNN meist weltweit übertragen - seine »Beweise« vor, ohne daß die Verteidigung des Angeklagten das Recht hat, Fragen zu stellen oder gar »Beweise« zu widerlegen.

    Im Frühjahr 1996 begannen schließlich die Grabungen. Nach Monaten der Exhumierung von Massengräbern und des SammeIns und Untersuchens der Leichen jener, die offensichtlich im Kampf gefallen oder auf der Flucht umgekommen waren, bemerkte die britische »Sunday Times« im November 1996: »Von den Tausenden der Männer und Jungen aus der Uno-Schutzzone (Srebrenica), die von bosnischen Serben im Juli 1995 exekutiert wurden, sind nur die Leichen einiger Hundert gefunden worden - weniger als 10 Prozent der 7.000 vermißten Muslime.« Gerichtsmedizinische Details über Todeszeitpunkt, -ursache und -umstände wurden nicht veröffentlicht.

    Im Frühling 1998 berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, daß »nach zwei Jahren (der Suche) mehr als 1.500 Geschoßhülsen im Gebiet gefunden wurden«. Dem Den Haager Kriegsverbrecher-Tribunal fehlen also nicht nur die Tausende Leichen, sondern auch die entsprechende Anzahl von Geschoßhülsen. In weiser Voraussicht hatte Frau Albright deshalb bereits in ihrer »picture show« im UN-Sicherheitsrat die Serben gewarnt: »Wir werden genau beobachten, um zu sehen, ob die bosnischen Serben versuchen werden, die Beweise für das, was sie getan haben, zu beseitigen.«

    »Erklärungen« für den Mangel an Leichen wurden schnell gefunden. Die »Sunday Times« spekulierte, daß die Leichen in hochgiftigem Sodium Hydroxid aufgelöst worden waren, das »von menschlichem Fleisch praktisch keine Spur hinterläßt mit Ausnahme eines Schlamms«. Gleichzeitig wurde von anderer Seite eine weitere »Erklärung« unter die Leute gebracht, die übrigens auch heute wieder für die leeren oder mit toten Tieren gefüllten »Massengräber« im Kosovo herhalten muß: Die Serben wollten die Beweise für den Genozid beseitigen und haben ganz einfach die Leichen ausgegraben und an anderer Stelle verschwinden lassen. Diese Erklärungsvariante hat den Vorteil, daß Bosnien groß ist und man nicht einmal nach Resten von Hydroxid-Schlamm zu suchen braucht.

    Mit dieser Methode gelang es, die kleineren Teile der Öffentlichkeit, die noch nach Beweisen für die Massaker von Srebrenica fragten, immer länger hinzuhalten, Jahr um Jahr. Sie hatte zwar einen Nachteil: Wie sollte man erklären, warum die Serben Tausende von stark verwesten Leichen unter den Augen von US-Beobachtungssatelliten und Aufklärungsflugzeugen ausgraben und fortschaffen konnten, ohne daß es dafür auch nur einen Zeugen geschweige denn eine Satellitenaufnahme gibt? Der Vorteil aber war, daß es Medien, die danach fragen, nicht mehr gibt.

    Aus dem Englischen von Rainer Rupp

    George Pumphrey ist Autor des Buches
    »Ghetto und Gefängnisse.
    Rassismus und Menschenrechte in den USA«
    (Pahl-Rugenstein 1982)

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