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Die bösen Amis verlassen den Irak - die Iraker bitte sie zu bleiben!

Erstellt von Cobra, 20.08.2010, 08:28 Uhr · 109 Antworten · 4.768 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
    26.07.2010
    Beiträge
    41
    Zitat Zitat von dobrinje Beitrag anzeigen
    Der Irakkrieg dauerte mehr als sieben Jahre lang – und man konnte vieles darin sehen: ein Milliardengrab, ein Symbol für die Arroganz des Westens. Aber auch ein Labor für Demokratie, das wichtigste Schlachtfeld im Kampf gegen den Terror, das erste freie Land der arabischen Welt, ein Projekt der Hoffnung für Millionen Iraker, die unter Ex-Diktator Saddam Hussein († 69) gelitten haben.Nun ist der Irak-Krieg, die „Operation Iraqi Freedom“, vorbei, sieben Jahre nachdem US-Truppen am 20. März 2003 Richtung Bagdad stürmten.
    In der Nacht zu Donnerstag verließen die letzten amerikanischen Kampfeinheiten das Zweistromland, ein langer Konvoi gepanzerter Fahrzeuge rollte über die Grenze nach Kuwait.

    Viele Iraker bitten die US-Soldaten zu bleiben!






    Zurück im Irak bleiben 50 000 GIs, die ausbilden und beraten, der irakischen Armee zur Seite stehen sollen.
    Für alle, die diesen Krieg erlebt haben – Soldaten, Diplomaten, Reporter – bleiben die Erinnerungen an all die Menschen, die nicht lebend aus dem Irak zurück gekehrt sind. 4733 tote Soldaten. Die meisten von ihnen zerrissen von heimtückisch verstecken Sprengsätzen. Viele von ihnen im Gefecht gefallen, einige von Terroristen verschleppt und ermordet. Viel zu viele, die sich von Kriegsbildern und Erinnerungen gepeinigt selbst das Leben nahmen.


    WAS HAT DER KRIEG GEBRACHT?
    Für die Buchhalter der Politik bleiben die enormen Kosten zurück, die dieser Krieg den USA aufgebürdet hat. Die niedrigsten Schätzungen liegen bei 740 Milliarden Dollar. Realistischere Rechnungen gehen von einer Summe zwischen einer und drei Billionen Dollar aus.
    Für alle aber bleibt die Frage: „Mission accomplished?“ Was hat dieser Krieg wirklich gebracht? Leben wir heute sicherer, sind die Iraker heute freier nach sieben Jahren des Kampfes? Und: Ist dieser Krieg wirklich schon vorbei?


    Als der ehemalige US-Präsident George W. Bush, der den Einmarsch in den Irak befahl, gefragt wurde, wie die Geschichte über ihn und den Irak-Krieg urteilen werde, antwortete er: „Wir werden dann alle tot sein.“ Ein scheinbar banaler Satz, der die wichtigste Erkenntnis trotzdem perfekt auf den Punkt bringt: Es ist unmöglich, schon heute zu sagen, ob der Krieg im Irak ein Erfolg war. Ob er es wert war, geführt zu werden.


    Seit 2006, als der Irak nur noch ein grausames Bürgerkrieg-Schlachtfeld war, hat sich die Lage immerhin deutlich verbessert!
    DAS LEBEN IST ZURÜCK
    US-General David Petraeus, der die Wende im Irak brachte und heute die Truppen in Afghanistan befehligt, erinnert sich an die dunkelsten Tage in Bagdad: „Es gab drei Autobombenanschläge und 60 Feuerüberfälle jeden Tag. Mehrere Male am Tag explodierte diese Stadt.“ Tausende Zivilisten kamen damals jeden Monat um, im Schnitt fielen drei US-Soldaten jeden Tag. Vermummte al-Qaida-Kämpfer beherrschten die Straßen, die Geschäfte waren meist geschlossen, Bagdad glich einer Geisterstadt.
    Heute ist das Leben in die Städte zurück gekehrt. Die Märkte sind voll mit Menschen und Waren, Kinder gehen wieder zur Schule, die letzten Wahlen verliefen ohne einen großen Anschlag. Im ganzen Land öffneten die Wahllokale pünktlich, Millionen Frauen gaben ihre Stimme ab. Die Zahl der Anschläge ist um mehr als 90 Prozent gefallen. Die mächtigen al-Qaida-Terrorfürsten sind tot oder im Gefängnis.

