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Bosnien: Kampf der Kulturen unter Moslems

Erstellt von MiloTheHero, 09.12.2006, 03:27 Uhr · 4 Antworten · 769 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    08.09.2005
    Beiträge
    857

    Bosnien: Kampf der Kulturen unter Moslems

    Balkan. Islamisten gewinnen in Bosnien an Einfluss, moderate Moslems wehren sich.

    SARAJEWO. In Bosnien hat sich der Ton im Konflikt zwischen den Vertretern des traditionellen bosnischen Islam und den Islamisten verschärft. Auslöser: Eine Bemerkung des Islamistenführers Abu Hamza. Die bosnischen Muslime seien "Kommunisten und damit gar keine richtigen Muslime", meinte Abu Hamza und löste damit einen Sturm der Entrüstung aus. Wichtige Vertreter des bosnischen Islam forderten im Gegenzug, dem Treiben der von Saudiarabien finanzierten Radikalen in Bosnien ein Ende zu setzen. Mustafa Ceric, der Reis-al-Ulema und damit die höchste Instanz des bosnischen Islam, versuchte zwar, den Konflikt abzumildern, nachdem Abu Hamza sich entschuldigt hatte. Doch die Diskussion scheint nicht mehr zu stoppen. Zu viel Zündstoff hat sich angesammelt.

    Die Muslime oder Bosniaken, die größte Bevölkerungsgruppe Bosniens, verstehen sich als Europäer. Sie definieren den bosnischen Islam als europäischen Islam, der die Trennung von Staat und Religion anerkennt und für eine demokratische und multireligiöse Gesellschaft eintritt. Das wird nun durch die Aktivitäten der Islamisten gefährdet.

    Manche Vertreter des bosnischen Islam sehen die größte Gefahr für ihre Volksgruppe mittlerweile sogar in den islamistischen Aktivitäten und reden von einem "Kampf der Kulturen" unter den Muslimen. Die Zeitung Oslobodjenje vergleicht die Islamisten sogar mit Serben-Führer Radovan Karadzic, dem Hauptgegner der bosnischen Muslime während des Krieges: Die Radikalen lehnten Toleranz und Demokratie ab und verhielten sich damit nicht anders als Karadzic. Der Wahhabismus - die extreme saudische Spielart des Islam - habe in Bosnien Fuß gefasst, warnt die kritische Zeitung.

    Schon während des Krieges 1992 bis 1995 kamen einige hundert Islamisten nach Bosnien, um an der Seite der Muslime zu kämpfen. Nach dem Krieg finanzierte Saudiarabien über 100 Moscheen und Gemeindezentren im ganzen Land. Die Islamisten gehen geschickt vor. Sie helfen den Ärmsten, bieten Computerkurse an, vermitteln gerade für bedürftige Studenten Stipendien an arabische Universitäten und versuchen so, Jugendliche für ihre Ideologie zu rekrutieren.

    Diese Strategie trägt Früchte. Einige tausend junge Leute haben sich nach Schätzungen der radikalen Bewegung angeschlossen. Sie versuchen die Strukturen des traditionellen Islam zu unterwandern. Frauen sollen wieder Schleier tragen. In der Umgebung Sarajewos gingen im Sommer selbst ernannte "Religionspolizisten" sogar gegen Liebespaare vor.

    Seit dem 11. September 2001 versuchen vor allem die USA die Aktivitäten der Islamisten in Bosnien einzuschränken. Doch viele der Maßnahmen kommen nach Ansicht der Kritiker zu spät. Die islamische Gemeinschaft Bosnien und Herzegowinas hätte viel früher reagieren müssen, erklärt der Sozialwissenschaftler Esad Bajtal. Die islamische Gemeinschaft selbst habe sich zu lange von den Saudis finanzieren lassen.

    http://www.diepresse.com/Artikel.asp...rt=a&id=604046

  2. #2
    Avatar von Monte-Grobar

    Registriert seit
    16.06.2005
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    4.906
    Das haben die jetzt von ihrer ''Hilfskraft''

  3. #3
    Avatar von Velez

    Registriert seit
    08.04.2006
    Beiträge
    8.514

    Re: Bosnien: Kampf der Kulturen unter Moslems

    Zitat Zitat von KingMilo
    Balkan. Islamisten gewinnen in Bosnien an Einfluss, moderate Moslems wehren sich.

