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Bosnien und Herzegowina: Frauen warten noch immer auf Gerechtigkeit

Erstellt von John Wayne, 12.09.2009, 16:57 Uhr · 13 Antworten · 1.276 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328

    Bosnien und Herzegowina: Frauen warten noch immer auf Gerechtigkeit

    „Als ich vergewaltigt wurde fühlte ich mich wie tot“

    Über 13 Jahre sind seit dem Krieg in Bosnien und Herzegowina (BiH) vergangen und die Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen oder anderen Formen von sexueller Gewalt wurden, haben immer noch keine Gerechtigkeit erfahren. Als Resultat ihrer Erfahrungen aus dem Krieg, leiden viele Überlebende an physischen und psychischen Folgeproblemen.


    Diese Art von Verbrechen an Frauen fand während des Krieges in massivem Ausmaß statt und das Leiden der Betroffenen geht weiter. Viele der Frauen haben häufig posttraumatische Belastungsstörungen, Alpträume, Depressionen, Angststörungen, sexuelle Störungen, gynäkologische Folgeprobleme, fühlen sich sehr verunsichert, schämen sich oder geben sich selbst die Schuld.

    Tausende dieser Opfer haben zusätzlich Familienangehörige im Krieg verloren. Viele bleiben weiterhin ohne sichere Einnahmen und jeglicher Art von Unterstützung. Viele können als Folge der Vergewaltigungen keiner Arbeit nachgehen, manche können immer noch nicht nach Hause zurückkehren, weil sie um ihre Sicherheit fürchten müssen und leben aufgrund der Stigmatisierung von Opfern sexueller Gewalt am Rande der Gesellschaft.

    AI bemängelt, dass diese Frauen keinen Zugang zur Justiz haben. Viele der Täter sind nicht angeklagt worden, sind oft Menschen in Machtpositionen und leben in den gleichen Gemeinden, wie die Opfer. Nur sehr wenige haben sich vor internationalen oder inländischen Gerichten verantworten müssen. Viele Opfer sind nicht als solche anerkannt worden, dadurch haben sie keinen Anspruch auf Entschädigung.
    In der Serbischen Republik hat das Gesetz zum Schutz von Kriegsopfern verlangt, dass Anträge bis 31.01.2007 registriert werden. Viele der Opfer mit denen Amnesty International gesprochen hat sind zu traumatisiert gewesen, um Ansprüche fristgerecht zu erheben. Viele andere haben nichts von diesem Gesetz oder der Anmeldefrist gewusst oder konnten die benötigten medizinischen Dokumente nicht gesammelt vorweisen. Als Resultat der Frist sind alle Ansprüche auf Entschädigung (inklusive deren von Vergewaltigungsopfern), die nach dem 31. Jänner eingelangt sind, automatisch abgelehnt worden. Die mit diesen Anträgen betrauten Behörden haben auch behauptet, dass sie keine Aufzeichnungen über die Anzahl der Frauen hätten, deren Anträge positiv beurteilt wurden und die deshalb auch soziale Unterstützung erhielten.
    In der Föderation Bosnien und Herzegowina haben die Behörden eine NGO mit der Aufgabe betraut die ersten Interviews mit den Opfern, die den Status von Kriegsopfern beantragen wollen, zu machen. Diese NGO hat keinen Psychologen beschäftigt, der als Hilfe und als Unterstützung bei den Aussagen der Opfer dienen kann. Die Interviews finden in Gegenwart vieler Menschen statt, was den Stress der Opfer unnötig vergrößert. Unbefriedigend ist auch die Tatsache, dass die einzige Instanz, an die man sich mit Beschwerden wenden kann, diese NGO selbst ist. AI glaubt, dass diese Prozedur nicht den Bedürfnissen dieser Frauen in einer so heiklen Situation gerecht wird und zu einer weiteren Traumatisierung führen kann. Frauen können davon abgeschreckt werden, Anspruch zu erheben, um eine Entschädigung erteilt zu bekommen. Nur 500 Frauen in der Föderation Bosnien und Herzegowina erhielten ab Dezember 2008 Sozialhilfe.



    Die Regierung hat auch versagt diesen Frauen den bestmöglichen Standard an psychologischer Unterstützung zu ermöglichen. Ein Repräsentant einer NGO hat Amnesty erzählt dass 90 % der Vergewaltigungsopfer keine Form von psychologischer Unterstützung erhalten.


    „Keiner hört uns zu und keinen kümmert es“

    Die Stigmatisierung der Opfer ist ebenfalls ein enormes Problem. Es finden keine offenen Gespräche zu diesem Thema statt und viele trauen sich gar nicht zu erzählen, was passiert ist. Viele Frauen haben AI anvertraut, dass sich ihre Männer von ihnen getrennt haben nachdem sie erfahren hatten, dass sie vergewaltigt worden sind. Andere haben psychologische und physische Gewalt von ihren Männern erfahren, da diese ihnen die Schuld für die Vergewaltigung gaben.
    In einem kommenden Bericht wird Amnesty das Versagen der Behörden in Bosnien und Herzegowina im Umgang mit dem Schutz und der Erfüllung der Gerechtigkeit von Opfern sexueller Gewalt erläutern.
    Helfen Sie mit.