    Vom 30. September an will Lufthansa wieder Flüge nach Bagdad anbieten – noch vor drei Jahren versuchten Terroristen nahezu täglich, landende Flugzeuge mit Raketen abzuschießen.
    Gut 40 freie Tageszeitungen erscheinen in Bagdad – undenkbar unter dem Terrorregime Saddam Husseins. Im irakischen Parlament wird leidenschaftlich über die Zukunft des Landes gestritten, Oppositionelle verschwinden nicht mehr in den gefürchteten Folterkellern eines blutrünstigen Regimes.


    GEFÄHRLICHER WEG
    Der Irak ist auf dem Weg in die Demokratie. Aber der Weg ist immer noch steil und gefährlich, denn die Kräfte des Terrors haben sich noch nicht geschlagen gegeben!
    • Im Vergleich zu 2008 und 2009 hat sich die Sicherheitslage wieder deutlich verschlechtert. Im Juli 2010 starben 535 Iraker durch Gewalt – der blutigste Monat seit 2008
    • Obwohl bereits Anfang März gewählt wurde, streiten die Parteien im Parlament noch immer über eine neue Regierungskoalition – der Irak schlingert de facto ohne gewählte Regierung dahin
    Auch sieben Jahre nach dem Einmarsch gibt es noch immer kein Gesetz, das die Verteilung des irakischen Öl-Reichtums unter den verschiedenen Volksgruppen (Sunniten, Schiiten, Kurden) regelt. „Im Streit um die Öl-Milliarden liegt das größte Risiko für einen erneuten Bürgerkrieg im Irak“, sagte ein US-Diplomat in Bagdad.
    • Auch sieben Jahre nach dem Sturz Saddams gibt es in der Hauptstadt Bagdad noch immer keine zuverlässige Elektrizitäts- und Trinkwasserversorgung. Strom gibt es nur einige Stunden am Tag. Ein Zustand, den viele Irakis als unerträglich betrachten, weil selbst der Despot Saddam Hussein die Stromversorgung immer sicherstellte.
    Viele hochrangige irakische Militärs glauben nicht daran, dass die irakische Armee ohne Hilfe der amerikanischen Kampfeinheiten für Sicherheit im Land sorgen kann. Der irakische General Babakir Zebari forderte kürzlich von US-Präsident Barack Obama, die Truppen länger als geplant im Land zu lassen. „Es wird noch zehn Jahre dauern, bis wir selber für unsere Sicherheit sorgen können“, meint General Zebari.


    US-Präsident Obama aber will bis 2011 auch die letzten Soldaten nach Hause geholt haben. Es ist eines der wichtigsten Versprechen aus seinem Wahlkampf, mit dem er die Stimmen kriegsmüder Amerikaner gewann.
    Doch in den USA, selbst in Obamas eigener Partei, fordern nun immer mehr einflussreiche Politiker, die Truppen länger im Irak zu lassen, um die Fortschritte der letzten Jahre nicht zu gefährden.
    „Wenn wir Afghanistan verlieren“, schreibt die „New York Times“, „dann verlieren wir bloß Afghanistan. Aber wenn wir den Irak verlieren, dann verlieren wir die ganze Region, den ganzen Mittleren Osten.“ Schon Obamas Vorgänger George W. Bush schrieb sich in die unrühmlichen Seiten der Geschichtsbücher, indem er viel zu früh erklärte: „Mission accomplished!“
    Der Krieg im Irak mag offiziell vorbei sein. Aber der Kampf um eine bessere Zukunft geht weiter. Viele Iraker haben Angst – sie wollen nicht, dass die Amerikaner gehen. Sie sagen „Ami, don't go home!“


    Yeah Juba hat ihnen den Arsch versohlt. :icon_smile:


  2. #42
    Emir
    Ahja, das "Die sind dort um den Menschen zu helfen" das gibts schon lange nicht mehr. In Bosnien sagte Mann "das ist ein internes Problem" aber im Irak waren es "Massenvernichtungswaffen" und dann "dem Volk helfen/Terror bekämpfen" nun wo Irak ohne Regierung da steht will man gehen ....

