BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 7 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 67

BOTSCHAFTER SORGT FÜR AUFREGUNG

Erstellt von skenderbegi, 12.04.2007, 13:24 Uhr · 66 Antworten · 2.686 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090

    Idee BOTSCHAFTER SORGT FÜR AUFREGUNG

    Kosovo: Botschafter sorgt für Aufregung
    Der deutsche Botschafter in Serbien hat mit Bemerkungen zur serbischen Provinz Kosovo für Aufruhr in Belgrad gesorgt. Er bezeichnete die Position der serbischen Behörden als "nicht zutreffend".

    Andreas Zobel soll am gestrigen Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion erklärt haben, dass das Beharren Belgrads auf dem Kosovo als Bestandteil Serbiens das Land destabilisieren würde. Es könnte dann genauso die Frage der nördlichen Provinz Vojvodina, die ebenfalls „neu“ in Serbien sei, „angeschnitten werden“, sagte Zobel laut Medienberichten.
    Der deutsche Botschafter bezeichnete den Berichten zufolge die Position der serbischen Behörden als „nicht zutreffend“, dass die UNO-verwaltete südserbische Provinz Kosovo seit jeher zu Serbien gehöre. Der Kosovo sei „nach langer Zeit“ im Jahr 1912 zum Bestandteil Serbiens geworden, die Vojvodina im Jahre 1918 (offiziell ab 1920, dem Friedensvertrag von Trianon mit Ungarn, Anm.)

    Würde Serbien darauf beharren, dass der Kosovo immer sein Bestandteil gewesen sei, könnte sich Ungarn auf dieselbe Weise im Hinblick auf die Vojvodina verhalten, wurde der Botschafter von den Medien zitiert.

    Aus dem Kabinett von Ministerpräsident Vojislav Kostunica erfolgte prompt eine Reaktion. Die Regierung werde die Erklärung des Botschafters bei der Sitzung am Donnerstag besprechen, kündigte Regierungssprecher Srdjan Djuric an.

    Wegen des Kosovo hatte das Kabinett Kostunica im Vorjahr wiederholt Wortduelle mit dem UNO-Vermittler Martti Ahtisaari ausgetragen. Belgrad widersetzt sich der von Ahtisaari dem Weltsicherheitsrat vorgeschlagenen, international überwachten Unabhängigkeit der Provinz, wäre aber bereit, dem Kosovo eine „substanzielle Autonomie“ zu gewähren. Allerdings haben die serbischen Behörden nie klar präzisiert, was genau darunter zu verstehen ist.

    http://www.vol.at/news/welt/artikel/...70412-12085840

    ein guter schachzug des deutschen botschafter........
    dieses ansprechen auf das beharren und geschichtlicher irreführung seitens serbien ist zu begrüssen.
    es zeigt auch das wie der botschafter schon sagt das kosova schlussendlich durch die grossmächte europas 1912 serbien zugesprochen wurde.
    und aus der geschichte wissen wir das die grossen europas früher so regiert und ihre beute geteilt haben .
    den was die amis die letzten 50 jahre an macht zu sich gerisssen haben herrschten früher die europäischen staaten es wird oft vergessen das der "alte kontinent" ein "grossplayer" der weltgeschichte war.

    doch durch den 2.wk. bezw. mit diesem haben sich die mächtigen vier deutschland,england,italien,frankreich gegenseitig viele brücken zum stürzen gebracht.

    daher kommt auch das trotz grossem willen die EU so schwach ist ,weil die jeweiligen länder vorallem ihre ur-eigenen zum teil veralteten ziele&ideen verfolgen ......

    natürlich und zum glück gibt es fortschritte in einigen fragen aber da die länder in der eu mit sich selbst beschäftigt sind kann auch keine gemeinsame idee/strategie oder gar vision ins auge gefasst geschweige denn in bewegung gebracht....
    ich spreche nicht nur wirtschafts-fragen an....

  2. #2

    Registriert seit
    25.12.2006
    Beiträge
    1.626
    Daran sieht man das ein Land nicht von Idioten geführt werden kann. Aber die Idioten kommen ja nicht von irgendwo her. Irgendwelche ... müssen diese Idioten a la Kostunica, ja an die Macht gewählt haben.