    SARAJEWO. In Bosnien hat sich der Ton im Konflikt zwischen den Vertretern des traditionellen bosnischen Islam und den Islamisten verschärft. Auslöser: Eine Bemerkung des Islamistenführers Abu Hamza. Die bosnischen Muslime seien "Kommunisten und damit gar keine richtigen Muslime", meinte Abu Hamza und löste damit einen Sturm der Entrüstung aus. Wichtige Vertreter des bosnischen Islam forderten im Gegenzug, dem Treiben der von Saudiarabien finanzierten Radikalen in Bosnien ein Ende zu setzen. Mustafa Ceric, der Reis-al-Ulema und damit die höchste Instanz des bosnischen Islam, versuchte zwar, den Konflikt abzumildern, nachdem Abu Hamza sich entschuldigt hatte. Doch die Diskussion scheint nicht mehr zu stoppen. Zu viel Zündstoff hat sich angesammelt.

    Die Muslime oder Bosniaken, die größte Bevölkerungsgruppe Bosniens, verstehen sich als Europäer. Sie definieren den bosnischen Islam als europäischen Islam, der die Trennung von Staat und Religion anerkennt und für eine demokratische und multireligiöse Gesellschaft eintritt. Das wird nun durch die Aktivitäten der Islamisten gefährdet.

    Manche Vertreter des bosnischen Islam sehen die größte Gefahr für ihre Volksgruppe mittlerweile sogar in den islamistischen Aktivitäten und reden von einem "Kampf der Kulturen" unter den Muslimen. Die Zeitung Oslobodjenje vergleicht die Islamisten sogar mit Serben-Führer Radovan Karadzic, dem Hauptgegner der bosnischen Muslime während des Krieges: Die Radikalen lehnten Toleranz und Demokratie ab und verhielten sich damit nicht anders als Karadzic. Der Wahhabismus - die extreme saudische Spielart des Islam - habe in Bosnien Fuß gefasst, warnt die kritische Zeitung.

    Schon während des Krieges 1992 bis 1995 kamen einige hundert Islamisten nach Bosnien, um an der Seite der Muslime zu kämpfen. Nach dem Krieg finanzierte Saudiarabien über 100 Moscheen und Gemeindezentren im ganzen Land. Die Islamisten gehen geschickt vor. Sie helfen den Ärmsten, bieten Computerkurse an, vermitteln gerade für bedürftige Studenten Stipendien an arabische Universitäten und versuchen so, Jugendliche für ihre Ideologie zu rekrutieren.

    Diese Strategie trägt Früchte. Einige tausend junge Leute haben sich nach Schätzungen der radikalen Bewegung angeschlossen. Sie versuchen die Strukturen des traditionellen Islam zu unterwandern. Frauen sollen wieder Schleier tragen. In der Umgebung Sarajewos gingen im Sommer selbst ernannte "Religionspolizisten" sogar gegen Liebespaare vor.

    Seit dem 11. September 2001 versuchen vor allem die USA die Aktivitäten der Islamisten in Bosnien einzuschränken. Doch viele der Maßnahmen kommen nach Ansicht der Kritiker zu spät. Die islamische Gemeinschaft Bosnien und Herzegowinas hätte viel früher reagieren müssen, erklärt der Sozialwissenschaftler Esad Bajtal. Die islamische Gemeinschaft selbst habe sich zu lange von den Saudis finanzieren lassen.

    http://www.diepresse.com/Artikel.asp...rt=a&id=604046
    bolje vako jebes evropu

  4. #4
    Avatar von Monte-Grobar

    Registriert seit
    16.06.2005
    Beiträge
    4.906
    Bist wohl ein hardcore Arab-Mudzahedin? 8)

  5. #5
    IbishKajtazi
    scheiss mudzahedine alle abschieben die haben im zivilisierten europa nix zu suchen

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