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Bulgarien verletzt Minderheitenrechte der Mazedonier - Strasbourg verurteilt BG!!

Erstellt von Zoran, 19.10.2011, 09:01 Uhr · 229 Antworten · 9.186 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Zoran

    Registriert seit
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    27.750
    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Nein das ist leider falsch!

    Die Protobulgaren waren vor den Slawen auf dem Balkan. Die Slawen sind erst später aus weit nördlichereren Regionen auf den Balkan geströmt.

    Schon im 4 Jhdt. schlossen sich Bulgaren und Hunnen zu einem Reich zusammen, das aber später zerfiel.
    Attila der Hunnenkönig war ja so effektiv, weil er eine große Koalition aus Turkvölkern und Germanen schloß und so das Römische Reich penetrierte.

    Die Slawen kommen aus ganz unterschiedlichen dicht beieinander liegenden Regionen, teilweise viel nördlicher als ursprünglich vermutet. So nimmt man, dass die Serben aus dem Gebiet um das heutige Ostdeutschland herum ursprünglich ausgewandert sind. Die Ursprungsgebiete der Slawen sind das heutige Polen, Weißrussland, Tschechei und Slowakei. Damals bestand eine sehr enge kulturelle Verwandtschaft zwischen den Slawen.

    Das ändert aber nichts an der Geschichte, dass die Turkbulgaren lange Zeit die Elite in Bulgarien ausmachten und die Bulgaren damit eine leicht andere historische Entwicklung durchmachten als Serben oder Mazedonier! Wenn auch Serben und Mazedonier zeitweise Teil des "Bulgarischen Reiches" waren!!!
    Wenn du die Turkvölker generalisierst, stimme ich dir zu.

  2. #82
    Yunan
    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Bulgaren sind ein Turkvolk gewesen, welche auf Pferden in unsere Gegend gekommen sind.

    Selbst wenn die griechische Theorie der "Landnahme der Slawen" stimmen sollte, sind die reitenden Bulgaren erst nach den Slawen auf dem Balkan gekommen.


    Egal wie man es dreht und wendet, Mazedonier können keine gleiche Herkunft mit den Bulgaren teilen.
    Richtig, sie sind eins gewesen, sind es aber nicht mehr.

    Griechische Theorie? Zum einen ist es keine Theorie sondern ein historischer Fakt, zum anderen ist dieser Fakt nicht griechisch sondern Allgemeingültig.

    Egal wie man es dreht und wendet, du bist Bulgare und deine Landsleute auch.

    Du laberst mal wieder Scheiße.

  3. #83
    Avatar von Zoran

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Richtig, sie sind eins gewesen, sind es aber nicht mehr.

    Griechische Theorie? Zum einen ist es keine Theorie sondern ein historischer Fakt, zum anderen ist dieser Fakt nicht griechisch sondern Allgemeingültig.

    Egal wie man es dreht und wendet, du bist Bulgare und deine Landsleute auch.

    Du laberst mal wieder Scheiße.


    Die Slawen Wanderung oder "Landnahme der Slawen" ist eine unbewiesene Theorie.

    Woher willst du das wissen?

  4. #84
    Yunan
    Was?

    Du führst einmal mehr den fyrom'schen Geschichtsrevisionismus vor. Die slawische Landnahme auf dem Balkan ist ein Fakt.

    In der ausgehenden Spätantike, im 6. Jahrhundert, rückten Slawen seit etwa 550 über die untere (im späten 5. Jahrhundert von den Westgoten verlassene) Donau vor und unternahmen Plünderungszüge in die oströmischen Provinzen Illyrien, Moesien, Thrakien, Makedonien und Griechenland bis zur Peloponnes (siehe dazu Chronik von Monemvasia).