  3. #3

    Registriert seit
    04.04.2007
    Beiträge
    104

  4. #4
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    Kosovo: Botschafter sorgt für Aufregung

    Würde Serbien darauf beharren, dass der Kosovo immer sein Bestandteil gewesen sei, könnte sich Ungarn auf dieselbe Weise im Hinblick auf die Vojvodina verhalten, wurde der Botschafter von den Medien zitiert.


    http://www.vol.at/news/welt/artikel/...70412-12085840

    ein guter schachzug des deutschen botschafter........
    dieses ansprechen auf das beharren und geschichtlicher irreführung seitens serbien ist zu begrüssen.
    es zeigt auch das wie der botschafter schon sagt das kosova schlussendlich durch die grossmächte europas 1912 serbien zugesprochen wurde.
    und aus der geschichte wissen wir das die grossen europas früher so regiert und ihre beute geteilt haben .
    den was die amis die letzten 50 jahre an macht zu sich gerisssen haben herrschten früher die europäischen staaten es wird oft vergessen das der "alte kontinent" ein "grossplayer" der weltgeschichte war.

    doch durch den 2.wk. bezw. mit diesem haben sich die mächtigen vier deutschland,england,italien,frankreich gegenseitig viele brücken zum stürzen gebracht.

    daher kommt auch das trotz grossem willen die EU so schwach ist ,weil die jeweiligen länder vorallem ihre ur-eigenen zum teil veralteten ziele&ideen verfolgen ......

    natürlich und zum glück gibt es fortschritte in einigen fragen aber da die länder in der eu mit sich selbst beschäftigt sind kann auch keine gemeinsame idee/strategie oder gar vision ins auge gefasst geschweige denn in bewegung gebracht....
    ich spreche nicht nur wirtschafts-fragen an....

    Transatlantische Beziehungen

    Exotische Europäer

    Von Matthias Rüb





    Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind verbesserungswürdig
    12. April 2007
    Es war vor gut drei Monaten, als die für Europa zuständigen Beamten im State Department ein Loblied nach dem anderen auf den Zustand der amerikanisch-europäischen Beziehungen sangen. Der Europa-Abteilungsleiter Dan Fried und sein Stellvertreter Kurt Volker luden zu Hintergrundgesprächen ein, erklärten den schweren transatlantischen Streit wegen des Irak-Kriegs für überwunden, erinnerten an die gemeinsamen Bemühungen um einen Frieden in Palästina, die Befriedung des Libanon, eine Lösung der Kosovo-Statusfrage, ein Ende des iranischen Atomprogramms und äußerten freudige Erwartung auf die deutsche Parallelpräsidentschaft in EU und G 8. Zudem hoben sie hervor, dass es auch zu Zeiten der schrillsten Missklänge in Sachen Irak „auf der Arbeitsebene“ stets gute und professionelle Beziehungen mit den Partnern, zumal mit Deutschland, gegeben habe.


    Entsetzen über geostrategischen Analphabetismus


    Die zuversichtlichen Zustandsbeschreibungen waren gewiss vom Zweckoptimismus geprägt, der zum diplomatischen Handwerk gehört, aber noch mehr von der paradoxen Erleichterung, dass sich mit Blick auf den Irak jetzt wieder alle einig sind: Es steht schlecht um das Zweistromland, aber die Sache mit der Demokratisierung oder wenigstens Stabilisierung aufzugeben und sämtliche Koalitionstruppen überstürzt abzuziehen, würde alles nur schlimmer machen. Doch so, wie der „Konsens“ zum Irak gleichsam bloß ein negativer ist, so erwies sich das Fundament der transatlantischen Wiederannäherung als äußerst brüchig.



    Javier Solana: Vor allem wegen einer Verstimmung Moskaus besorgt
    Die gleichen Beamten im State Department machen heute aus ihrem Entsetzen über den geostrategischen Analphabetismus der kontinentaleuropäischen Mittelmächte und über das verzerrte Amerika-Bild der meisten Europäer kein Hehl. Hinzu kommt, dass die Feiern zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge nicht verdecken konnten, dass es derzeit in Europa keine starken politischen Führer mit einer glaubhaften Vision von der künftigen Rolle der EU in der Welt und deren Beziehung zu den Vereinigten Staaten gibt: Frankreich und Großbritannien warten auf die Ablösung abgenutzter Führungsgestalten; in Deutschland und Italien sind die Regierungschefs „Gefangene“ von heterogenen oder schwachen Koalitionen; der EU-Außenbeauftragte Solana preist fortgesetzt die „fast perfekten“ transatlantischen Beziehungen, ist bei der Debatte um die Raketenabwehr aber vor allem wegen einer möglichen Verstimmung Moskaus besorgt - nicht Washingtons.