    Nichts ist umsonst, selbst der Tod kostet dich dein Leben...


    Traurig aber wahr

  3. #43
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.199
    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen
    Ich korrigiere:
    "Du hast rein gar nichts widerlegt!"
    Dann kannst du entweder nicht rechnen oder nicht lesen! Aber OK, die Zahlen gehen über das kleine 1X1 hinaus. Sorry

  4. #44

    Registriert seit
    19.08.2010
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    153
    Zitat Zitat von Emir88 Beitrag anzeigen
    Ahja, das "Die sind dort um den Menschen zu helfen" das gibts schon lange nicht mehr. In Bosnien sagte Mann "das ist ein internes Problem" aber im Irak waren es "Massenvernichtungswaffen" und dann "dem Volk helfen/Terror bekämpfen" nun wo Irak ohne Regierung da steht will man gehen ....

    Nichts ist umsonst, selbst der Tod kostet dich dein Leben...


    Traurig aber wahr

    Hats sowas jemals gegeben?^^ Kein Land der Welt investiert 100e Mrd $ in einen Krieg und riskiert das Leben seiner Soldaten nur um Menschen zu helfen. Das ist mehr eine Begleiterscheinung.

  5. #45
    baklava_soldjah
    die sollen lieber bleiben

  6. #46

    Registriert seit
    19.08.2010
    Beiträge
    153
    Zitat Zitat von Kolo86 Beitrag anzeigen
    die sollen lieber bleiben

    Naja das ist so eine Geschichte

    Aus Irakersicht wäre es besser sie bleiben. Wenn ich aber ein Ami Soldat wäre der es 7 Jahre geschafft hat nicht bei einer Sprengfalle vorbeizufahren oder nicht in den Rücken durch einen Scharfschützen geschossen zu werden, dann würde ich austicken. Ich würd den Befehl verweigern und lieber 1 oder 2 Jahre ins Gefängnis gehen

  7. #47
    Emir
    Zitat Zitat von De_Brcko Beitrag anzeigen
    Hats sowas jemals gegeben?^^ Kein Land der Welt investiert 100e Mrd $ in einen Krieg und riskiert das Leben seiner Soldaten nur um Menschen zu helfen. Das ist mehr eine Begleiterscheinung.
    Das Deutschland z.B 25 Millionen Euro nach Pakistan spendet, das ist schon mal was. Erst wollten die ja knapp 10 Millionen geben bis die jemand aufgeklärt hat, das die Talibanspinner mehr Einfluß bekommen, wenn es so weiter geht. Ahja für alle die ne Quelle haben wollen, TV anmachen und mal News gucken ^^

  8. #48

    Registriert seit
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    153
    Zitat Zitat von Emir88 Beitrag anzeigen
    Das Deutschland z.B 25 Millionen Euro nach Pakistan spendet, das ist schon mal was. Erst wollten die ja knapp 10 Millionen geben bis die jemand aufgeklärt hat, das die Talibanspinner mehr Einfluß bekommen, wenn es so weiter geht. Ahja für alle die ne Quelle haben wollen, TV anmachen und mal News gucken ^^

    Ich bin gespannt wieviel tatsächlich bei den Leuten ankommt. Wieviel für Bürokratiescheiß draufgeht und wieviel in privaten Taschen verschwidnet.

  9. #49
    Kelebek
    Haben die jetzt gewonnen?


  10. #50
    Emir
    Zitat Zitat von De_Brcko Beitrag anzeigen
    Ich bin gespannt wieviel tatsächlich bei den Leuten ankommt. Wieviel für Bürokratiescheiß draufgeht und wieviel in privaten Taschen verschwidnet.
    Ein Hauptgrund wieso viele erst gar nicht Spenden wollen....

    Zitat Zitat von CAPO Beitrag anzeigen
    Haben die jetzt gewonnen?

    Post net so ne Kake, genau wegen diesen Leuten müssen die Moslems leiden... Sobald die Moslem hören kommen solche Bilder den anderen in den Kopf ....

    Sieger sind sie aber eigentlich, da es Sie immernoch gibt und niemand im Iraker jetzt dagegen was tun kann so bleibt den Leuten keine andere Wahl.

    Die Kurden sind die größten Sieger ....

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