  5. #85
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Was?
    Laut Dr. Petar Ivanov und dem offiziellem Sofija, sind die Bulgaren in 34 Gemeinden in BG die Minderheit, in weiteren 41 Gemeinden ist der Anteil der Bulgaren gerade mal bei 50-60%. Einen "negativen Anstieg" von 7.9% entspricht dies, weiter erläutert er das durch die Migration der jungen Bulgaren nach Europa diese zahl bei 11% anzusiedeln ist.

  6. #86
    Avatar von Zoran

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Was?

    Du führst einmal mehr den fyrom'schen Geschichtsrevisionismus vor. Die slawische Landnahme auf dem Balkan ist ein Fakt.
    Nichts ist Fakt.

    Das ist eine Theorie, nichts weiter.

    Du würdest gerne sehen das dies ein Fakt ist um deine Agenda nicht in Gefahr zu bringen.

    Alleine die Tatsache das du deine Quelle nicht preisgibst zeugt von Schwäche.

  7. #87
    Yunan
    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Laut Dr. Petar Ivanov und dem offiziellem Sofija, sind die Bulgaren in 34 Gemeinden in BG die Minderheit, in weiteren 41 Gemeinden ist der Anteil der Bulgaren gerade mal bei 50-60%. Einen "negativen Anstieg" von 7.9% entspricht dies, weiter erläutert er das durch die Migration der jungen Bulgaren nach Europa diese zahl bei 11% anzusiedeln ist.
    Und jetzt? Keine Ahnung, was du damit sagen willst.

    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Nichts ist Fakt.

    Das ist eine Theorie, nichts weiter.

    Du würdest gerne sehen das dies ein Fakt ist um deine Agenda nicht in Gefahr zu bringen.

    Alleine die Tatsache das du deine Quelle nicht preisgibst zeugt von Schwäche.
    Haha, du bist ein Trottel. Sind die ganzen Jugoslawen, und somit auch ihr, vom Himmel gefallen?

    Fakt, lieber Zoran (ein sehr makedonischer Name übrigens ).

    Meine Quelle ist Wikipedia.
    Das Buch, aus dem die Quellen sind ist folgendes:

    Die Awaren: ein Steppenvolk im ... - Walter Pohl - Google Bücher

    S.105-107

    Was ich nicht alles tue für den kleinen unselbständigen Zlatko, äh Zoran.

    Ah...

    "Zoran (kyrillisch: Зоран) ist ein männlicher Vorname, der überwiegend bei den Südslawen verbreitet ist."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zoran


  8. #88
    Avatar von Carl Marks

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    04.05.2011
    Beiträge
    1.004
    Original von Zoran
    Die Slawen Wanderung oder "Landnahme der Slawen" ist eine unbewiesene Theorie.
    Die "Landnahme der Slawen auf dem Balkan" ist eine der wenigen Völkerwanderungen die eigentlich sehr gut belegt sind.

    Über die slawischen Stämme wusste man bis dahin so gut wie gar nichts, sie sind praktisch aus dem "Nichts" aufgetaucht. Das hat auch einen guten Grund, den ihr Einflußbereich erstreckte sich auf Gebiete die weitab der "zivilisierten" Regionen wie Rom oder Konstantinopel lagen.

    Jedoch arbeiteten antike Historiker nicht genau, sie konnten meist die verschiedenen Sprachen von Kelten, Germanen und Slawen nur schlecht, wenn manchmal gar nicht sprechen und trafen daher falsche Kategorisierungen. Man nimmt an das einige Völker die man fälschlicherweise als Germanen bezeichnet hat, doch eventuell Slawen waren, bzw. Mischvölker aus Beiden.

    Damals gab es in Europa keine scharfe Grenze zwischen Stämmen, sondern verschwommene Übergänge, so konnten Dorfbewohner sich immer mit ihren Nachbarn in anderen Dörfern unterhalten. Das bedeutet man hat einen fließenden Übergang vom keltischen Kulturkeris in den germanischen Kulturkreis und wiederum in den slawischen Kulturkreis gehabt.