    Differenzen über Saddam Husseins Hinrichtung


    Zu Jahresbeginn zeigten schon die Reaktionen auf die Hinrichtung Saddam Husseins, wie unterschiedlich die Weltbilder von Amerikanern und Europäern bleiben. Die Regierung in Washington ließ wissen, man habe die Entscheidung der Justiz eines souveränen Staates zu akzeptieren; zudem habe ein Völkermörder vom Schlage Saddam Husseins gewiss die Todesstrafe verdient.



    Streitpunkt: Saddam Husseins Hinrichtung
    Auch in der amerikanischen Öffentlichkeit gab es keinen Aufschrei des Entsetzens wegen der Hinrichtung Saddams, der den Tod von bis zu einer Million Irakern direkt verschuldete - zumal mittels Krieg gegen Iran und Völkermord gegen Kurden und Schiiten im eigenen Land. In Europa dagegen verurteilten die Regierungen einhellig die Hinrichtung, und in Umfragen zeigten sich die meisten Europäer angewidert von der „barbarischen Exekution“ und bekräftigten ihre allgemeine Ablehnung der Todesstrafe.


    „Eine Art dreckspeiendes Umweltungeheuer“


    In der Debatte über den Klimawandel haben es selbst duldsame Beamte des State Department wie Volker mittlerweile satt, dass die Vereinigten Staaten in Europa „als eine Art qualmendes, dreckspeiendes Umweltungeheuer betrachtet werden, das sich um nichts kümmert und nichts tut“. Denn das sei „schlicht falsch: Wir kümmern uns sehr um den Klimawandel, um die Umwelt und um Treibhausgase, und wir tun eine Menge.“



    Illegal entsorgte Autowracks vor der Freiheitsstatue
    Nach den Zahlen der Internationalen Energiebehörde (IEA) habe der Anstieg der Kohlendioxidemissionen in den Vereinigten Staaten zwischen 2000 und 2004 bei 1,7 Prozent gelegen, in den Staaten der EU aber im Durchschnitt bei fünf Prozent - und das bei einem wesentlich niedrigeren Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum als in den Vereinigten Staaten.


    Dass die Vereinigten Staaten das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet haben - übrigens auch Australien und Südkorea nicht, während die „Entwicklungsländer“ China und Indien ihre rasch wachsenden Emissionen selbst nach Kyoto-Regularien ungebremst steigern dürfen -, bedeute gerade nicht, dass die Amerikaner nichts für den Schutz der Umwelt täten. Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Produzent von Biokraftstoffen wie Äthanol, noch vor Brasilien und den Europäern.


    Empfindlich dünner Geduldsfaden



    Für den Afghanistan-Einsatz fordern die Amerikaner mehr Unterstützung
    Auch bei der Debatte mit den europäischen Nato-Verbündeten über Afghanistan ist der Geduldsfaden in Washington inzwischen empfindlich dünn. Denn selbst bei dem von den Europäern - im Gegensatz zum amerikanisch geführten Einmarsch im Irak - als „richtig“ betrachteten Krieg gegen die wiedererstarkten Taliban ist es aus Sicht Washingtons mit der europäischen Bündnissolidarität nicht weit her.


    Lautstark sekundiert wird Washington bei der Forderung nach mehr europäischer Hilfe übrigens von Ottawa. Gerade im friedliebenden Kanada sieht man es nicht ein, warum die kanadischen Truppen im unruhigen Süden einen extrem hohen Blutzoll entrichten müssen, während sich etwa die niederländischen oder deutschen Bündnispartner hinter den Einsatzbeschränkungen ihrer Parlamente und im weniger gefährlichen Norden Afghanistans verschanzen.


    Besserwisserische Belehrungen sorgen für Unmut



    Debatte um die Raketenabwehr: Unverhohlene Verwunderung
    Derzeit sind 27.000 amerikanische Soldaten in Afghanistan im Einsatz - so viel wie noch nie seit Beginn des Krieges im Oktober 2001 -, um sich der befürchteten Frühjahrsoffensive von Taliban und Al Qaida entgegenzustemmen. „Wenn die Befehlshaber an Ort und Stelle zu unseren Bündnispartnern sagen: ,Wir brauchen mehr Hilfe!', dann müssen die Nato-Staaten diese leisten, wenn unsere Mission erfolgreich sein soll“, sagte Präsident George W. Bush dieser Tage.