    Bitte schicken Sie die beiden Musterbriefe an die zuständigen Stellen. Bitte fügen Sie beim Brief an den Obersten Repräsentanten eine Kopie des ersten Schreibens hinzu. (Drucken Sie aazu die erste Seite 2x aus.)
    Musterbriefe zum Runterladen




    M., eine 53-jährige bosnische Kroatin wurde von einem Angehörigen der Armee der bosnischen Serben vergewaltigt. Sie leidet an vielen physischen und psychischen Folgen. Sie lebt mit ihren Eltern in extrem armen Verhältnissen (Die Familie bekommt 25 Euro Sozialhilfe). M. lebt in der Serbischen Republik und hat nichts vom Gesetz zum Schutz der Kriegsopfer gewusst. Sie hat sich dementsprechend nicht innerhalb der Frist (bis 31. Januar) registrieren können und bekommt deswegen keine finanzielle Unterstützung.




    Sabina wurde als 13-jährige 2 Monate als Sexsklavin in Gefangenschaft gehalten - in einem Apartment in Visigrad. Soldaten haben sie mehrmals vergewaltigt. Tausende Frauen und Mädchen sind während des Krieges 1992-95 vergewaltigt worden. Bis zum heutigen Tag sind nur 9 Männer diesbezüglich verurteilt worden.


    Bosnien und Herzegowina: Frauen warten noch immer auf Gerechtigkeit



  2. #2
    McChevap


    Dort sieht man wie Vergewaltiger immer noch in einer Firma arbeiten wo sie Frauen vergewaltigten.

    Da bog da krepali. Solche Männer, die so etwas tun, sollte man hinrichten, egal welcher Ethnie.

  3. #3
    Cvrcak
    Wenn man einen Serben in Kroatien beleidigt oder eine Statue zerstoert, wird gleich Weltweit gejammert, doch bei solchen faellen schweigt man gerne.

  4. #4

    Registriert seit
    09.07.2008
    Beiträge
    689
    Gleich heist es doch alle haben das so gemacht und jeder hat schuld auf sich geladen usw

  5. #5
    Avatar von Subasic

    Registriert seit
    02.04.2009
    Beiträge
    1.174
    Gibt es in Kozarac nur moslems ?? Wie viel prozent?

  6. #6
    Avatar von Duušer

    Registriert seit
    20.05.2009
    Beiträge
    4.820
    Meiner Meinung nach sollte ein Killerkommadno alle diese ekelhaften frauenvergewaltiger einfangen, ihnen die Eier und den Schwanz abhacken und in eine Gummizelle stecken wo sie ein Stück vertrocknetes Brot und nen Schluck Wasser 1 mal wöchentlich kriegen. Schläge jeden Tag inklusive. Grausam wäre es aber die verdienen nicht anders. Ich würde ohne zu zögern zu soner Organisation beitreten und diese verfluchten Wixer alle eintüten.

  7. #7
    Emir

  8. #8
    McChevap
    Zitat Zitat von Begović Beitrag anzeigen
    Gibt es in Kozarac nur moslems ?? Wie viel prozent?
    Vor dem Bosnienkrieg waren die meisten Einwohner Bosniaken. Kozarac war die erste größere Ortschaft in der Republika Srpska, wo das Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr durchgesetzt wurde. Mittlerweile ist der Ort wieder größtenteils von Bosniaken bewohnt.
    Zum Zeitpunkt der Volkszählung 1991 hatte Kozarac 8.028 Einwohner. Davon waren 7.334 (91,36%) Bosniaken, 385 (4,80%) Serben, 89 (1,11%) Kroaten, 114 (1,42%) Jugoslawen und 106 (1,32%) mit einer anderen Nationalität, unter ihnen auch Roma[1].
    Die oft zitierte Einwohnerzahl von 27.000 bezieht sich auf das Gebiet der 1963 aufgelösten Gemeinde Kozarac, die noch weitere Orte wie z.B. Kozaruša umfasste.[2]

  9. #9
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    64.179
    Wieviele Minuten werden wohl vergehen bis Vatrena mit einem Dokument in Kyrilisch auftaucht, welches belegt das es keine Vergewaltigungen gab und wenn das mindestens genauso viele serbische Frauen vergewaltigt wurden?

  10. #10
    Emir
    Abwarten bis die ersten mit

    "Wir waren die Opfer und nicht Ihr" kommen .... oder "Frauen werden in Bosnien unterdrückt" (unlogisch aber cedohaft halt)


    Schlimm sowas sehr sehr schlimm .... Egal von welcher Seite für mich sollten die Lebenslang in den Knast wandern!!!!

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