    Wenn wir heute an Wikinger denken, so denken wir an Schweden und Dänen, kurz gesagt an die urigen Germanen. Die ursprüngliche Bezeichnung des Wortes Wikinger bedeutet einfach Räuber und so hat es auch zu Hauf slawische und baltische Wikinger gegeben.

    Es ist jetzt schwer zu sagen, das es nicht schon früher eine slawische Besiedlungswelle des Balkans gegeben hat. Aber historisch belegt sind die Einwanderungswellen ab dem 5. und 6. Jhdt. nach Christus.

    Original von Yunan
    Egal wie man es dreht und wendet, du bist Bulgare und deine Landsleute auch.
    Naja das ist reine Auslegungssache!

    Man ist das, als was man sich auch im Endeffekt sieht. Es gibt in Mazedonien eine Minderheit die sich selber als Bulgaren sieht und nicht als Mazedonier. Und die Mazedonier ihrerseits suchen auch keinen Anschluß an Bulgarien.

    Du lässt leider auch die Geschichte Mazedoniens im Kontext mit Serbien außer acht. Vom sprachlichen und kulturellen bilden die Mazedonier so etwas wie eine Zwischenstellung zwischen Serben und Bulgaren, mit sehr starken kulturellen Eigenheiten. Mazedonier wurden auch lange Zeit pauschal als Südserben gesehen und wenn nicht sogar längere Zeit als Bulgaren bezeichnet.

    Die Mazedonier haben klar auch "bulgarische" Wurzeln, aber sie haben eben nicht nur diese eine Wurzel.

    Die meisten Balkanvölker sind genetisch gesehen Mischvölker von Völkern die mal da unten gelebt haben, der "slawische Mazedonier" hat unter Umständen mehr illyrischen und griechischen Anteile, als eventuell ein blonder Grieche. Deswegen sind Pauschalisierungen fehl am Platze.

    Sucht doch mal eher Gemeinsamkeiten in eurer Kultur und Verbundenheit, anstatt immer nur Gegensätze!

  9. #89
    Yunan
    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Naja das ist reine Auslegungssache!

    Man ist das, als was man sich auch im Endeffekt sieht. Es gibt in Mazedonien eine Minderheit die sich selber als Bulgaren sieht und nicht als Mazedonier. Und die Mazedonier ihrerseits suchen auch keinen Anschluß an Bulgarien.

    Du lässt leider auch die Geschichte Mazedoniens im Kontext mit Serbien außer acht. Vom sprachlichen und kulturellen bilden die Mazedonier so etwas wie eine Zwischenstellung zwischen Serben und Bulgaren, mit sehr starken kulturellen Eigenheiten. Mazedonier wurden auch lange Zeit pauschal als Südserben gesehen und wenn nicht sogar längere Zeit als Bulgaren bezeichnet.

    Die Mazedonier haben klar auch "bulgarische" Wurzeln, aber sie haben eben nicht nur diese eine Wurzel.

    Die meisten Balkanvölker sind genetisch gesehen Mischvölker von Völkern die mal da unten gelebt haben, der "slawische Mazedonier" hat unter Umständen mehr illyrischen und griechischen Anteile, als eventuell ein blonder Grieche. Deswegen sind Pauschalisierungen fehl am Platze.

    Sucht doch mal eher Gemeinsamkeiten in eurer Kultur und Verbundenheit, anstatt immer nur Gegensätze!
    Ich glaube, du missverstehst mich. Es gibt keine Makedonier, die sich Bulgaren nennen. Es gibt sie de facto nicht, weil Makedonier mit Slawen nichts zu tun haben.
    Wie sich die Bulgaren (West- und Ostbulgaren nenne ich sie mal) untereinander streiten, interessiert mich nicht im geringsten.

    Im Wesentlichen gebe ich dir recht, weil das auch mit meinen bisherigen Vermutungen was die Sprache angeht übereinstimmt. Aber da scheinst du mehr Ahnung als ich zu haben.