    Vollends ungehalten ist man in Washington über besserwisserische Belehrungen aus europäischen Hauptstädten, wonach man am Hindukusch „nicht allein mit militärischen Mitteln“ obsiegen könne. Denn dahinter steckt oft genug die Unterstellung, die „schießwütigen“ Amerikaner (und Kanadier?) zerstörten wieder, was die europäischen Aufbauhelfer in Uniform soeben errichtet haben. Washington hat bisher 14 Milliarden Dollar für den Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte und für den Wiederaufbau in Afghanistan ausgegeben, in den kommenden zwei Jahren soll die Hilfe auf 10,6 Milliarden Dollar aufgestockt werden.


    Deutschland ein hoffnungsloser Fall?




    Er empfiehlt den Deutschen mit einem sichtbaren Anflug von Verzweiflung, darüber nachzudenken, „wie sicher sie sich fühlen würden in einer bilateralen Sicherheitsbeziehung zu Iran, okay?“. Fried erinnerte an die Spätzeit des Kalten Krieges, als Deutschland und Berlin geteilt gewesen seien - und dennoch Hunderttausende Deutsche nicht nur gegen die Pershing-Raketen, sondern „regelmäßig gegen die amerikanische Militärpräsenz demonstriert haben“.


    Dass nach dem friedlichen Ende des Kalten Krieges, im Zeitalter des internationalen Terrorismus und der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen das wiedervereinigte Deutschland die gleichen antiamerikanischen Reflexe hervorbringt wie vor einem Vierteljahrhundert, macht für Washington das größte Land der EU und der Nato fast schon zum hoffnungslosen Fall für eine ernsthafte geostrategische Debatte, geschweige denn eine Zusammenarbeit.

    Text: F.A.Z.
    Bildmaterial: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa/dpaweb, picture-alliance/ dpa, REUTERS

    sehr interessanter artikel....
    und da sind durchaus paar paralellen zuerkennen zu meinem vorherigen posting....

  5. #5
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    Transatlantische Beziehungen

    Exotische Europäer

    Von Matthias Rüb





    Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind verbesserungswürdig
    12. April 2007
    Es war vor gut drei Monaten, als die für Europa zuständigen Beamten im State Department ein Loblied nach dem anderen auf den Zustand der amerikanisch-europäischen Beziehungen sangen. Der Europa-Abteilungsleiter Dan Fried und sein Stellvertreter Kurt Volker luden zu Hintergrundgesprächen ein, erklärten den schweren transatlantischen Streit wegen des Irak-Kriegs für überwunden, erinnerten an die gemeinsamen Bemühungen um einen Frieden in Palästina, die Befriedung des Libanon, eine Lösung der Kosovo-Statusfrage, ein Ende des iranischen Atomprogramms und äußerten freudige Erwartung auf die deutsche Parallelpräsidentschaft in EU und G 8. Zudem hoben sie hervor, dass es auch zu Zeiten der schrillsten Missklänge in Sachen Irak „auf der Arbeitsebene“ stets gute und professionelle Beziehungen mit den Partnern, zumal mit Deutschland, gegeben habe.


    Entsetzen über geostrategischen Analphabetismus


    Die zuversichtlichen Zustandsbeschreibungen waren gewiss vom Zweckoptimismus geprägt, der zum diplomatischen Handwerk gehört, aber noch mehr von der paradoxen Erleichterung, dass sich mit Blick auf den Irak jetzt wieder alle einig sind: Es steht schlecht um das Zweistromland, aber die Sache mit der Demokratisierung oder wenigstens Stabilisierung aufzugeben und sämtliche Koalitionstruppen überstürzt abzuziehen, würde alles nur schlimmer machen. Doch so, wie der „Konsens“ zum Irak gleichsam bloß ein negativer ist, so erwies sich das Fundament der transatlantischen Wiederannäherung als äußerst brüchig.



