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Bosnischer NPD-Politiker aus Trierer Stadtrat geworfen

Erstellt von Schiptar, 23.09.2011, 13:11 Uhr · 52 Antworten · 5.602 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Absoluter Quatsch. Sisak liegt nicht in Serbien. Serbien war auch die ganze Besatzungszeit über relativ ruhig -- im Vergleich zu BiH und Kroatien.


    Na und, dafür haben serbische Kollaborateure unter Nedić, dem Faschisten Ljotić und dem Tschetnik Pećanac den Nazis dabei geholfen, die Partisanen zu bekämpfen. Im historischen Museum von Smederevo hängen an der Wand vergrößerte Kopien von deutschen Militärdokumenten, in denen es genau darum geht...
    1945 haben sich Tschetniks sogar gemeinsam mit den Ustaše, slowenischen Domobranci und russischen Kosaken, den Nazis folgend, nach Österreich abgesetzt.
    Fazit: SS & Ostfront hin oder her, es gab serbische Faschisten und sonstige Kollaborateure, die für die Nazis gekämpft haben.


    Die serbische Gesellschaft hat selbst ein enormes rechtes Problem, egal ob im Namen von Hitler und der Herrenrasse oder im Namen von König, Gott und Vaterland. Isto sranje, drugo pakovanje...
    Was er versucht auszudrücken, dass in Serbien die Nazis nicht so willkommen geheißen wurden, wie in Agram. Dir sollte ein Sprichwort bekannt sein " für ein toten Deutschen werden 100 Serben exekutiert" ich denke dass verdeutlich ein wenig unsere Haltung gegenüber den Nazis zu der Zeit.

  2. #52
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Hercegovac Beitrag anzeigen
    Das muss gar nix heissen, denn du hast heute in Kroatien ein Haufen Leute mit Nachnamen Milosevic, Popovic, Vukojevic, Petrovic und das sollen Kroaten sein ?
    Aber wie sieht's mit der Verteilung aus? Wo leben mehr Leute mit dem Nachnamen Šešelj, in Kroatien oder Serbien?
    Vladan Batić zufolge scheint es in Kroatien damals allerlei rechte und extrem rechte kroatische Politiker mit dem Namen Šešelj gegeben zu haben -- das waren dann wohl nicht unbedingt Angehörige der serbischen Minderheit!
    Davon mal abgesehen würde ich den Redebeitrag von Batić nicht 100% ernst nehmen. Ihm ging's ja wohl hauptsächlich darum, Šešelj mit seiner "Ich bin der einzig wahre Serbe"-Nummer ans Bein zu pissen...

  3. #53
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Hercegovac Beitrag anzeigen
    Was er versucht auszudrücken, dass in Serbien die Nazis nicht so willkommen geheißen wurden, wie in Agram. Dir sollte ein Sprichwort bekannt sein " für ein toten Deutschen werden 100 Serben exekutiert" ich denke dass verdeutlich ein wenig unsere Haltung gegenüber den Nazis zu der Zeit.
    Das sagt zunächst erst mal etwas über den Status Serbiens als besetztem Feindstaat aus, während Kroatien inkl. BiH als pseudo-unabhängiger Verbündeter betrachtet wurde.
    Dass man als Serbe damals weniger Gründe hatte, die Zerschlagung Jugoslawiens durch die Achsenmächte zu begrüßen, als das bei manchem Kroaten der Fall war, liegt an der besonderen Situation innerhalb Jugoslawiens zwischen 1918 und 1941. Die Serben profitierten insgesamt von ihrer hegemonialen Stellung innerhalb des lange Zeit stark zentralistisch ausgerichteten Jugoslawiens, viele Kroaten wollten mehr Autonomie... Das heißt jetzt natürlich nicht, dass die Unterstützung der NDH durch viele Kroaten zu rechtfertigen war, sondern dass die Serben nationale Gründe hatten, gegen die Nazideutschen zu sein, und nicht etwa, weil sie so tolle Demokraten gewesen wären.

    Davon aber einmal abgesehen findest du in Europa während dem 2. Weltkrieg praktisch überall Leute, die aus eigennützigen Motiven oder einer wie auch immer gearteten rechten, antikommunistischen Gesinnung heraus bereit waren, mit den Nazis gemeinsame Sache zu machen -- auch in besetzten Ländern wie Frankreich, Belgien und Serbien, auch in Ländern, in denen die Nazis mit der Bevölkerung aus politischen bzw. rassistischen Gründen besonders rücksichtslos umsprangen.

    Auch in Serbien haben sich die Deutschen bei Geiselerschießungen anfangs bemüht, "nur" Juden, Roma oder gefangene politische Gegner (Kommunisten usw.) zu töten. Und wenn sie als Repressalien für Widerstandsaktionen Geiseln erschossen haben, fanden sich auch in der Regel serbische Kollaborateure (Ljotićevci), die ihnen bei der Exekution ihrer eigenen Landsleute halfen.

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