    Wenn ein Bürger FYROM's griechische Anteile in sich trägt, die überwiegen, dann ist er kein FYROMer sondern ein Grieche. Das es Vermischungen gab, ist sowieso klar. Trotzdem bleibt der Mehrheit der Bürger FYROM's slawisch und somit nicht makedonisch.

  10. #90
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Die "Landnahme der Slawen auf dem Balkan" ist eine der wenigen Völkerwanderungen die eigentlich sehr gut belegt sind.

    Über die slawischen Stämme wusste man bis dahin so gut wie gar nichts, sie sind praktisch aus dem "Nichts" aufgetaucht. Das hat auch einen guten Grund, den ihr Einflußbereich erstreckte sich auf Gebiete die weitab der "zivilisierten" Regionen wie Rom oder Konstantinopel lagen.

    Jedoch arbeiteten antike Historiker nicht genau, sie konnten meist die verschiedenen Sprachen von Kelten, Germanen und Slawen nur schlecht, wenn manchmal gar nicht sprechen und trafen daher falsche Kategorisierungen. Man nimmt an das einige Völker die man fälschlicherweise als Germanen bezeichnet hat, doch eventuell Slawen waren, bzw. Mischvölker aus Beiden.

    Damals gab es in Europa keine scharfe Grenze zwischen Stämmen, sondern verschwommene Übergänge, so konnten Dorfbewohner sich immer mit ihren Nachbarn in anderen Dörfern unterhalten. Das bedeutet man hat einen fließenden Übergang vom keltischen Kulturkeris in den germanischen Kulturkreis und wiederum in den slawischen Kulturkreis gehabt.

    Wenn wir heute an Wikinger denken, so denken wir an Schweden und Dänen, kurz gesagt an die urigen Germanen. Die ursprüngliche Bezeichnung des Wortes Wikinger bedeutet einfach Räuber und so hat es auch zu Hauf slawische und baltische Wikinger gegeben.

    Es ist jetzt schwer zu sagen, das es nicht schon früher eine slawische Besiedlungswelle des Balkans gegeben hat. Aber historisch belegt sind die Einwanderungswellen ab dem 5. und 6. Jhdt. nach Christus.

    Naja das ist reine Auslegungssache!

    Man ist das, als was man sich auch im Endeffekt sieht. Es gibt in Mazedonien eine Minderheit die sich selber als Bulgaren sieht und nicht als Mazedonier. Und die Mazedonier ihrerseits suchen auch keinen Anschluß an Bulgarien.

    Du lässt leider auch die Geschichte Mazedoniens im Kontext mit Serbien außer acht. Vom sprachlichen und kulturellen bilden die Mazedonier so etwas wie eine Zwischenstellung zwischen Serben und Bulgaren, mit sehr starken kulturellen Eigenheiten. Mazedonier wurden auch lange Zeit pauschal als Südserben gesehen und wenn nicht sogar längere Zeit als Bulgaren bezeichnet.

    Die Mazedonier haben klar auch "bulgarische" Wurzeln, aber sie haben eben nicht nur diese eine Wurzel.

    Die meisten Balkanvölker sind genetisch gesehen Mischvölker von Völkern die mal da unten gelebt haben, der "slawische Mazedonier" hat unter Umständen mehr illyrischen und griechischen Anteile, als eventuell ein blonder Grieche. Deswegen sind Pauschalisierungen fehl am Platze.

    Sucht doch mal eher Gemeinsamkeiten in eurer Kultur und Verbundenheit, anstatt immer nur Gegensätze!

    Wer, Wie, wann hat sie dokumentiert?

    Wenn es eine "genaue" Dokumentation gab, warum ist die Frage der "Slawen" so umstritten?

    Wenn es gut dokumentiert ist, welche ist dann die Chronologie der Wanderung der Slawen?

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