    Javier Solana: Vor allem wegen einer Verstimmung Moskaus besorgt
    Die gleichen Beamten im State Department machen heute aus ihrem Entsetzen über den geostrategischen Analphabetismus der kontinentaleuropäischen Mittelmächte und über das verzerrte Amerika-Bild der meisten Europäer kein Hehl. Hinzu kommt, dass die Feiern zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge nicht verdecken konnten, dass es derzeit in Europa keine starken politischen Führer mit einer glaubhaften Vision von der künftigen Rolle der EU in der Welt und deren Beziehung zu den Vereinigten Staaten gibt: Frankreich und Großbritannien warten auf die Ablösung abgenutzter Führungsgestalten; in Deutschland und Italien sind die Regierungschefs „Gefangene“ von heterogenen oder schwachen Koalitionen; der EU-Außenbeauftragte Solana preist fortgesetzt die „fast perfekten“ transatlantischen Beziehungen, ist bei der Debatte um die Raketenabwehr aber vor allem wegen einer möglichen Verstimmung Moskaus besorgt - nicht Washingtons.


    Differenzen über Saddam Husseins Hinrichtung


    Zu Jahresbeginn zeigten schon die Reaktionen auf die Hinrichtung Saddam Husseins, wie unterschiedlich die Weltbilder von Amerikanern und Europäern bleiben. Die Regierung in Washington ließ wissen, man habe die Entscheidung der Justiz eines souveränen Staates zu akzeptieren; zudem habe ein Völkermörder vom Schlage Saddam Husseins gewiss die Todesstrafe verdient.



    Streitpunkt: Saddam Husseins Hinrichtung
    Auch in der amerikanischen Öffentlichkeit gab es keinen Aufschrei des Entsetzens wegen der Hinrichtung Saddams, der den Tod von bis zu einer Million Irakern direkt verschuldete - zumal mittels Krieg gegen Iran und Völkermord gegen Kurden und Schiiten im eigenen Land. In Europa dagegen verurteilten die Regierungen einhellig die Hinrichtung, und in Umfragen zeigten sich die meisten Europäer angewidert von der „barbarischen Exekution“ und bekräftigten ihre allgemeine Ablehnung der Todesstrafe.


    „Eine Art dreckspeiendes Umweltungeheuer“


    In der Debatte über den Klimawandel haben es selbst duldsame Beamte des State Department wie Volker mittlerweile satt, dass die Vereinigten Staaten in Europa „als eine Art qualmendes, dreckspeiendes Umweltungeheuer betrachtet werden, das sich um nichts kümmert und nichts tut“. Denn das sei „schlicht falsch: Wir kümmern uns sehr um den Klimawandel, um die Umwelt und um Treibhausgase, und wir tun eine Menge.“



    Illegal entsorgte Autowracks vor der Freiheitsstatue
    Nach den Zahlen der Internationalen Energiebehörde (IEA) habe der Anstieg der Kohlendioxidemissionen in den Vereinigten Staaten zwischen 2000 und 2004 bei 1,7 Prozent gelegen, in den Staaten der EU aber im Durchschnitt bei fünf Prozent - und das bei einem wesentlich niedrigeren Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum als in den Vereinigten Staaten.


    Dass die Vereinigten Staaten das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet haben - übrigens auch Australien und Südkorea nicht, während die „Entwicklungsländer“ China und Indien ihre rasch wachsenden Emissionen selbst nach Kyoto-Regularien ungebremst steigern dürfen -, bedeute gerade nicht, dass die Amerikaner nichts für den Schutz der Umwelt täten. Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Produzent von Biokraftstoffen wie Äthanol, noch vor Brasilien und den Europäern.


    Empfindlich dünner Geduldsfaden



    Für den Afghanistan-Einsatz fordern die Amerikaner mehr Unterstützung
    Auch bei der Debatte mit den europäischen Nato-Verbündeten über Afghanistan ist der Geduldsfaden in Washington inzwischen empfindlich dünn. Denn selbst bei dem von den Europäern - im Gegensatz zum amerikanisch geführten Einmarsch im Irak - als „richtig“ betrachteten Krieg gegen die wiedererstarkten Taliban ist es aus Sicht Washingtons mit der europäischen Bündnissolidarität nicht weit her.


    Lautstark sekundiert wird Washington bei der Forderung nach mehr europäischer Hilfe übrigens von Ottawa. Gerade im friedliebenden Kanada sieht man es nicht ein, warum die kanadischen Truppen im unruhigen Süden einen extrem hohen Blutzoll entrichten müssen, während sich etwa die niederländischen oder deutschen Bündnispartner hinter den Einsatzbeschränkungen ihrer Parlamente und im weniger gefährlichen Norden Afghanistans verschanzen.


    Besserwisserische Belehrungen sorgen für Unmut



    Debatte um die Raketenabwehr: Unverhohlene Verwunderung
    Derzeit sind 27.000 amerikanische Soldaten in Afghanistan im Einsatz - so viel wie noch nie seit Beginn des Krieges im Oktober 2001 -, um sich der befürchteten Frühjahrsoffensive von Taliban und Al Qaida entgegenzustemmen. „Wenn die Befehlshaber an Ort und Stelle zu unseren Bündnispartnern sagen: ,Wir brauchen mehr Hilfe!', dann müssen die Nato-Staaten diese leisten, wenn unsere Mission erfolgreich sein soll“, sagte Präsident George W. Bush dieser Tage.


    Vollends ungehalten ist man in Washington über besserwisserische Belehrungen aus europäischen Hauptstädten, wonach man am Hindukusch „nicht allein mit militärischen Mitteln“ obsiegen könne. Denn dahinter steckt oft genug die Unterstellung, die „schießwütigen“ Amerikaner (und Kanadier?) zerstörten wieder, was die europäischen Aufbauhelfer in Uniform soeben errichtet haben. Washington hat bisher 14 Milliarden Dollar für den Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte und für den Wiederaufbau in Afghanistan ausgegeben, in den kommenden zwei Jahren soll die Hilfe auf 10,6 Milliarden Dollar aufgestockt werden.


    Deutschland ein hoffnungsloser Fall?




    Er empfiehlt den Deutschen mit einem sichtbaren Anflug von Verzweiflung, darüber nachzudenken, „wie sicher sie sich fühlen würden in einer bilateralen Sicherheitsbeziehung zu Iran, okay?“. Fried erinnerte an die Spätzeit des Kalten Krieges, als Deutschland und Berlin geteilt gewesen seien - und dennoch Hunderttausende Deutsche nicht nur gegen die Pershing-Raketen, sondern „regelmäßig gegen die amerikanische Militärpräsenz demonstriert haben“.


    Dass nach dem friedlichen Ende des Kalten Krieges, im Zeitalter des internationalen Terrorismus und der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen das wiedervereinigte Deutschland die gleichen antiamerikanischen Reflexe hervorbringt wie vor einem Vierteljahrhundert, macht für Washington das größte Land der EU und der Nato fast schon zum hoffnungslosen Fall für eine ernsthafte geostrategische Debatte, geschweige denn eine Zusammenarbeit.

    Text: F.A.Z.
    Bildmaterial: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa/dpaweb, picture-alliance/ dpa, REUTERS

    sehr interessanter artikel....
    und da sind durchaus paar paralellen zuerkennen zu meinem vorherigen posting....
    Und wie hast du das hier reinkopiert?

  6. #6
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090

    Cool

    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir Beitrag anzeigen
    Und wie hast du das hier reinkopiert?

    gucksch du zeit wann geschrieben und wann geändert beitrag ????

  7. #7
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    gucksch du zeit wann geschrieben und wann geändert beitrag ????
    Auf Deutsch!

  8. #8
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090

    Reden

    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir Beitrag anzeigen
    Auf Deutsch!
    leck mi am ......

    heisst du sollst die zeiten vergleichen du penner wann der beitrag erfolgt ist und wann dieser geändert wurde.....

    mit dem neuen design ist dies wunderbar ersichtlich.....

    und noch was seit wann muss ich mich rechtfertigen bei einem spamer....

  9. #9
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    leck mi am ......

    heisst du sollst die zeiten vergleichen du penner wann der beitrag erfolgt ist und wann dieser geändert wurde.....

    mit dem neuen design ist dies wunderbar ersichtlich.....
    Nein meine Frage war wie ich selber was reinkopieren kann???

  10. #10
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090

    Idee

    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir Beitrag anzeigen
    Nein meine Frage war wie ich selber was reinkopieren kann???
    www.wiemacheichdas.com

Seite 1 von 7 12345 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Linke sorgt für Eklat in der Bremischen Bürgerschaft
    Von Vukovarac im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 16.12.2011, 13:04
  2. Serbischer Außenminister sorgt für Eklat?
    Von Hellenic-Pride im Forum Politik
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 21.11.2009, 19:52
  3. Dodik sorgt erneut für Aufsehen
    Von Emir im Forum Politik
    Antworten: 55
    Letzter Beitrag: 24.02.2009, 11:55
  4. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 05.01.2007, 14:21
  5. Aufregung über Meeresbrücke (Kroatien/Bosnien)
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Wirtschaft
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 27.11.2005, 16:55